KI-Chatbots werden von vielen Menschen auch für Finanztipps genutzt. Eine britische Studie zeigt allerdings, dass das sehr gefährlich sein kann.
KI-Chatbots werden von vielen Menschen auch für Finanztipps genutzt. Eine britische Studie zeigt allerdings, dass das sehr gefährlich sein kann.
Von Christian Bernhard
Anzeige

Finanzberatung per KI birgt laut einer Studie Risiken. (Symbolbild: PeopleImages / Shuterstock)
KI steht mittlerweile auch in Sachen Finanzberatung bei vielen Menschen hoch im Kurs. Doch sind die Finanztipps von KI-Chatbots auch gut? Laut einer Studie des Technologieunternehmens Saturn eher nicht. Populäre KI-Modelle wie ChatGPT, Claude, Copilot, Grok und Gemini lieferten demnach bei Finanzfragen im Durchschnitt in 57 Prozent der Fälle falsche Antworten.
Anzeige
Bei komplexeren Fragen, die beispielsweise mehr als einen Rechenschritt erforderten, unterliefen den KI-Modellen im Durchschnitt sogar in 88 Prozent der Fälle Fehler. Einige Modelle lieferten gar bei 99 Prozent dieser schwierigeren Fragen falsche Antworten. Am besten schnitt das KI-Modell Claude Opus 5 im Reasoning-Modus ab, doch auch dieses machte bei 39 Prozent der Antworten Fehler.
Für die Studie wurden mehr als 100 verschiedene Fragen zu Finanzthemen an kostenlose und kostenpflichtige KI-Modelle von Anbietern wie ChatGPT, Gemini, Claude und Copilot gestellt. Den Studienergebnissen zufolge enthielten die KI-Antworten Rechenfehler, ließen anstehende Steueränderungen außer Acht oder halluzinierten und erfanden dabei Regeln, die es gar nicht gibt.
Anzeige
Im schlimmsten Fall kann das Vertrauen auf KI-Antworten bei Steuerfragen zu erheblichen finanziellen Verlusten führen. Amal Jolly, CEO von Saturn, erklärt gegenüber der Financial Times: „Millionen von Menschen vertrauen bei Finanzfragen auf KI-Modelle, erhalten jedoch falsche Antworten, die sie Geld kosten können.“ Wie die Untersuchung ergab, hätte ein Fehler bezüglich der Rentenbesteuerung durch das KI-Modell Claude Haiku 4.5 in Großbritannien dazu führen können, dass ein Sparer eine Nachzahlung von 17.500 Pfund (rund 20.400 Euro) an die britische Steuerbehörde HMRC hätte leisten müssen.
In einem anderen Fall „erfand“ Claude bei einer Frage zu Studienkrediten eine Regel und behauptete, Hochschulabsolvent:innen könnten die Rückzahlung einstellen, wenn sie ins Ausland ziehen. Das stimmt allerdings nicht.
Empfohlene redaktionelle Inhalte
Hier findest du externe Inhalte von TargetVideo GmbH,
die unser redaktionelles Angebot auf t3n.de ergänzen.
Mit dem Klick auf "Inhalte anzeigen" erklärst du dich einverstanden,
dass wir dir jetzt und in Zukunft Inhalte von TargetVideo GmbH auf unseren Seiten anzeigen dürfen.
Dabei können personenbezogene Daten an Plattformen von Drittanbietern übermittelt werden.
| # | Наименование новости | Тональность | Информативность | Дата публикации |
|---|---|---|---|---|
| 1 | KI als Vertrauter: Nutzer teilen intime Themen mit Chatbots | 0 | 11.07 | 26-09-2026 |
| 2 | Bequemlichkeit schlägt Skepsis: Zwei Drittel der Deutschen würden KI-Agenten ihre Finanzdaten geben | 0 | 10.87 | 26-09-2026 |
| 3 | Viele Nutzer vertrauen KI-Chatbots intime Themen an | 0 | 12.07 | 24-09-2026 |
| 4 | Viele Nutzer vertrauen KI-Chatbots intime Themen an | 0 | 12.07 | 24-09-2026 |
| 5 | ChatGPT als Steuerberater: Wie KI dir bei Einsprüchen gegen das Finanzamt hilft | 0 | 8.31 | 27-09-2026 |
| 6 | OpenAI informiert „dutzende“ Institutionen über unbefugte KI-Interaktionen | 0 | 21.54 | 26-09-2026 |
| 7 | So echt kann ein Schockanruf mit KI-Stimme klingen | 0 | 13.29 | 30-09-2026 |
| 8 | KI-Boom: Milliardenkredite bedrohen die Finanzmärkte | 0 | 12.07 | 21-09-2026 |
| 9 | Los riesgos de la inteligencia artificial | 0 | 10 | 15-09-2026 |