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VSG Altglienicke bekommt neues Stadion

Дата публикации: 08-07-2026 10:51:00

Finanzierung gesichert: Die Willi-Sänger-Sportanlage in Altglienicke wird für rund acht Millionen Euro zum Regionalliga-Stadion umgebaut. Ab Ende 2029 könnte die VSG wieder eine feste Heimat haben. Ungeklärt bleibt die Stadionfrage im Falle eines Aufstiegs.


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Stadion-Umbau Neues Zuhause für die VSG Altglienicke – aber reicht das?

Die Odyssee hat bald ein Ende: Fans der VSG Altglienicke im Stadion in Fürstenwalde. (Imago)
Die Odyssee hat bald ein Ende: Fans der VSG Altglienicke im Stadion in Fürstenwalde. (Imago)
  • Finanzierung für Stadionumbau gesichert
  • VSG Altglienicke hofft auf Heimkehr ab Ende 2029
  • Modernisiertes Stadion für 3.200 Fans
  • Drittliga-Perspektive bleibt offen

Genau wie der Fußballverein VSG Altglienicke oft immer noch außerhalb der allgemeinen Aufmerksamkeit läuft, so ging auch eine entsprechende Nachrichtenmeldung Ende Juni etwas unter – obwohl sie bedeutsam ist, sowohl für den Regionalligisten als auch für den gesamten Bezirk Treptow-Köpenick: Die Willi-Sänger-Sportanlage wird grundsaniert. Der Weg für den Stadionbau an der Köpenicker Landstraße 186 ist frei. Nutznießer ist die seit Jahren heimatlose VSG Altglienicke.

Der Regionalligist, selbsternannte dritte Berliner Kraft hinter Hertha BSC und dem 1. FC Union, könnte ab Ende 2029 dort spielen. "Ja, das Bezirksamt konnte die Finanzierung sichern – damit geht der Ausbau des Regionalliga-Stadions für die VSG Altglienicke planmäßig in die nächste Phase", bestätigt der Bezirk rbb|24. Die "Berliner Morgenpost" [Bezahlinhalt] hatte zuerst berichtet.

Stadionbau? "Bedeutet für uns alles"

Die Finanzierung steht also, die Entwurfsphase ist abgeschlossen. Derzeit läuft die behördliche Prüfung der Bauunterlagen. Baubeginn könnte, nach offizieller Ausschreibung und Auswertung der Angebote, im Juni 2027 sein.

"Es bedeutet für uns, ohne zu übertreiben, alles", sagt Johannes Manske. Bevor der 26-Jährige zu Jahresbeginn ins Management der Treptower wechselte, ackerte er im Sturm bei der VSG. Und erlebte die missliche Odyssee des Fußballklubs ohne Stadion hautnah mit.

Er zählt die Ausweich-Spielstätten der VSG Altglienicke auf: "Wir haben im Jahn-Sportpark gespielt, dann im Stadion auf dem Wurfplatz [neben dem Olympiastadion, Anm.], in Lichtenberg und dann zuletzt in Fürstenwalde." In gut fünf Jahren habe er vier unterschiedliche Heimstadien gehabt.

Training auf dem Sportplatz Willi Sänger in der Köpenicker Landstraße in Berlin-Baumschulenweg, 17.06. 2025, Soll endlich in neuem Antlitz erstrahlen: Der Willi-Sänger-Sportplatz. (Archiv 2025, Imago)

"Notwendige Planungssicherheit für den Spielbetrieb"

Aber mehr noch als für die Spieler helfe ein festes Stadion dem Anhang: "Der große Vorteil so einer Heimspielstätte ist, dass sie deutlich näher am Vereinsgelände und damit am Kern der Mitglieder liegt", so Manske.

Auch der Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) sendet zufriedene Signale angesichts der jüngsten Entwicklungen: "Ein eigenes, den Anforderungen entsprechendes Stadion stärkt die Identifikation von Mitgliedern, Fans und Partnern mit dem Verein und schafft vor allem die notwendige Planungssicherheit für den Spielbetrieb", teilt NOFV-Geschäftsführer Till Dahiltz mit.

Bauvorhaben lief lange schleppend

Nachdem der Stadionumbau vorübergehend wie eine Hängepartie erschien, war der Austausch zwischen Verein und Bezirk wohl letztlich erfolgreich. "Im Endeffekt, glaube ich, konnte die VSG Altglienicke nachweisen, dass es im Unterschied zu manchen anderen ambitionierten Fußballvereinen in den letzten Jahren bei uns ein nachhaltiges Projekt ist, mit nachhaltig sportlichen, aber auch gesellschaftlichen Zielen", sagt Manager Manske.

Stadion für 3.200 Zuschauer

Acht Millionen Euro soll der Umbau in eine modernisierte Multifunktionsanlage kosten. Das ganze wird durch 1,3 Millionen Euro an Fördermitteln vom Bund teilfinanziert, den Hauptbetrag von 6,7 Millionen Euro übernimmt der Bezirk.

Ursprünglich wurden die Gesamtkosten auf 4,2 Millionen Euro für die Investitionsplanung 2021-2025 angemeldet. Die höheren Ausgaben müssen nun noch offiziell in der Investitionsplanung von Bezirk und Land bestätigt werden. Die VSG ist nicht an den Kosten beteiligt.

Wo jetzt ein maroder Sportplatz mit unkrautbewucherten Rängen vor sich hin altert, soll in den nächsten Jahren ein mordernisiertes Stadion für rund 3.200 Zuschauer entstehen, wie es in einer Mitteilung des Bezirks heißt. Die Heimtribüne soll Platz für 1.863 Besucher bieten, davon 1.500 Stehplätze und 345 Sitzplätze - und teilweise mit Membrandach und Ständerwerk überdacht werden. Auch eine Flutlichtanlage wird errichtet. Für die Gästetribüne sind 1.336 Plätze vorgesehen. Zudem soll es unter anderem separate Umkleiden für die Schiedsrichter geben sowie einen Dopingkontrollraum, wie es hieß.

Immer noch keine Drittliga-Tauglichkeit für die VSG

Der NOFV versteht sich im Bauprozess als "fachlicher Ansprechpartner für die sportlichen Rahmenbedingungen" - und zwar für ein Regionalliga-taugliches Stadion. Fest steht: Drittliga-tauglich wäre der geplante Neubau nicht, dafür bräuchte es unter anderem eine Kapazität von mehr als 5.000 Plätzen.

Doch genau diese professionelle Drittklassigkeit scheint der Sechstplatzierte der Vorsaison ja anzustreben – und untermauerte dies durch die jüngste Transferoffensive rund um John Anthony Brooks (von Hertha BSC) und Tolga Cigerci (von Energie Cottbus). Ein Regionalliga-taugliches Stadion für einen Klub, der sich mittelfristig in der 3. Liga verortet?

"Bei einem Drittliga-tauglichen Stadion entstehen gewisse Herausforderungen, bei denen noch unklar ist, ob diese an dem Standort bewältigt werden könnten", sagt Manske. Er verweist darauf, dass es sich bei der Anlage um ein Mehrzweckgelände handelt, auf dem beispielsweise auch ein Tennisclub beheimatet ist. Abends trainieren zudem andere Fußballvereine auf dem Gelände.

Bedeutet wohl, allein auf Profifußball lässt sich die Idee der Anlage schwerlich zuschneiden. Zum anderen sei unklar, wie der Standort die noch größeren Herausforderungen beim Verkehrskonzept, der Lärmemission oder der Fan-Trennung bewältigen könne, so Manske.

3. Liga im Jahnsportpark?

Trotzdem werde man "sehr, sehr intensiv prüfen, inwiefern die Rahmenbedingungen auch für die 3. Liga gegebenenfalls an dem Standort erfüllt werden können", sagt Manske. Gleichzeitig sei man im Austausch mit dem Land Berlin, was alternative Spielstätten angeht. "Es ist ganz klar unser Ziel, dauerhaft in Berlin zu spielen, unabhängig von Viert- oder Drittklassigkeit", betont Manske.

Eine Lösung könnte im Falle des Drittliga-Aufstiegs der Jahnsportpark sein: Das Gelände im Prenzlauer Berg wird derzeit saniert, das zugehörige Drittliga-taugliche Stadion könnte bereits Ende 2028 stehen.

Für die kommende Saison, so viel ist klar, bleibt der Verein aus dem Berliner Südosten erstmal ein Reisender. Zum ersten Saison-Highlight, dem DFB-Pokal-Spiel gegen den VfL Wolfsburg (24.8.), empfängt das Team von Dan Twardzik im Stadion am Wurfplatz. Die Regionalliga-Saison wird die Mannschaft erneut im Fürstenwalder Friesenstadion bestreiten, gut 60 Kilometer von der Willi-Sänger-Sportanlage entfernt.

Sendung: rbb|24, 08.07.2026, 12:51 Uhr

Audio: rbbb|24, 08.07.2026, Shea Westhoff

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Классификация: Санкт Петербург. Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 9. Тональность: 0. Информативность: 5. Источник: www.rbb24.de.