Mit großer Mehrheit sprechen sich die Synoden von Düsseldorf-Mettmann, Niederberg und Solingen für eine Fusion aus. Superintendent Kaspers wertet das als „starkes Signal“. Ob der Plan aufgeht, entscheidet sich im November.
Treiben die Fusion der Kreissynoden voran (v.l.): Superintendentin Ilka Werner, Superintendent Wolfhard Günther und Superintendent Rainer Kaspers.
Foto: Annette LudwigKreis Mettmann · Mit großer Mehrheit sprechen sich die Synoden von Düsseldorf-Mettmann, Niederberg und Solingen für eine Fusion aus. Superintendent Kaspers wertet das als „starkes Signal“. Ob der Plan aufgeht, entscheidet sich im November.
Die Kreissynoden der drei evangelischen Kirchenkreise Düsseldorf-Mettmann, Niederberg und Solingen stehen einer Fusion positiv gegenüber. Im Rahmen ihrer derzeit noch getrennten Sommertagungen sprachen sich 87,5 Prozent der Synodenmitglieder dafür aus, Regionen aus mehreren Gemeinden künftig als verbindliche Planungsgrößen für die Verteilung von Personal, Pfarrstellen und Finanzen zu nutzen. Dass der neue Kirchenkreis Anstellungsträger für das Personal werden soll, befürworteten 86 Prozent. Dafür, dass auch die Pfarrpersonen zukünftig beim Kirchenkreis angestellt sind, stimmten ebenfalls 85,5 Prozent. Der Vorschlag, qualifiziertes Fachpersonal als regionale Ansprechpersonen einzusetzen, fand mit 60,8 Prozent eine Mehrheit.
„Vor allem gaben die drei Synoden ein starkes Signal, weiter auf dem Weg zur Fusion zu bleiben und in unserer Region Kirche neu zu denken“, sagte Rainer Kaspers, Superintendent des Kirchenkreises Düsseldorf-Mettmann.
Die drei Kirchenkreise arbeiten seit Jahresbeginn aktiv in Arbeitsgruppen an der Fusion. Nach einem engen Zeitplan ist die Fusion zum 1. Januar 2029 geplant. Der Zusammenschluss ist eine Antwort auf Entwicklungen, die alle drei Kirchenkreise gleichermaßen treffen: sinkende Mitgliederzahlen infolge des demografischen Wandels sowie Kirchenaustritte, enger werdende finanzielle Spielräume und ein wachsender Mangel an Pfarrerinnen und Pfarrern. In den drei Kirchenkreisen mit ihren 29 Gemeinden sind derzeit rund 130.000 Menschen Mitglied, davon etwa 58.000 im Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann sowie jeweils rund 35.000 in Solingen und Niederberg.
Dem grundsätzlichen Beschluss, den Fusionsweg fortzusetzen, stimmten bereits im Herbst 2025 alle drei Kreissynoden fast einstimmig zu. Bei dem aktuell auf den Sommersynoden 2026 erhobenen Meinungsbild handelt es sich noch um keine verbindlichen Beschlüsse. Die formellen Entscheidungen dazu werden den Herbstsynoden im November zur Beschlussfassung vorgelegt.
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