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Kamerun: Erzbischof prangert unmenschliche Haftbedingungen an

Дата публикации: 05-07-2026 09:01:07



Der Erzbischof von Douala, Samuel Kleda berichtet in einem Ende Juni veröffentlichten Hirtenbrief über Missstände. Er berichtet konkret von Entführungen, willkürlichen Verhaftungen und unmenschlichen Haftbedingungen in den Gefängnissen des Landes.
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Der Erzbischof von Douala, Samuel Kleda berichtet in einem Ende Juni veröffentlichten Hirtenbrief über Missstände. Er berichtet konkret von Entführungen, willkürlichen Verhaftungen und unmenschlichen Haftbedingungen in den Gefängnissen des Landes.

Der vatikanische Pressedienst Fides zitierte an diesem Freitag den kamerunischen Erzbischof mit den Worten: „Dieser Hirtenbrief ist ein Akt der Wahrheit und der seelsorgerischen Nächstenliebe, nicht aus polemischer Absicht, sondern aus Pflichtgefühl und dringendem Mitgefühl geboren. Er prangert „systematische Ungerechtigkeit" an, die mit der Verhaftung, Inhaftierung und dem Gefängnisaufenthalt „zahlreicher kamerunischer Bürger einhergeht.“

Der Erzbischof nennt ganz konkret etwa „die unerträgliche Praxis der Entführung und Einzelhaft, die entwürdigenden und missbräuchlichen Zustände in Polizeistationen und Gendarmeriebrigaden, das höllische Gefängnissystem, die Korruption, die das gesamte Justizsystem durchdringt, und die häufig verletzten Strafverfahren“. Es brauche in dieser „ernsten Situation" einen Perspektiven- und Mentalitätswandel von allen und eine „Transformation unserer Strukturen“.

Ausbeutung und Missbrauch

Kleda kritisiert die Zustände in den Gefängnissen als alarmierend. Medizinische und hygienische Verhältnisse, insbesondere bei inhaftierten Frauen seien besonders besorgniserregend. Darüber hinaus würden einige mit ihren Säuglingen inhaftiert, „ohne dass Bedingungen für eine normale Entwicklung gegeben sind“. Minderjährige seien Ausbeutung und Missbrauch preisgegeben.

„Die Art und Weise, wie wir mit den Gefangenen umgehen, ist ein Maßstab für unsere Beziehung zu Gott“

Appell ans Gewissen

Der Hirtenbrief endet mit einem Gewissensappell: „Die Art und Weise, wie wir mit den Gefangenen umgehen, ist ein Maßstab für unsere Beziehung zu Gott“. Christus zu dienen bedeute, sich für die Linderung ihrer Leiden einzusetzen, denn „ihr Leiden zu ignorieren, bedeutet Christus zu ignorieren“. 

(fides - sc)

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