Aus einer lästigen Alltagsaufgabe macht Marius Löding ein Geschäftsmodell: Mit „Radlglas“ holt der zwölfjährige Unternehmer Altglas direkt bei seinen Kundinnen und Kunden ab. Für 5,50 Euro pro Abholung übernimmt er den Gang zum Altglascontainer oder Recyclinghof.
Aus einer lästigen Alltagsaufgabe macht Marius Löding ein Geschäftsmodell: Mit „Radlglas“ holt der zwölfjährige Unternehmer Altglas direkt bei seinen Kundinnen und Kunden ab. Für 5,50 Euro pro Abholung übernimmt er den Gang zum Altglascontainer oder Recyclinghof.
Die Geschäftsidee entstand in der Familie. Marius Mutter wollte, dass er und sein Vater das Altglas wegbringen. Sein Vater hatte jedoch Bedenken, dass das Auto und der Kofferraum dabei schmutzig werden und die Flaschen unangenehm riechen könnten. Nachdem Marius ein E-Bike bekommen hatte, kam die Idee: Er bringt das Altglas mit einem Anhänger weg. Inzwischen nutzen einige Kunden den Service regelmäßig. „Wir haben am Wochenende gerne Seminare und Feste hier. Und damit wir das nicht tagelang in unserer Garage lagern, nutzen wir gerne Marius, der uns dabei hilft, das zu holen“, so Jennifer Sailer, Besitzerin eines Friseursalons.
Marius kümmert sich auch um die technische Seite seines Unternehmens. Im September 2025 geht seine selbst erstellte Homepage radlglas.de online. Inklusive Buchungssystem hat der Zwölfjährige die Website eigenständig aufgebaut. Über die Plattform können Kunden auswählen, ob sie Pfandflaschen oder Altglas abholen lassen möchten.
„Das macht mir immer noch Spaß, wenn wir die Website einfach jeden Tag noch mal mehr und mehr für die Kunden verbessern. Weil der Kunde ist König“, so Marius.
Für Werbung nutzt der Zwölfjährige die sozialen Medien. Seine Reels haben inzwischen fast fünf Millionen Aufrufe. In den Videos stellt er den Abholservice vor und erklärt, dass er Altglas direkt vor der Haustür abholt. Da Marius minderjährig ist, läuft das Unternehmen offiziell über seine Eltern. Sie lassen ihm nach eigenen Angaben freie Hand, achten aber darauf, dass er seine schulischen Verpflichtungen erfüllt.
Dass Marius sich schon früh für organisatorische Aufgaben interessierte, zeigte sich laut seiner Familie bereits im Urlaub: Bei der Kinderanimation habe er lieber Anmeldungen übernommen und sich mit den Animateuren unterhalten, als mit anderen Kindern zu spielen. Für die Zukunft hat Marius klare Pläne: „Also ich will nicht Dubai leben, sondern weiterhin hier wohnen. Aber ich hoffe, ich werd erfolgreicher und werde Radlglas dann auch in anderen Ländern haben.“