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Seeregenpfeifer: Warnsignal unserer Strände

Дата публикации: 05-07-2026 16:01:05

Ein winziger Zugvogel zeigt den Zustand unserer Küsten an. Eine neue GPS-Studie dokumentiert seine spektakuläre Route zwischen Spanien und Westafrika – doch in dramatischer Gefahr ist er an den Stränden, wo wir Urlaub machen.

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Der kleine Wächter der Strände: Warum sein Schutz auch uns schützt

Eine neue GPS-Studie zeigt erstmals die spektakuläre Reise des Seeregenpfeifers zwischen Spanien und Westafrika. Doch die größte Bedrohung für den kleinen Zugvogel liegt nicht auf seiner 2.500 Kilometer langen Route – sondern an den Stränden, an denen wir unseren Sommer verbringen.

Kleiner Vogel mit braunem Gefieder und einer schwarzen Zeichnung am Hals, die ihn als Männchen ausweist auf einer Sanddüne.

Eine neue GPS-Studie zeigt erstmals die spektakuläre Reise des Seeregenpfeifers zwischen Spanien und Westafrika.

Wer den Frühsommer am Strand südlich von Barcelona genießt, kann mit etwas Glück einen kleinen Zugvogel beobachten, der hier brütet: der Corriol Camanegre heißt auf Deutsch Seeregenpfeifer (Charadrius alexandrinus). Kaum größer als eine Handfläche, legt der Vogel seine Eier hier direkt in flache Sandmulden.

Im Januar dokumentierte eine Studie zum ersten Mal die vollständige Migrationsroute eines in Spanien brütenden Seeregenpfeifers mit GPS. Sie zeigt: Zwischen seinem Brutgebiet bei Cádiz im Südwesten Spaniens und dem Überwinterungsgebiet in Mauretanien in Nordwestafrika legt der winzige Vogel rund 2.500 Kilometer zurück – und das innerhalb von sieben Tagen, zweimal im Jahr.

Auch wenn das untersuchte individuelle Tier nicht auf das Verhalten der gesamten Population übertragen werden kann, so liefert sie dennoch erstmals belastbare Daten für eine Art, über die man bislang nur sehr wenig wusste: Offenbar können Seeregenpfeifer deutlich weitere Wanderungen unternehmen als bisher angenommen. Dabei überquert der Vogel das Meer, die Wüste und mehrere Länder. Doch die größte Gefahr wartet nicht in der Sahara, sondern an seinem Brutplatz – zwischen Sonnenschirmen, Hunden, Strandreinigungsmaschinen und Sportveranstaltungen.

Mutter mit zwei frisch geschlüpften Küken im Sand

Seeregenpfeifer sind Nestflüchter schon ab dem ersten Tag entfernen sie sich vom Nest

Am Strand von Ribes Roges

Einer, der sich den Schutz des Seeregenpfeifers auf die Fahnen geschrieben hat, ist Xavier Elizondo. Ich bin mit ihm an der Promenade von Vilanova i la Geltrú, am Strand von Ribes Roges verabredet. Elizondo ist Ingenieur, Berufsschullehrer und Umweltaktivist. Gemeinsam mit Gleichgesinnten gründete er La Foixarda, einen Verein zum Schutz der Artenvielfalt in Vilanova.

Mann mit weißen Haaren und kurzem Kinnbart blickt etwas skeptisch

Xavier Elizondo gründete 2016 mit Gleichgesinnten La Foixarda und koordiniert eine Gruppe von Freiwilligen, die die Art am Strand beobachtet und die Öffentlichkeit informiert.

Blick auf einen veralgten Zulauf zum Meer

Dass der Torrent zurzeit fast kein Wasser führt, ist normal. Die meisten Mittelmeerflüsse sind „intermittierend“, sie können bei Regen stark anschwellen, liegen aber den meisten Teil des Jahres trocken.

Eine Möve mit rotem Schnabel sitzt auf einem der Pfosten, mit denen der Strandbereich für den Publikumsverkehr abgegrenzt wird.

Die Korallenmöve war selbst in Gefahr, auszusterben. Der Bestand hat sich dank strengerer Protokolle für im Aussterben befindliche Tiere wieder erholt.

Eidechse

Die Eidechse „Fransenfinger“ (Acanthodactylus erythrurus) erreicht eine Körperlänge von etwa 20 bis 23 Zentimeter und lebt in Teilen Spaniens und Portugals sowie in Nordafrika.

Heuschrecke

Heteracris littoralis oder die Dünenheuschrecke lebt in Afrika, Südeuropa und Asien.

30 Tage alter Seeregenpfeifer

Nach 30 Tagen sind die Seeregenpfeifer flügge.

Sportler:innen und Besucher:innen des Handball Events am Strand

Die Bewirtschaftung der Strände sind ein Problem. Die touristische- und Freizeitnutzung auf der einen Seite und die Erhaltung ökologisch wertvoller Ökosysteme auf der anderen Seite stehen oft im Widerstreit.

Spielfelder und mehrere Zelte am Strand

Megaevents am Strand können den Brutvorgang der kleinen Zugvögel stören

Möve mit gelbem Schnabel und gelben Beinen im Sand

Die großen Möven können den Küken der Seeregenpfeifer gefährlich werden.

Vogel auf Sand geduckt beim Brüten

Trotz der Fortschritte, die erzielt wurden, um die Auswirkungen des Menschen auf die Brutplätze zu minimieren, bringt die Natur in Form von Raubtieren die fragile Population dieses geschützten Vogels am Strand von Ribes Roges an ihre Grenzen.

Informationsgrafik der Generalitat de Catalunya zum Seeregenpfeifer

Die Population der Seeregenpfeifer in Spanien ist in den vergangenen 15 Jahren um etwa 80 Prozent zurückgegangen

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