Merz will die Attestpflicht ab dem ersten Krankheitstag. SPD-Politiker Schweitzer warnt vor pauschalem Misstrauen gegenüber Beschäftigten.
Alexander Schweitzer hat genug vom Ton des Kanzlers. Der frühere Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz wirft Friedrich Merz (CDU) vor, Beschäftigte in der Debatte um Krankschreibungen unter Generalverdacht zu stellen.
„Sätze wie vom Kasernenhof“ – so beschreibt der SPD-Politiker die Wortwahl des Kanzlers. Merz solle die Menschen für seine Reformen gewinnen und sie nicht vor den Kopf stoßen.
Konkret geht es um einen Beschluss des Koalitionsausschusses. Wer krank ist, soll künftig schon ab dem ersten Tag ein ärztliches Attest vorlegen. Bislang gilt das erst ab dem vierten Tag. In den Betrieben sollen abweichende Regelungen möglich bleiben. Die telefonische Krankschreibung will die Koalition abschaffen.