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Top-Act im Interview: Von der Love Parade zum Altstadtfest: Warum Moguai das Saarland so liebt

Дата публикации: 03-07-2026 05:17:00




Er kennt die großen Bühnen der Welt. Jetzt spielt Moguai beim Altstadtfest in Saarbrücken. Der SZ verrät er vorab, warum er das Saarland so mag.



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Top-Act im Interview Von der Love Parade zum Altstadtfest: Warum Moguai das Saarland so liebt

Interview | Saarbrücken · Er kennt die großen Bühnen der Welt. Jetzt spielt Moguai beim Altstadtfest in Saarbrücken. Der SZ verrät er vorab, warum er das Saarland so mag.

Moguai gehört zu den Top-Acts des Saarbrücker Altstadtfests. (Archivbild)

Moguai gehört zu den Top-Acts des Saarbrücker Altstadtfests. (Archivbild)

Foto: IMAGO/Funke Foto Services/KerstinxKokoska

Moguai gehört zu den Top-Acts der 50. Ausgabe des Saarbrücker Altstadtfestes, das vom 3. bis zum 5. Juli steigt. Der DJ und Produzent spielte sich in den frühen 90er-Jahren von ersten Underground-Raves bis auf die Berliner „Love Parade“ vor 750.000 Menschen. Der 1973 geborene Recklinghausener gilt inzwischen als ein Pionier der elektronischen Musik und gehört zu den international bekanntesten deutschen Vertretern der Szene. Er tritt weltweit auf den größten Bühnen und Festivals auf und kommt jährlich auf über 120 Shows. Am Altstadtfest-Samstag möchte Moguai auf der SR 1-Bühne vor dem Staatstheater die Menge zum Tanzen bringen. Der SZ hat er vorab ein exklusives Interview gegeben.

Sie haben ja schon seit den Anfängen Ihrer Karriere immer wieder im Saarland gespielt…

Moguai Ja, das fing so damals an mit „Beatbox“, meinem ersten Chart-Hit. Das war 1998. Ich habe oft in der Kufa gespielt – bei Cassius. Er ist ja leider verstorben. Ich war noch auf seiner Beerdigung. Er war ein ganz toller Mann. Wir haben viel gemacht, auch Musikproduktion. Ich habe auch viel im Flash in St. Wendel gespielt oder auf einer Burg bei Kusel, viel gemacht im Saarland. Ich bin hier immer gerne. Gute Leute, guter Vibe, immer alle positiv. Sie lieben das Leben.

Jetzt kommen Sie für das Altstadtfest nach Saarbrücken zurück. Ein Auftritt bei einem Stadtfest ist sicher für Sie nichts Alltägliches, oder?

Moguai Nee, das mach ich inzwischen ganz viel. Ich komme ja gebürtig aus dem Ruhrgebiet, aus Nordrhein-Westfalen. Da werden die Clubs weniger und es geht immer mehr hin zu so Off-Locations-Events, Stadtfesten, Festivals – kleine Dinger. Und das zähle ich auch mit dazu.
Also die Leute, die sonst in den Club gegangen sind, gehen jetzt auf solche Events. Und dann kommen da in NRW 6.000 oder 7.000 hin. Selbst wenn nur 500 oder 100 kommen – egal, aber die kommen, um eine gute Zeit zu haben, und ich bin froh, dass es das gibt. Am Anfang habe ich auch erst gedacht: „Ah, ist das so meins?“ Die Zielgruppe ist ja alles vermischt, also von fünf Jahren bis 55 oder bis 85. Aber die kommen alle dahin, um eine gute Zeit zu haben. Und das wird auch hier in Saarbrücken so sein.

Wird es von Ihnen in nächster Zeit auch neue Songs geben?

Moguai Immer. Ich habe eigentlich jede zweite oder dritte Woche ein neues Release. Für das Rolling-Stones-Cover „Sympathy For The Devil“ habe ich sogar eine offizielle Freigabe von Mick Jagger und dem Management bekommen. Das Cover habe ich mit Jan Blomqvist gemacht. Dann habe ich eine Nummer mit David Guetta und Cascada. Und mit Hedegaard – das ist ein Act aus Dänemark – für eine chinesische Dokumentation. Zudem habe ich einen WM-Song gemacht mit Marcel Freestyle, einen professionellen Freestyle-Fußballer, der zehnfacher Weltrekordhalter in Fußballtricks ist. Also ich habe eigentlich im Monat immer zwei Veröffentlichungen.

Da sind Sie sicher den ganzen Sommer auch live unterwegs, oder?

Moguai Ja, sehr sehr viel. Immer, jedes Wochenende. Und es wird immer mehr.

Die Musikszene und Club-Landschaft haben sich seit den Anfängen Ihrer Karriere extrem verändert. Wie beurteilen Sie diese Entwicklung?

Moguai Ich finde das nicht alles positiv. Ich würde mir wünschen, die Clubszene noch aus den 90ern oder 2000ern zu haben. Aber das Ausgehverhalten – sagen wir jetzt mal vorsichtig – hat sich verändert. Gute Musik findet aber immer seinen Weg – auch zu Festivals oder zu anderen Locations. Also Live-Musik wird immer weitergehen. Und das ist doch gut.

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