Вход на сайт

Просмотр новости

Найдите то, что Вас интересует

Zwei Colas, eine Stadt: Beim Trinken immer Rot sehen

Дата публикации: 30-06-2026 12:20:00

Coca-Cola, das größte Getränkeunternehmen weltweit, hat auch im thüringischen Weimar einen Standort. Geht es um Cola, ist Thüringen aber doch Vita-Cola-Land. mehr...

Основное содержимое страницы с новостью.

Zwei Colas, eine Stadt: Beim Trinken immer Rot sehen

Coca-Cola, das größte Getränkeunternehmen weltweit, hat auch im thüringischen Weimar einen Standort. Geht es um Cola, ist Thüringen aber doch Vita-Cola-Land.

Eine Illustration zeigt Cola-Kisten in der Mitte eine Statue Wenn man sich schon entscheiden muss, dann halt die klassische Cola mit dem roten Etikett Illustration: Jeong Hwa Min

Wenn man die Weimarer Innenstadt mit dem Deutschen Nationaltheater und dem bekannten Goethe-Schiller-Denkmal davor über die Schwanseestraße in Richtung Westen verlässt, vorbei am Bauhausmuseum und dann dem Freibad und der Stadtverwaltung, ist auch zu sehen, wie die Goethestadt langsam zum Industriegebiet wird.

Man überquert Bahnschienen und danach liegen links und rechts der Straße vor allem eingezäunte Gebäude und Hallen, bis schließlich am Ende der Straße ein großes modernes Gebäude auftaucht. Es ist weiß, die Fensterrahmen sind rot gefasst und oben auf dem Dach thront ein riesiges Schild, auf dem mit den geschwungenen Buchstaben der typische Coca-Cola-Schriftzug zu sehen ist.

Das eingezäunte und mit Stacheldraht abgesicherte Gelände ist der Weimarer Standort der Coca-Cola Europacific Partners Deutschland GmbH. Oder, einfacher gesagt, hier steht man vor dem deutschen Ableger des US-amerikanischen Getränkeriesen.

Die Besonderheit

Der Coca-Cola-Standort ist ein wunderbarer Kontrast zur Idylle der Goethe-Stadt. Aus der Weimarer Klassik rein ins Industriegebiet. Auf dem Coca-Cola-Gelände dominiert die knallrote Farbe der US-Marke. Man könnte fast vergessen, dass es in Thüringen auch noch Vita Cola gibt.

Das Zielpublikum

Alle, die genug von der Kleinstadtidylle haben und auch mal was anders sehen wollen als immer nur Schiller und Goethe.

Hindernisse auf dem Weg

Der Bus in die Schwanseestraße fährt maximal zweimal pro Stunde. Am besten nimmt man also das Fahrrad und radelt die 2 Kilometer vom Stadtzentrum zum Coca-Cola-Standort. Aufpassen, wenn man von Coca-Cola-Transportern überholt wird.

="" div="">

Zwei Standorte in Ostdeutschland

Bereits seit 1929 produziert Coca-Cola, in den 1890er Jahren in den USA gegründet, seine Getränke auch in Deutschland, und dabei rühmt sich die Marke damit, regional präsent zu sein im Land. 24 Standorte hat Coca-Cola in Deutschland. Davon liegt der weit überwiegende Anteil allerdings in Westdeutschland. Den 22 Standorten dort stehen ganze zwei in Ostdeutschland gegenüber. Der eine ist in Halle, der andere eben an der Schwanseestraße in Weimar-West.

Um den zu Fuß zu umrunden, braucht man ein Viertelstündchen. Den Großteil des Geländes macht dabei der Außenbereich aus. Tausende knallrote Kisten stapeln sich dort, in Reih und Glied aufgestellt und mit den leeren Coca-Cola-Flaschen darin, die auf ihren Weitertransport warten.

Ein Wettkampf in knalligem Rot

Auf der Zufahrt zum Gelände befindet sich ein grauweißes Häuschen, das man über einige Metallstufen erreicht. Darin sitzt eine Person in schwarzer Arbeitskluft, die von ihrem Posten aus die Lkw-Zufahrt überblickt. Allzu viel ist gerade nicht los, nur ein Lkw mit polnischem Kennzeichen kommt angefahren und parkt vor der Zufahrtsschranke.

wochentaz

Dieser Text erschien zuerst in der wochentaz, unserer Wochenzeitung von links!

In der wochentaz geht es jede Woche um die Welt, wie sie ist – und wie sie sein könnte. Eine linke Wochenzeitung mit Stimme, Haltung und dem besonderen taz-Blick auf die Welt. Jeden Samstag neu am Kiosk und natürlich im Abo.

="" div="">

Hier in der Schwanseestraße 143, das ist die Hausnummer des Coca-Cola-Geländes, beherrscht natürlich alles das Coca-Cola-Rot. Aber nur einige Meter weiter die Straße runter springt einem noch etwas anderes ins Auge: „Vita ist erfrischend anders“, steht dort auf einem Werbeplakat. Und: „Alles andere ist nur Cola.“

Die „erfrischend andere“ Vita Cola mit ihrem gleichfalls knallig roten Etikett ist eine Thüringer Getränkemarke. Sie wurde in der DDR der 1950er Jahre erfunden und bis zur Wende erfolgreich hergestellt und verkauft.

Durch die Marktveränderung der Wendejahre verschwand die „Cola des Ostens“ aber kurzzeitig aus dem Handel, seit 1994 ist sie jedoch wieder auf dem Markt und attestiert sich selbst einen Siegeszug. So vermeldet die Firma, deren Produkte durchaus auch in den alten Bundesländern erhältlich sind, die „Nummer eins“ bei den Softdrinks in Thüringen zu sein und dass die Vita-Cola-Verkaufszahlen 2025 so hoch wie noch nie gewesen seien.

Ob die „Cola des Ostens“ nun besser schmeckt als das US-amerikanische Pendant, muss jeder Mensch, ob aus Ost- oder Westdeutschland, schon selbst entscheiden. Interessant aber ist es doch, wie Vita und Coca-Cola in Weimar um ihren Platz in der Stadt ringen. Wie zum Beispiel eben das riesige Vita-Plakat gleich neben dem Coca-Standort hängt. Und wo beim Kampf der Cola-Konkurrenten die heimische Marke aus Thüringen vorn liegt.

In der Mensa der Weimarer Bauhaus-Universität gibt es zum Beispiel nur Vita Cola zu kaufen. Weil das Thüringer Studierendenwerk Wert darauf legt, regionale Produkte anzubieten. Deswegen gebe es in seinen Mensen die Cola der Thüringer Getränkemarke, erklärt das Studierendenwerk auf Anfrage.

Die Cola aus Schmalkalden

Die Vita Cola kommt aus Schmalkalden, einem Städtchen in Thüringen, das etwa 90 Kilometer südwestlich von Weimar liegt. Der Coca-Cola-Standort in der Stadt wiederum ist nur 3,5 Kilometer von der Weimarer Mensa entfernt.

Vor Kurzem erst wurde der Coca-Cola-Standort in Weimar übrigens von der Bauhaus-Universität Weimar mitgenutzt. Das geschichtsträchtige Gebäude der Universität in der Bau­haus­straße 11 wurde zwischen 2022 und 2025 saniert, Studierende und Beschäftige wurden zu Coca-Cola ausgelagert und durften am Stadtrand weiterstudieren.

In dieser Zeit wurde im Coca-Cola-Gebäude eine provisorische Cafeteria der Universität eingerichtet. Dort gab es dann natürlich auch Vita Cola zu kaufen.

50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen

Mehr zum Thema

Схожие новости

#Наименование новостиТональностьИнформативностьДата публикации
1"Ъ": "Роснефть" возглавила рейтинг крупнейших компаний России0019-10-2020
2«Солидарность Самара Арена» больше, чем стадион. Это место, где город ...7630-06-2026
3Американский бренд Budweiser предпринял третью попытку выйти на рынок Германии0508-07-2026
4«Ведомости» составили рейтинг самых наукоемких компаний России0527-11-2025
5Stellenabbau bei Volkswagen: Es geht um mehr als um die Zukunft von VW-3626-06-2026
6WSJ: Китай наносит удар по оплоту немецкой промышленности-2504-07-2026
7WSJ: Китай выдавил немецких производителей в КНР-2704-07-2026
8Forbes назвал Novabev Group лидером среди крупнейших алкогольных компаний0026-05-2025
9"Газпром" и "Роснефть" вошли в топ-10 самых доходных компаний Европы0005-09-2019

Классификация: Пресс-релизы. Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 9. Тональность: 0. Информативность: 5. Источник: www.taz.de.