Nach einer stressigen Zeit machte eine Familie nur eine Stunde von zu Hause entfernt Urlaub – warum es eine gute Idee war.

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Nach einem vollgepackten Frühling hatte ich einfach keine Energie mehr für einen aufwendigen Familienurlaub.
Wir mieteten ein Haus eine Stunde entfernt und verzichteten bewusst fast gänzlich auf Pläne.
Meine älteren Kinder liebten diesen entspannten Urlaub und sagten einstimmig, sie würden das gerne wiederholen.
Meine Familie hatte ein außergewöhnlich geschäftiges Frühjahr. In diesem Jahr standen ein vorzeitiger Hochschulabschluss, ein Abitur und eine Hochzeit auf dem Programm. Jede Woche war vollgepackt mit Abschlussfeiern und Hochzeitsvorbereitungen. Ich war müde. Meine Kinder waren müde. So sehr wir uns auch einen Familienurlaub wünschten – die Vorstellung, etwas zu planen, erschien uns überwältigend.
Anstelle unseres üblichen einwöchigen Roadtrips zu Zielen wie den Niagarafällen oder nach Maine oder sogar der abenteuerlichen Kreuzfahrt, die wir nach Bermuda unternommen hatten, beschloss ich, einen Urlaub zu planen, der sich wirklich wie eine Erholung anfühlen würde. So etwas hatte ich noch nie gemacht.
Wir brauchten einen Ort, an dem wir richtig abschalten konntenZunächst überlegte ich mir, was wir brauchten. Ich würde mit meinem Mann und meinen drei Kindern reisen, dazu kamen noch ein Ehepartner und eine Freundin. Eine Reise mit fünf Kindern im Alter von 17 bis 21 Jahren ist nichts für schwache Nerven, und es gab ein paar unverzichtbare Voraussetzungen.

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Jeder brauchte ein eigenes Bett und genügend Platz, um sich zu entspannen, ohne sich gegenseitig auf die Nerven zu gehen. Außerdem wollte ich einen Ort mit Aktivitäten vor Ort. Wenn wir jedes Mal ins Auto steigen müssten, wenn wir etwas unternehmen wollten, würde das nur noch mehr Hin und Her bedeuten.
Wir wollten weg von zu Hause sein, ohne eine lange Autofahrt auf uns nehmen zu müssen, aber das Wichtigste war, eine Touristengegend zu vermeiden. Ich wusste: Wenn es zu viele Sehenswürdigkeiten in der Nähe gäbe, würden wir die ganze Reise damit verbringen, herumzurennen. Ich wollte nicht müder nach Hause kommen, als ich weggefahren war.
Ein nahes Ferienhaus erfüllte alle KriterienIm Vorfeld der Reise hatte ich Bedenken, dass uns das Urlaubsgefühl fehlen würde. Das Haus war nur eine Stunde entfernt, und wir verließen nicht einmal Connecticut. Aber ich erinnerte mich und meine Familie immer wieder daran, wie sehr wir die Erholung brauchten. Zum Glück waren alle mit an Bord.
Bevor wir ankamen, traf ich einige Entscheidungen. Ich verschickte eine Gruppen-SMS an die Familie, in der ich die Schlafplätze sowie die Erwartungen bezüglich der Mahlzeiten und des Aufräumens darlegte. Indem ich das im Voraus klärte, stellte ich sicher, dass wir alle auf einer Wellenlänge waren, und verhinderte Streitigkeiten bei unserer Ankunft.
Unsere Tage waren von einfachen Dingen geprägtWir haben Burger gebraten und Wassermelone gegessen. Ich habe mit meinen Kindern im Pool Volleyball gespielt. Mein Sohn hat im Teich zwei Barsche gefangen. Ich habe sogar nachmittags ein Nickerchen gemacht. Wir haben Billard gespielt, ein paar Runden Darts gespielt und im Spielzimmer gelernt, wie man Shuffleboard spielt.
Ich habe ein Buch zu Ende gelesen, das ich schon lange lesen wollte. Es blieb sogar Zeit, einfach nur dazusitzen und durch die Feeds zu scrollen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Es gab keinen Druck, irgendwo sein oder etwas tun zu müssen. An unserem letzten Abend saßen wir am Lagerfeuer und rösteten S’mores (ein beliebter, süßer Snack aus den USA und Kanada, Anm. d. Red.). Es gab keine tiefgründigen Gespräche, nur Lachen und das angenehme Gefühl, einfach zusammen zu sein.
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Wir haben das Haus zwar jeden Tag verlassen, meistens, um Eis oder Kaffee zu holen. Wir fuhren durch Wälder und vorbei an Bauernhöfen und entdeckten einen Wanderweg mit einem Fluss, in dem man schwimmen konnte. Wir aßen nur einmal auswärts, als wir zu einem Lieblingsort aus der Studienzeit meines Mannes fuhren, an den wir die Kinder schon einmal mitgenommen hatten: Calzone zum Mitnehmen, die wir an einem wackeligen Picknicktisch neben der Pferdefarm der UConn aßen.
Es gab keine Aktivitäten von der „Bucket List“Es gab keine große Attraktion, keine Aktivität von der „Bucket List“ und keine dramatische Urlaubsgeschichte zu erzählen. Meistens haben wir einfach Zeit miteinander verbracht. Da meine Kinder älter werden und unsere Terminkalender uns in verschiedene Richtungen ziehen, kostet es mehr Mühe, Zeit miteinander zu verbringen.
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Dieser Ausflug war vielleicht nicht episch, aber er hat uns genau das gegeben, was wir brauchten. Als wir wieder zu Hause waren, habe ich allen dieselbe Frage gestellt: Würdet ihr das wieder machen? Alle sagten Ja. Auch wenn sie den Druck des Alltags spürten, bot ihnen der Ausflug eine Auszeit, von der sie gar nicht wussten, dass sie sie brauchten.
Vor der Reise hatte ich Bedenken, dass sich ein Urlaub nur eine Stunde von zu Hause entfernt nicht wie ein richtiger Urlaub anfühlen würde. Am Ende wurde mir klar, dass die Entfernung dabei kaum eine Rolle spielte. Was den Urlaub perfekt machte, war nicht das Reiseziel. Es war die Tatsache, dass für ein paar Tage niemand irgendwo sein musste. Wir konnten einfach nur zusammen sein.
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