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Beliebter Dropbox-Client für macOS vor dem Aus

Дата публикации: 09-07-2026 08:18:00

Sam Schott, Maintainer von Maestral, gibt auf. Die App wird künftig nicht mehr entwickelt. Er selbst nutze Dropbox nicht mehr.

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Der offizielle Client des Speicherdienstes Dropbox ist für viele Nutzer alles andere als perfekt. Er gilt als überladen und nicht besonders schnell. Glücklicherweise gibt es auch Alternativ-Apps. Dazu gehört seit Jahren Maestral, ein Open-Source-Tool vom Entwickler Sam Schott. Doch leider nicht mehr lange: Wie Schott nun mitteilte, hat er die Arbeit an dem Dropbox-Client eingestellt. Das habe mehrere Gründe, schreibt er.

Kleine App ohne „Bloat“

Laut der Maestral-GitHub-Seite, wo auch ein Download möglich ist, wird das Projekt Ende des Monats archiviert. Er selbst habe leider nicht mehr genügend Zeit für Maestral. Hinzu komme, dass er selbst kein Dropbox-Nutzer mehr sei. Immerhin: „Maestral wird mittelfristig weiterhin nutzbar sein“, schreibt Schott. Eine Garantie dafür gibt es aber nicht. Sollte sich auf Dropbox-Seite etwas ändern, kann die App Zugriff verlieren. Eine aktive Pflege oder Updates plant der Entwickler nämlich nicht.

Maestral hat einige Vorteile gegenüber dem Standard-Client. Die für macOS und zusätzlich Linux entwickelte App ist in Python geschrieben und benötigt wesentlich weniger RAM als die offizielle Anwendung. Der Zugriff auf die Dropbox-Dateien selbst erfolgt über die offizielle API. Bestimmte Features sind darüber aber nicht möglich, darunter das Beziehen nur von Dateiteilen („Binary Diff“), das dem offiziellen Client vorbehalten ist. Mehrfache Up- und Downloads bestehender Files vermeidet Maestral dennoch. Wichtig bei der Verwendung von Maestral ist stets, den offiziellen Dropbox-Client nicht gleichzeitig auf dem Gerät zu haben. Netzwerk-Volumes oder manche externe Festplatten lassen sich für den Dropbox-Ordner nicht nutzen. Die App lässt sich auch via Homebrew installieren.

Alternativen zu Maestral

Maestral war auch beliebt, weil es möglich war, mehrere Dropbox-Accounts gleichzeitig zu verwenden – und auch ein Gerätelimit gab es nicht. Bis die App nicht mehr funktioniert, kann sie weiterhin verwendet werden. Schott scheint derzeit keinen neuen Maintainer zu suchen. Weitere Alternativen zum offiziellen Dropbox-Client existieren.

So unterstützt etwa Mountain Duck den Speicherdienst. Auch der traditionsreiche FTP-Client Transmit, der demnächst in Version 6 erscheint, kann zugreifen. Die Integration ist aber nicht so tief wie via Maestral. Entsprechend dürften viele User zum offiziellen Client zurückwechseln.

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(bsc)

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