Ein 28-Jähriger hat sich in den spanischen Bergen ein günstiges Leben eingerichtet. Seine monatlichen Kosten belaufen sich auf höchstens 20 Euro.
Ein 28-Jähriger hat sich in den spanischen Bergen ein günstiges Leben eingerichtet. Seine monatlichen Kosten belaufen sich auf höchstens 20 Euro.
Der ehemalige Grafiker Emile (28) hat sich in einem Schiffscontainer in den spanischen Bergen ein komplett autarkes und günstiges Leben eingerichtet. Strom bezieht er ausschließlich über Solarmodule auf dem Dach und speichert diesen in Batterien. Da es keinen Anschluss an das öffentliche Wassernetz gibt, lässt er sich Wasser per Tankwagen liefern und nutzt wassersparende Trockentoiletten.
„Ich lebe hier mit Strom, Wasser und einem Dach über dem Kopf für 10 oder 20 Euro im Monat“, erklärte der Aussteiger dem Magazin „Marie France“.
Die Grundlage für dieses außergewöhnliche Lebensmodell bildete der günstige Kauf eines Grundstücks, bei dem Emile eine Fläche von über 20.000 Quadratmetern für 15.000 Euro erwarb. Den gebrauchten Schiffscontainer kaufte er für 1300 Euro und investierte weitere 300 Euro in den Transport.
Ohne handwerkliche Vorkenntnisse gestaltete er den 13 Quadratmeter großen Stahlkasten mithilfe von Online-Videos komplett selbst um. In dem winzigen Eigenheim brachte er dennoch alle wichtigen Wohnbereiche von der Küche bis zur Dusche unter.
Neben dem Wohnen setzt Emile bei der Ernährung auch auf Selbstversorgung: Er baut Obst und Gemüse an und hält Hühner. Die harte körperliche Arbeit im Alltag nimmt er für das Gefühl der Unabhängigkeit gerne in Kauf. „Ob man das Freiheit nennen kann, weiß ich nicht, aber es bringt mir Seelenfrieden“, fasst Emile seine Lebensphilosophie gegenüber dem Magazin „Marie France“ zusammen.
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In Deutschland kann man in Schiffscontainern wohnen, aber sie unterliegen denselben strengen baurechtlichen Vorschriften wie herkömmliche Häuser. Einer der größten Vorteile liegt in den überschaubaren Anschaffungs- und Umbaukosten.
Ein gebrauchter Seecontainer ist bereits ab etwa 2000 bis 4000 Euro erhältlich. Hinzu kommen die Kosten für Ausbau, Dämmung, Fundament und Anschlüsse. Damit bleibt das Containerhaus deutlich günstiger als ein herkömmliches Wohngebäude vergleichbarer Größe.
Grundsätzlich ist jedes dauerhaft genutzte Containerhaus genehmigungspflichtig. Für den Bauantrag sind in der Regel laut „Modulbau mobil“ folgende Dokumente einzureichen:
Die Bearbeitungszeit liegt – je nach Bauamt – zwischen vier und zwölf Wochen. Bei modularen Häusern oder mehreren Seecontainern können zusätzliche Abstimmungen notwendig sein.