Serien über Zauberschulen vereinen Eskapismus und Coming-of-Age – ein Grund, warum das Genre seit Jahrzehnten funktioniert.
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Stand: 26.09.2026, 12:00 Uhr
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Serien über Zauberschulen vereinen Eskapismus und Coming-of-Age – ein Grund, warum das Genre seit Jahrzehnten funktioniert.

1 / 12„Wednesday“ läuft seit 2022 auf Netflix und zeigt Wednesday Addams, gespielt von Jenna Ortega, als Schülerin der Nevermore Academy – einem Internat für übernatürlich begabte Außenseiter. Tim Burton führte bei vier Folgen der ersten Staffel Regie, was der Comedy-Horror-Serie ihren unverkennbaren gotischen Look gibt. Ortega wurde für ihre Darstellung für einen Emmy und einen Golden Globe nominiert. Die zweite Staffel erschien 2025. © Netflix / Bernard Walsh
2 / 12„Chilling Adventures of Sabrina“ startete 2018 auf Netflix und zeigt eine deutlich dunklere Version der Teenhexe Sabrina Spellman, als man sie aus den 90ern kannte. Kiernan Shipka spielt die Hauptfigur, die zwischen ihrem Leben als Schülerin und ihrer Ausbildung an der Academy of Unseen Arts jongliert. Die Serie bewegt sich fest im Horror-Genre und hat mit der gleichnamigen Sitcom der 90er Jahre nur den Namen gemein. Nach vier Staffeln stellte Netflix die Produktion 2020 ein. © Netflix
3 / 12„Fate: The Winx Saga“ lief 2021 und 2022 auf Netflix und ist die Realverfilmung des Zeichentrickklassikers „Winx Club“. Abigail Cowen spielt Bloom, eine Feuerfee, die an dem Alfea College for Fairies aufgenommen wird und dort ihre Kräfte unter Kontrolle bringen muss. Der Ton ist deutlich dunkler als in der Zeichentrickvorlage, was bei einem Teil der Fans für Diskussionen sorgte. Nach zwei Staffeln stellte Netflix die Serie ein. © Jonathan Hession/Netflix
4 / 12„Motherland: Fort Salem“ lief von 2020 bis 2022 auf Freeform und spielt in einem Alternativ-Amerika, in dem Hexen seit dem 17. Jahrhundert einen Pakt mit der Regierung eingegangen sind. Taylor Hickson, Jessica Sutton und Ashley Nicole Williams spielen drei junge Rekrutinnen, die an einer Militärakademie ausgebildet werden, ihre Kräfte als Waffen einzusetzen. Das Konzept ist ungewöhnlich für das Genre und deutlich erwachsener als die meisten anderen Serien dieser Liste. © Freeform
5 / 12„Little Witch Academia“ ist eine japanische Animationsserie von Studio Trigger, die 2017 auf Netflix erschien. Die enthusiastische, aber talentfreie Atsuko Kagari schreibt sich an der Luna Nova Magical Academy ein, weil sie die berühmte Hexe Shiny Chariot bewundert. Die Serie erzählt eine klassische Außenseitergeschichte in einer lebhaft gezeichneten Zauberschulwelt und hat in der Anime-Community eine treue Fangemeinde. © Trigger
6 / 12„The Irregular at Magic High School“ ist eine japanische Animationsserie, die erstmals 2014 ausgestrahlt wurde und auf einer Romanreihe basiert. Die Geschwister Tatsuya und Miyuki Shiba besuchen die First High School, eine Eliteeinrichtung für magisch begabte Schüler, in der sie nach Fähigkeiten in strenge Klassen eingeteilt werden. Die Serie nimmt das Schulkonzept ungewöhnlich ernst und baut eine detaillierte magische Systematik auf, die über mehrere Staffeln ausgearbeitet wird. © Tokyo MX
7 / 12„Coven Academy“ startet am 1. Oktober 2026 auf Freeform und einen Tag später auf Disney+ und Hulu. Drei Teenager-Hexen besuchen ein Elite-Internat für Magie in New Orleans, in dem Macht als Währung gilt und Geheimnisse gefährlich werden können. Tiffani Thiessen spielt die Schulleiterin, Malina Weissman die Hauptfigur Briar. Erschaffen wurde die Serie von Tim Federle, der zuvor „High School Musical: The Musical: The Series“ verantwortete. © Disney+
8 / 12„Wistoria: Wand and Sword“ ist eine japanische Animationsserie aus dem Jahr 2024, die an der Regarden Magical Academy spielt. Will Serfort hat als einziger Schüler der Eliteeinrichtung keine magischen Fähigkeiten und kämpft stattdessen mit dem Schwert. Der Ton ist deutlich ernster als bei „Mashle“, die Serie stellt aber dieselbe Grundfrage: Was bedeutet es, in einer Welt voller Magie ohne sie auszukommen? © TBS
9 / 12„Mashle: Magic and Muscles“ ist eine japanische Animationsserie, die seit 2023 läuft und das Magieschule-Genre konsequent auf die Schippe nimmt. Mash Burnedead besucht die Easton Magic Academy, obwohl er keine Zauberkräfte besitzt, und ersetzt Magie schlicht durch übermenschliche Körperkraft. Die Parodie auf klassische Zauberschul-Tropen funktioniert auch für Zuschauer, die sonst wenig mit Anime anfangen können. © Tokyo MX
10 / 12„Legacies“ lief von 2018 bis 2022 auf The CW und dreht sich um Hope Mikaelson, die die Salvatore School for the Young and Gifted in Mystic Falls besucht. Danielle Rose Russell spielt die Hauptrolle in diesem Spin-off von „The Vampire Diaries“ und „The Originals“. An der Schule tummeln sich Hexen, Werwölfe und Vampire – der Unterricht ist entsprechend ungewöhnlich. © The CW 
11 / 12„Eine lausige Hexe“ („The Worst Witch“) ist eine britische Kinderserie, die von 2017 bis 2020 auf CBBC lief und die Romanreihe von Jill Murphy neu adaptiert. Mildred Hubble, gespielt von Bella Ramsey, kommt ohne magische Vorkenntnisse an die Cackle‘s Academy und sorgt dort zuverlässig für Chaos. Die Serie verbindet Schulalltag, Freundschaft und übernatürliche Missgeschicke auf angenehm leichte Weise. Die Serie ist ein geeigneter Einstieg in die Fantasy-Welt. Ramsey wurde später durch „Game of Thrones“ und „The Last of Us“ international bekannt. © BBC
12 / 12„The Magicians“ lief von 2015 bis 2020 auf Syfy und folgt einer Gruppe junger Erwachsener, die an das Brakebills College for Magical Pedagogy aufgenommen werden – einer geheimen Universität für Magie irgendwo im Staat New York. Die Drama-Serie mit Jason Ralph, Stella Maeve und Olivia Taylor Dudley zeigt, dass echte Zauberkräfte vor allem eines bedeuten: Konsequenzen. Wer die Bücher von Lev Grossman kennt, auf denen die Serie basiert, wird einige Überraschungen erleben. © Syfy/Jason BellZauberschulen in Serie: Ein Genre, das nicht aufhört zu faszinierenMagie lernen, Freundschaften schließen, Geheimnisse aufdecken – und das alles in einem Internat, das nach ganz eigenen Regeln funktioniert. Serien über Zauberschulen bedienen seit Jahrzehnten eine Sehnsucht, die schwer zu greifen, aber leicht zu erkennen ist: der Wunsch, besonders zu sein und gleichzeitig dazuzugehören. Das Setting der Magieschule bietet beides auf einmal. Es ist kein Zufall, dass das Genre immer neue Ableger hervorbringt.
Außenseiter mit Zauberstab: Warum das Coming-of-Age-Format funktioniertWas Zauberschulserien von anderen Fantasyformaten unterscheidet, ist ihre Verankerung im Schulalltag. Prüfungen, Rivalitäten, erste Romanzen, das Gefühl, nicht dazuzugehören – all das existiert in diesen Serien parallel zur Magie. Die übernatürlichen Elemente verstärken, was ohnehin schon bei Coming-of-Age da ist. Eine Schule für Hexen oder Zauberer ist im Grunde immer auch eine Schule für Außenseiter. Genau das macht sie so zugänglich. Ob die Hauptfigur an der britischen Cackle‘s Academy stolpert wie Mildred Hubble in „Eine lausige Hexe“ oder ob sie wie Wednesday Addams in Nevermore gegen ihren Willen landet – der Kern bleibt derselbe. Jemand findet seinen Platz in einer Welt, die zunächst fremd wirkt.
Von Anime bis Gothic-Drama: die Vielfalt des GenresDas Genre ist längst nicht auf ein Format oder auf eine Zielgruppe festgelegt. „Little Witch Academia“ erzählt als japanische Animationsserie dieselbe Außenseitergeschichte wie „Legacies“ als US-amerikanisches Teenager-Drama. „Motherland: Fort Salem“ dreht das Konzept komplett um und macht aus der Magieschule eine Militärakademie. „The Magicians“ siedelt das Setting an einer Universität für Erwachsene an und nimmt sich dabei deutlich mehr Freiheiten. Die Bandbreite reicht von familientauglichen Kinderserien bis zu düsterem Horror. Was alle verbindet, ist die Idee einer Gemeinschaft, die nach eigenen Regeln lebt und lernt. Die „Harry-Potter“-Serienadaption wird Hogwarts erneut ins Zentrum der Popkultur rücken – und damit auch das Interesse an verwandten Formaten befeuern.