SCHWANENSTADT. Lange musste er auf einen großen Sieg warten, war oft verletzt, aber nun holte Radprofi Michael Gogl bei den Titelkämpfen in Schwanenstadt das rot-weiß-rote Meistertrikot.
Von OÖN-Sport, 28. Juni 2026, 18:33 Uhr
nachrichten.at als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen.Mit einem sagenhaften Schnitt von über 46 Kilometer pro Stunde absolvierten die Elite-Männer ihre 170 Kilometer im Hausruckviertel bei Temperaturen bis zu 38 Grad. Am Ende setzte sich der nur wenige Kilometer von Schwanenstadt in Wolfsegg aufgewachsene Gogl im Sprint gegen Felix Großschartner, einen seiner besten Freunde im Peloton, durch. "Wir kennen uns sehr gut, haben sechs Wochen zuletzt gemeinsam trainiert, was mir auch extrem geholfen hat. Wir haben uns nichts geschenkt, wollten beide den Titel. Ich war knapp dran, jetzt erfüllt sich für mich ein Traum", erzählte der 32-Jährige, der in den letzten Jahren von vielen Verletzungen geplagt war.
"Das ist der schönste Tag meiner Karriere", erklärte er und fügte an: “Zwei Mal war ich schon knapp vor dem Aufhören, habe mich immer wieder zurückgekämpft." Somit blieb für Großschartner erneut, wie auch schon 2025, der zweite Platz. "Es war eigentlich eine perfekte Situation für uns, als wir beide vorne waren. Wir haben gut zusammengearbeitet und ich hatte, wie auch schon vor einem Jahr, wieder Krämpfe im Sprint. Er hat sich den Sieg verdient", so Großschartner, der am Samstag das Einzelzeitfahren zum dritten Mal in Folge für sich entscheiden konnte.
Er und Gogl setzten sich schon vor den sechs kleinen Schlussrunden um den Philippsberg ab, dahinter versuchte Schrettl verzweifelt die Lücke zu schließen. Der WM-Bronzene in der U23 aus Kigali hielt das Tempo der Führenden, hatte im Alleingang aber keine Chance gegen das Duo vorne um seinen Rückstand zu verkürzen. Am Ende fehlten dem Tiroler 34 Sekunden auf den Sieger. “Es war von Anfang an Vollgas. Jeder war nach der ersten Runde am Anschlag. Leider habe ich die Aktion von Felix und Michael übersehen, dann bin ich ihnen nachgefahren und es waren lange sechs Schlussrunden“, bilanzierte Schrettl.
Auch bei den Damen gab es eine Premierensiegerin in der Österreichischen Meisterschaft. Ex-Mountainbikerin Katharina Sadnik setzte sich im Sprint überraschend gegen Christina Schweinberger durch. Bronze ging an Carina Schrempf.
Das Rennen der Junioren gewann Lorenz Ludwiczek.
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