Trotz Hitze und Trockenheit nicht auf Rasen verzichten, aber auch kein Wasser fürs Gießen verschwenden: Das klappt mit Trockenrasen. Wir geben Tipps für Samenkauf und Pflege.
Wenn Sie möchten, dass Ihr Rasen gut mit Hitze und Trockenheit klarkommt, sollten Sie beim Kauf auf das Kürzel RSM 222 achten. Die Abkürzung RSM steht für die sogenannte "Regel-Saatgut-Mischung". Das heißt, dass die Mischung Qualitätsstandards erfüllt und die auf der Verpackung angegebenen Eigenschaften tatsächlich vorhanden sind.
Die Zahl 222 hinter der Abkürzung weist auf Rasensamen hin, die Trockenheit gut vertragen. Bei nicht zertifizierten Rasensamen ist das Risiko wesentlich größer, dass die Samen nicht keimen.
Die Aussaat von Trockenrasen folgt grundsätzlich ähnlichen Arbeitsschritten wie bei klassischem Rasen. Wichtig ist vor allem, den Boden gut vorzubereiten und die Samen korrekt auszubringen.
Der Untergrund sollte folgendermaßen beschaffen sein:
Ebnen Sie anschließend die Fläche sorgfältig, damit später eine gleichmäßige Grasnarbe entstehen kann. Erst dann bringen Sie den Rasensamen aus.
Für Trockenrasen werden rund 40 Gramm Samen pro Quadratmeter empfohlen. Damit der Rasen gleichmäßig verteilt wird, ist ein Aussaatwagen sinnvoll. Solche Geräte können Sie in vielen Gartencentern oder Baumärkten problemlos ausleihen. Damit lässt sich die gewünschte Menge besser kontrollieren und großflächig verteilen.
Natürlich braucht auch ein Trockenrasen Wasser – allerdings deutlich weniger als ein herkömmlicher. Durch die spezielle Rasenmischung lässt sich ungefähr die Hälfte der sonst üblichen Wassermenge einsparen. Das ist ökologisch sinnvoll und dient auch dem Klima, denn es muss weniger Energie fürs Bewässern aufgebracht werden.
Zusätzlich Wasser sparen können Sie mit der sogenannten Unterflur-Bewässerung – sogar bis zu 75 Prozent. Das ist eine Bewässerungstechnik, bei der Sie die Bewässerungsleitungen oder -systeme unter der Grasnarbe verlegen. So kommt das Wasser direkt bei den Wurzeln der Rasengräser an. Die Anschaffung kostet am Anfang etwas Geld, kann sich aber im Laufe der Zeit finanziell rechnen – insbesondere in Regionen mit häufiger Trockenheit oder höheren Wasserpreisen.
Bewässern Sie den Rasen entweder früh morgens oder spät abends. Dann verdunstet weniger Wasser und die Rasenfläche wird optimal mit Feuchtigkeit versorgt.
Rasengräser sind sogenannte Lichtkeimer. Sie benötigen Tageslicht, um aus dem Samenkorn zu keimen. Daher sollten die Samen nicht in den Boden eingearbeitet, sondern direkt auf die vorbereitete Fläche gestreut werden. Anschließend werden sie leicht angedrückt – idealerweise mit einer Rasenwalze oder mit Brettern, die provisorisch an die Schuhsohlen gebunden werden.
Nach der Aussaat ist regelmäßiges Wässern entscheidend. Mindestens zwei Wochen lang sollten Sie die Fläche kontinuierlich feucht halten, bis der Rasen gut gekeimt ist und sichtbar zu wachsen beginnt. In dieser empfindlichen Phase darf der Boden nicht austrocknen.
Sobald der junge Rasen etwa zehn Zentimeter hoch ist, steht der erste Schnitt an. Dieses frühe Mähen ist wichtig, damit sich die Rasengräser verzweigen und ein möglichst dichter Rasenteppich entsteht. Werden die Halme rechtzeitig gekürzt, fördern sie die Bildung neuer Seitentriebe. Das Ergebnis ist eine belastbare, gleichmäßig geschlossene Fläche, die auch Trockenphasen besser übersteht.
Für einen schönen und gleichmäßigen Rasen ist auch die richtige Pflege entscheidend. Dazu gehören auch das richtige Vertikutieren und Düngen.
Ein oft unterschätzter Punkt in der Rasenpflege ist die Haltbarkeit von Rasensamen. Viele Hobbygärtner bewahren angefangene Packungen im Keller oder in der Garage auf und greifen Jahre später wieder darauf zurück. Dabei lässt sich oft nicht mehr nachvollziehen, wie alt die Samen tatsächlich sind.
Die Keimfähigkeit von Rasensamen nimmt ab etwa dem dritten Lagerjahr deutlich ab – und zwar pro Jahr um bis zu 20 Prozent. Mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit, dass ein Teil der Samen gar nicht mehr keimt. Das führt dazu, dass die Rasenfläche nach der Aussaat ungleichmäßig aussieht, Lücken entstehen oder das gewünschte Ergebnis ganz ausbleibt.
| # | Наименование новости | Тональность | Информативность | Дата публикации |
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