Der Direktor der Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen Dresden und Professor für Geologie an der Technischen Universität Dresden Prof. Dr. Ulf Linnemann wird heute mit der Gustav-Steinmann-Medaille 2026 der Deutschen Geologischen Gesellschaft – Geologische Vereinigung (DGGV) ausgezeichnet. Die DGGV würdigt damit seine herausragenden wissenschaftlichen Leistungen auf dem Gebiet der Zirkon-Geochronologie und seine Forschungen zur geologischen Entwicklung von Peri-Gondwana, kleinere Kontinentalstücke und Landmassen, die vor etwa 600 bis 300 Millionen Jahren am Rand des Urkontinents Gondwana lagen.
Der Direktor der Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen Dresden und Professor für Geologie an der Technischen Universität Dresden Prof. Dr. Ulf Linnemann wird heute mit der Gustav-Steinmann-Medaille 2026 der Deutschen Geologischen Gesellschaft – Geologische Vereinigung (DGGV) ausgezeichnet. Die DGGV würdigt damit seine herausragenden wissenschaftlichen Leistungen auf dem Gebiet der Zirkon-Geochronologie und seine Forschungen zur geologischen Entwicklung von Peri-Gondwana, kleinere Kontinentalstücke und Landmassen, die vor etwa 600 bis 300 Millionen Jahren am Rand des Urkontinents Gondwana lagen.
Die Gustav-Steinmann-Medaille wird an Geowissenschaftler*innen für herausragende Gesamtleistungen verliehen. In diesem Jahr geht die Auszeichnung der Deutschen Geologischen Gesellschaft – Geologische Vereinigung (DGGV) an den Senckenberg-Geowissenschaftler Prof. Dr. Ulf Linnemann. Gewürdigt werden seine langjährige und international bedeutende Forschung sowie sein vielseitiges wissenschaftliches Wirken. Darüber hinaus hebt die DGGV seine wichtigen Beiträge zur Weiterentwicklung der geowissenschaftlichen Forschung und der wissenschaftlichen Infrastruktur in Dresden hervor.
Vor allem seine Untersuchungen des avalonisch-cadomischen Grundgebirges – also sehr alter Gesteine in Europa, Nordwestafrika und dem östlichen Nordamerika – sowie der Varisziden, einem vor etwa 350 bis 300 Millionen Jahren entstandenen Gebirgssystem, haben geholfen, die geologische Entwicklung dieser Regionen besser zu verstehen. Grundlage seiner Forschungen sind unter anderem Uran-Blei-Datierungen von Zirkonen, die eine präzise Rekonstruktion geologischer Prozesse und der Entwicklung der Erdkruste über große Zeiträume ermöglichen.
Ein weiterer wissenschaftlicher Meilenstein war Linnemanns Arbeit zur absoluten Datierung der Präkambrium–Kambrium-Grenze in einem biostratigraphisch abgesicherten Profil in Süd-Namibia. Seine Forschungen verbinden geochronologische und geologische Fragestellungen mit der Entwicklung des Lebens und der Umweltbedingungen in der Erdgeschichte.
Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit hat Linnemann die Entwicklung der Geowissenschaften in Dresden und darüber hinaus über viele Jahre maßgeblich mitgeprägt. Unter seiner Leitung gelang die Aufnahme des Staatlichen Museums für Mineralogie und Geologie Dresden in die Leibniz-Gemeinschaft und in die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung. Damit konnten die mehr als 300 Jahre alten naturhistorischen Sammlungen als Senckenberg Naturhistorische Sammlungen Dresden in moderne und nachhaltige geowissenschaftliche Forschungsstrukturen überführt werden.
„Die Gustav-Steinmann-Medaille ist eine besondere Anerkennung für die wissenschaftlichen Leistungen von Ulf Linnemann und zugleich für seine langjährige Arbeit für die geowissenschaftliche Forschung in Dresden. Mit seinen Forschungen zur Geochronologie und zur Entwicklung von Gondwana hat er wichtige Beiträge zum Verständnis der Erdgeschichte geleistet. Gleichzeitig hat er den Aufbau moderner geowissenschaftlicher Forschungsstrukturen an den Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen Dresden entscheidend vorangetrieben. Ich freue mich sehr über die verdiente Auszeichnung“, sagt Prof. Dr. Klement Tockner, Generaldirektor der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung.
Linnemann ist seit 2009 Honorarprofessor für Geologie an der Technischen Universität Dresden und seit 2023 Professor für Geologie. Bereits seit 1996 als Leiter der Abteilung Museum für Mineralogie und Geologie tätig, hat er seit 2009 das Amt des Direktors der Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen Dresden inne. Seit 2008 steht er zudem dem GeoPlasmaLab, dem Geochronologielabor in Dresden, vor.
Seine wissenschaftliche Ausbildung absolvierte Linnemann an der Technischen Universität Bergakademie Freiberg, wo er von 1981 bis 1986 Geologie studierte und 1990 promoviert wurde. Nach wissenschaftlichen Stationen an der Technischen Universität Dresden und der Friedrich-Schiller-Universität Jena habilitierte er sich 2008 an der Technischen Universität Dresden.
Die DGGV ist eine internationale Organisation zur Förderung der Geowissenschaften in Forschung und Lehre, Wirtschaft und Verwaltung sowie zur Veröffentlichung wissenschaftlicher Erkenntnisse. Sie zählt heute mehr als 3.600 Mitglieder aus über 64 Ländern. Ihre Geschichte reicht bis zur Gründung der Deutschen Geologischen Gesellschaft im Jahr 1848 in Berlin zurück. Zu ihren prominenten Gründungsmitgliedern gehörten unter anderem Alexander von Humboldt und Leopold von Buch.
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