Raumfahrttechnologien bilden das unsichtbare Rückgrat unserer Gesellschaft: Satelliten sind für moderne Kommunikation, Navigation, Erdbeobachtung und Krisenmanagement unverzichtbar geworden. Wie die orbitalen und terrestrischen Infrastrukturen als Gesamtsystem resilient und zukunftsfähig gestaltet werden können, war das zentrale Thema des „IQIB Orbital Science-Policy Forums“ am 24. September 2026. Die Fachkonferenz wurde von IQIB in Kooperation mit der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR ausgerichtet.
Raumfahrttechnologien bilden das unsichtbare Rückgrat unserer Gesellschaft: Satelliten sind für moderne Kommunikation, Navigation, Erdbeobachtung und Krisenmanagement unverzichtbar geworden. Wie die orbitalen und terrestrischen Infrastrukturen als Gesamtsystem resilient und zukunftsfähig gestaltet werden können, war das zentrale Thema des „IQIB Orbital Science-Policy Forums“ am 24. September 2026. Die Fachkonferenz wurde von IQIB in Kooperation mit der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR ausgerichtet.
Bad Neuenahr-Ahrweiler, 24. September 2026
Welche neuen Chancen und Herausforderungen liegen an der Schnittstelle von Raumfahrt und Gesellschaft? Darüber haben unter dem Dachthema "Resilienz durch orbitale Infrastrukturen" hochrangige Akteure aus Wissenschaft, Politik, Verwaltung und Wirtschaft im Innovation Lab des IQIB disktuiert.
Mit der rasant wachsenden Zahl orbitaler Systeme im erdnahen Weltraum (Low Earth Orbit - LEO) entstehen neue systemische Risiken und kritische Abhängigkeiten, deren Auswirkungen die Gesellschaft als Ganzes betreffen.
„Sich rapide ändernde Randbedingungen in der Natur, in der geopolitischen und in der LEO-politischen Lage stellen enorme Resilienzanforderungen an die Gesellschaft, die neue Innovations - und Kooperationsansätze fordern“, verdeutlichte Dr. Florian Schwandner, Direktor Anwendung und Wissenschaft bei der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR.
Vorausschauende Begleitung des technologischen Wandels
Genau hier setzt IQIB an: „Seit 30 Jahren steht die Technikfolgenabschätzung im Zentrum unserer Arbeit. Aktuell analysieren wir, welche Auswirkungen Raumfahrtechnologien auf Gesellschaft, Umwelt, Wirtschaft und Politik haben und welche Chancen möglich sind “, erklärte Roman Noetzel, Geschäftsführer am IQIB. Durch die zusätzliche Expertise im Bereich der Foresight-Methodik sei das Institut in der Lage, Zukunftsszenarien zu analysieren und eine innovative, evidenzbasierte Perspektive in den wissenschaftspolitischen Diskurs einzubringen.
Die Ökonomisierung des erdnahen Weltraums: Innovationsschub durch Kooperation
Die Konferenz beleuchtete auch die wirtschaftliche Dynamik im Raumfahrtsektor. Dipl.-Ing. Volker Schmid, Senior-Berater im Vorstandsbereich des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR), hob das Potenzial der sogenannten New-Space-Ökonomie hervor: „Eine Ökonomisierung des Low Earth Orbit bietet viele Chancen für Forschung und Wirtschaft, neue und innovative Ideen umzusetzen.“
Um dieses Potenzial nachhaltig zu nutzen, bedarf es branchenübergreifender Netzwerke. Dr.
Franziska Zeitler, Abteilungsleiterin Innovation & Neue Märkte bei der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR, betonte: „Branchenübergreifende Kooperationen und
Technologieentwicklungen erhöhen die Innovationsdynamik signifikant, indem u.a.
Entwicklungszeiten reduziert und Risiken verringert werden“. Eine tragende Rolle als agile
„Brückenbauer“ würden hierbei insbesondere Start -ups sowie kleine und mittlere Unternehmen (KMU) spielen.
Weltraum als globales Gemeingut schützen
Ein zukunftsfähiger Orbit erfordert klare politische und rechtliche Rahmenbedingungen. Prof. Dr. Kai-Uwe Schrogl, Sonderberater für politische Angelegenheiten bei der European Space Agency (ESA), ordnete die geopolitische Lage ein: „Resilienz im Weltraum zu verfolgen, ist nicht nur legitim, sondern notwendig. Gleichzeitig müssen wir daran festhalten, das Prinzip der friedlichen Nutzung und den Status des Weltraums als globales Gemeingut zu verteidigen."
Neues IQIB-Kompetenzzentrum „ZukunftOrbit“
Das Forum bildete zudem den Auftakt für das neue IQIB-Kompetenzzentrum für Raumfahrt,
Gesellschaft und Innovationspolitik. „Unter der Dachmarke „ZukunftOrbit“ bieten wir Entscheidungsträgern unabhängige, wissenschaftlich fundierte Analysen und unterstützen so
komplexe Entscheidungsprozesse sowie die Entwicklung gesellschaftspolitischer Strategien. Dabei bringen wir unsere Expertise in der Innovations - und Transformationsforschung ein “, sagte Wigand Fleischer, Geschäftsführer am IQIB . Das Portfolio des neuen Zentrums umfasst auch Fortbildungen für Executives sowie das Management komplexer Programme und Initiativen.
IQIB Orbital Science-Policy Forum in Kooperation mit der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR
Quelle: Nathan Dreessen
Copyright: IQIB/Nathan Dreessen
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Studierende, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler, jedermann
Physik / Astronomie, Politik, Umwelt / Ökologie, Wirtschaft
überregional
Forschungs- / Wissenstransfer, Wissenschaftliche Tagungen
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