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Tarifabschluss bei Luxair: Gewerkschaften erreichen „wichtige Ziele“

Дата публикации: 19-02-2025 09:04:43

Die Gewerkschaften und die Geschäftsleitung der Airline haben nach mehr als einem Jahr Verhandlungen über die Erneuerung des Tarifvertrags für Beschäftigte eine Einigung erzielt.

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Nach langen Verhandlungen zwischen dem OGBL, dem LCGB und der Luxair-Direktion konnte ein wichtiger Durchbruch erzielt werden. Am Dienstag gaben die Gewerkschaften in einer Pressemitteilung bekannt, dass sie sich am Vortag mit der Direktion der Fluggesellschaft auf die Unterzeichnung eines Zusatzvertrags zum bestehenden Tarifvertrag geeinigt hatten. Die Einigung war am Montag erzielt worden.

Konkret handelt es sich um eine Erneuerung der Vereinbarung, die bis zum 31. Dezember 2027 gültig sein wird. Die Einigung ist umso symbolträchtiger, da nur einen Monat zuvor die Verhandlungen gescheitert waren.

Was beinhaltet der neue Tarifvertrag?

Laut der Pressemitteilung wird sich der Vertrag in vier Punkten weiterentwickeln. Der erste betrifft die „Anpassung der Gehaltstabellen für Piloten, Bodenpersonal und Flugpersonal“: „Die neue Tabelle für Piloten, die nun nur noch zwei Kategorien (Kopilot und Kommandant) umfasst, ermöglicht eine bessere Anpassung des Angebots von Luxair an die aktuellen Marktbedingungen“, so die Gewerkschaften und Luxair.

Zweitens wurden „Maßnahmen für Arbeitnehmer, die aktiv dazu beigetragen haben, die 2,6 Millionen Passagiere nach der Gesundheitskrise zu überschreiten“, verordnet.

Diese zielen insbesondere darauf ab, die tariflichen Gehaltsfortschritte wieder einzuführen, nachdem sie zwischen 2021 und Januar 2023 eingefroren worden waren. Außerdem wird „ab dem 1. Oktober 2025 eine Gehaltserhöhung in Form einer Sonderzulage zur Überwindung der Krise in Höhe von 50 Euro brutto bei Stand 944,43, die indexiert ist und 13 Mal pro Jahr ausgezahlt wird, an Beschäftigte (außer Piloten) gezahlt, die am 31. Dezember 2024 einen Arbeitsvertrag hatten“.

Verbesserung der Work-Life-Balance

Dritter Punkt: Eine Reihe von Maßnahmen „zur Verbesserung der Work-Life-Balance“: Dazu zählt die Erhöhung der Anzahl der Off-Days für die Flugbesatzung, die Planung von Schichten über sechs Tage und die Minimierung von Single Day Offs, die Berücksichtigung von Flügen für die Besatzung, die Möglichkeit, Stunden auf dem Flextime-Zähler ganztägig abzubauen, die Gewährung eines zusätzlichen Urlaubstages mit 55 Jahren, die teilweise Umwandlung des dreizehnten Monatsgehalts in Urlaubstage, aber auch die Einführung einer Politik des Homeoffice.

Der letzte Punkt betrifft die „Stärkung des sozialen Dialogs“ durch die Einrichtung einer paritätischen Kommission für den Abschluss, die sich mit drei Themen befassen soll: „die Flugdienstvorschriften für Flugpersonal (FDR), die Gehaltstabellen für ehemalige Arbeiter und Angestellte und der Text des Tarifvertrags selbst“.

Wie die Verhandlungen zum Erfolg geführt haben

Manon Meiresonne, Zentralsekretärin des Syndikats Zivilluftfahrt im OGBL, erinnert an die Etappen, die der Einigung um den neuen Kollektivvertrag vorausgingen. „Es gab Verhandlungen, die über ein Jahr dauerten, mit etwa 15 Sitzungen. Der Dialog war konstruktiv, aber nach einiger Zeit gab es mangels einer Einigung eine Anrufung des Nationalen Schlichtungsamtes.“

Infolge dieser Anrufung „hat die Geschäftsleitung ihre Position überdacht“, so Manon Meiresonne. „Es gab Vorschläge, die Schlichtung zu umgehen. Wir haben sie uns angehört und sind zu einer Einigung gekommen“, fügt die Gewerkschaftsfunktionärin hinzu.

Laut Paul De Araujo, LCGB-Gewerkschaftssekretär, „wurde die Vereinbarung letzte Woche nach einem Treffen am 30. Januar und nach der Präsentation der Maßnahmen vor unseren Delegierten festgezurrt“.

Die zwischen der Geschäftsleitung und den Gewerkschaften erzielte Einigung sei ein Lichtblick an einem Himmel, der zuvor von Spannungen zwischen den verschiedenen Parteien verdunkelt war. Im vergangenen Monat versicherten OGBL und LCGB noch, dass die Direktion sich „hartnäckig weigert, sich den Forderungen der Gewerkschaften nach Lohnverbesserungen und Arbeitsbedingungen für das gesamte Personal ausreichend anzunähern“.

Wir tragen weiterhin Forderungen mit uns herum.

OGBL/LCGB

Manon Meiresonne ist der Ansicht, dass der neue Vertrag ein erster Schritt ist. „Die Maßnahmen stellen eine Verbesserung dar, aber wir tragen weiterhin mehrere Forderungen mit uns herum“, fügt die Zentralsekretärin hinzu.

Drei Ziele, die die Gewerkschaften erreichen wollen, sind „das Aufholen der eingefrorenen Stufen für das Personal, eine Lohnverbesserung durch Zulagen aus der Krise für das Bodenpersonal und die Kabinencrew, aber auch eine modernisierte, effiziente und attraktive endgültige Lohntabelle“, erläutert Manon Meiresonne im Einzelnen.

„Die Arbeit bei einer Fluggesellschaft ist hart, deshalb wollen wir eine Aufwertung des Personals“, fügt sie hinzu. Die Gewerkschaften wünschen sich außerdem „eine umfassende Überprüfung des gesamten Systems der Flight Duty Regulations“, so Manon Meiresonne.

Paul De Araujo schließt sich seiner Kollegin an. Er sagte: „Die oberste Priorität ist die Anerkennung der Leistungen der Beschäftigten und die Wiedereinführung von Lohntabellen bei gleichzeitiger Aufwertung der Angestellten, deren Tarife zwei Jahre lang eingefroren waren“.

Der Artikel erschien im Original zuerst bei virgule.lu; Übersetzung und Bearbeitung: Ingo Zwank

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