Aus Wermelskirchen an die Spitze des Kreisverbands: Heike Lehmann teilt sich künftig die Führung der SPD Rhein-Berg. Wie es dazu kam und was der Parteitag sonst beschloss.
28.09.2026 · 15:30 Uhr
Der neue Vorstand der Sozialdemokraten des Rheinisch-Bergischen Kreises: Die neue Doppelspitze Heike Lhemann und Hinrich Schipper (3 und 4 v.l.) zwischen ihren Stellvertretern Osman Yusuf und Ute Stauer (v.l.) und Corvin Kochan (r.)
Foto: SPD Rhein-BergRhein-Berg · Aus Wermelskirchen an die Spitze des Kreisverbands: Heike Lehmann teilt sich künftig die Führung der SPD Rhein-Berg. Wie es dazu kam und was der Parteitag sonst beschloss.
Heike Lehmann wurde auf dem Kreisparteitag in Bergisch Gladbach zur Co-Vorsitzenden der SPD Rheinisch-Bergischer Kreis gewählt. Gemeinsam mit Hinrich Schipper aus Kürten bildet sie künftig erstmals eine Doppelspitze an der Führung des Kreisverbands. Möglich wurde das durch eine Satzungsänderung, die die Delegierten einstimmig beschlossen.
Bei der Wahl zur weiblichen Co-Vorsitzenden erhielt Heike Lehmann 67,6 Prozent der Stimmen. Ihre Mitbewerberin Lydia Schirmann aus Rösrath kam auf 28,4 Prozent. Für den männlichen Co-Vorsitz stimmten 55,4 Prozent für Hinrich Schipper. Sein Mitbewerber Kastriot Krasniqi aus Bergisch Gladbach erhielt 43,2 Prozent der Stimmen. Damit steht erstmals eine Politikerin aus Wermelskirchen an der Spitze des Kreisverbands – gemeinsam mit einem zweiten Vorsitzenden, der die Partei künftig in die kommende Wahlperiode führt.
Die inhaltliche Ausrichtung der Partei nahm den größten Raum des rund achtstündigen Parteitags ein: Die Delegierten berieten insgesamt zwölf Anträge, entwickelten Vorschläge weiter und beschlossen politische Schwerpunkte.
Zu den Beschlüssen gehören Forderungen nach einer verlässlichen Finanzierung der Kommunen, nach mehr bezahlbarem Wohnraum und nach einer Stärkung kommunaler Wohnungsgesellschaften. Weitere Schwerpunkte sind eine sozial gerechte Klimapolitik, Bürgerbeteiligung an der Energiewende und der Schutz unabhängiger Lokalmedien. Beraten wurde außerdem über künstliche Intelligenz und Robotik sowie über eine Beteiligung von Digitalkonzernen an den Folgekosten digitaler Suchterkrankungen.
Der Parteitag beschloss zudem, ein kreisweites, überparteiliches Bündnis gegen Rechtsextremismus voranzutreiben. Die zuständigen Verfassungsorgane wurden aufgefordert, ein Verbotsverfahren gegen die AfD einzuleiten.
Zu stellvertretenden Vorsitzenden wählten die Delegierten in einer Listenwahl für drei Stellvertretungen Corvin Kochan und Ute Stauer, beide aus Bergisch Gladbach, sowie Osman Yusuf aus Overath. Alle drei erhielten jeweils 60,6 Prozent der Stimmen.
Als Kassiererin bestätigten die über 98 Prozent der Delegierten Lenore Schäfer aus Bergisch Gladbach. Zur Schriftführerin wählten sie Melanie Bockhoff aus Odenthal mit über 90,3 Prozent.
Als Beisitzende gehören dem neuen Vorstand außerdem Jürgen Benting (Leichlingen), Benedikt Bräunlich (Bergisch Gladbach), Maike Eyring (Bergisch Gladbach), Bodo Jakob (Burscheid), Wolfgang Legrand (Witzhelden), Dilara Soylu (Kürten), Robert Winkels (Bergisch Gladbach) und Petra Zinke (Rösrath) an.
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