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Agroökologische Praktiken für Ostafrika mit Fokus auf zirkuläre Wasser-Energie-Nährstoff-Systeme

Дата публикации: 21-09-2026 09:25:00

Die Projektpartner von PrAEctiCe haben ein neuartiges Indikatorenset für die Agroökologie entwickelt, das sich auf zirkuläre Wasser-, Energie- und Nährstoffsysteme in integrierten Aquakultur-Agrarsystemen konzentriert und dabei die Bedürfnisse von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern in Ostafrika in den Mittelpunkt stellt. Das Steinbeis Europa Zentrum unterstützte das Konsortium über den gesamten Projektverlauf bei der Koordination des Projekts, bei Verbreitungs- und Kommunikationsaktivitäten, bei der Verwertung der Projektergebnisse sowie beim Datenmanagement.

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Die Projektpartner von PrAEctiCe haben ein neuartiges Indikatorenset für die Agroökologie entwickelt, das sich auf zirkuläre Wasser-, Energie- und Nährstoffsysteme in integrierten Aquakultur-Agrarsystemen konzentriert und dabei die Bedürfnisse von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern in Ostafrika in den Mittelpunkt stellt. Das Steinbeis Europa Zentrum unterstützte das Konsortium über den gesamten Projektverlauf bei der Koordination des Projekts, bei Verbreitungs- und Kommunikationsaktivitäten, bei der Verwertung der Projektergebnisse sowie beim Datenmanagement.

Ostafrikanische Kleinbäuerinnen und Kleinbauern bewirtschaften in der Regel Flächen von weniger als zwei Hektar; allerdings produzieren sie bis zu 70 % der Lebensmittel. Trotz ihrer zentralen Rolle stehen sie vor zahlreichen Herausforderungen, darunter der Klimawandel, Ressourcenknappheit und begrenzte wirtschaftliche Perspektiven. Diese Herausforderungen gefährden die Ernährungssicherheit der gesamten Region.
Um diesen Herausforderungen zu begegnen, ist eine Transformation des afrikanischen Agrarsektors erforderlich. Einen wichtigen Beitrag dazu leistet die Agroökologie.

„Agroökologie bedeutet produktive, nachhaltige, resiliente und umweltverträgliche Landwirtschafts- und Ernährungssysteme, die lokales Wissen mit modernster Wissenschaft verbinden“, erklärt Prof. Dr. Jan Hoinkis von der Hochschule Karlsruhe und Koordinator des EU-Projekts PrAEctiCe.

„Ziel ist es, die Wechselwirkungen zwischen Pflanzen, Tieren, Menschen und Umwelt zu optimieren und zugleich faire, gerechte und selbstbestimmte Ernährungssysteme zu fördern.“

Mit Unterstützung des EU-geförderten Projekts PrAEctiCe koordiniert Jan Hoinkis ein Netzwerk von Forschenden, Landwirten, Beratern, Akteuren der Zivilgesellschaft, kleinen und mittleren Unternehmen sowie öffentlichen Einrichtungen aus Europa und Afrika. Gemeinsam unterstützt das Konsortium Kleinbetriebe in Ostafrika bei ihrem agroökologischen Wandel.

„Unser Ziel ist es, die Agroökologie von einem breit gefassten Konzept zu einem praxisorientierten, evidenzbasierten Entscheidungsrahmen weiterzuentwickeln, der konkrete betriebliche Entscheidungen unterstützt“, ergänzt Hoinkis.

Steinbeis Europa Zentrum unterstützte das Konsortium über den gesamten Projektverlauf

Als Projektpartner spielte das Steinbeis Europa Zentrum eine zentrale Rolle bei der Unterstützung des Koordinators und des Konsortiums über den gesamten Projektverlauf. Neben der reibungslosen Umsetzung der Projektaktivitäten unterstützte das Steinbeis Europa Zentrum die Zusammenarbeit der Partner, begleitete den Projektfortschritt und trug dazu bei, die Projektziele sowie die vorgesehenen Projektergebnisse und Berichte fristgerecht zu erreichen.

Darüber hinaus leitete es die Aktivitäten zur Verwertung der Projektergebnisse und das Management der Rechte an geistigem Eigentum. Dabei gab Steinbeis strategische Orientierung für die Nutzung und nachhaltige Weiterführung der wichtigsten Projektergebnisse. Das Steinbeis Europa Zentrum unterstützte außerdem die Verbreitungs- und Kommunikationsaktivitäten und trug dazu bei, die Sichtbarkeit der PrAEctiCe-Ergebnisse bei relevanten Interessengruppen in Ostafrika und Europa zu erhöhen.

Agroökologische Konzepte in praktische Betriebskennzahlen übersetzen
Herzstück des Projekts ist ein neues Entscheidungsfhilfe-Tool für zirkuläre Wasser-Energie-Nährstoff-Systeme in integrierten Aquakultur-Landwirtschaftssystemen.
„Dies ist neuartig, da diese Bereiche in bestehenden agroökologischen Indikatorensystemen bislang nicht ausreichend berücksichtigt wurden“, sagt Jan Hoinkis.

Das Entscheidungshilfe-Tool wurde für Beratungsdienste entwickelt und übersetzt komplexe agroökologische Konzepte in konkrete Kennzahlen für landwirtschaftliche Betriebe. Zu den zentralen Komponenten gehört ein integrierter Indikator zur Bewertung zirkulärer Bewirtschaftungsansätze. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der synergetischen Wiederverwendung von Wasser, Energie und Nährstoffen in diversifizierten Pflanzenbau-, Viehhaltungs- und Aquakultursystemen. Ergänzt wird dies durch ein Instrument zur Quantifizierung von Umweltauswirkungen, Ressourceneffizienz und wirtschaftlicher Tragfähigkeit.

Landwirtinnen und Landwirte im Mittelpunkt

Das Projekt wurde in sogenannten Living Labs in drei ostafrikanischen Ländern erprobt.
• In Kenia wurden mehr als 800 Landwirtinnen und Landwirte in Fischereimanagement und Gemüseproduktion in zehn Schulungen ausgebildet. Inzwischen haben auch kleine Agrarunternehmen diese Schulungsansätze übernommen.
• Im ugandischen Kajjansi wurden mehr als 250 Interessengruppen im Bereich aquaponischer Lebensmittelproduktion geschult. Das entsprechende „Train-the-Trainer“-Programm wurde anschließend im lokalen Schulungslabor weitergeführt.
• Das Living Lab in Tansania schulte rund 5.000 Personen mit Schwerpunkt auf Geflügelhaltung, Fischzucht und Pflanzenproduktion.

Den agroökologischen Wandel langfristig vorantreiben

Ein weiteres wichtiges Projektergebnis ist der Aufbau eines starken Multi-Akteurs-Netzwerks zwischen Europa und Afrika.

„Dieses Netzwerk ist selbst ein bedeutendes Ergebnis, denn der agroökologische Wandel benötigt mehr als technische Lösungen. Er erfordert Vertrauen, lokales Wissen, Weiterbildung und die Einbindung von Institutionen“, betont Jan Hoinkis.
Das Netzwerk wird die Arbeit und Wirkung des Projekts auch in Zukunft weiter voranbringen.

„Ich bin überzeugt, dass wir auf dem Vermächtnis von PrAEctiCe aufbauen und den agroökologischen Wandel für ostafrikanische Kleinbetriebe noch besser messbar, praxisnäher und stärker lokal verankert gestalten werden“, so Jan Hoinkis abschließend.

Die Forschenden arbeiten derzeit daran, die im Projekt entwickelten Instrumente weiter zu skalieren, zu verfeinern und für eine breitere Anwendung nutzbar zu machen. Zudem sollen die Living Labs zu lokalen Innovationszentren ausgebaut werden.

Prof. Dr. Jan Hoinkis, Hochschule Karlsruhe

Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler
Biologie, Ernährung / Gesundheit / Pflege, Tier / Land / Forst, Umwelt / Ökologie
überregional
Forschungsergebnisse, Forschungsprojekte
Deutsch

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