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Trumps Notbremse im Iran lässt nichts Gutes für die Zukunft erwarten

Дата публикации: 08-04-2026 08:55:13

Waffenpause im Iran – warum Rücksicht oder gar späte Einsicht über seinen planlos angezettelten Krieg vom US-Präsidenten nicht zu erwarten sind.

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 „Präsident Trump spricht in Begriffen der MACHT, der einzigen Sprache, die unsere Gegner verstehen“, sagt Donald Trumps republikanischer Parteifreund, der texanische Kongressabgeordnete Dan Crenshaw: „Sorgfältig formulierte diplomatische Erklärungen vermitteln der UNO zwar ein angenehmes Gefühl, bewirken aber nichts.“ Und so sehen sich die Anhänger des zuletzt verbal rabiat gewordenen US-Präsidenten in den USA bestätigt: 

Trump darf einen Krieg anzetteln und dann die europäischen Verbündeten beleidigen, wenn sie nicht in die Schlacht gegen den Iran ziehen wollen. Trump darf einem Staat die „Vernichtung seiner Zivilisation“ androhen. Und Kriegsverbrechen nach der Art Putins, nämlich Infrastruktur und Kraftwerke kaputtzuschießen, wie es der russische Präsident Jahr und Tag in der Ukraine anzuordnen pflegt, wäre für den US-Präsidenten auch gar kein Problem. 

Es sieht also so aus, als könne der US-Präsident tun und lassen, was er wolle. Völkerrecht? Wen kümmert's? Und dann auch noch in einer derben, brutalisierten, völlig entrückten Sprache vor sich hin poltern, dass sich die Frage stellt: Ist Donald Trump verrückt geworden? Nicht einmal der Kremlherr redet oder schreibt  so, wenn er dem ukrainischen Staat das Existenzrecht abspricht. 

Kann bitte irgendjemand Donald Trump das Handy wegnehmen? Oder seinen Medienkanal Truth Social auf Hatespeech überprüfen? Aber letztlich geht es natürlich nicht darum, den US-Präsidenten am Reden oder Schreiben zu hindern, sondern ihn zu ermutigen, zu denken und zwar nachhaltig zu denken - statt wie Rumpelstilzchen zu poltern und zu drohen. Seit ihm Amerikas Höchstgericht die Zollknüppel aus der Hand genommen hat, so scheint es, wirft er all seinen Zorn auf die Welt in den Krieg gegen den Iran.

Wer bremst Donald Trump?

Ein Jahr ungezügelter Donald Trump in seiner zweiten Amtszeit liegt hinter uns - und angesichts von noch drei Jahren kann einem Angst und Bang werden. Die Frage ist: Wer kann ihn bremsen, ihn zum Einlenken bringen, ihn davon abhalten, nicht noch größere Schneisen des Irrläufertums zu ziehen - wenn es schon nicht sein Regierungsteam tut? Von seiner Mann- und Frauschaft ist nichts als willfähriges Duckmäusertum zu erwarten. Denn wer einmal anderer Meinung war als Trump, der ist längst aus seinem inneren Zirkel entfernt worden.

Bremsen könnte ihn höchstens die steigende Inflation, die höheren Benzinpreise und die sinkenden Umfragewerte im eigenen Land. Dass sich die Forderung einer ganzen Reihe von Demokraten, den Präsidenten angesichts seiner verbalen Grobheiten (“you fucking bastards„..) für dienstunfähig erklären zu lassen, durchsetzen wird, ist jedenfalls nicht zu erwarten.

Und so wird letztlich in Washington die Erzählung verkauft, es seien Trump und seine ultimativen Drohungen gewesen, die nun gegenüber dem Iran eine Waffenpause durchgesetzt hätten. Was wiederum bedeutet: An seinem Stil wird sich nichts ändern, an seiner erratischen Vorgangsweise, an seiner Brutalität und man muss es leider sagen, an seiner miserablen politischen Bilanz.

Gibt es irgendeinen Gewinner aus dem Desaster, in das Trump die USA ohne Plan und Ziel in den Krieg geführt hat? Der Iran ist es jedenfalls auf keinen Fall, mit der maßlosen Zerstörung, die an die 11.000 US- und israelischen Angriffe hinterlassen haben. Mit einer iranischen Bevölkerung, die nun vermutlich noch lange mit noch härterer Unterdrückung durch die Revolutionsgarden und Mullahs wird leben müssen.

Das Beste, was nun zu erwarten ist, wäre die Hoffnung, dass aus der Waffenruhe tatsächlich vernünftige Verhandlungen für eine dauerhafte Waffenruhe folgen.  Aber was ganz sicher nicht an dessen Ende stehen wird, ist die Einsicht Donald Trumps, dass sein Krieg gegen den Iran, so planlos, wie er ihn geführt hat, den Iran oder die Welt auch nur ein kleines Stück besser gemacht hätte.

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kurier.at, ist  |  08.04.2026, 10:55

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