Selten gibt es im Vorfeld der Saison einen so klaren Favoriten wie in diesem Jahr. Doch für die Mannschaft von Cheftrainer Sean McVay wird es schon eine Herausforderung, die eigene Division zu gewinnen.
10.09.2026 · 15:04 Uhr
Sean McVay, Head Coach der Los Angles Rams (M., Archivbild).
Foto: AP Photo/Mark J. Terrill/Mark J. TerrillDüsseldorf · Selten gibt es im Vorfeld der Saison einen so klaren Favoriten wie in diesem Jahr. Doch für die Mannschaft von Cheftrainer Sean McVay wird es schon eine Herausforderung, die eigene Division zu gewinnen.
Die Ausgeglichenheit und Unberechenbarkeit der NFL machen die US-amerikanische Football-Liga aus. Dort ist das keine Phrase, es kann jeden Sonntag buchstäblich alles passieren. Deshalb ist es in der Regel unmöglich, einen einzelnen klaren Favoriten auf den Sieg im Super Bowl zu benennen. Doch dieses Jahr ist das anders – denn die Los Angeles Rams sind „offiziell ein Superteam“, wie es das Portal The Athletic schreibt.
Ähnlich war es beim Super-Bowl-Triumph der Rams vor fünf Jahren, als sie alles auf den kurzfristigen Erfolg ausrichteten und auch den Titel holten. Lange dauerte es danach nicht, bis sie wieder ein Topteam waren. Schon in der vergangenen Saison waren sie nah dran am großen Finale. Jetzt holten sie unter anderem mit Myles Garrett den besten Defensivspieler der vergangenen Jahre aus Cleveland für zahlreiche Draft-Picks, weitere Picks gaben sie für Cornerback Trent McDuffie ab. Sie nehmen damit erneut einen kompletten Neustart in naher Zukunft für den sofortigen Erfolg in Kauf. Zudem kommt Aaron Donald, der vielleicht dominanteste Defensive Tackle aller Zeiten, aus dem Ruhestand zurück.
In so ziemlich allen Power Rankings der NFL-Experten sind die Rams ganz oben, auch die Buchmacher sehen sie klar vorne. Einen so klaren Favoriten benannte Las Vegas zuletzt 2017 mit den New England Patriots.
„Den Super Bowl gewinnen. Und natürlich erneut zum Defensive Player of the Year gewählt werden. Ich denke, das sind die beiden wichtigsten Ziele, die mir momentan durch den Kopf gehen“, stellte Garrett klar. Er war zuletzt jahrelang in Cleveland in schlechten Teams gefangen und ist jetzt dem klaren Ziel, den Titel zu gewinnen, nach Los Angeles gekommen. Der kommende Super Bowl findet zudem im Heimstadion der Rams statt – genau wie vor sechs Jahren.
Doch zunächst geht es für Garrett und Co. auf die Südhalbkugel: Das erste Spiel der neuen Saison bestreiten die Rams in Melbourne, Australien. Gespielt wird zur US-amerikanischen Primetime am Donnerstagabend, nach deutscher Zeit also wie üblich in der Nacht zu Freitag. Ortszeit in Australien: Freitagmorgen, 10.35 Uhr.
Die San Francisco 49ers sind der Gegner. Mal das übliche Verletzungspech ausgeblendet, ist das auch ein hochkarätig besetzter Kader, der Super-Bowl-Ambitionen hegt. Außerdem spielt in der NFC West neben diesen beiden ja auch noch der Titelverteidiger aus Seattle. Allein die eigene Division zu gewinnen, wird für die Rams also schwierig genug.
Ausreden gibt es trotzdem keine. Dafür wurde viel zu viel investiert. Womöglich ist es auch die letzte Saison des 38-jährigen Quarterbacks Matthew Stafford. Wie die Zukunft über 2026 hinaus aussieht, ist ungewiss. Die Rams sind All-in gegangen und müssen nun auf dem Platz beweisen, dass die Vorschusslorbeeren gerechtfertigt waren.
Eine Garantie für Erfolg ist aber auch ein „Superteam“ nicht. Fragen Sie mal die New England Patriots, das bereits genannte letzte so hoch favorisierte Team. Es ging zwar in den Super Bowl, aber da gab es eine Niederlage. Denn in der NFL kann halt wirklich jede Woche alles passieren.
Meistgelesen
Aktuell wichtig