Fast jeder zweite Haushalt in Deutschland wohnt zur Miete, obwohl die meisten lieber kaufen würden. Wer das schafft, hängt hierzulande stärker als in fast jedem anderen europäischen Land davon ab, ob die Eltern schon im Eigentum leben.
Audio | Düsseldorf · Fast jeder zweite Haushalt in Deutschland wohnt zur Miete, obwohl die meisten lieber kaufen würden. Wer das schafft, hängt hierzulande stärker als in fast jedem anderen europäischen Land davon ab, ob die Eltern schon im Eigentum leben.
Eine Wohnung kaufen, ein Haus bauen, endlich in den eigenen vier Wänden leben: Das wollen viele, doch in Deutschland gelingt es weniger Menschen als fast überall sonst in Europa. Nur knapp 48 Prozent der Haushalte leben im Wohneigentum. Der europäische Durchschnitt liegt bei fast 70 Prozent. Warum ist das so? Und wer schafft den Sprung ins Eigentum überhaupt noch?
Ursula Weidenfeld spricht in dieser Folge mit Prof. Dr. Philipp Lersch, Soziologieprofessor an der Humboldt-Universität Berlin und Forscher am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft), über eine der zentralen sozialen Fragen unserer Zeit. Lersch hat untersucht, wie stark der Besitz von Wohneigentum in Deutschland von Generation zu Generation weitergegeben wird. Sein Befund ist ernüchternd: Der Zusammenhang zwischen dem Eigentum der Eltern und dem der Kinder ist in Deutschland besonders stark. Und er wird nicht schwächer, weil mehr Menschen den Weg ins Eigentum finden, sondern weil selbst Kinder aus Eigentümerfamilien mittlerweile an den gestiegenen Preisen scheitern.
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Wie tickt Wladimir Putin? Wie verhindern wir künftig Pandemien? Was macht Instagram mit der Psyche? Und woher kommt die hohe Inflation? Im Podcast Tonspur Wissen spricht die Besteller-Autorin Ursula Weidenfeld mit Forscherinnen und Forschern aus ganz Deutschland über das, was gerade die Welt bewegt. Unser Versprechen: Mit Tonspur Wissen verstehen Sie mehr - und es wird Ihnen niemals langweilig.
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