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Politikerin fragt nach dem Stadtbus – Weinfelden bleibt bei anderen ÖV-Lösungen

Дата публикации: 06-07-2026 14:30:00

Die SP-Parlamentarierin Claudia Bieg wollte vom Stadtrat wissen, wie er heute zum Stadtbus steht. Die Antwort bleibt klar: Die Stadt setzt auf Regionallinien, ergänzende Angebote und einen Ausbau im Osten.

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Vertreter des Pro-Ortsbus-Komitees vor einem Bus, der durch Weinfelden hätte fahren können.

Vertreter des Pro-Ortsbus-Komitees vor einem Bus, der durch Weinfelden hätte fahren können.

Archivbild: zvg (2019)

Darum geht es

  • Der Weinfelder Stadtrat hat auf eine einfache Anfrage von Claudia Bieg zum Stadtbus geantwortet.
  • Nach dem Nein von 2020 setzt die Stadt nicht mehr auf einen eigenen Stadtbus, sondern auf Verbesserungen bestehender Regionallinien.
  • Geplant ist etwa, ab Ende 2026 einen besseren ÖV-Anschluss im Osten der Stadt zu generieren.

Das Thema Stadtbus in Weinfelden ist seit dem Nein an der Urne eigentlich vom Tisch. Nach dem klaren Abstimmungsresultat räumten das damals selbst die Befürworter ein. Sechs Jahre sind seither vergangen und fünf von sieben Mitgliedern des Stadtrats sind mittlerweile andere. Stadtparlamentarierin Claudia Bieg hat nun einen neuen Versuch gewagt.

Die SP-Politikerin hat sich mit einer einfachen Anfrage an den Stadtrat gewandt und wollte wissen, wie er aktuell zum Thema Stadtbus stehe. Die Antwort ist inzwischen erfolgt.

Claudia Bieg (SP), Mitglied des Weinfelder Stadtparlaments.

Claudia Bieg (SP), Mitglied des Weinfelder Stadtparlaments.

Archivbild: zvg (2022)

Bestehendes Netz im Fokus

Seit der klaren Ablehnung an der Urne im Jahr 2020 habe der Stadtrat das Thema Stadtbus nicht mehr weiterverfolgt. Ein derartiges Projekt sei zu teuer und derzeit politisch nicht mehrheitsfähig.

Stattdessen setze der Stadtrat auf Verbesserungen der bestehenden Regionallinien. Das heisst konkret, dass das bestehende Netz verfeinert, zusätzliche Haltestellen geschaffen und mehr Verbindungen angeboten werden sollen. Stadtrat Daniel Engeli, verantwortlich für das Ressort Öffentliche Sicherheit, sagt in der Mitteilung: «Wir wollen die lokale ÖV-Erschliessung mit Lösungen verbessern, die in einem guten Kosten-Nutzen-Verhältnis stehen.»

Die Stadt setze deshalb auf die Zusammenarbeit mit dem Kanton Thurgau und den regionalen Busbetrieben. So habe sie mit der Buslinie 722 von Wil über Weinfelden Thurland zum Bahnhof sowie mit der Linie 932 vom Weinfelder Bahnhof über Mettlen nach Neukirch an der Thur bereits gute Erfahrungen gemacht. Laut der Antwort des Stadtrats wurden dort mit verhältnismässig moderatem Aufwand zusätzliche Haltestellen geschaffen und ein Halbstundentakt eingeführt.

ÖV-Ausbau im Osten geplant

Ab Ende 2026 soll das östliche Stadtgebiet besser an den öffentlichen Verkehr angebunden werden, wie die Stadt weiter schreibt. Dafür könnten die bestehenden Buslinien 833 Richtung Ermatingen und 921 Richtung Konstanz genutzt werden.

Vorgesehen ist eine Verbindung im Halbstundentakt bis zur Aeulistrasse, ergänzt durch eine Schlaufe über die Haltestelle Güttingersreuti sowie durch eine neue Haltestelle im Muggenwinkelquartier.

Die Gespräche mit dem Kanton seien weit fortgeschritten. Der zusätzliche Streckenabschnitt werde je zur Hälfte vom Kanton und von den beteiligten Gemeinden finanziert und sei damit für Weinfelden und die umliegenden Gemeinden tragbar.

Als Ergänzung zum öffentlichen Verkehr verweist der Stadtrat auf bestehende Angebote. Dazu zählen der subventionierte Taxibetrieb, der nach Abschluss der Pilotphase nun weitergeführt wird , der Fahrdienst von Zeitgut Region Weinfelden sowie der Begleit- und Fahrdienst des Schweizerischen Roten Kreuzes Thurgau. (cam/red)

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