Mitte Dezember war vor der Düsseldorfer Meerbar ein Streit eskaliert, ein Mann lag nach einem Kopfschuss monatelang im Koma. Jetzt ist der Schütze, ein Türsteher des Lokals, vom Landgericht verurteilt worden.
Der angeklagte Türsteher mit seinen beiden Anwälten Reinhard Leis (l.) und Georg Strittmatter.
Foto: Anne OrthenDüsseldorf · Mitte Dezember war vor der Düsseldorfer Meerbar ein Streit eskaliert, ein Mann lag nach einem Kopfschuss monatelang im Koma. Jetzt ist der Schütze, ein Türsteher des Lokals, vom Landgericht verurteilt worden.
Wegen versuchten Totschlags in zwei Fällen muss ein 49-jähriger Türsteher der bekannten Düsseldorfer Meerbar für acht Jahre in Haft. Das entschied das Düsseldorfer Landgericht am Montag. Die 1. große Strafkammer sah es als erwiesen an, dass der Mann nach einem Streit zwar in Notwehr handelte, als der Kontrahent zuerst eine Schusswaffe und dann ein Messer zog – der letzte Schuss in den Hinterkopf des 54-jährigen Opfers davon jedoch nicht gedeckt sei; ebenso wenig wie der Schuss auf einen jungen Mann, der diesen in die Hüfte traf. Der 54-Jährige lag nach der Tat monatelang im Koma, er ist heute kognitiv und motorisch stark eingeschränkt.