Вход на сайт

Просмотр новости

Найдите то, что Вас интересует

Venezuela: Szenen wie im Krieg

Дата публикации: 08-07-2026 09:52:00



Zwei Wochen nach dem Erdbeben hat die Regierung beschlossen, fast im ganzen Land die Schulen wieder zu öffnen, damit wieder ein Anschein von Normalität einkehrt.
Alles lesen
 



Основное содержимое страницы с новостью.

Zwei Wochen nach dem Erdbeben hat die Regierung beschlossen, fast im ganzen Land die Schulen wieder zu öffnen, damit wieder ein Anschein von Normalität einkehrt.

Cecilia Seppia – Vatikanstadt *

Doch das Szenario ist an vielen Orten Venezuelas weiterhin apokalyptisch. Größte Sorge gilt den Kindern, von denen viele zu Waisen geworden sind und unter schweren Schocktraumata leiden: „Die Menschen leben auf der Straße, haben alles verloren, das Risiko von Epidemien ist extrem hoch.“ Das sagt uns Marcélo Garcia Dalla Costa, Koordinator für den Erdbeben-Notfall in Caracas, in einem Interview.

Der Projektverantwortliche einer NGO namens CESVI verweist auf die Zahlen: Mehr als 3.500 Tote, mehr als 11.200 Menschen im Krankenhaus - eine Zahl, die ein ohnehin schon strukturell schwaches Gesundheitssystem zum Zusammenbruch gebracht hat. Außerdem eineinhalb Millionen, die durch die zwei schweren Erdstöße obdachlos geworden sind und die in provisorischen Unterkünften schlafen. Der eigentliche Wettlauf gegen die Zeit betrifft jedoch die Vermissten, deren Zahl dramatisch zwischen 38.000 und 50.000 Menschen schwankt. Von ihnen fehlt jede Spur.

„In den am dichtesten besiedelten Stadtvierteln gab es 20-stöckige Hochhäuser, die in sich zusammenstürzten“

„Die Zahlen sind leider noch vorläufig, und so dramatisch sie auch schon sind, liegen sie wohl noch unter der tatsächlichen Zahl. Man hat das Gefühl, dass wir es mit einer Katastrophe von enormem Ausmaß zu tun haben, deren Zahlen eher an einen Krieg als an ein Erdbeben erinnern. In den am dichtesten besiedelten Stadtvierteln gab es 20-stöckige Hochhäuser, die in sich zusammenstürzten und so zu einer Falle für Tausende von Bewohnern wurden.“

CESVI ist seit zwanzig Jahren in dem südamerikanischen Land präsent. Die NGO ist gleich in den ersten Stunden nach der Katastrophe aktiv geworden, um in der Hauptstadt und in der schwer getroffenen Küstenprovinz La Guaira Hilfe zu leisten. Während er unsere Fragen beantwortet, macht sich der Koordinator gerade bereit, erneut zur Küste aufzubrechen: „Wir fahren mit zwei Lastwagen los, um Hilfsgüter zu verteilen, insbesondere Material zum Schutz vor der Witterung, Plastikplanen, Zelte, Regenjacken, aber auch medizinische Hilfsgüter, Medikamente, Lebensmittel und Trinkwasser.“


Regen und Cholera verschärfen die Lage

Das dringlichste Problem ist derzeit, dass die Straße – angesichts zusammenbrechender Krankenhäuser und überfüllter Notunterkünfte – für Tausende von Familien, darunter viele mit sehr kleinen Kindern, zum einzigen Schlafplatz geworden ist. „Die Menschen leben buchstäblich auf der Straße, sie haben alles verloren, und das ist keine Redewendung. Das ist ein Zustand absoluter Schutzlosigkeit, der sich zu einem Gesundheitsnotstand großen Ausmaßes entwickelt. Jetzt beginnt die Regenzeit, und wir wissen, welche Schäden sie anrichten kann. Trinkwasser ist zweifellos das Wichtigste und die dringlichste Forderung, die von der Bevölkerung an uns herangetragen wird, da das Wasserversorgungsnetz durch das Erdbeben zerstört wurde.“

Insbesondere in La Guaira an der Küste ist die Hitze erdrückend, erzählt uns Marcélo Garcia Dalla Costa. Ohne Trinkwasser und mit zerstörten Abwasserkanälen ist das Schreckgespenst von Epidemien bereits Realität. „Es gibt keine sanitären Einrichtungen. Es gab bereits Fälle von Cholera, und wir sind zutiefst besorgt. Hygiene-Sets sind zwar notwendig, reichen aber nicht aus; man müsste diesen Familien zumindest ein provisorisches Dach über dem Kopf bieten.“

Massengräber und Kinder, die durch Trümmer irren

Zu den düsteren Bildern aus vielen Teilen Venezuelas zählen die Massengräber, in denen sich die Opfer häufen – ohne Namen und für alle mit einem einzigen Datum: 24. Juni 2026. Hier und da ein paar provisorische Kreuze aus Holzstücken. Und dann sind da noch die Kinder: Hunderte von Kindern irren durch die Trümmer, viele von ihnen sind plötzlich zu Waisen geworden. „Es sind traumatisierte Kinder, die besondere Betreuung benötigen, nicht nur humanitäre, sondern auch psychologische. In ihren Augen sieht man Verzweiflung und Angst, manche befinden sich noch immer in einem Schockzustand – sie haben miterlebt, wie ihre Mütter und Väter starben, zerquetscht von den Trümmern.“

Die Regierung öffnet die Schulen wieder

Ein Versuch, vor allem bei Kindern und Jugendlichen wieder Normalität herzustellen, kommt von der Regierung, die am Montag grünes Licht für die Wiederaufnahme des Schulunterrichts in den weniger betroffenen Gebieten gegeben hat, um die letzten zwei Wochen des Schuljahres zu absolvieren. „In den betroffenen Gebieten hingegen werden die Schulen derzeit als Notunterkünfte genutzt; es muss geklärt werden, wie es weitergehen soll, und eine Lösung gefunden werden, sobald die Rettungsmaßnahmen abgeschlossen sind. Für Tausende venezolanischer Kinder ist die Rückkehr in die Schule der erste Schritt, um die durch das Erdbeben verursachten starken psychischen Belastungen und Ängste zu überwinden.“ Viele Nichtregierungsorganisationen bemühen sich, geschützte Zeltkonstruktionen und provisorische Bildungsräume neben den Trümmern einzurichten, um die Kontinuität des Unterrichts zu gewährleisten.“ Die Wiedereröffnung der Schulen ist nicht nur ein Verwaltungsakt, sondern der Versuch der Zivilgesellschaft zu zeigen, dass die Zukunft Venezuelas nicht begraben bleiben darf, auch wenn die Erde weiterhin bebt.“

Das Ausmaß der Katastrophe ist nach wie vor unklar, da das betroffene Gebiet auch einige sehr abgelegene und bergige Zonen umfasst, in denen Brücken eingestürzt sind und Straßen durch Erdrutsche weggerissen wurden. „In einigen Gebieten ist mehr als zehn Tage nach dem Erdbeben noch immer keine humanitäre Hilfe eingetroffen. Mit unseren Fahrzeugen ist es uns gelungen, einige Berggebiete zu erreichen, in denen die Straßen eingestürzt sind; in anderen sind wir zu Fuß weitergegangen und haben das Nötigste mitgenommen.“

Was dem Helfer trotz der Verwüstung um ihn herum Mut macht? Auf diese Frage fällt ihm eine Geburt ein. Genau während des Erdbebens habe in dem Dorf El Junquito eine Mutter ihr zweites Kind zur Welt gebracht. „Die Wände des Krankenhauses, das bis heute schwer beschädigt und evakuiert wurde, stürzten ein, aber dieses Kind wollte zur Welt kommen. Zu sehen, dass das Leben trotz der totalen Zerstörung unbeeindruckt weitergeht, ist ein starkes Zeichen der Hoffnung für die Zukunft, an das wir uns klammern müssen, vor allem jetzt, wo die Erschöpfung sich bemerkbar macht und die Wirkung des Adrenalins nachlässt. Die Menschen hier sind außergewöhnlich, sie sind widerstandsfähig, sie geben wirklich alles, um diese Tragödie zu überwinden – wir können nichts anderes tun, als an ihrer Seite zu stehen.“

* Das spanische Original dieses Berichts wurde von Stefan v. Kempis ins Deutsche übertragen und überarbeitet.

(vatican news)
 

Схожие новости

#Наименование новостиТональностьИнформативностьДата публикации
1 Venezuela: Kirche wird nach Erdbeben zum Rettungsanker für Überlebende 3706-07-2026
2 Papst: Bete weiter für Opfer des Bebens in Venezuela 2305-07-2026
3La catástrofe natural arruinó vidas, pero muchos mantienen la esperanza-2626-06-2026
4‘It could fall any moment’: RT reports from scene of Venezuela quake devastation (VIDEO)-1229-06-2026
5В Венесуэле объявили семидневный национальный траур по жертвам землетрясения0501-07-2026
6Venezuela earthquakes: Over 50,000 reported missing as international relief efforts ramped up (PHOTOS, VIDEOS)-2624-06-2026
7Число жертв землетрясений в Венесуэле выросло до 3811 человек-1608-07-2026
8More earthquakes rock Venezuela as death toll rises to 1,430-2628-06-2026
9Число погибших при землетрясениях в Венесуэле достигло 3342 человек-1706-07-2026
10Помощь психологов стала самой востребованной после землетрясений в Венесуэле0505-07-2026

Классификация: Общество. Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 10. Тональность: 0. Информативность: 5. Источник: www.vaticannews.va.