+++ Zahlreiche Menschen nehmen an Trauerzug für Irans Obersten Führer Ali Chamenei teil. +++ Trotz des Iran-Kriegs hat Deutschland im ersten Halbjahr deutlich mehr Flüssigerdgas über seine Terminals importiert. +++ Israel hat nach eigenen Angaben einen libanesischen Kämpfer getötet. +++ Weitere Entwicklungen im Newsblog.

An Bord sei ein Feuer ausgebrochen, teilte die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt unter Berufung auf Angaben der Schiffsbesatzung mit. Der Tanker sei rund acht Seemeilen vor der omanischen Stadt Limah von einem unbekannten Geschoss getroffen worden. Verletzt worden sei niemand. Das US-Medienportal Axios berichtet unter Berufung auf amerikanische Quellen, die iranischen Revolutionsgarden hätten mindestens zwei Raketen auf Handelsschiffe abgefeuert, die die Meerenge passiert hätten. Aus Teheran lag zunächst keine Stellungnahme zu den Berichten vor.
Im Laufe der Woche sollen in Katar die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran über ein Kriegsende und einen sicheren Schiffsverkehr in der Straße von Hormus fortgesetzt werden.
Der Sarg traf am Abend in der schiitischen Gelehrtenstadt Ghom ein. Zuvor hatten nach Angaben des iranischen Staatsfernsehens mehrere Millionen Menschen an einer Prozession in der Hauptstadt Teheran teilgenommen. Unter den Trauernden waren auch viele schiitische Chamenei-Anhänger aus anderen Staaten wie Afghanistan, Syrien, dem Libanon oder dem Irak. Teilnehmer skandierten antiamerikanische und antiisraelische Parolen.
Trump erklärte in Washington, dass die Vereinigten Staaten entweder ein Abkommen mit dem Iran schließen oder - Zitat - die Sache zu Ende bringen - würden. Trump betonte, er würde lieber ein Abkommen schließen.
Durch die iranische Hauptstadt Teheran zieht ein Trauerzug mit dem Sarg von Irans getötetem obersten Führer Ayatollah Ali Chamenei. Der Trauerzug soll etwa zehn Stunden dauern und stellt den Höhepunkt der öffentlichen Trauerbekundungen dar. Damit die Bevölkerung Abschied von Chamenei nehmen kann, wurden zudem Sonntag und Montag zu Feiertagen erklärt. Chamenei war bei US-israelischen Angriffen auf seine Residenz in Teheran am 28. Februar getötet worden.
In einigen dieser Ortschaften sei der Wunsch geäußert worden, "von Israel annektiert zu werden, weil wir sie vor den Fanatikern der Hisbollah schützen, die sie töten wollen", sagte Netanjahu dem US-Sender Fox News. Er machte keine Angaben dazu, um welche Ortschaften es sich handeln soll. Dagegen wies der Bürgermeister des christlichen Dorfes Rmeisch, al-Amil, diese Aussagen zurück. Ein solcher Schritt sei "vollkommen ausgeschlossen", sagte er der libanesischen Nachrichtenagentur NNA. Vielmehr hätten 15 christliche Dörfer die Idee einer Eingliederung in israelisches Staatsgebiet bereits vor zwei Tagen in einer gemeinsamen Erklärung abgelehnt.
Der iranische Handelsattaché in Doha, Abbas Abdolchani, sagt staatlichen Medien, der Schiffsverkehr zwischen dem iranischen Hafen Dajjer und dem katarischen Hafen Al-Ruwais sei wieder angelaufen. Vorausgegangen sei eine Abstimmung zwischen der iranischen Botschaft in Doha und den katarischen Behörden. Im Zuge des Iran-Kriegs und der faktischen Blockade der Straße von Hormus war der Schiffsverkehr in dem Gebiet stark eingeschränkt worden.
Nach Angaben der Bundesnetzagentur kamen rund 12 Prozent der Gasimporte als LNG per Schiff an. 2025 lag der Anteil früheren Angaben zufolge bei rund 10 und 2024 bei 8 Prozent.
Der Irankonflikt hat den globalen LNG-Handel zwar belastet, für die deutsche Versorgung spielt Gas aus dem Persischen Golf laut Bundesnetzagentur aber keine wesentliche Rolle. Deutschland bezieht seine LNG-Lieferungen derzeit vor allem aus den USA.
Trotzdem gab es Folgen für die deutschen Terminals. Internationale Händler hätten Lieferungen für Europa nach Asien umgeleitet, sagte die Deutsche Regas, die das Terminal in Mukran auf Rügen betreibt. Die bundeseigene Deutsche Energy Terminal meldet für ihre drei Terminals an der Nordseeküste im ersten Halbjahr eine Auslastung von rund 72 Prozent. Die Betreiber wollen ihre Kapazitäten weiter ausbauen, unter anderem mit einem weiteren Terminal in Stade.
Nach Angaben staatlicher Medien nahmen auch Präsident Peseschkianund weitere ranghohe Vertreter der Führung daran teil. Chamenei war Ende Februar bei einem Angriff auf seine Residenz in Teheran getötet worden. Seine Beisetzung ist nach Angaben der Veranstalter für Donnerstag in seiner Heimatstadt Maschhad geplant.
Die Trauerfeiern gelten in der Islamischen Republik auch als politisches Signal. Sie sollen zeigen, wie groß die Unterstützung für die Führung nach Chameneis Tod ist. Nach Angaben der Teheraner Metro wurden seit gestern mehr als sieben Millionen Fahrten im Zusammenhang mit der Trauerfeier registriert. Ob dabei auch Rückfahrten mitgezählt wurden, ist unklar.
Israelische Soldaten hätten einen "bewaffneten Terroristen" innerhalb der von Israel errichteten "Sicherheitszone" in der Gegend um Madschdal Sun identifiziert und erschossen, teilte das Militär mit. Die sogenannte Sicherheitszone reicht bis zu zehn Kilometer in libanesisches Territorium hinein.
Zuvor hatte der Iran eine internationale Marinemission in der Meerenge abgelehnt. Frankreichs Präsident Macron sprach von einer "positiven Entwicklung" und zog seinen Flugzeugträger "Charles de Gaulle" aus der Region zurück. Die französischen Minenräumkräfte und ihre Eskorte bleiben jedoch weiterhin vor Ort, um gemeinsam mit Partnern eingreifen zu können.
Mehr als vier Monate nach seiner Tötung beginnen im Iran die öffentlichen Trauerfeierlichkeiten für die Beerdigung des obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei. Drei Tage lang soll der Leichnam des früheren Staatsoberhaupts in der Hauptstadt Teheran bleiben, ehe er für weitere Zeremonien in die Pilgerstadt Ghom und dann in den Irak gebracht wird. Am kommenden Donnerstag soll der frühere Religionsführer im religiösen Zentrum seiner Heimatstadt Maschhad beigesetzt werden.
Beide hätten sich darauf verständigt, sich "in naher Zukunft" in den USA zu treffen. Zuletzt galt das Verhältnis zwischen Netanjahu und Trump als sehr angespannt - vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs und unterschiedlicher Vorstellungen über das weitere Vorgehen in der Region. Weitere Details zu dem Termin des geplanten Treffens nannte Netanjahus Büro zunächst nicht. In dem Gespräch habe der Premier die USA als Garant globaler Freiheit bezeichnet und die enge Bindung zwischen beiden Ländern hervorgehoben. Anlass des Telefonats war der 250. Unabhängigkeitstag der Vereinigten Staaten.
Auf Bildern des Staatsfernsehens war zu sehen, wie Peseschkian gemeinsam mit anderen ranghohen Regierungsvertretern, darunter der einflussreiche iranische Chefunterhändler Ghalibaf, am Sarg Chameneis betete. Chameneis mit der iranischen Flagge bedeckter Sarg war zuvor in die für große Feierlichkeiten konzipierte Mosalla von Teheran gebracht worden. Auch der Anführer der iranischen Revolutionsgarden, Wahidi, besuchte den aufgebahrten Sarg. Es war dessen erster öffentlicher Auftritt seit dem Beginn der israelisch-amerikanischen Angriffe am 28. Februar.
Die Trauerfeierlichkeiten für den am ersten Kriegstag getöteten Chamenei sollen sich von Samstag an über sechs Tage erstrecken.

Regierungsvertreter aus China, Belarus, dem Irak und Turkmenistan landeten in Teheran, wie das iranische Staatsfernsehen berichtete. Weitere Staatsgäste haben ihren Besuch angekündigt, darunter der pakistanische Ministerpräsident Sharif. Die offiziellen Trauerfeierlichkeiten beginnen morgen und sollen mehrere Tage dauern. Der Sarg Chameneis wurde bereits in der Großmoschee Mosalla nahe der Stadt Abbas Abad aufgebahrt. Insgesamt werden zu den landesweiten Feierlichkeiten mehrere Millionen Besucher erwartet. Hunderttausende Einsatzkräfte sollen im Einsatz sein. Chamenei war Ende Februar durch israelische Luftangriffe getötet worden. Er war seit 1989 Oberster Führer und somit das politische und religiöse Oberhaupt des Irans. Auf ihn folgte sein Sohn Modschtaba Chamenei.

Wie die New York Times meldet, sollen Außenminister Araghchi und Parlamentspräsident Ghalibaf als potenzielle Ziele gegolten haben. Demnach baten die USA Staaten in der Region, Teheran zu warnen. Bereits im April hatte Pakistan eine iranische Delegation nach Gesprächen mit den USA mit Kampfjets durch den eigenen Luftraum eskortiert.
Unterdessen drohte der Iran den USA und Israel mit Vergeltung im Falle von Angriffen, insbesondere während der anstehenden Trauerfeiern für den getöteten Religionsführer Chamenei. Die Sicherheitsvorkehrungen wurden verschärft, der Flugverkehr in mehreren Städten teilweise eingeschränkt.
Nach Daten des Marktbeobachters Vortexa und Berechnungen des Medienunternehmens Bloomberg lagern derzeit mehr als 58 Millionen Barrel iranischen Rohöls auf See, der Großteil ohne konkreten Käufer. Hintergrund ist vor allem die Unsicherheit über den weiteren Verlauf der Verhandlungen mit den USA.
Beobachter sprechen von einem zwiespältigen Signal: Während sich der Transport normalisiere, wachse der wirtschaftliche Druck auf Iran. Nach Angaben der USA werden aktuell wieder mehr als zehn Millionen Barrel pro Tag durch die wichtige Meerenge transportiert.
Das iranische Staatsfernsehen hatte berichtet, dass es sich um ein ausländisches Schiff handele, das in dem Kanal auf Grund gelaufen sei. Es ignorierte demnach Anweisungen der Revolutionsgarde. Doch die Form des Schiffs, der gemeldete Aufenthaltsort und andere Details deuten nach Informationen der Nachrichtenagentur AP darauf hin, dass es Verbindungen zum Iran hat. Es steckt offenbar schon seit Monaten fest.
Alle Öltanker und Handelsschiffe seien verpflichtet, ausschließlich die vom Iran festgelegte Route zu benutzen, hieß es in einer Erklärung der Militärführung, die iranische Medien verbreiteten. Jede Missachtung dieser Vorgabe werde mit einer unverzüglichen und entschlossenen Reaktion der Streitkräfte beantwortet. Die Wiederöffnung der für den globalen Handel mit Öl, Gas und Dünger wichtigen Straße von Hormus ist ein zentrales Element des Rahmenabkommens, auf das sich Vertreter aus Washington und Teheran vor knapp drei Wochen verständigt hatten.
Damaskus habe trotz diesbezüglichen Drucks seitens der USA "keine Absicht, einen solchen Schritt vorzunehmen", erklärte Libanons Präsidialamt. Syriens Außenminister Asaad al-Schaibani. Al-Schaibani hält sich derzeit zu einem Besuch im Libanon auf. US-Präsident Donald Trump hatte wiederholt vorgeschlagen, dass Syrien die Bekämpfung der vom Iran finanzierten Hisbollah im Libanon übernehmen könnte. Syriens Staatschef Ahmed al-Scharaa erklärte jedoch, er habe nicht die Absicht, militärisch im Libanon zu intervenieren - und damit alte Wunden wieder aufzureißen. Die syrische Armee war 1976 als Teil arabischer Streitkräfte in den Libanon einmarschiert, um den ein Jahr zuvor entflammten Bürgerkrieg dort zu beenden. Stattdessen blieben syrische Truppen jedoch bis zu ihrem Abzug im Jahr 2005 in dem Nachbarland präsent, wo pro-syrische Gruppierungen wie die Hisbollah-Miliz fortan sämtliche Bereiche des politischen und militärischen Lebens beherrschten.
Der deutsche Börsenleitindex erreichte am Nachmittag im Handelsverlauf 25.517 Punkte, ein Plus von 1,9 Prozent zum Vortagsschluss. Analysten sehen als Gründe neben guten Arbeitsmarktdaten aus den USA auch den sinkenden Ölpreis und die Hoffnung auf ein Ende des Iran-Kriegs.
Das teilte ein Sprecher des Vermittlerstaates Katar mit. Die nächsten Gespräche seien nach dem Ende der mehrtägigen Trauerzeremonie für den Obersten Fürher Ali Chamenei angesetzt worden. Diese beginnen am Samstag im Iran. In der katarischen Hauptstadt Doha hatten indirekte Gespräche zwischen dem Iran und den USA stattgefunden. Katar teilte anschließend mit, es habe Fortschritte gegeben. Die Nachrichtenagentur Reuters meldete, im Mittelpunkt hätten Themen wie der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus und finanzielle Anreize für den Iran gestanden. Derzeit gilt eine Waffenruhe, die aber bereits mehrfach gebrochen wurde.
Das berichtet die "New York Times" unter Berufung auf Quellen in der irakischen Regierung. Bei dem Bargeld handelt es sich demnach um die Verkaufserlöse bereits getätigter Ölgeschäfte. Der im April von der Trump-Regierung angeordnete Zahlungsstopp soll nach Angaben der Zeitung das Ziel gehabt haben, Einfluss auf die Auswahl eines neuen Premierministers auszüben. Weiter ausgesetzt bleibt hingegen die Kooperation mit den irakischen Sicherheitskräften sowie deren finanzielle Unterstützung.
Der neue Premierminister al-Zaidi hat seit seinem Amtsantritt im Mai erste Schritte gegen pro-iranische Milizen im Land sowie gegen Korruption unternommen. Für die Wirtschaft des ölreichen Landes ist ein reibungsloser Zahlungsverkehr zwischen irakischer und amerikanischer Zentralbank wichtig, da viele Unternehmen über keine Konten bei ausländischen Banken verfügen.
Die Behörden in Teheran rechnen mit 15 bis 20 Millionen Teilnehmenden bei den mehrtägigen Zeremonien. Sie war ursprünglich für Anfang März geplant gewesen, wurde jedoch wegen der amerikanischen und israelischen Luftangriffe verschoben. Große Teile der Haupstadt Teheran werden für den Autoverkehr gesperrt, auch die Arbeit wird niedergelegt. Beigesetzt wird Chamenei am 9. Juli in seiner Heimatstadt Maschhad, die als heilige Stadt gilt. Ob sein Sohn Modschtaba, bei den Feierlichkeiten erstmals seit seiner Ernennung zum obersten Führer des Iran öffentlich auftritt, ist bislang unklar.
Seit Beginn des Iran-Krieges säßen mehrere Schiffe im Golf fest, sagte Konzernchef Saade der Zeitung "Les Echos". Derzeit führen rund 60 Prozent der Schiffe des Unternehmens durch den Suezkanal, während 40 Prozent die längere Route um Afrika nähmen.
"Unsere Bereitschaft besteht weiterhin", sagte der CDU-Politiker bei einem Treffen mit seinem argentinischen Kollegen Quirno in der Hauptstadt Buenos Aires. Man sei aber davon abhängig, dass insbesondere die USA in Gesprächen mit dem Iran die Voraussetzungen klären würden. Zuvor hatte Bundesverteidigungsminister Pistorius nach Gesprächen mit NATO-Generalsekretär Rutte in Berlin erklärt, er wolle die beiden Schiffe der Bundeswehr, die für einen möglichen Militäreinsatz in der Straße von Hormus ins afrikanische Dschibuti verlegt wurden, möglicherweise im Sommer wieder nach Hause holen. "Sie werden nicht unendlich warten", so der SPD-Politiker.

Die Denuklearisierung des Irans komme gut voran, sagt Trump vor Journalisten. "Wir kommen sehr gut miteinander aus", ergänzt er. Vertreter der USA und des Irans kommen nach Angaben eines iranischen Regierungsvertreters in der katarischen Hauptstadt Doha zu Fachgesprächen über den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus und einen dauerhaften Waffenstillstand zusammen. Trumps Schwiegersohn Kushner und der Sondergesandte Witkoff führen vorbereitende Gespräche mit dem katarischen Ministerpräsidenten, nehmen jedoch nicht selbst an den Verhandlungen teil. Katar vermittelt in dem Konflikt gemeinsam mit Pakistan.
Sie sollten in den dortigen "Sicherheitszonen" verbleiben, "um unsere Einwohner und Gemeinden vor dschihadistischen Elementen zu schützen", sagte Katz. "Wir werden uns nicht aus den Sicherheitszonen zurückziehen." Er bekräftigte zudem eine frühere Warnung an den Iran. Der Iran werde mit voller Kraft angegriffen, sollte er Israel wegen dessen Militäreinsatz im Libanon attackieren. Vertreter Israels und des Libanon hatten sich in Washington auf ein Rahmenabkommen geeinigt. Die 14-Punkte-Vereinbarung soll den Weg zu einem umfassenden israelisch-libanesischen Friedensabkommen ebnen. Die pro-iranische Hisbollah-Miliz lehnt die Vereinbarung ab.
Die USA würden Jerusalem nicht nur "als die ewige, angestammte und dauerhafte Hauptstadt des jüdischen Volkes" anerkennen, sagte der US-Botschafter in Israel, Huckabee, bei einer Zeremonie im israelischen Außenministerium. Sie bekundeten mit dem Schritt auch, dass sie "entsprechende Taten folgen lassen werden". In einem separaten Beitrag im Onlinedienst X erklärte Huckabee: "So wie die USA für Israel unverzichtbar und unersetzlich sind, ist auch Israel für die USA und ihre Interessen in der Region unverzichtbar." Der neue Botschaftskomplex soll auf dem sogenannten Allenby-Gelände im Süden Jerusalems entstehen.

Geplant seien getrennte Beratungen mit den katarischen und pakistanischen Vermittlern, sagte ein Diplomat der Nachrichtenagentur AFP. Die US-Gesandten Witkoff und Kushner nehmen demnach nicht an den "technischen Gesprächen" teil. Irans Außenamtssprecher Bakaei sagte, es gebe in den kommenden Tagen "keine Pläne für Verhandlungen mit der amerikanischen Seite auf irgendeiner Ebene". Er wies damit eine frühere Ankündigung von US-Präsident Trump zurück, wonach in Doha direkte Gespräche vorgesehen seien.
Der Warnhinweis wurde bis zum 8. Juli verlängert, ansonsten wäre er heute ausgelaufen. Darin heißt es, Fluggesellschaften müssten in der gesamten Region vorsichtig bleiben, da weiter die Möglichkeit einer schnellen Eskalation bestehe. Über den Iran führen derzeit nur wenige Flugrouten. Die Strecke über Syrien zwischen Europa und dem für viele Umstiege wichtigen Golfstaaten wird aber wieder bedient.

Der iranische Chefunterhändler Ghalibaf sagte im Staatsfernsehen, solange die Auflagen nicht erfüllt seien, werde es keine neuen Gespräche geben. Zudem kündigt er die Gründung eines gemeinsamen Komitees mit den USA und dem Libanon an, das die Beendigung des Krieges dort überwachen soll. Ghalibaf betonte zugleich, die Souveränität über die Straße von Hormus liege beim Iran und dem Oman, die freie Durchfahrt sei gemäß der Vereinbarung auf 60 Tage befristet. Seit dem Ende der Seeblockade belaufen sich die iranischen Ölexporte Ghalibaf zufolge auf mehr als 40 Millionen Barrel. Dabei erziele das Land einen um 20 Prozent höheren Preis als zuvor.
Die Steuersenkung auf Benzin und Diesel umfasste 16,7 Cent pro Liter. Laut dem Ifo-Institut wurde der Rabatt von den Konzernen größtenteils an die Verbraucher weitergegeben. Der Tankstellenverband BFT erwartet, dass sich das Ende des Tankrabatts an den Zapfsäulen erst heute um die Mittagszeit bemerkbar macht, da die Preise derzeit nur um 12.00 Uhr angehoben werden dürfen. Der ADAC warf den Mineralölkonzernen jedoch ungerechtfertigte Preiserhöhungen schon vor dem Ende des Tankrabatts vor.

Das langjährige Staatsoberhaupt des Iran soll am 9. Juli beigesetzt werden. Die iranischen Behörden rechnen nach eigenen Angaben mit einem Massenandrang bei mehreren Trauerzeremonien und der Beisetzung von Chamenei. Demnach könnten bis zu 20 Millionen Menschen daran teilnehmen. Die Zeremonien beginnen am 4. Juli in Teheran und der Pilgerstadt Ghom, das Begräbnis soll am 9. Juli in Chameneis Geburtsstadt Maschhad im Nordosten des Landes stattfinden. Chamenei war Ende Februar 2026 bei einem israelischen Luftangriff auf seinen Amtssitz in Teheran getötet worden.
Er ordnete bei einem Truppenbesuch an, alle ober- und unterirdischen Anlagen, die die Miliz für Angriffe auf Israel genutzt habe, unbrauchbar zu machen. Netanjahu bezeichnete die Hisbollah als das wichtigste Glied in einer Achse der iranischen Verbündeten. Nach seinen Angaben sind von ehemals 150.000 Raketen und Geschossen noch etwa acht Prozent übriggeblieben.

"Unsere Haltung ist klar: Wir werden den Südlibanon nicht verlassen, bis die Bedrohung verschwunden ist", heißt es in einer Erklärung Netanjahus. Der Libanon erkenne Israel an, Israel erkenne den Libanon an, und man sage dem Iran und der Hisbollah, dass sie diesen Ort verlassen sollten. Es gebe zwei souveräne Staaten, die in Frieden leben wollten, betonte Netanjahu. Israel und der Libanon hatten in der vergangenen Woche unter Vermittlung der USA ein Rahmenabkommen unterzeichnet, um den Weg für einen Frieden zwischen beiden Ländern zu ebnen.
"Während wir uns hier treffen, stehen die Sicherheit und das Wohlergehen von Millionen Palästinensern auf der Kippe", sagte Guterres bei einer Geberkonferenz für die UNRWA. Er sei entsetzt von den anhaltenden Versuchen, UNRWA zu marginalisieren und zu unterminieren, durch Desinformation, Schmutzkampagnen und Einschränkungen in der Handlungsfreiheit. Israel wirft der 1949 gegründeten UNO-Organisation unter anderem vor, von der radikalislamischen Hamas unterwandert zu sein.
Der Schwiegersohn von US-Präsident Trump, Kushner, und der US-Sondergesandte Witkoff seien heute zu Gesprächen in Doha, sagte ein Sprecher des katarischen Außenministeriums. Geplant seien aber nur Treffen mit Vermittlern, hochrangige iranische Vertreter würden in Doha derzeit nicht erwartet. Wie die dpa von einem hochrangigen US-Beamten erfuhr, treffen sich Kushner und Witkoff zunächst mit Katars Ministerpräsident Mohammed bin Abdulrahman Al Thani sowie weiteren Vermittlern. Dabei solle der «regionale Dialog» zum Rahmenabkommen fortgesetzt werden. Am Mittwoch werden die Delegationen der USA und vom Iran getrennt voneinander an technischen Gesprächen mit Vermittlern aus Katar und Pakistan teilnehmen, wie es weiter hieß.

"Jetzt kommt es darauf an, eine tragfähige Lösung zur sicheren, freien Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu erreichen", schrieb der CDU-Politiker im Onlinedienst X mit Blick auf die laufenden Verhandlungen über eine dauerhafte Friedenslösung zwischen den USA und dem Iran. Auch die Frage des iranischen Atomprogramms müsse gelöst werden, betonte Wadephul. Von dem Programm dürfe "keine Gefahr mehr ausgehen". Die Verhandlungen seien "ein wichtiger Schritt" und eröffneten "eine Chance für Diplomatie in einer weiter fragilen Lage". Laut US-Präsident Trump werden die Gespräche heute in Katar fortgesetzt.
Zwei weitere Mitglieder der Eliteeinheit seien bei dem Überfall in der Provinz Kermanschah verletzt worden, heißt es. Die Täter hätten das Feuer vor dem Haus der Opfer eröffnet. Die Revolutionsgarde sprach demnach von einem terroristischen Angriff. Laut Bericht leiteten die Behörden Ermittlungen ein.
Zwar wollten beide Seiten ein Ende des Krieges, sagte Schneider im Deutschlandfunk. Die jüngste militärische Eskalation in der Straße von Hormus zeige jedoch, wie schwierig die Situation sei. Man müsse daher bezweifeln, dass ein Friedensabkommen in 60 Tagen gelingen könne. Mitte Juni hatten die USA und der Iran bei Gesprächen in der Schweiz vereinbart, dass in den kommenden zwei Monaten ein dauerhafter Vertrag zur Beendigung des Iran-Kriegs ausgehandelt werden soll.
"Der Iran hat um ein Treffen gebeten", schrieb US-Präsident Trump auf seiner Online-Plattform Truth Social. Von iranischer Seite klang das allerdings anders. Eine Gesprächsrunde werde stattfinden, "sobald die Voraussetzungen geschaffen sind und Einigkeit über Termin und Veranstaltungsort erzielt wurde", sagte Vizeaußenminister Gharibabadi laut iranischer Nachrichtenagentur Isna.
Sie legten um 6,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zu, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das ist der stärkste Anstieg seit Dezember 2022, als es wegen der Folgen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine sogar ein Plus von 9,6 Prozent gegeben hatte.
Die Räumung von Seeminen in der Meerenge werde ausschließlich vom Iran übernommen, betone Vizeaußenminister Gharibabadi staatlichen Medien zufolge. Initiativen wie die aus Frankreich seien als Provokationen zu werten, die die ohnehin angespannte Lage im Persischen Golf weiter belasten würden. Der französische Präsident Macron hatte nach einem Treffen mit dem Sultan von Oman erklärt, man wolle gemeinsam mit Partnern an der Minenräumung in der Meerenge mitwirken, um die Seewege zu sichern und eine - Zitat - "freie und bedingungslose" Durchfahrt zu gewährleisten. Die rund 40 Kilometer breite Straße von Hormus zählt zu den wichtigsten Transportwegen für den weltweiten Ölhandel.
Die Frist falle zusammen mit dem Ende der Präsenz der internationalen Koalition im Irak, sagte Regierungssprecher Haidar al-Abudi. "Nach diesem Datum werden alle Waffen außerhalb des staatlichen Rahmens rechtlich belangt."
Im Irak gibt es Dutzende von Teheran unterstützter bewaffneter Gruppierungen. Bislang lehnen sie ihre Entwaffnung wegen der anhaltenden Präsenz ausländischer Truppen im Land ab. Nach dem Beginn der US-israelischen Angriffe im Iran im Febraur hatten die Milizen US-Einrichtungen im Irak angegriffen. Daraufhin gab es mehrere Luftangriffe gegen Einheiten der Hasched al-Schaabi. Die Angriffe gegen die Miliz werden Israel und den USA zugeschrieben.
US-Präsident Trump schrieb auf der Online-Plattform Truth Social, für morgen sei ein Treffen in der katarischen Hauptstadt Doha geplant. Der Iran habe darum gebeten. Laut dem Weißen Haus werden die amerikanischen Unterhändler Witkoff und Kushner an den Beratungen teilnehmen. Der iranische Vizeaußenminister Gharibabadi hatte zuvor erklärt, für diese Woche seien keine Treffen der technischen Arbeitsgruppen geplant.
Das Rahmenabkommen mit den USA sei ein großer Erfolg für das iranische Volk, wurde Peseschkian von iranischen Nachrichtenagenturen zitiert. Unter der Vereinbarung würden auch sechs von zwölf Milliarden Dollar an iranischem Vermögen in Katar an den Iran zurückgegeben. Von US-Seite wurde bisher keine Freigabe iranischer Gelder bestätigt. Auch Katar, neben Pakistan ein wichtiger Vermittler in dem Konflikt, hat dazu noch keine Stellungnahme abgegeben.
Bei der ersten Sitzung eines neu gegründeten Komitees habe er unter anderem den hochrangigen omanischen Diplomaten Al Hinai getroffen, schrieb Gharibabadi auf der Plattform X. Es sei um aktuelle Fragen rund um die Meerenge sowie um die künftige Verwaltung der Straße von Hormus und Hoheitsrechte beider Küstenstaaten gegangen. Konkretere Details wurden zunächst nicht bekannt. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete unter Berufung auf Gharibabadi, dass für diese Woche keine weiteren Treffen der "technischen Arbeitsgruppe" mit den USA geplant seien.
Die beiden Seiten würden "vorerst zurückstecken" und hätten vereinbart, sich morgen in der katarischen Hauptstadt Doha zu weiteren Gesprächen zu treffen, berichtete der Sender CNN unter Berufung auf einen Regierungsvertreter in Washington. Das Nachrichtenportal Axios zitierte zwei US-Regierungsvertreter, die dies ebenfalls bestätigten.
Beide Seiten hätten vor der eigenen Bevölkerung Stärke gezeigt, ehe sie nun wieder über ein mögliches Abkommen verhandelten, sagte der Senior Fellow der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) im Deutschlandfunk. Grundsätzlich werde es jedoch in einem modernen Krieg wie diesem keine Sieger und Verlierer geben. Selbst wenn der Iran seinen Widerstand gegen die US-Angriffe und die Kontrolle über die Straße von Hormus als Sieg verkaufe, so sei es angesichts der hohen Belastungen für die Bevölkerung und die eigenen Ressourcen als Pyrrhus-Sieg zu bezeichnen, betonte der SWP-Experte.
Es habe sich in einem von der pro-iranischen Miliz gebauten Tunnel befunden. Dieser sei mehr als 200 Meter lang gewesen und habe eine Tiefe von mehr als 25 Metern erreicht, erklärten der israelische Ministerpräsident Netanjahu und Verteidigungsminister Katz. In dem Bau seien hunderte Waffen sowie mehrere Abschussrampen gelagert gewesen.

Ein von Iran, den USA und dem Libanon vereinbartes Gremium müsse sich so bald wie möglich treffen, sagte Ghalibaf nach Angaben iranischer Staatsmedien. Er bezieht sich damit auf das israelisch-libanesische Rahmenabkommen über eine Friedenslösung. Diese direkten Friedensgespräche zwischen dem Libanon und Israel lehnt der Iran strikt ab. Er besteht darauf, dass über den Libanon-Konflikt auf der Grundlage des Mitte Juni von den USA und dem Iran unterzeichneten Abkommens zur Beendigung des Iran-Krieges verhandelt wird. Diese Vereinbarung wird durch die neuen Gefechte zwischen den USA und dem Iran in Bedrängnis gebracht.
Sie halten für möglich, dass insgesamt bis zu 20 Millionen Menschen daran teilnehmen könnten, berichtete die Nachrichtenagentur Mehr unter Berufung auf eine zuständige Behörde. Die Zeremonien beginnen demnach am 4. Juli in Teheran und der Pilgerstadt Ghom. Das Begräbnis soll am 9. Juli in Chameneis Geburtsstadt Maschhad im Nordosten des Landes stattfinden. Irans Außenminister Araghtschi kündigte an, dass auch im Irak Trauerzeremonien für Chamenei stattfinden werden.
In den vergangenen 72 Stunden sei vor den Küsten des Iran und Omans mehr Verkehr registriert worden, teilte das unter Aufsicht der US-Marine stehende Gemeinsame Maritime Informationszentrum (JMIC) mit. Von den USA unterstützte Durchfahrten von Handelsschiffen seien trotz der erhöhten Bedrohungslage ohne Unterbrechung fortgesetzt worden, hieß es.
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben im Südlibanon mehrere Kämpfer der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz getötet. Der Vorfall im Bereich der Stadt Nabatija ereignete sich trotz einer Waffenruhe und der Vereinbarung eines Rahmenabkommens zwischen Israel und dem Libanon. Die Hisbollah-Kämpfer seien mit einer Panzerabwehrrakete bewaffnet gewesen, hieß es in der Mitteilung der israelischen Armee. Sie hätten in der Nähe einer von Israel deklarierten 'Sicherheitszone' operiert. Außerdem sei eine Raketen-Abschussrampe der Hisbollah zerstört worden.
Der irakische Außenminister Fouad Hussein erklärte bei einem Treffen mit seinem iranischen Amtskollegen Abbas Araghtschi, es sei wichtig, die Straße von Hormus wieder zu öffnen und die US-Seeblockade gegen den Iran aufzuheben. Der Irak unterstütze keine Ausweitung des Krieges auf die Golfstaaten und befürworte keine Angriffe auf den Iran, sagte Hussein dem iranischen Außenminister, der sich zu einem Besuch in Bagdad aufhält.
In den frühen Morgenstunden hätten die Marine und Luftwaffe in einem gemeinsamen Raketen- und Drohneneinsatz acht wichtige Infrastrukturziele der US-Armee in den beiden Ländern zerstört, teilten die Revolutionsgarden mit. Es handle sich um Ziele auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Ali Al-Salem in Kuwait und der 5. US-Marineflotte in Mina Salman, Bahrain.
USA/Iran: Erneute US-Angriffe auf Ziele im Iran
Dabei habe es sich unter anderem um Luftabwehrstellungen, Drohnenlager und Einrichtungen der Überwachungsinfrastruktur gehandelt, teilte das US-Regionalkommando Centcom mit. Grund sei ein Angriff des Irans auf einen Frachter gewesen. Es ist die zweite US-Attacke auf den Iran seit der Unterzeichnung des Rahmenabkommens zwischen den beiden Ländern Mitte Juni.
Man werde gegen jeglichen derartigen Versuch mit großer Härte vorgehen, sagte der israelische Verteidigungsminister Katz. Vertreter Israels und des Libanon hatten in Washington ein Rahmenabkommen unterzeichnet. Die 14-Punkte-Vereinbarung soll den Weg zu einem umfassenden Friedensabkommen ebnen. Dazu gehört unter anderem die Entwaffnung der vom Iran finanzierten Hisbollah-Miliz im Libanon. Die Entwaffnung gilt als Voraussetzung für den schrittweisen Rückzug der israelischen Armee aus dem Nachbarland. Die Hisbollah lehnt das Abkommen ab. Israel und der Libanon befinden sich seit 1948 im Kriegszustand.
Das Außenministerium teilte mit, mehrere iranische Drohnen hätten am frühen Morgen Ziele in dem Golfstaat angegriffen. Das Ministerium verurteilte die Angriffe auf das Schärfste und warf dem Iran eine "eklatante Verletzung" der Souveränität des Landes und eine "Sabotage" der Friedensbemühungen vor.
Nach US-Militärschlägen gegen den Iran richtet US-Vizepräsident Vance eine deutliche Warnung an die Regierung in Teheran. "Gewalt wird mit Gewalt beantwortet", teilte Vance auf der Plattform X mit. Zuvor hatten die USA iranische Ziele angegriffen, nachdem ein Handelsschiff in der Straße von Hormus attackiert worden war. Wenn der Iran Meinungsverschiedenheiten über die Umsetzung der Absichtserklärung habe, könne er zum Telefon greifen, erklärte Vance weiter.
US-Kampfflugzeuge bombardierten Depots für Raketen und Drohnen sowie Küstenradaranlagen, teilte das zuständige Regionalkommando Centcom mit. Dies sei die Reaktion auf einen iranischen Angriff auf ein Handelsschiff in der Straße von Hormus. Iranischen Medienberichten zufolge schlug ein Geschoss in der Nähe einer Hafenanlage in Sirik im Süden des Landes ein. Zuvor seien Warnschüsse in Richtung eindringender Schiffe in der Straße von Hormus abgegeben worden, hieß es.
Das Mitglied der Hisbollah-Fraktion im libanesischen Parlament, Fadlallah, sagte dem Sender "Al-Majadin", die libanesischen Behörden könnten das Abkommen aus Washington nicht durchsetzen - es sei denn, sie riskierten mit US-Unterstützung einen Bürgerkrieg. Die Gruppe werde sich jeder Maßnahme der Regierung in Beirut widersetzen und noch stärker an ihren Waffen festhalten. Zuvor hatte Hisbollah-Chef Qassem erklärt, Israel habe keine andere Wahl, als sich vollständig von jedem Zentimeter" Land im Libanon zurückzuziehen und seine Truppen "bedingungslos" abzuziehen.
Hintergrund sind die anhaltenden Angriffe der proiranischen Hisbollah im Südlibanon auf Israel sowie die militärische Reaktion der israelischen Armee. Libanons Präsident Aoun erhofft sich von der Vereinbarung mittelfristig die Wiederherstellung der Souveränität seines Landes. US-Außenminister Rubio sagte in Washington, das Abkommen sei ein erster Schritt in Richtung eines dauerhaften Friedens zwischen beiden Ländern. Einzelheiten nannte er nicht. Die Botschafterin aus dem Libanon, Moawad, und der Botschafter aus Israel, Leiter, unterschrieben das Dokument im Beisein von Rubio. Im Mittelpunkt der Gespräche stand dem Vernehmen nach die Schaffung von sogenannten Pilotzonen im Südlibanon. Dort sollen israelische Truppen die Kontrolle schrittweise an das libanesische Militär übergeben. Die Hisbollah kündigte massiven Widerstand an.
Wie Trump auf seiner Online-Plattform Truth Social schrieb, startete der Iran mindestens vier Drohnenangriffe gegen Schiffe in der Straße von Hormus. Eine habe ein Frachtschiff getroffen. Der Frachter konnte demnach aber seine Fahrt fortsetzen. Das US-Militär habe die anderen drei Drohnen abgeschossen. "Dies ist offensichtlich ein törichter Verstoß gegen unsere Waffenruhe-Vereinbarung", schrieb Trump. Nähere Angaben, wann sich genau die Angriffe ereignet haben sollen, machte der Präsident nicht.
Am Donnerstag war ein Angriff auf ein Frachtschiff in der Straße von Hormus bekanntgeworden. Die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) teilte mit, ein "unbekanntes Projektil" habe die Brücke des Schiffes beschädigt. Der Vorfall vor der Küste des Omans ereignete sich wenige Stunden, nachdem Irans Revolutionsgarden gewarnt hatten, dass Durchfahrten nur auf von Teheran festgelegten Routen sicher seien.
Kurz nach 17.15 Uhr Ortszeit erhielten die Menschen in Dubai eine Raketenwarnung auf ihre Handys, aber nur wenige Minuten später wurde bereits wieder Entwarnung gegeben. Die Öffentlichkeit solle den Raketenalarm ignorieren, hieß es in einer Mitteilung des Innenministeriums. Später wurde mitgeteilt, dass der Grund für den Fehlalarm eine technische Panne gewesen sei.
Man habe "sieben Hisbollah-Terroristen angegriffen und ausgeschaltet, die in der Nähe der Sicherheitszone im Süden des Libanon Waffen transportierten", teilte die Armee mit. Es würden weiterhin Maßnahmen ergriffen, "um Bedrohungen zu beseitigen".
Ein solcher Angriff auf Israel wäre der "größte Fehler" der Führung in Teheran, sagt Verteidigungsminister Katz. Ein Kommandeur der zur iranischen Revolutionsgarde gehörenden Al-Kuds-Brigaden hatte gestern erklärt, falls sich Israel nicht freiwillig aus dem Südlibanon zurückziehe, werde es am Ende geschlagen abziehen müssen.
Das hat der Iran nach einem Angriff auf ein Schiff vor der Küste des Omans bekräftigt. Andere als die von Teheran genehmigten Routen seien nicht durch die Garantie sicherer Passagen abgedeckt, erklärte die zuständige iranische Behörde PGSA auf X. Ein US-Beamter sagte der Nachrichtenagentur AP, bei dem getroffenen Schiff habe es sich um das Handelsschiff "Ever Lovely" gehandelt, das unter der Flagge Singapurs fährt. Die Weltschifffahrtsorganisation IMO stoppte nach dem Angriff die jüngst gestartete Evakuierung von Schiffen rund um die Meerenge.
Der israelische Verteidigungsminister Katz sagte, die Armee werde so lange wie nötig in den Sicherheitszonen des Nachbarlandes, in Syrien und im Gazastreifen bleiben. Ein Rückzug aus diesen Gebieten komme für Israel nicht infrage.
Die Gespräche, die in Washington stattfinden, sollten heute fortgesetzt werden. Das kündigte das US-Außenministerium an. Eigentlich hätte die am Dienstag begonnene neue Verhandlungsrunde gestern enden sollen. Es ist die fünfte Verhandlungsrunde zwischen beiden Ländern seit Beginn des Krieges zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz. Die Miliz ist an den Gesprächen in Washington nicht beteiligt. Im Moment gilt eine Waffenruhe, die allerdings brüchig ist.
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