Er ist riesig, gefräßig und hat hier keine natürlichen Feinde. Der aus Nordamerika stammende Ochsenfrosch breitet sich in Deutschland aus und wird zur ernsten Gefahr für die heimische Tierwelt.
Stand: 01.09.2026, 16:00 Uhr

Er ist riesig, gefräßig und hat hier keine natürlichen Feinde. Der aus Nordamerika stammende Ochsenfrosch breitet sich in Deutschland aus und wird zur ernsten Gefahr für die heimische Tierwelt.
Ein fremder Riesenfrosch ist auf dem Vormarsch, insbesondere in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Da die riesige Amphibie hier keine natürlichen Fressfeinde hat, stellt sie eine ernste Bedrohung für das ökologische Gleichgewicht und die heimische Tierwelt dar.
Gefahr für die heimische FaunaDer Ochsenfrosch, der bis zu 25 Zentimeter groß werden kann, gefährdet die heimische Tierwelt auf vielfältige Weise. Er ist nicht nur ein Konkurrent um Lebensraum, sondern auch ein direkter Fressfeind und Krankheitsüberträger.
Praktischer Tipp: Sollten Sie einen Ochsenfrosch oder seine außergewöhnlich großen Kaulquappen in einem Gewässer entdecken, melden Sie den Fund den zuständigen Naturschutzbehörden. Fangen oder bekämpfen Sie die Tiere keinesfalls selbst. Die Bekämpfung erfolgt durch Fachleute. Diese erschießen die Tiere dann mit Kleinkaliberwaffen. Zusätzlich werden die Larven und Kaulquappen mit Netzen und Keschern gefangen und anschließend getötet.
Häufig gestellte Fragen (FAQs)Es sind zahlreiche Beispiele belegt, wo ausgesetzte Ochsenfrösche die Verdrängung oder sogar das Erlöschen heimischer Amphibienpopulationen bewirkt haben.
Was fressen Ochsenfrösche? Ochsenfrösche sind extrem gefräßig und haben einen breiten Speiseplan. Sie fressen praktisch alles, was in ihre Nähe kommt und was sie bewältigen können. Dazu gehören Insekten, Würmer, aber auch kleinere Säugetiere wie Mäuse, junge Vögel, Schlangen und vor allem andere, kleinere heimische Froscharten.
Warum ist der Ochsenfrosch so gefährlich für heimische Tiere? Der Ochsenfrosch ist eine invasive Art ohne natürliche Fressfeinde in Deutschland. Er verdrängt nicht nur heimische Amphibien aus ihrem Lebensraum, sondern frisst sie auch. Zudem verbreitet er den für heimische Frösche und Molche oft tödlichen Chytridpilz, gegen den er selbst immun ist.
Wie kam der Ochsenfrosch nach Deutschland? Der Ochsenfrosch stammt ursprünglich aus Nordamerika. Er wurde durch den Menschen nach Europa eingeschleppt, teilweise zur Nutzung in der Terrarienhaltung oder als Angelköder. Von dort aus gelangten Tiere in die freie Natur, wo sie sich aufgrund fehlender Fressfeinde und guter Bedingungen erfolgreich vermehren konnten.
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