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Marokkaner in Palma frustriert nach Ausscheiden bei der WM

Дата публикации: 10-07-2026 09:41:28

Enttäuschung bei den Marokkanern auf Mallorca – einer der größten Ausländergruppen auf der Insel: Nach dem WM-Aus ihrer Mannschaft am Donnerstag (9.7.) setzen viele auf Spanien als neues Lieblingsteam. In den Bars und Restaurants rund um den Stadtteil Pere Garau hatten sie zuvor mit ihrem Nationalteam mitgefiebert. Nach den Treffern von Mbappé und Dembelé des französischen Teams war der Traum vom Weiterkommen vorbei.

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Enttäuschung bei den Marokkanern auf Mallorca – einer der größten Ausländergruppen auf der Insel: Nach dem WM-Aus ihrer Mannschaft am Donnerstag (9.7.) setzen viele auf Spanien als neues Lieblingsteam. In den Bars und Restaurants rund um den Stadtteil Pere Garau hatten sie zuvor mit ihrem Nationalteam mitgefiebert. Nach den Treffern von Mbappé und Dembelé des französischen Teams war der Traum vom Weiterkommen vorbei.

Die beiden marrokanischen Fans Sara und Omhany waren enttäuscht, blickten aber schon nach vorn. „Jetzt sind wir für Spanien“, sagten sie gegenüber der MZ-Schwesterzeitung "Diario de Mallorca". Spanien spielt am Freitagabend (10.7.) gegen Belgien. Beide erklärten, Fußball gefalle ihnen immer mehr.

Ähnlich ging es ihrer Landsfrau Aya. In perfektem Mallorquín bedauerte sie das Aus Marokkos. „Wir waren die einzigen Afrikaner und Muslime. Jetzt gewinnt eine europäische Auswahl oder schlimmer: Argentinien“, sagte sie.

Kellner zufrieden mit dem Umsatz

Vor dem Restaurant Marrakech an der Plaça de Pere Garau, an der Ecke zur Straße Capità Vila, versuchte auch Othman, sich zu trösten. „Ich hoffe, dass die Trikots jetzt billiger werden“, sagte er. Zufrieden war nur Youssef, der Kellner des Lokals: „Ich bin zufrieden, wir haben gut Umsatz gemacht.“

Schon vor Spielbeginn waren in Palma viele Menschen in Marokko-Trikots zu sehen. Gegen 21 Uhr tauchte in der Straße Nuredduna das erste von vielen roten Trikots auf.

Im El Gran Marrakech an der Plaça de les Columnes gab es keine Klimaanlage. Auch in der Cafeteria Paloma Blanca im Carrer Joan Mestre, nur wenige Meter von der Plaça de Pere Garau entfernt, war die Lage nicht besser. Eine halbe Stunde vor Anpfiff standen dort aber alle Stühle bereit.

Auf den Tischen standen anderthalb Liter große Wasserflaschen. Die letzten Tees und Kaffees wurden ausgetrunken. Dann kamen drei Männer mit Trommeln und einer großen marokkanischen Fahne. Sie befestigten sie mit Pflasterband unter dem Fernseher. In diesem Moment fiel in dem Lokal der Strom aus. Nach einigen Minuten kam er zurück. Viele rote und einige weiße Trikots hatten denselben Namen auf dem Rücken: Achraf Hakimi. Er war der große Favorit der Fans. Kurz vor Anpfiff kamen auch drei junge Männer, die nicht Marokkanisch, sondern Spanisch sprachen.

Von der Hoffnung zur Enttäuschung

Als die Hymne Marokkos erklang, standen alle im Lokal auf. Die Hitze wurde immer drückender. Einige fächelten sich mit leeren Essenstabletts Luft zu. Andere trockneten sich mit Servietten den Schweiß ab. Dann begann das Spiel. Spieler Achraf aus dem marokkanischen Team berührte den Ball, und die Fans wurden laut. Jede Klärung feierten sie energisch. Immer wenn die Mannschaft von Ouahbi die Mittellinie überquerte, keimte Hoffnung auf. Beim ersten Eckball wurde es dann richtig laut.

Als Mbappé zum Elfmeter antrat, setzten die Fans ihre Hoffnung auf Bono. Der Torwart enttäuschte sie nicht. Er ahnte die Ecke des Real-Madrid-Stars und hielt den Schuss. Die Fans sprangen auf und jubelten. Der Lärm war auf der ganzen Straße zu hören. Zur Pause stand es noch unentschieden.

Draußen senkte eine Sommerbrise die Temperatur. Rund hundert Meter weiter, am Restaurante Marrakech an der Plaça de Pere Garau, war die Stimmung anders. Dort warteten mehr junge Leute vor dem Lokal auf den Beginn der zweiten Halbzeit. „Bono ist der Held des Spiels“, sagte Othman.

Hier waren auch Frauen im Lokal. Zudem wurden Tees serviert. Besucher Mohamed gab ein Versprechen ab: „Wenn Marokko gewinnt, fliege ich in die USA, um das Halbfinale mit einem Trikot zu sehen, das halb Spanien und halb Marokko ist.“ Aya war ebenfalls zuversichtlich. „Ich habe viel Glauben. Wenn ich gewinne, lasse ich mich nicht tätowieren, weil ich das eigentlich nicht darf. Aber wenn ich verliere, lösche ich meine sozialen Netzwerke“, sagte sie.

Warten auf die WM 2030

Dann begann die zweite Halbzeit. Wieder lief der Sender BeIn Sports auf Französisch. Die Spannung war zurück. Bonos Paraden sorgten zunächst für Erleichterung. Dann kam der erste Rufer des Abends, der dem Fernsehsignal voraus war: „Tor für Frankreich.“ Der kalte Schlag kam vor dem Bild. Kurz darauf rief derselbe Mann aus dem hinteren Teil des Restaurants: „Noch eins.“

Mbappé und Dembelé zerstörten den Traum der Leones del Atlas zum zweiten Mal in Folge bei einer WM. Pere Garau verstummte. Der marokkanische Traum muss nun mindestens vier Jahre warten.

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Классификация: Спорт. Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 10. Тональность: -3. Информативность: 4. Источник: www.mallorcazeitung.es.