Valve stellt Windows-Treiber für die Steam Machine bereit. Dual-Boot mit SteamOS fehlt aber noch, die Windows-Installation löscht zudem alle Daten.
Die Steam Machine lässt sich jetzt auch offiziell mit Windows betreiben. Valve hat das nötige Treiberpaket am Dienstag veröffentlicht. Damit können Nutzer neben dem vorinstallierten SteamOS auch ein Windows-Betriebssystem auf dem Würfel-PC betreiben – allerdings aktuell nicht beides per Dual-Boot.
Die vier Treiber für Grafik, WLAN, Bluetooth und den SD-Karten-Leser stehen auf einer Support-Seite von Valve zum Download bereit. Das Unternehmen stellt sie ohne Gewähr bereit und bietet ausdrücklich keinen Support für Windows auf seiner Hardware. Steam Deck und Steam Machine seien aber PCs, auf denen sich grundsätzlich auch andere Betriebssysteme und Programme installieren ließen, schreibt Valve zur Begründung.
Ab Werk läuft die Steam Machine mit dem Linux-System SteamOS. Für das Steam Deck stellt Valve schon länger Windows-Treiber bereit. Dass das Unternehmen nun auch bei der Steam Machine nachzieht, ist also wenig überraschend.
Die Windows-Installation auf der Steam Machine hat gleich mehrere Haken: Ein Dual-Boot-Betrieb, bei dem Windows und SteamOS parallel auf dem Gerät liegen, ist bislang nicht möglich. Wer Windows installiert, muss die Daten der Steam Machine komplett löschen. Zwar sei die Hardware grundsätzlich zu einem Dual-Boot in der Lage, der SteamOS-Installer mit dem nötigen Assistenten sei aber noch nicht fertig und werde erst später zusammen mit SteamOS nachgereicht. Wer sich beide Systeme offenhalten will, sollte also noch abwarten.
Auch die Installation selbst hat ihre Tücken. Das Boot-Menü der Steam Machine erreicht man, indem man das Gerät herunterfährt und beim Start wiederholt die Escape-Taste drückt. Während der Installation stehen noch keine WLAN-Treiber bereit. Wer direkt seinen Windows-Produktschlüssel eingeben will, braucht dafür aber eine Internetverbindung und muss die Steam Machine deshalb per Ethernet-Kabel ans Netz hängen.
Wer es sich anders überlegt, kommt über eine Recovery-Anleitung zurück zu SteamOS. Die Steam Machine kostet mindestens 1040 Euro und wurde mittlerweile an erste Nutzer ausgeliefert. Viele andere Interessenten stehen noch auf Wartelisten.
(dahe)
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