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Staatsanleihen: Kurse fallen und Renditen steigen wegen hoher Ölpreise und hoher Verschuldung

Дата публикации: 24-09-2026 10:26:00

Wegen hoher Ölpreise rechnen Anleger mit einer weiteren Zinserhöhung in den USA im Oktober. Der Ausverkauf am Bondmarkt geht weiter: In USA, Japan und der Eurozone sind die Rendite der Staatsanleihen auf Rekordjagd.

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Wegen hoher Ölpreise rechnen Anleger mit einer weiteren Zinserhöhung in den USA im Oktober. Der Ausverkauf am Bondmarkt geht weiter: In USA, Japan und der Eurozone sind die Rendite der Staatsanleihen auf Rekordjagd.

24.09.2026, 12.26 Uhr

Ratlos, planlos, ideenlos: US-Präsident Donald Trump (l.) und sein Finanzminister Scott Bessent (3.v.l.) bekommen den US-Haushalt nicht in den Griff. Die jährlichen Zinszahlungen übersteigen inzwischen die Militärausgaben.
Ratlos, planlos, ideenlos: US-Präsident Donald Trump (l.) und sein Finanzminister Scott Bessent (3.v.l.) bekommen den US-Haushalt nicht in den Griff. Die jährlichen Zinszahlungen übersteigen inzwischen die Militärausgaben.

Ratlos, planlos, ideenlos: US-Präsident Donald Trump (l.) und sein Finanzminister Scott Bessent (3.v.l.) bekommen den US-Haushalt nicht in den Griff. Die jährlichen Zinszahlungen übersteigen inzwischen die Militärausgaben.

Foto: Brendan Smialowski / AFP

Für die hoch verschuldeten Industriestaaten wird es angesichts rasant steigender Renditen am Anleihemarkt immer schwieriger, ihre Schulden zu bedienen. Treiber für die steigenden Renditen ist neben der wachsenden Verschuldung vieler Länder vor allem der deutlich gestiegene Ölpreis: Am Donnerstag kostete ein Barrel der Ölsorte Brent mehr als 105 Dollar.

Das teure Öl treibt weltweit die Inflation in die Höhe und sorgt dafür, dass die große Mehrheit der Anleger mit einer weiteren Zinserhöhung der US-Notenbank Fed im Oktober rechnet. Steigende Zinsen wiederum sorgen dafür, dass sich viele Bondanleger von bestehenden, schlechter verzinsten Anleihen trennen. Dies drückt auf die Kurse der Zinspapiere und treibt damit deren Renditen in die Höhe.

Bereits am Montag hatte der Ausverkauf am Anleihemarkt Fahrt aufgenommen: US-Staatsanleihen erlebten ihre größten Kursverluste seit April, als US-Präsident Donald Trump (80) mit einer weltweiten Zolloffensive die Weltwirtschaft erschütterte. Am Donnerstag stieg die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen um weitere 0,03 Prozentpunkte und erreichte 5,15 Prozent. Die Rendite der 30-jährigen Treasuries kletterte auf das höchste Niveau seit 2004.

Spread zwischen Deutschland und Frankreich so hoch wie seit Eurokrise nicht mehr

Im Gegenteil. Die Unsicherheit am Bondmarkt schwappt inzwischen auch nach Asien über. Die Rendite der zehnjährigen japanischen Staatsanleihe stieg zuletzt um 0,1 Prozentpunkte auf knapp 3,1 Prozent. Das ist das höchste Niveau seit 30 Jahren. Die Rendite der fünfjährigen Staatsanleihen notierte zuletzt bei 2,35 Prozent.

„Der Anstieg der Ölpreise und der Renditeanstieg der Staatsanleihen korrelieren derzeit weltweit“, sagte Eric Robertsen, Chefstratege von Standard Chartered in Singapur, gegenüber der „Financial Times“.  „Es gibt kein Entkommen“.

Auch in Europa sind die Anleiherenditen in den vergangenen Tagen weiter gestiegen. In Frankreich, dem in absoluten Zahlen am höchsten verschuldeten Land in der Eurozone, notieren die Renditen für zehnjährige Anleihen mit 4,4 bis 4,5 Prozent auf hohem Niveau. Die zehnjährige deutsche Bundesanleihe bietet derzeit eine Rendite von rund 3,5 Prozent. Das ist der höchste Spread zwischen deutschen und französischen Anleihen seit der Eurokrise.

Investoren treibt die Sorge um, dass bei der Präsidentschaftswahl in Frankreich im April radikale Kräfte wie die Rechtsnationalistin Marine Le Pen (58) oder der Linkspopulist Jean-Luc Mélenchon (75) gewinnen und die Verschuldung komplett aus dem Ruder läuft.

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la

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