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Der Iran entdeckt kurz nach Engpass-Warnung einen Gas-Jackpot von 212 Milliarden Kubikmetern in Fars-Region

Дата публикации: 28-08-2026 16:09:00

Die Gas-Kapazitäten des Irans sind stark angegriffen. Jetzt will das Land ein neues Vorkommen gefunden haben.

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Die USA und Israel greifen immer wieder Irans Gaskapazitäten an. Im kommenden Winter drohen Engpässe. Jetzt hat der Iran angeblich ein neues Vorkommen gefunden.

Nach eigenen Angaben hat der Iran ein neues Erdgasvorkommen von mehr als 212 Milliarden Kubikmetern entdeckt. Der Fund kommt in einer für das Land herausfordernden Lage: Der Krieg mit den USA hat einen großen Teil der heimischen Gaskapazitäten schwer beschädigt. Mit dem neuen Vorkommen könnte zumindest ein Teil des Drucks auf die Gaswirtschaft erleichtert werden.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Ein Viertel der iranischen Gaskapazitäten ist durch Angriffe aus den USA und Israel beschädigt.
  • Im kommenden Winter drohen daher drastische Engpässe.
  • Jetzt will der Iran ein Mega-Vorkommen gefunden haben.
  • Bis aber Gas gefördert werden kann, dauert es noch.
Gas und Kondensate für „viele Milliarden Dollar“

Laut dem iranischen Ölminister Mohsen Paknejad befindet sich das neue Gasvorkommen in der Region Fars. 73 Prozent der Gesamtmenge dieses neuen Gasfelds sollen förderbar sein. Das Portal „Lavanguardia“ berichtet unter Berufung auf den Minister, dass das einer Produktionsmenge von 15 Jahren aus einer einzelnen Phase des South-Pars-Gasfelds entspricht.

Darüber hinaus hat der Iran angeblich Gaskondensate in diesem neuen Feld gefunden, die viele Milliarden Dollar wert sein sollen. Die Vorkommen sollen jetzt „so bald wie möglich“ erschlossen werden. Bis die Infrastruktur dafür steht, könnte es allerdings länger dauern, denn die USA und Israel greifen die Gas-Infrastruktur Irans seit Monaten an.

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722 Millionen Kubikmeter Gas pro Tag

Das Gasfeld „South Pars“ ist das größte der Welt. Im Normalfall deckt es mehr als 70 Prozent der iranischen Gasversorgung ab. Vor 2026 hatte es zwischenzeitlich einen Output von bis zu 722 Millionen Kubikmetern pro Tag erreicht. Außerdem liefert es einen großen Teil der Rohstoffe für die iranische Petrochemie- und Benzinproduktion. Wenn Paknejad also den neuen Fund mit „South Pars“ vergleicht, will er vor allem eines damit klarmachen: Der Iran hat gewaltige Reserven an Gas.

Im März hatten aber die ersten Angriffe aus Israel das Gasfeld beschädigt und die Versorgung im weiteren Verlauf immer weiter eingeschränkt. Erfan Afazeli, der Generalsekretär des iranischen Erdölindustrieverbands, sprach zuletzt davon, dass diese Angriffe etwa ein Drittel der Gasförderkapazität von „South Pars“ ausgeschaltet hätten. Das wären etwa 25 Prozent der kompletten iranischen Gasversorgung, die fehlen.

Afazali warnte auch davor, dass das während der kalten Jahreszeit zu einer Gasknappheit führen könnte. Dass der Iran nur Tage nach dieser Mitteilung ein Rekord-Gasfeld entdeckt, wirkt kurios – kann aber nicht unabhängig bestätigt werden.

Iran braucht sein Gas selbst

Der Iran hält die zweitgrößten Gasreserven des Planeten – nur Russland hat noch mehr Gas. Irans nachgewiesene Reserven sollen sich (Stand 2024) auf um die 34 Billionen Kubikmeter belaufen haben. Zwischen 2014 und 2024 wuchs die Gasförderung pro Jahr um durchschnittlich 4,1 Prozent. Im Gegensatz zu Katar, dem ein Teil von „South Pars“ gehört, fährt der Iran aber keine auf Export ausgerichtete Strategie.

Das liegt daran, dass der Iran auch einer der größten Gasverbraucher ist. Nur die USA, Russland und China verbrauchen mehr. Laut einer Analyse des Thinktanks Center on Global Energy Policy braucht der Iran einen großen Teil seiner Gaserzeugnisse selbst. Ein erheblicher Teil des Verbrauchs entfällt auf private Haushalte. Ein Grund dafür ist das kalte Klima: In den Wintermonaten können die Temperaturen vor allem in den bergigen Regionen des Landes auf bis zu minus 15 Grad fallen.

Irans Mega-Fund interessiert Deutschland nicht

Für Deutschland hat der iranische Fund auf absehbare Zeit keine Auswirkungen. Die Bundesrepublik importiert kein Gas aus dem Iran. Ganz abgesehen davon, dass die entsprechende Infrastruktur am Gasfeld in Fars zunächst gebaut und außerdem von Angriffen der USA verschont bleiben muss, leidet der Iran unter schwersten wirtschaftlichen Sanktionen. Selbst die Länder, die Lieferverträge mit dem Iran haben (darunter die Türkei) erhalten zuweilen kein Gas, weil der Iran nicht zuverlässig liefern kann.

Unter anderem geht es dabei um die veraltete Pipeline-Infrastruktur und um US-Sanktionen gegen eventuelle Käuferländer.

Aktuell hat Deutschland allerdings selbst Probleme am Gasmarkt. Die deutschen Gasspeicher sind so leer wie lange nicht mehr, und immer mehr Marktbeobachter zweifeln daran, dass die Bundesrepublik ihre Speicher-Füllstandsvorgaben bis November einhalten kann.

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