Beim 7:0-Kantersieg des FC Bayern gegen Union Berlin war Michael Olise am Freitag einmal mehr der überragende Akteur auf dem Rasen. Als Spieler des Spiels hätte er danach eigentlich zum Interview gemusst. Doch wie so oft schickte der Franzose seine Mitspieler vor. TV-Experte Dietmar Hamann glaubt längst an eine kalkulierte Sonderbehandlung in München.

Michael Olise traf gegen Union dreimal für den FC Bayern
Foto: © IMAGO/Bernd Feil/M.i.S.
19. September 2026, 15:53

sport.de
Beim 7:0-Kantersieg des FC Bayern gegen Union Berlin war Michael Olise am Freitag einmal mehr der überragende Akteur auf dem Rasen. Als Spieler des Spiels hätte er danach eigentlich zum Interview gemusst. Doch wie so oft schickte der Franzose seine Mitspieler vor. TV-Experte Dietmar Hamann glaubt längst an eine kalkulierte Sonderbehandlung in München.
Denn aus seiner Sicht hätte der FC Bayern eigentlich großes Interesse, Olise als Gesicht des Vereins medial stärker zu präsentieren.
"Ich habe das Gefühl: Der verweigert alles. Wenn man sich Kane anschaut, der ist ein Sympathieträger. Von Olise wissen wir wenig bis nichts", beschrieb Hamann bei "Sky" die Situation. "Die Frage ist, ob dann nicht der Verein mal sagt: 'Pass auf: Du willst das und das verdienen, dafür musst du aber auch mal ein Interview geben.'"
Solch einen offensiven Umgang mit dem Star-Spieler scheue man aber offensichtlich beim FC Bayern, "weil sie sonst denken, die Chancen auf eine Vertragsverlängerung werden geringer", vermutet der Ex-Nationalspieler.
Den Sonderweg mit Olise beschreite man deshalb vor allem aus der Angst, einen Top-Spieler mittelfristig zu verlieren, so die Hamann-These. Aktuell ist der 24-Jährige noch bis 2029 an den Rekordmeister gebunden.
FC Bayern will Olise nicht abgebenBayern-Boss Jan-Christian Dreesen hatte jüngst verraten, dass es bislang noch keine Gespräche über eine Verlängerung gegeben hat. Stattdessen bestimmten im Sommer vor allem Wechsel-Gerüchte die Schlagzeilen.
Nach starken WM-Leistungen im Zusammenspiel mit Kylian Mbappé soll Real Madrid die Fühler ausgestreckt haben. Beim FC Bayern erklärte man Olise daraufhin wiederholt für unverkäuflich.
Gegen Union Berlin hatte der Rechtsaußen mit drei Toren, einer Vorlage und einem herausgeholten Elfmeter am Freitag das Geschehen fast im Alleingang bestimmt. An den Mikrofonen von "Sky" und in der Mixed Zone ließ er Jamal Musiala für sich sprechen.
Die These, dass sein Kollege lieber Tore schieße als Interview zu geben, konnte auch der nicht verneinen. "Deswegen stehe ich hier", so Musiala.
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