Manuel Bilgeri gibt das OK-Präsidium des Romanshorner Nationenfests an Mario Bikic ab. Im Interview erklärt er, ob er auch weitergemacht hätte, wenn kein Nachfolger bereitgestanden wäre, und welche Herausforderungen auf den neuen OK-Präsidenten warten.

Bild: Benjamin Manser
Wie schwer ist Ihnen der Entscheid gefallen, das Präsidium des Nationenfests abzugeben?
Manuel Bilgeri: Nicht schwer: Ich muss nicht aufhören, weil ich keine Lust oder Energie mehr habe. Ich darf abgeben. Und das zu einem guten Zeitpunkt und an eine Person, die das Amt mit Motivation übernimmt. Ich hatte bereits vor längerer Zeit gesagt, dass ich nach dem Fest 2026 aufhören möchte. Bekanntlich ist es in vielen Vereinen nicht einfach, Chargen neu zu besetzen. Umso schöner, dass wir mit Mario Bikic jemanden aus den eigenen Reihen gefunden haben, der meine Nachfolge übernehmen wird.
Weshalb hören Sie gerade jetzt auf?
Der Zeitpunkt ist ideal. Wir sind gut aufgestellt. Wichtige Positionen im OK sind besetzt, die Aufgabenverteilung ist klar. Und vieles ist in den vergangenen Jahren verschriftlicht worden – Abläufe beispielsweise oder Checklisten.
Es gab einmal eine Phase in der Geschichte des Nationenfests, in der die Zukunft des Anlasses wegen einer Vakanz im Präsidium ungewiss war. Hätten Sie auch aufgehört, wenn kein Nachfolger bereitgestanden hätte?
Nein, weil das Nationenfest für mich eine Herzensangelegenheit ist. Ich hätte vermutlich mit einem Plan B weitergemacht, um zu etwas mehr Entlastung zu kommen.

Bild: zVg
Mit welchem Gefühl übergeben Sie Ihr Amt an Mario Bikic?
Mit einem sehr guten. Mit Mario übernimmt jemand, dem ich sehr vertraue. Er kennt das Fest, er kennt die Leute – man muss mit den unterschiedlichen Mentalitäten der Nationenfestlerinnen und Nationenfestler umgehen können. Das braucht manchmal auch etwas Nerven. Aber Mario kennt den Anlass seit seiner Jugend.
Welche Herausforderungen warten auf Ihren Nachfolger?
Es sind keine Herausforderungen. Er muss einfach reinkommen in die Abläufe. Zudem hoffe ich, dass ihm nicht das Gleiche passiert wie damals mir, als ich das Präsidium übernommen habe: innert Kürze einen neuen Standort finden zu müssen. Ich bin gespannt, ob wir das Nationenfest nach dem Ja zur Neugestaltung der Hafenpromenade nächstes Jahr noch am bisherigen Standort durchführen können.
Werden Sie dem Nationenfest in irgendeiner Art erhalten bleiben?
Auf jeden Fall! Und zwar sowohl emotional als auch tatkräftig. Wie genau, weiss ich derzeit noch nicht. Ich habe meinem Nachfolger versprochen, dass er mir zehn Dinge von seiner Liste abgeben kann, die er abzuarbeiten hat. Welche Joker er ziehen wird, werden wir sehen. (red)
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