Berlin will Mietwucher bekämpfen. Eine Taskforce könnte überhöhte Mieten, illegale Ferienwohnungen und Leerstand gezielt aufspüren.
Berlin will härter gegen Mietwucher vorgehen. Eine neue Taskforce könnte überhöhte Mieten aufspüren und Vermieter verfolgen. Doch was kann sie wirklich leisten?
Bezahlbaren Wohnraum zu schaffen ist eines der wichtigsten Themen im Berliner Wahlkampf vor der Landtagswahl am 20. September. Die Linke hat jetzt einen Fünf-Punkte-Plan vorgelegt. Der enthält unter anderem die Gründung einer „Taskforce Mietwucher“. Spitzenkandidatin Elif Eralp kommentiert das so: „Wo Miete zur Ware wird, greift die Bürgermeisterin ein.“ Doch was könnte eine solche Taskforce wirklich leisten?
Dazu muss zuerst definiert werden, was überhaupt Mietwucher ist. Gemeint sind damit nicht allgemein hohe Mieten, sondern rechtswidrig hohe. Es geht also um Wohnungen, bei denen Vermieter die Mietpreisbremse ignorieren, etwa mit möblierten Wohnungen oder Kurzzeitvermietungen. Mehr als 10 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete sind bereits illegal, wenn keine Ausnahme zutrifft. Mehr als 20 Prozent teurer kann eine Ordnungswidrigkeit sein. Aber erst, wenn die ortsübliche Miete um mindestens 50 Prozent überschritten wird, handelt es sich in der Regel um Mietwucher im juristischen Sinne.
Die heutige Rechtslage macht es für Mieter schwer, in einem solchen Fall ihr Recht einzufordern. Für Laien ist es schon schwer, festzustellen, ob ihre Miete über der Mietpreisbremse liegt. Falls sie das tut, muss das aber nicht immer ein Gesetzesverstoß sein.
Wie die Taskforce in Berlin genau arbeiten soll, ist noch unklar. Es gibt aber einige Methoden, die teilweise bereits angewandt werden, an denen sich auch andere Städte ein Beispiel nehmen könnten. Dazu gehören zum Beispiel:
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„Wer Wohnungen will, muss welche bauen“
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