Вход на сайт

Просмотр новости

Найдите то, что Вас интересует

„Der Junge muss essen“ – Opa lockte mit zwei Mark für ein Schnitzel extra

Дата публикации: 04-10-2026 20:11:00

Als kleiner dünner Junge bekam ich von meinem Opa zwei Mark, wenn ich ein Schnitzel aß. Eine Kindheitserinnerung über vier Snickers und Gelassenheit.

Основное содержимое страницы с новостью.

Als kleiner dünner Junge bekam ich von meinem Opa zwei Mark, wenn ich ein Schnitzel aß. Eine Kindheitserinnerung über vier Snickers und Gelassenheit.

Als kleiner Junge, fünf oder sechs, Jahre alt, wohnte ich in einem kleinen Dorf an der Mosel. Mittags aß ich meistens bei meinen Großeltern. Beide waren damals zwischen 70 und 80. Sie hatten zehn Kinder großgezogen, zwei Weltkriege erlebt und die Mangelzeiten rund um die Kriege kennengelernt, vor allem die Jahre danach.

Für sie zählte beim Essen ihres recht schmalen Enkels Uwe deshalb vor allem eines: „Der Junge muss viel essen.“ Ich war als Kind sehr dünn, und das beunruhigte meine Großeltern anscheinend ein wenig. Ihre Sorge machte sie erfinderisch.

Uwe Knop ist evidenzbasierter Ernährungswissenschaftler, der fundierte Orientierung für selbstbestimmte Ernährungsentscheidungen bietet. Er ist Teil unseres EXPERTS Circle. 

Das Zwei-Mark-Stück als „Extra-Essgeld“

Beim Mittagessen durfte ich immer so lange essen, bis ich nicht mehr mochte. Irgendwann sagte ich dann: „Ich habe keinen Hunger mehr.“ Auf genau diesen Moment hatte mein Opa gewartet. Er zückte ein Zwei-Mark-Stück und sagte:

„So, Uwe, wenn du jetzt noch dieses eine Schnitzel isst, bekommst du von mir die zwei Mark.“

Hunger hatte ich keinen mehr. Aber ich konnte rechnen: Ein Snickers kostete damals 50 Pfennig, zwei Mark waren also vier Snickers. Das war meine Umrechnungswährung, mit der ich dem Geld einen echten, praktischen Wert gab. Und wer als Kind plötzlich ein „Vermögen“ vor sich sieht, findet im Bauch erstaunlicherweise doch noch Platz. Also nahm ich mir das Schnitzel und aß es auf, allein des Geldes wegen.

ANZEIGE

ANZEIGE

Dann kassierte ich meinen Lohn, ging zum Spielen nach draußen und freute mich wie ein Schnitzel – im wahren Sinne des Wortes. Nicht immer wurden es am Ende vier Snickers, manchmal wanderte das Geld auch in andere Dinge. Aber die Snickers blieben mein Maßstab.

Was heute wohl passieren würde

Würde ich diese Szene heute in einem Familienforum erzählen, wüsste ich ziemlich genau, was geschieht: Belohnung mit Geld, Essen ohne Hunger, „falsche Signale“. Die Ernährungsapostel und die Gesundheitspolizei stünden sofort auf den Barrikaden.

Ich verstehe die gute Absicht dahinter. Trotzdem kann ich als Ernährungswissenschaftler nur berichten, was ich selbst erlebt habe: Mir hat das Zusatzschnitzel nicht geschadet. Ich wurde weder dick noch krank. Ein einzelnes Schnitzel entscheidet nicht über die Gesundheit eines Menschen. Das war mein Mittagstisch damals, keine Anleitung für andere.

Eine Kindheit mit langen Tagen

Ich war viel draußen und habe viel gespielt. Die Tage waren lang, und gegessen wurde danach noch öfter. Das Zusatzschnitzel war ein Mittagessen unter vielen, kein Programm. Meine Großeltern wollten mir etwas Gutes tun, mit den Mitteln, die sie nach Krieg und Entbehrung kannten.

Essen gehörte für sie elementar dazu. Ein Enkel, der nicht wirklich richtig satt war – nein, das ging gar nicht. Und für mich gehört das Zwei-Mark-Stück bis heute zu den schönsten Anekdoten meines erfinderischen Opas (Gruß an Dich, Wilhelm!).

Was Sie daraus mitnehmen können

Wenn Ihr Kind schlank und zart ist und beim Essen oft früh aufgibt, machen Sie aus einer zurückgelassenen Portion kein Drama. Kinder essen mal wenig, mal viel, und ein einzelnes Mittagessen sagt nur begrenzt etwas aus. Wie sich Ihr Kind entwickelt, zeigt sich über Monate und Jahre.

Bei den Vorsorgeuntersuchungen werden Größe und Gewicht regelmäßig verfolgt. Entwickelt sich Ihr Kind altersgerecht und sieht der Kinderarzt keinen Anlass zur Sorge, ist eine einzelne stehen gelassene Portion kein Problem.

Drei Gedanken aus meiner Geschichte
  • Essen darf Freude sein. Am Tisch zählen Gemeinschaft und gute Stimmung mehr als jeder einzelne Bissen.
  • Nicht jede Familiengeschichte muss zum Ernährungsproblem erklärt werden. Manche sind einfach schöne Erinnerungen.
  • Und wenn Sie sich ernsthaft Sorgen um das Gewicht Ihres Kindes machen, sprechen Sie mit der Kinderärztin oder dem Kinderarzt.

Ob man so einen Schnitzel-Deal heute bei einem schmalen Kind einmal mit einem Augenzwinkern ausprobieren mag, muss jede Familie selbst entscheiden. Als Regel taugt er vielleicht nicht, als kleiner Familienmoment vielleicht schon.

Ich denke bis heute mit einem Lächeln an diese Mittage an der Mosel. Mein Opa ist nicht mehr da, aber wenn ich ein Schnitzel sehe, höre ich ihn manchmal noch sagen: „So, Uwe ... “

Схожие новости

#Наименование новостиТональностьИнформативностьДата публикации
1Сeгодня в магазине обратил внимание на бабушку - долго выбирала ...14.4229-09-2026
2Пельмешки без спешки!Когда лень готовить,а хочется чего нибудь вкусненького!#МнеМалиново #ТвоёЛетоТвоёВремя ...02.9803-10-2026
3Kompott wie bei Oma - mit Daniela Posern07.8123-09-2026
4Вот оно, настоящее детство великой страны! Москва, 1958 год. Мальчишка ...010.4102-10-2026
5Сколько я себя помню, рядом всегда была бабушка. Она появлялась ...05.4408-10-2026
6Это был поучительный урок, который мне и моим одноклассникам подарила ...07.805-10-2026
7Дети 90-х вы тут? 👋 Помню, как в детстве мы ...05.4705-10-2026
8INSÄNDARE: Låt familjerna få lite andrum08.7126-09-2026
9Das Lächeln der Mona Lisa von Bad Freienwalde07.5903-10-2026

Классификация: . Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 9. Тональность: 0. Информативность: 6.49. Источник: rss.focus.de.