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Landesbank: Verkauf geplatzt – Sparkassen wollen ihre Anteile an der NordLB vorerst behalten

Дата публикации: 28-09-2026 17:19:22

Die Institute hatten die Landesbank 2019 zusammen mit dem Land Niedersachsen gerettet. Vor einer Veräußerung ihrer Beteiligung sehen sie jedoch weiteren Gesprächsbedarf.

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Landesbank: Sparkassen wollen NordLB-Anteile vorerst nicht verkaufen Die Institute hatten die Landesbank 2019 zusammen mit dem Land Niedersachsen gerettet. Vor einer Veräußerung ihrer Beteiligung sehen sie jedoch weiteren Gesprächsbedarf.

NordLB-Zentrale in Hannover: „Einigkeit über die positive Entwicklung“ Foto: dpa

Frankfurt. Die bundesdeutschen Sparkassen und Landesbanken werden bis auf Weiteres an ihrer Beteiligung von knapp 24 Prozent an der NordLB  festhalten. Der Gesamtvorstand des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV) beschloss am Montag, ein Angebot des Landes Niedersachsens zum Kauf der Anteile zunächst nicht anzunehmen.

„Es gibt gewichtige Stimmen in der Organisation, die anregen, den Gesundungskurs der NordLB länger und damit nachhaltiger zu begleiten, über die Beendigung der Stützungsmaßnahme hinaus, die zum Jahresende möglich werden dürfte“, erklärte der DSGV am Montagabend.

„Daraus hat sich zu einzelnen Punkten weiterer Gesprächsbedarf mit dem Land Niedersachsen ergeben, dessen Angebot ausdrücklich anerkannt wurde.“ Die Sparkassen-Finanzgruppe sei zu weiteren Gesprächen mit Niedersachsen bereit. Es herrsche Einigkeit, dass die NordLB seit 2019 eine positive Entwicklung genommen habe.

Niedersachsen ist mit 58 Prozent bereits Mehrheitseigner der NordLB und wollte seine Beteiligung durch den Kauf weiterer Anteile auf über 80 Prozent aufstocken. Für die Beteiligung von Landesbanken und bundesdeutschen Sparkassen wollte das Bundesland laut früheren Angaben aus Finanzkreisen rund 760 Millionen Euro bezahlen.

Die NordLB befand sich 2019 wegen hoher Verluste aus Schiffskrediten und gestiegener regulatorischer Kapitalanforderungen in einer existenzbedrohenden Lage. Ohne ein Hilfspaket von insgesamt rund 3,6 Milliarden Euro hätte eine Abwicklung der Bank gedroht. Um dies abzuwenden, beteiligte sich neben Niedersachsen auch die Sparkassen-Finanzgruppe an der Stützung des Instituts.

Nach der Rettung der NordLB gab es dann jedoch wiederholt Streit zwischen den Landesbanken, den Sparkassen und dem Land Niedersachsen über die Ausrichtung der NordLB. Aus Sicht vieler Sparkassen-Manager sind die Hannoveraner stärker gewachsen als 2019 vereinbart und haben dabei zu viele Geschäfte außerhalb ihrer Heimatregionen getätigt.

Unter dem Strich hat sich die NordLB jedoch deutlich besser entwickelt, als es sich viele Beteiligte bei der Rettung ausgemalt hatten. Im ersten Halbjahr 2026 baute das Geldhaus seinen Vorsteuergewinn um gut 40 Prozent auf 370 Millionen Euro aus.

Gemischtes Stimmungsbild

„Es ist richtig, dass die Gelder nach der solidarischen Rettungsaktion 2019 zurückgeführt werden“, erklärte Neske. „Ein Rückkauf der Anteile durch das Land Niedersachsen ist dafür eine gute Möglichkeit.“

Ähnlich hatte sich kurz zuvor bereits Niedersachsens Finanzminister Gerald Heere (Grüne) geäußert. Eine Rücknahme der Anteile sei „eine logische Konsequenz“, wenn die NordLB kein Stützungsfall mehr sei, erklärte er. „Mit diesem Szenario müssen wir uns aufgrund der positiven Entwicklung der Bank natürlich beschäftigen und tun das auch.“

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Allerdings gab es innerhalb der Sparkassen-Organisation auch kritische Stimmen. Mehrere einflussreiche Manager wiesen darauf hin, dass Niedersachsen mit einem Anteil von mehr als 80 Prozent wichtige Entscheidungen bei der NordLB alleine durchsetzen könnte. In der Folge könnte das Institut schneller wachsen und einen riskanteren Kurs einschlagen, als dies den Sparkassen lieb wäre.

Verwandte Themen NordLBNiedersachsenLandesbankenSparkassenDeutschland

Sollte die NordLB eines Tages wieder Hilfe benötigen, müssten Sparkassen und Landesbanken jedoch erneut einspringen, schließlich ist das Hannoveraner Institut weiter Mitglied in der gemeinsamen Institutssicherung von Sparkassen und Landesbanken.

„Wir wollen nicht, dass uns die NordLB irgendwann wieder auf die Füße fällt“, sagte ein ranghoher Sparkassen-Manager dem Handelsblatt. Nach einem Verkauf der Anteile an das Land Niedersachsen könne die Sparkassen-Finanzgruppe nicht mehr kontrollieren, was bei der NordLB passiere, weil man dann keinen Einfluss mehr habe, warnte er.

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Классификация: Экономика. Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 9. Тональность: 0. Информативность: 11.63. Источник: www.handelsblatt.com.