Kaum sind die Augen offen, greifen viele Menschen bereits zum Smartphone. Psychologen sehen darin jedoch eine Gewohnheit, die Stress fördern und die Konzentration im Tagesverlauf beeinträchtigen kann.
Psychologen warnen: Dieser Fehler passiert vielen direkt nach dem Aufwachen
23.06.2026 05:15 (Akt. 23.06.2026 10:37)

Kaum sind die Augen offen, greifen viele Menschen bereits zum Smartphone. Psychologen sehen darin jedoch eine Gewohnheit, die Stress fördern und die Konzentration im Tagesverlauf beeinträchtigen kann.
Für zahlreiche Menschen beginnt der Tag mit einem Blick auf Nachrichten, E-Mails oder soziale Netzwerke. Das Smartphone wird oft noch im Bett zur ersten Informationsquelle des Tages.
Psychologen raten jedoch dazu, dem Gehirn nach dem Aufwachen zunächst etwas Zeit zu geben, bevor neue Informationen verarbeitet werden müssen. Wer unmittelbar nach dem Aufstehen Nachrichten, Benachrichtigungen oder Inhalte aus sozialen Medien konsumiert, könne das Nervensystem früh mit einer Vielzahl an Reizen konfrontieren.
Experten vergleichen das morgendliche Smartphone-Checken laut dem Schweizer Nachrichtenportal Blick mit dem Start eines Motors ohne Aufwärmphase. Der Körper befinde sich noch im Übergang vom Schlaf- in den Wachzustand, werde aber bereits mit Informationen, Erwartungen und möglichen Stressfaktoren konfrontiert.
Dadurch könne auch der Spiegel des Stresshormons Cortisol ansteigen. Als mögliche Folgen werden Gereiztheit, innere Unruhe oder ein erhöhtes Stressempfinden genannt.
Laut dem Bericht deuten Untersuchungen darauf hin, dass Menschen, die ihr Smartphone in den ersten 30 Minuten nach dem Aufwachen intensiv nutzen, im weiteren Tagesverlauf häufiger Konzentrationsprobleme haben.
CANVAAls mögliche Erklärung wird angeführt, dass das Gehirn unmittelbar in einen Zustand permanenter Aufmerksamkeit versetzt wird. Dadurch könne es schwerer fallen, sich später auf einzelne Aufgaben zu konzentrieren oder Prioritäten zu setzen.
Viele Fachleute empfehlen deshalb, in den ersten 30 Minuten nach dem Aufwachen möglichst auf das Smartphone zu verzichten. Stattdessen könnten einfache Routinen helfen, ruhiger in den Tag zu starten. Genannt werden unter anderem Tageslicht, ein Glas Wasser, leichte Bewegung, ein ruhiges Frühstück oder bewusstes Durchatmen.
Wer morgens nicht vollständig auf das Smartphone verzichten möchte, könne zumindest Push-Nachrichten deaktivieren und soziale Netzwerke erst später öffnen, heißt es in dem Bericht.
Psychologen gehen davon aus, dass die Gestaltung der ersten Minuten nach dem Aufwachen Einfluss auf die Stimmung und Wahrnehmung des restlichen Tages haben kann. Wer unmittelbar mit Nachrichten, Problemen oder Anforderungen anderer Menschen konfrontiert werde, starte häufig gestresster in den Tag. Eine einfache Verhaltensänderung könne daher bereits helfen: Das Smartphone nach dem Aufwachen zunächst noch liegen lassen.
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