In einem dramatischen WM-Achtelfinale unterlagen die Kolumbianer am Dienstag in Vancouver der Schweizer Nationalmannschaft. Nach der Partie erhob Jhon Arias direkte Vorwürfe gegen die FIFA. Grund sind die Reisestrapazen, die die Südamerikaner während der Endrunde auf sich nehmen mussten - ganz im Gegensatz zu den Europäern.

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In einem dramatischen WM-Achtelfinale unterlagen die Kolumbianer am Dienstag in Vancouver der Schweizer Nationalmannschaft. Nach der Partie erhob Jhon Arias direkte Vorwürfe gegen die FIFA. Grund sind die Reisestrapazen, die die Südamerikaner während der Endrunde auf sich nehmen mussten - ganz im Gegensatz zu den Europäern.
Eigentlich hätte sich die Schweizer Nationalmannschaft nach den ersten fünf Spielen bei der WM schon einen Titel verdient: den des "Reise-Weltmeisters".
Die Nati hatte enormes Glück bei der Auslosung, jede einzelne ihrer Reisen spielte ihr in die Karten. Die ersten beiden Gruppenspiele absolvierte man in San Francisco und Los Angeles, beides nur einen "Katzensprung" vom eigenen WM-Camp in San Diego entfernt.
Das letzte Gruppenspiel sowie das Sechzehntel- und auch Achtelfinale spielte die Mannschaft allesamt in Vancouver. Von San Diego bis in die kanadische Metropole sind es zwar über 2000 Kilometer, dafür liegen beide Städte aber auch in der gleichen Zeitzone. Eine Jetlag-Gefahr gab es somit nicht.
Für die Kolumbianer ging es in den fünf Spielen derweil einmal kreuz und quer über den nordamerikanischen Kontinent. Sie spielten in Mexiko (2x), Miami, Kansas und nun in Vancouver - eine ungerechte Mehrbelastung, wie Jhon Arias nach dem WM-Aus seiner Mannschaft klagte.
Er könne nur schwer über das Thema sprechen, "weil ich bestraft werden könnte, aber so funktioniert das Geschäft", meinte Arias vielsagend. "Wir treten nicht alle unter den gleichen Bedingungen an. Das ist aber auch kein neues Problem. Und es hört hier auch nicht auf, es geht weiter und der Trend spricht dafür, dass es nur noch schlimmer wird. So funktioniert der Fußball."
Dass seine Mannschaft in den WM-Wochen in alle drei Länder reisen und viele Tausend Kilometer mehr als andere Mannschaften zurücklegen musste, habe seine körperliche Verfassung "natürlich beeinflusst", klagte Arias, ohne dies als Entschuldigung für das Aus gelten lassen zu wollen. "Wir hatten enorme Hoffnungen und haben geglaubt, es bis ins Finale schaffen zu können. Aber irgendwas hat gefehlt", fasste er zusammen.
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