Keine Apps, kein Tablet, keine Kamera: Ein Wiener Start-up entwickelt einen KI-Sprachbegleiter für Kinder, der Gespräche führen und Sprachen vermitteln soll – ganz ohne Bildschirm.
Keine Apps, kein Tablet, keine Kamera: Ein Wiener Start-up entwickelt einen KI-Sprachbegleiter für Kinder, der Gespräche führen und Sprachen vermitteln soll – ganz ohne Bildschirm.
Während viele Lernangebote für Kinder auf Tablets, Smartphones oder Apps setzen, verfolgt ein Wiener Start-up einen anderen Ansatz.
Das EdTech-Unternehmen Plappi hat einen sprachgesteuerten Lernbegleiter entwickelt, der Kinder zum aktiven Sprechen motivieren soll – ganz ohne Display und ohne Kamera.
Das Gerät richtet sich an Kinder zwischen zwei und 15 Jahren. Anders als klassische Sprach-Apps soll Plappi zuhören, antworten und Geschichten erzählen. Ziel sei es, echte Gespräche zu fördern und Kinder aktiv in die Kommunikation einzubinden, verspricht das Unternehmen in einer Aussendung.
Dabei setzt das Unternehmen bewusst auf einen bildschirmfreien Zugang.
Laut dem Wiener Start-up soll Plappi künftig insgesamt 27 Sprachen unterstützen. Kinder sollen sowohl ihre Familiensprache als auch neue Fremdsprachen spielerisch kennenlernen können. Die Geschichten und Gespräche werden dabei auf das jeweilige Kind zugeschnitten.
Firmengründer Nemanja Klincov sieht das Projekt als Gegenmodell zu vielen digitalen Lernangeboten.
Während Kinder bei klassischen Apps häufig vor dem Bildschirm sitzen, soll Plappi Sprache durch direkte Interaktion vermitteln. Besonderen Wert legt das Unternehmen auf Datenschutz: Das Gerät kommt laut den Entwicklern ohne Kamera aus.
Die Finanzierung soll nun über eine internationale Crowdfunding-Kampagne unterstützt werden.
Der Kickstarter-Start ist für den 24. Juni geplant. Parallel dazu wurden Förderungen bei der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) sowie der Austria Wirtschaftsservice (aws) beantragt.
Das Entwicklungsprojekt hat laut Unternehmen ein Volumen von rund 1,4 Millionen Euro. Die Technologie wird in Österreich entwickelt und soll Familien eine Alternative zu klassischen Lern-Apps bieten.
Ob sich das Konzept am Markt durchsetzt, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.
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