Footvolley Cup. Die Seriensieger und amtierende Europameister Israel gewinnen zum fünften Mal in Folge auf dem Playa de Gamundia.
Stand: 29.06.2026, 15:18 Uhr
Von: Jan-Philipp Strobel

Footvolley Cup. Die Seriensieger und amtierende Europameister Israel gewinnen zum fünften Mal in Folge auf dem Playa de Gamundia.
Schwäbisch Gmünd. Beim Sparkassen Footvolley Cup 2026 in Schwäbisch Gmünd haben sich bei den Herren erneut die Favoriten durchgesetzt. Das israelische Top-Duo Ron Ben Ishaj und Maor Haas gewann das Turnier zum fünften Mal in Folge und bestätigte damit seine Ausnahmestellung auf der internationalen Footvolley-Tour. Im Finale bezwang das eingespielte Duo die Italiener Federico Iacopucci und Ludovico Alonzi in zwei Sätzen mit 18:14 und 18:16.
Bereits im Turnierverlauf unterstrichen die beiden Israelis ihre Favoritenrolle. Nach einer überzeugenden Gruppenphase setzten sie sich im Viertelfinale gegen Deutschland II sowie im Halbfinale gegen das deutsche Top-Team Joel Nisslein und Lukas Kicherer durch.
Der Kirchheimer Lukas Kicherer war dennoch sehr zufrieden mit dem am Ende erreichten dritten Platz durch einen Sieg gegen Israel II. „Es war wieder ein tolles Wochenende in Schwäbisch Gmünd. Für uns als deutsche Mannschaft ist es unter den Top Drei zu sein schon krass, vor allem, dass wir auch die vergangenen Jahre immer oben mitspielen konnten“, so Kicherer.
Auf den späteren Sieger Israel I wartet im Endspiel mit Italien I dann ein Gegner, der den Favoriten vor allem im zweiten Satz lange forderte. Der erste Durchgang begann mit leichten Vorteilen für Israel, das sich früh einige Punkte Vorsprung erspielte. Italien kämpfte sich zwar noch einmal heran, konnte den Rückstand jedoch nicht mehr aufholen. Im zweiten Satz entwickelte sich ein ausgeglichenes Duell, in dem sich zunächst keines der beiden Teams entscheidend absetzen konnte. Erst in der Schlussphase spielte das israelische Duo seine Erfahrung aus und nutzte die entscheidenden Chancen zum erneuten Turniersieg.
Auch bei den Frauen setzte sich eines der stärksten Teams des Teilnehmerfeldes durch. Die Österreicherinnen Antonia Missethan und Julia Sauer-Rauch besiegten im Finale die spanischen Titelverteidigerinnen Yosy Silva und Laura Martinez Lago klar in zwei Sätzen mit 18:10 und 18:11. Nach einem dominanten ersten Durchgang geriet Österreich im zweiten Satz zwar kurzzeitig in Rückstand, übernahm jedoch schnell wieder die Kontrolle und ließ den Spanierinnen keine Chance auf die Wende. Julias Sauer-Rauch lobte die Organisation: „es hat wieder super Spaß gemacht hier in Schwäbisch Gmünd zu spielen und man hat richtig gesehen, wie sich das Niveau im Footvolley über die Jahre entwickelt hat. Schwäbisch Gmünd ist eines der besten Turniere auf der Tour.“
Die deutschen Frauen Jenny Schifferdecker und Kim Kiefer schafften es am Ende auf den vierten Platz und waren damit knapp schlechter als Nisslein und Kickerer.
Bei sommerlichen Temperaturen bot der Sparkassen Footvolley Cup auf dem Johannisplatz erneut hochklassigen Sport. Teams aus acht Nationen kämpften an zwei Turniertagen um den Titel. Oberbürgermeister Richard Arnold zeigte sich begeistert: „Ich freue mich, dass wir wieder Gastgeber für dieses hochklassige Turnier sein durften. Man sieht, wie sich die Technik der Spielerinnen und Spieler über die Jahre entwickelt hat“, so Arnold. Er meinte damit unter anderem die beiden israelischen Topspieler, die den Fußkick „Shark Attack“ vor Jahren noch zum Angriff nutzten und nun mittlerweile für Angriffs- und Abwehraktionen.
Frauen
Halbfinale: Spanien – Deutschland II 2:0 (18:15, 18:14); Österreich – Schweiz I 2:0 (18:10, 18:11)
Spiel um Platz 3: Deutschland II – Schweiz I 0:2 (7:18, 12:18)
Finale: Österreich – Spanien 2:0 (18:10, 18:11)
Herren
Viertelfinale: Israel I – Deutschland II 2:1 (18:11, 16:18, 15:8); Italien I – Portugal 2:0 (18:8, 18:15); Deutschland I – Deutschland III 2:0 (18:15, 18:14); Israel II – Großbritannien I 2:0 (18:11, 18:16)
Halbfinale: Italien I – Israel II 2:0 (18:12, 18:12); Deutschland I – Israel I 0:2 (8:18, 13:18)
Spiel um Platz 3: Deutschland I – Israel II 1:0 (21:19)
Finale: Italien I – Israel I 0:2 (14:18, 16:18)
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