LINZ. "Der Tschickstummel wird immer öfter durch Nikotinbeutel ersetzt", sagt FP-Gesundheitsstadtrat Raml, die Gefahren würden aber unterschätzt.
Von Christian Diabl, 03. Juli 2026, 11:34 Uhr
So "gesund" für die Lunge, wie sich das manche "Vaper" vorstellen dürften, sind die E-Zigaretten nicht.
Bild: (Weihbold)
Während klassische Zigaretten bei vielen Jugendlichen mittlerweile als "uncool" gelten, nehmen immer öfter Nikotinprodukte wie E-Zigaretten oder Nikotinbeutel ihre Stelle ein. Laut einer Untersuchung von ESPAD OÖ au dem Jahr 2024 gaben Schüler an, dass knapp 31 Prozent im vergangenen Monat E-Zigaretten konsumiert haben und rund 15 Prozent Nikotinbeutel.
"Die trendig gestalteten und vermarkteten Produkte enthalten meist keinen Tabak mehr, bergen jedoch ebenfalls eine Reihe von kurz- oder langfristigen Gesundheitsrisiken, wie zum Beispiel Überdosierungen oder rasche Nikotinabhängigkeit", sagt Rainer Schmidbauer, der das Institut für Suchtprävention von pro mente OÖ leitet. Jugendliche würden diese Produkte nehmen, um besser einschlafen zu können oder die Leistung zu steigern. Das Thema Nikotin komme so wieder zurück in die Mitte der Gesellschaft.
Gesundheitsstadtrat Michael Raml und Rainer Schmidbauer (Leiter Institut Suchtprävention von pro mente OÖ) präsentieren die neue Suchtpräventionskampagne „Nikotin geht. Die Abhängigkeit bleibt.“
Bild: Stadt Linz
Aus diesem Grund startet das städtische Gesundheitsressort gemeinsam mit pro mente eine Suchtpräventionskampagne mit dem Motto "Nikotin geht. Die Abhängigkeit bleibt - Dein Leben. Deine Entscheidung". Gesundheitsstadtrat Michael Raml (FP) warnt vor dem erheblichen Risiko, sehr rasch eine Abhängigkeit zu entwickeln. "Unser Ziel ist es, vor allem jüngeren Menschen Orientierung zu geben und sie dabei zu unterstützen, bewusste und eigenverantwortliche Entscheidungen zu treffen", sagt Raml bei der Präsentation der Kampagne. Mentale Gesundheit sei wichtig. "Wenn man selber fest im Leben steht und mit Höhen und Tiefen gut umgehen kann, ist das die beste Prävention", so Raml.
Die Kampagne wird in den städtischen Social Media-Kanälen, den Infoscreens und in diversen Broschüren ausgerollt. Unter fit.linz.at stehen Infomaterialien zur Verfügung.
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