Priester aus dem Bistum Trier, gegen die Missbrauchsvorwürfe erhoben wurden, wurden jahrelang ins Ausland vermittelt. Ein neuer Forschungsbericht zeigt, wie früh diese Praxis begann – und wer davon profitierte.
Priester aus dem Bistum Trier, gegen die Missbrauchsvorwürfe erhoben wurden, wurden jahrelang ins Ausland vermittelt. Ein neuer Forschungsbericht zeigt, wie früh diese Praxis begann – und wer davon profitierte.
08.10.2026 , 16:09 Uhr
Auch der jüngste Zwischenbericht der Trierer Forscher wirft ein Licht auf die dunkle Seite der katholischen Kirche. Foto: Friso Gensch/dpa
Foto: dpa/Friso GentschDie katholische Kirche hat offenbar jahrzehntelang Priester, gegen die in Deutschland Missbrauchsvorwürfe erhoben wurden, ins Ausland versetzt. So sollten die Geistlichen dem Zugriff staatlicher Ermittlungsbehörden entzogen werden. Der erste dokumentierte Fall im Bistum Trier stammt bereits aus dem Jahr 1959 – aus der Amtszeit des damaligen Bischofs Matthias Wehr. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher der Universität Trier, die im Auftrag der Unabhängigen Aufarbeitungskommission den Missbrauch in Deutschlands ältester Diözese untersuchen. In diesen Tagen ist ihr vierter und letzter Zwischenbericht erschienen.