Bald soll eine neue Plattform helfen, Wissen vor fremden Mächten zu schützen. Eine Handelsblatt-Umfrage zeigt: Das Interesse der Länder ist trotz großer Risiken unterschiedlich ausgeprägt.

Universität Hamburg: Eigenverantwortliche Schutzmaßnahmen. Foto: Bodo Marks/dpa
Berlin. Angesichts der wachsenden Bedrohungslage an deutschen Forschungseinrichtungen wollen einige Bundesländer ihre Einrichtungen besser vor Spionage und Cyberangriffen schützen. Andere überlassen es den Einrichtungen selbst, Wissen zu schützen. Das ist das Ergebnis einer Befragung des Handelsblatts unter einzelnen Wissenschaftsministerien.
„Bestmöglicher technischer Schutz, klare Richtlinien und breite Sensibilisierung: So wollen wir unsere Hochschulen und Forschungseinrichtungen vor Wissensabfluss und Cyberangriffen schützen“, sagte etwa Baden-Württembergs Wissenschaftsministerin Petra Olschowski (Grüne) dem Handelsblatt.
Dazu sei das Land in einem „stetigen intensiven Austausch“ mit Hochschulen und Sicherheitsbehörden. Alle Beteiligten seien sich der Gefahren bewusst und stellten sich daher möglichem Wissensabfluss mit allen vorhandenen Instrumenten entgegen.
Ziel sei es, auftretende Lücken rasch zu schließen und passgenaue Präventionsmaßnahmen zu ermöglichen, sagte die Ministerin weiter. „Wichtig ist mir dabei auch, dass wir an unseren Hochschulen genügend Fachkräfte ausbilden, um uns als Gesellschaft insgesamt besser vor Wissensabfluss und Cyberangriffen schützen zu können.“
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