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Kanton St. Gallen richtet Kulturförderung neu aus +++ Schreibresidenz in Balzers für Wiener Autor

Дата публикации: 14-03-2024 15:13:23

In unserem Kultur-Ticker informieren wir Sie laufend über Neuigkeiten von Kunstschaffenden und Kulturbetrieben aus der Ostschweiz.

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Rückmeldungen und Infos an: ostschweizerkultur@chmedia.ch

16:45 UhrMontag, 13. Juli

Kanton richtet Förderung für freie Theater-, Tanz- und Zirkusgruppen neu aus

Der Kanton St. Gallen richtet die Förderung der freien Kulturszene – insbesondere für die Sparten Tanz, Theater und Zirkus – neu aus. Die bisherigen Förderbeiträge decken die gestiegenen Lohn- und Sozialkosten nicht mehr ausreichend.

Der Kanton St. Gallen richtet die Förderung der freien Kulturszene – insbesondere für die Sparten Tanz, Theater und Zirkus – neu aus. Die bisherigen Förderbeiträge decken die gestiegenen Lohn- und Sozialkosten nicht mehr ausreichend.

Bild: Michel Canonica

Der Kanton St.Gallen passt seine Mehrjahresförderung für professionelle Gruppen aus Tanz, Theater und zeitgenössischem Zirkus an. Dies teilte der Kanton heute in einer Medienmitteilung mit. Ziel der Neuausrichtung sind stabilere, planbarere Rahmenbedingungen, die den gestiegenen Anforderungen an Professionalität, soziale Sicherheit und faire Entlöhnung Rechnung tragen.

Vor rund zehn Jahren hatte das St.Galler Kantonsparlament erstmals eine Mehrjahresförderung für eine Theatergruppe bewilligt. Seither wurden vier St.Galler Gruppen unregelmässig aus dem Lotteriefonds unterstützt. Eine externe Evaluation der bisherigen Praxis zeigte Handlungsbedarf: Die Beiträge deckten die gestiegenen Lohn- und Sozialkosten nicht mehr ausreichend, und die Pflicht zu regelmässigen Produktionen liess zu wenig Raum für Recherche und Weiterentwicklung.

Neu wird die Mehrjahresförderung alle drei Jahre ausgeschrieben, mit insgesamt 840'000 Franken pro Runde. Unterstützt werden etablierte Gruppen mit künstlerischer Kontinuität sowie eine Nachwuchsformation. Etablierte Gruppen erhalten jährlich maximal je 120'000 Franken für Produktionen und Tourneen, die Nachwuchsgruppe maximal 40'000 Franken als Strukturbeitrag für den Aufbau professioneller Arbeitsabläufe, Netzwerke und Produktionsstrukturen. Für einzelne Produktionen kann sie zusätzlich Gesuche an den Lotteriefonds stellen. Der Förderumfang für etablierte Gruppen bleibt unverändert; neu ist einzig der Strukturbeitrag für den Nachwuchs.

Alle geförderten Gruppen erarbeiten innerhalb von drei Jahren zwei Produktionen samt eigenen Tourneen. Über die Vergabe entscheidet eine unabhängige Jury nach dem kantonalen Förderleitfaden Kultur, mit Fokus auf Qualität, Professionalität, Relevanz und faire Arbeitsbedingungen. Die Jurymitglieder werden derzeit öffentlich gesucht.

Die aus dem Lotteriefonds finanzierte Reform soll die freischaffende Szene im Kanton St.Gallen langfristig stärken und ihre Sichtbarkeit sowie Wettbewerbsfähigkeit erhöhen. (pd/sej)

15:08 UhrMontag, 13. Juli

Schreibresidenz in Balzers für Wiener Autor

Elias Hirschl wird im Wohnatelier Turmhaus in Balzers an einem neuen Romanprojekt arbeiten.

Elias Hirschl wird im Wohnatelier Turmhaus in Balzers an einem neuen Romanprojekt arbeiten.

Bild: Fürstentum Liechtenstein

Der 1994 in Wien geborene Autor, Musiker und Slam Poet Elias Hirschl wird von Mitte Juli bis Anfang Oktober im Wohnatelier Turmhaus in Balzers wohnen und arbeiten. Hirschl hat bereits zahlreiche Literaturpreise erhalten, unter anderem den Düsseldorfer Literaturpreis und den Publikumspreis beim Klagenfurter Ingeborg-Bachmann-Preis, Er wurde darüber hinaus für den Österreischischen Buchpreis nominiert und bekam das Robert-Musil-Stipendium.

Sein letzter Roman «Schleifen» sei eine «quasihistorische Parallelerzählung, die an einem sehr realistischen Punkt der Geschichte anfängt und sich danach immer weiter in die Surrealität entwickelt», so Hirschl. In Balzers wird er an einem neuen Romanprojekt arbeiten.

Bereits im Dezember 2024 las Elias Hirschl im Literaturhaus Liechtenstein aus seinem Roman «Content». Im Oktober wird er erneut dort zu Gast sein und zum Abschluss seines Aufenthaltes das Werk «Schleifen» vorstellen. (pd/bk.)

10:54 UhrMontag, 13. Juli

Kanton St.Gallen vergibt 18 Kulturförderbeiträge

Die 2026 vom Kanton St.Gallen Geförderten: Hintere Reihe von links: Mireille Loher und Marina Pondini (Co-Leitung Kulturförderung Kanton St.Gallen), Lhaga Koondhor, Michel Egger, Asi Föcker, Patrick Kessler, Damiana Vorburger, Hanes Sturzenegger, Ilona Ruegg, Jiri Makovec, Aramis Navarro, Eva Nimke, Matthias Peter, Sebastian Ryser, Luisa Zürcher (Atelieraufenthalt), Barblina Meierhans, Miriam Schöb, Basil Kehl. Vorne, sitzend, von links: Nelly Bütikofer, Sarah Elena Müller, Lika Nüssli (Atelieraufenthalt).

Die 2026 vom Kanton St.Gallen Geförderten: Hintere Reihe von links: Mireille Loher und Marina Pondini (Co-Leitung Kulturförderung Kanton St.Gallen), Lhaga Koondhor, Michel Egger, Asi Föcker, Patrick Kessler, Damiana Vorburger, Hanes Sturzenegger, Ilona Ruegg, Jiri Makovec, Aramis Navarro, Eva Nimke, Matthias Peter, Sebastian Ryser, Luisa Zürcher (Atelieraufenthalt), Barblina Meierhans, Miriam Schöb, Basil Kehl. Vorne, sitzend, von links: Nelly Bütikofer, Sarah Elena Müller, Lika Nüssli (Atelieraufenthalt).

Bild: zVg

Die kantonale St.Galler Kulturförderung hat die diesjährigen Werkbeiträge und Atelieraufenthalte vergeben. 18 Werkbeiträge sowie zwei dreimonatige Aufenthalte in der St.Galler Atelierwohnung in Rom gehen an Kulturschaffende aus den Bereichen Literatur, Musik, Bildende und Angewandte Kunst, Tanz und Theater sowie Geschichte und Gedächtnis. Ausgewählt wurden sie aus 118 Gesuchen. Eine der Voraussetzungen ist ein ausreichender Bezug zum Kanton St.Gallen – und dieser Bezug erzählt jedes Jahr auch eine Geschichte über unseren Kanton.

Schaut man auf die Wohn- und Herkunftsorte der 20 Geförderten, zeigt sich ein kantonsweites Bild – vom Bodensee bis zum Walensee. Aus Rorschach stammt der Musiker Patrick Kessler, aus Staad die Spoken-Word-Künstlerin Miriam Schöb, aus Rheineck der Journalist Ugur Gültekin, aus Amden die Autorin Sarah Elena Müller. Im See- und Linthgebiet sind mit Nelly Bütikofer und Lhaga Koondhor sowie Ilona Ruegg gleich mehrere Namen vertreten. Dazu kommen Eva Nimke aus Murg bzw. Walenstadt im Sarganserland, Hanes Sturzenegger aus Lichtensteig im Toggenburg und Barblina Meierhans aus Flawil im Fürstenland.

Gut vertreten ist auch die Stadt St.Gallen, etwa mit Aramis Navarro, Asi Föcker, Sebastian Ryser, Michel Egger, Damiana Vorburger, Basil Kehl und Matthias Peter; auch Jiri Makovec, der heute in Zürich lebt, war früher in St.Gallen zu Hause. Die beiden Atelieraufenthalte in Rom gehen an die St.Gallerinnen Luisa Zürcher und Lika Nüssli.

Hinter solchen Wegen stehen oft die Gemeinden selbst: lokale Vereine, Musik- und Talentschulen oder Bühnen, wo eine Laufbahn ihren Anfang nimmt – lange bevor ein Name bekannt wird. Hier liegt der Nährboden, auf dem Kultur überhaupt erst wächst: im Probelokal und in der Theatergruppe, in der Bibliothek und im Zeichen- oder Tanzkurs, im Ortsmuseum und bei ersten Auftritten oder Ausstellungen im Gemeindesaal. Viele der Geförderten haben dort begonnen. Die Gemeinden legen damit die Grundlage, auf welcher kantonale Förderung später aufbauen kann. Lokale Kulturarbeit ist deshalb eine Investition, deren Früchte manchmal erst Jahre später und andernorts reifen. Die Wurzeln aber bleiben und werden nicht vergessen. (pd/map)

19:58 UhrFreitag, 10. Juli

Sommeratelier mit Haviva Jacobson im Frauenpavillon im St.Galler Stadtpark

Haviva Jacobson arbeitet diesen Sommer im Frauenpavillon im St.Galler Stadtpark.

Haviva Jacobson arbeitet diesen Sommer im Frauenpavillon im St.Galler Stadtpark.

Bild: zvg

Die Appenzeller Künstlerin Haviva Jacobson arbeitet nach einem viermonatigen Atelieraufenthalt an der Cité Internationale des Arts in Paris seit Anfang Juli im Frauenpavillon im Stadtpark St. Gallen. Dort entwickelt sie ihre aus naturgefärbtem Papier entstandenen Collagen weiter.

An folgenden Tagen lädt sie Interessierte zum Atelierbesuch ein: Samstag, 11. Juli, 10 bis 14 Uhr; Mittwoch, 15. und 22. Juli, 11 bis 17 Uhr; Donnerstag, 16. und 23. Juli, 11 bis 17 Uhr; sowie Samstag, 18. Juli, 11 bis 17 Uhr. Beim Open Studio am Samstag und Sonntag, 25. und 26. Juli, jeweils von 11 bis 17 Uhr, präsentiert sie zudem ihre jüngsten Werke. (pd/gen)

17:51 UhrFreitag, 10. Juli

St.Galler Musikerin Jeffi Lou wird in ZDF-Reportage vorgestellt

Riccarda Naef – bekannt als Jeffi Lou – tritt seit mehr als zwei Jahren als Strassenmusikerin in Berlin auf.

Riccarda Naef – bekannt als Jeffi Lou – tritt seit mehr als zwei Jahren als Strassenmusikerin in Berlin auf.

Bild: Thomas Kuenzler

Die St. Gallerin Riccarda Naef – besser bekannt unter ihrem Künstlerinnennamen Jeffi Lou – macht seit mehreren Jahren Musik auf den Strassen Berlins. Kürzlich wurde sie im ZDF im Rahmen einer Reportage über Strassenmusiker in Berlin porträtiert. Darin erzählt sie, mit welchen Herausforderungen das Leben als Strassenmusikerin verbunden ist.

Die Musik von Jeffi Lou wird bald wieder in der Ostschweiz zu hören sein. Am 6. August tritt sie im «Gustav Gleis» im Areal Bach beim Bahnhof St. Fiden in St. Gallen auf. Am 13. August wird sie zudem an den Winterthurer Musikfestwochen ein Konzert geben. (pd/sej)

14:40 UhrFreitag, 10. Juli

«Die Goliath Show» ist für den Swiss Comedy Award nominiert

Die Herisauer Puppenspielerin Kathrin Bosshard: Sie stellt Figuren für «Die Goliath Show» her.

Die Herisauer Puppenspielerin Kathrin Bosshard: Sie stellt Figuren für «Die Goliath Show» her.

Bild: Lorena La Spada

Der Verein Goliathgasse aus St.Gallen ist mit «Die Goliath Show» für den Swiss Comedy Award 2026 nominiert. Der Preis wird am 5. September verliehen. Ab dem 28. August kann unter swisscomedyawards.ch abgestimmt werden.

Das Puppenspiel handelt von einer «tierischen Wohngemeinschaft», die nach der Idealbesetzung für ein freies Zimmer sucht, heisst es auf der Website des Vereins . Dabei halten die Charaktere «uns Menschen charmant den Spiegel vor».

Jede Show wird von einem Special Guest begleitet. Bei der Nächsten, die am 4. Dezember im Kreuz in Rapperswil-Jona stattfindet, ist es der Obwaldner Schauspieler Hanspeter Müller-Drossaart. Tickets gibt es unter ticketcorner.ch . (pd/lgr)

12:00 UhrFreitag, 10. Juli

Arbon liest in den Sonnenaufgang

Sonnenaufgang über dem Naturschutzgebiet in Arbon im März 2025.

Sonnenaufgang über dem Naturschutzgebiet in Arbon im März 2025.

Bild: Luciano Pau

Am Samstag, um 6.30 Uhr, treffen sich Leseratten im Saurer Garten in Arbon. Im Rahmen des kantonalen Sommerlesewettbewerbs «Buch auf!» laden die Stadtbibliothek Arbon, der Buchclub Arbon, der Verein «Offener Bücherschrank» und der Laden «Freude schenken» dazu ein, am «Silent Sunrise» gemeinsam in den Sonnenaufgang zu lesen. Ist die Sonne erst mal aufgegangen, erhalten die Frühaufsteherinnen und Frühaufsteher Kafi und Gipfeli. Während des Frühstücks können sie sich über das Gelesene austauschen.

Mehr als 1500 Personen in über 280 Teams nehmen laut Medienmitteilung am kantonalen Sommerlesewettbewerb teil. Ziel der Aktion sei es, das Lesen im Alltag sichtbar zu machen und Menschen für gemeinsame Leseerlebnisse zu begeistern. Punkte sammeln die Teams, indem sie mindestens 20 Minuten lesen, vorlesen oder Geschichten zuhören. Der 100-tägige Wettbewerb dauert noch bis zum 4. September 2026. Weitere Informationen unter buch-auf.ch . (pd/lgr)

10:00 UhrFreitag, 10. Juli

Neue Single der Sarganser Musikerin Tibelya

Die Sarganser Künstlerin mit assyrischen Wurzeln Tibelya veröffentlicht heute ihre neuste Single «Bad Decisions».

Die Sarganser Künstlerin mit assyrischen Wurzeln Tibelya veröffentlicht heute ihre neuste Single «Bad Decisions».

Bild: zvg

Heute ist die neue Single «Bad Decisions» von Tibelya erschienen. «Eine mitreissende Hymne auf die Leichtigkeit einer sorgenfreien Sommernacht und das pure Leben im Hier und Jetzt», heisst es in der Medienmitteilung. Das Lied feiert die Lebenseinstellung, dass es keine falschen Entscheidungen gibt und uns jede Erfahrung weiterbringt.

Mit einer Mischung aus RnB und Pop sowie den kulturellen Einflüssen ihrer assyrischen Wurzeln kreiert Tibelya ihren eigenen Sound. Ihre Musik trägt die Gegensätze der Wüste in sich: «Warm wie die Sonne über dem Sand und zugleich durchzogen von einer sanften Melancholie, wie sie nur die kühlen Nächte der Wüste kennen.»

Nach ihrem Auftritt am Open Air St.Gallen geht es für die Sarganser Künstlerin weiter: «Die hochenergetische Stimmung bringe ich nach dem genialen Gig in St. Gallen diesen Sommer noch auf weitere grosse Festivalbühnen», schreibt sie. Und zwar am 18. Juli in Sarnen beim Sound am See, am 6. August beim Stars in Town in Schaffhausen und am 29. August in Spiez beim Seaside Festival. (pd/lgr)

16:20 UhrDonnerstag, 9. Juli

Balkan-Jazz im Schloss Wartegg

Die Band Baba Roga mit Roko Jurcevic (Gitarre), Christoph Müller (Schlagzeug), Arthur Furrer (Bass), Faruk Muslijevic (Akkordeon) und Ana Jurcevic-Fischer (Gesang).

Die Band Baba Roga mit Roko Jurcevic (Gitarre), Christoph Müller (Schlagzeug), Arthur Furrer (Bass), Faruk Muslijevic (Akkordeon) und Ana Jurcevic-Fischer (Gesang).

Bild: zvg

Diesen Samstag läuft in Rorschacherberg Balkan-Jazz: Das Konzert der Band Baba Roga beginnt um 20 Uhr. Es findet im Rahmen der Sommerbühne des Kulturvereins Schloss Wartegg statt, wo es anstelle kostenpflichtiger Tickets eine Kollekte gibt.

Baba Roga wurde 2006 gegründet und lebt vom traditionellen Musikgut des Balkans. «Mal wollen sich die Menschen mit uns die Seele austanzen, mal wird sie nur geöffnet und die Leute verfallen der balkanischen Melancholie», schreibt die Band in der Konzertvorschau.  (pd/lgr)

14:15 UhrDonnerstag, 9. Juli

Vernissage im Frauenfelder Kulturkiosk

Der Mini Mercato auf dem Stadtkasernenareal.

Der Mini Mercato auf dem Stadtkasernenareal.

Bild: Andrea Tina Stalder

Im neu eröffneten Mini Mercato auf dem Frauenfelder Kasernenareal ist einiges los. Der Kulturkiosk ist ein Projekt des neu gegründeten Vereins Kulturbotschaft Thurgau. Im Rahmen ihres Atelieraufenthalts arbeitet dort aktuell die deutsche Künstlerin Sophie Hilbert . Das Resultat zeigt sie diesen Samstag, um 18 Uhr: Die Performance «Fräse of Desire» verordne sich «irgendwo zwischen Maschine, Karton und Asphaltkritik», heisst es in der Vorschau. (pd/lgr)

Mini Mercato, Unterer Graben 6, Frauenfeld. Öffnungszeiten: Do, 10-13 Uhr; Fr, ab 13 Uhr; Sa, 13-17 Uhr

11:30 UhrDonnerstag, 9. Juli

Schattenspiel in der Kunsthalle Wil

Der Wiler Modedesigner Ryan Bains ist Teil des Fashion-Kollektivs Schattenspiel. (August 2020)

Der Wiler Modedesigner Ryan Bains ist Teil des Fashion-Kollektivs Schattenspiel. (August 2020)

Bild: Benjamin Manser

Das St.Galler Fashion-Kollektiv Schattenspiel zeigt nach sechs Jahren erstmals wieder eine Kollektion. Heute Donnerstag, um 18 Uhr, feiert die Ausstellung «Nothing Compares to Anything» in der Kunsthalle Wil Eröffnung. Um 21 Uhr folgt eine Performance.

Laut Vorschau widmet sich die «Auseinandersetzung» dem Thema Cover: «Ein Sinn der Überschreibung oder des Neudenkens dessen, was bereits existiert.» In der Musik entstehen oft Cover – davon habe sich das Kollektiv inspirieren lassen. Schattenspiel verstehe sich in dieser Kollektion als eine Art Band. «Die Nähmaschine wird ihr Schlagzeug, das Bügeleisen der Bass, und der Ateliertisch das Keyboard.»

Dahinter steckt auch ein politischer Gedanke. Durch den individuellen Stil eines Menschen entstünden im Prozess des Coverns Bedeutung und Vielfalt – ein neuer Kontext. «In einer Zeit, in der Individualität zunehmend von Trends überlagert und von Marken kommerzialisiert wird, sind es die Einzelnen, die kreative Systeme dank eigener Kontexte am Leben halten.» Die Frage «Was ist Original?» sei deshalb längst nicht mehr die richtige. (pd/lgr)

Ausstellung in der Kunsthalle Wil, Grabenstrasse 33. Öffnungszeiten: Fr, 10.7.-So, 12.7., 14-19 Uhr

19:20 UhrMittwoch, 8. Juli

Sieht aus wie KI: Neue Fotoausstellung von Fabian Dopfer in Konstanz

Der Fotograf Fabian Dopfer verblüfft in der Ausstellung «Deconstruction» mit skurrilen Fotografien.

Der Fotograf Fabian Dopfer verblüfft in der Ausstellung «Deconstruction» mit skurrilen Fotografien.

Bild: Fabian Dopfer

Der Fotograf Fabian Dopfer zeigt in seiner neuen Ausstellung «Deconstruction» in der Leica Galerie in Konstanz Fotografien, die aus einem Fiebertraum stammen könnten. Mit den starken Kontrasten, leuchtenden Farben und aussergewöhnlichen Formen und Kompositionen wirken seine Fotografien fast so, als wären sie mit KI erstellt worden.

Die Eröffnung der Ausstellung findet am Freitag, 17. Juli, um 19 Uhr statt. Fabian Dopfer wird an der Eröffnung zugegen sein. Am Samstag, 18. Juli, führt der Künstler zudem um 11 und um 13 Uhr durch die Galerie. Die Ausstellung ist vom 18. Juli bis 10. Oktober jeweils von Montag bis Freitag zwischen 8.30 und 18.30 Uhr und samstags von 8.30 bis 17 Uhr für Besucherinnen und Besucher geöffnet.

Laut Dopfer stellen seine Fotos eine Gegenbewegung zur KI dar. Seine Arbeiten beinhalten Fantasiewelten sowie bunte, skurrile Situationen, die zunächst irritieren. Die Dreidimensionalität verleiht den Fotos zusätzlich eine besondere Tiefe, Licht und Schatten folgen einer eigenen Dynamik. (pd/sej)

14:45 UhrMittwoch, 8. Juli

Open-Air-Kino in der St.Galler Lokremise startet ins Glück

Ein Abend im Openair Kino in der Lokremise 2019.

Ein Abend im Openair Kino in der Lokremise 2019.

Bild: zvg

Morgen startet das Kinok St.Gallen in die Open-Air-Saison. Mit dem Thema «vom kleinen Glück» möchten sich die Veranstalter «jenen unscheinbaren Momenten widmen, die uns den Alltag versüssen, Freude schenken und uns stärken», heisst es auf der Website .

Passend dazu starten sie am Donnerstag, um 21.45 Uhr, mit dem Film «Jour de fête» (1949) von Jacques Tati. Der Protagonist, ein Postbote, möchte zeigen, dass die französische Post genauso effizient ist wie die amerikanische. Das kleine Glück findet sich hier im «von Melancholie und Humor gespeisten Weiterwursteln nach dem gescheiterten Versuch des Mitmachens».

Am Freitag, um 21.45 Uhr, geht es weiter mit Mike Leighs «Happy-go-lucky» (2008). Die Heldin des britischen Films, eine Londoner Primarlehrerin, ist eine Frohnatur und muss sich deshalb regelmässig anhören, sie solle erwachsen werden. Ihre glückliche Art «vermag zwar nicht die Gesellschaft zu verändern, aber doch so manche Stimmung um sie herum».

Andreas Dresens «Sommer vorm Balkon» (2005) läuft am Samstag, ebenfalls um 21.45 Uhr. Der Film spielt in Berlin und handelt von zwei Freundinnen, die im selben Wohnblock leben. Das Glück findet sich in der «sommerlichen Leichtigkeit», die trotz – oder genau wegen – ihrer Herausforderungen durchzuschimmern vermag. (pd/lgr)

Weitere Informationen und Reservationen auf der Website: kinok.ch

12:00 UhrMittwoch, 8. Juli

Textilmuseum St.Gallen: Neue Direktorin beginnt im November

Der Vorstand des Vereins Textilmuseum St.Gallen hat eine neue Direktorin für die Gesamtleitung des Museums gewählt. Wie er am heutigen Mittwoch bekannt gegeben hat, hat Christine Müller Horn (Jahrgang 1976) das Rennen um den Posten gemacht. Müller Horn wird am 1. Oktober in St.Gallen starten. Als Direktorin wird sie ab dem 1. November tätig sein.

Christine Müller Horn freut sich auf ihre Arbeit in St.Gallen.

Christine Müller Horn freut sich auf ihre Arbeit in St.Gallen.

Bild: zvg

Müller Horn hat Volkskunde und Kunstgeschichte an der Universität Zürich studiert und promovierte an der ETH Zürich. Von 2005 bis 2012 war sie Museumsbeauftragte in Immenstadt (Allgäu). Das wichtigste Projekt war dabei die Erweiterung des Allgäuer Bergbauernmuseums um zwei translozierte Gebäude. Seit 2014 ist die Schweizerin Museumsleiterin der Stadt Kempten im Allgäu. Seit 2023 ist sie zudem Co-Kulturamtsleiterin. Unter ihrer Leitung eröffnete 2019 das Kempten-Museum im Zumsteinhaus. Das Haus wurde mit dem Preis «Bestes Heimatmuseum Deutschlands» der Stiftung «Lebendige Stadt» ausgezeichnet.

«Wir sind sehr erfreut, mit Christine Müller Horn eine ausgewiesene Museumsexpertin gewonnen zu haben», lässt sich Vereinspräsidentin Carmen Fleisch-Otten im Communiqué zitieren. Die neue Direktorin habe den Vorstand mit ihrer reichen Erfahrung überzeugt. Dazu gehöre auch die erfolgreiche Neugestaltung des Kempten-Museums. «Mit der Planung unseres neuen Museums und einer grossen, neuen Dauerausstellung stehen wir vor grossen Herausforderungen, für die Christine Müller Horn mit ihrer Erfahrung und ihren ausgewiesenen Führungskompetenzen genau die richtige Person ist», so Fleisch-Otten.

Der Oberbürgermeister der Stadt Kempten, Christian Schoch, lässt im Schreiben verlauten, dass man Müller Horns Arbeit vermissen werde. Sie hinterlasse eine moderne und eindrucksvolle Museumslandschaft in der Stadt. Christine Müller Horn zeigt sich derweil «sehr glücklich darüber», dass sie nach zwölf erfüllenden Berufsjahren in Kempten das Textilmuseum St.Gallen umgestalten und in die Zukunft führen darf: «Es ist ein anspruchsvolles Projekt, auf das ich mich sehr freue.» (pd/arc)

09:15 UhrMittwoch, 8. Juli

Appenzeller Bildhauer lädt ins Atelier

Florian Fuchs bearbeitet den Marmorstein. Ende Jahr soll seine Skulptur Theano fertig sein.

Florian Fuchs bearbeitet den Marmorstein. Ende Jahr soll seine Skulptur Theano fertig sein.

Bild: Lisette Akeret

Der Bildhauer Florian Fuchs lädt zum Atelierbesuch. Der 30-jährige Appenzeller zeigt Werke in der Ausstellung «Manege Kunstschau», die am 25. und 26. Juli in Flawil stattfindet. Die Ausstellung versammelt junge Künstlerinnen und Künstler aus dem Raum St. Gallen und Appenzell, deren Arbeiten abseits der grossen Institutionen entstehen. Sie findet im Areal Glatthalde (Glatthaldestrasse 6 in Flawil) statt, wo Fuchs sein Atelier hat. Die Gelegenheit sei ideal, um einen Blick ins Atelier zu werfen und die Fortschritte an der Marmorskulptur «Theano» zu begutachten, schreibt Fuchs. «Theano» ist sein bisher grösstes Projekt. Die über zwei Meter grosse Skulptur aus weissem Marmor erstellt er für ein Museum im Bergell. Sie wird voraussichtlich im Frühling 2027 vollendet sein.

Gemäss Ankündigung schafft «Manege Kunstschau» Raum für Austausch und Begegnungen. Es gibt Fotografien, skulpturale Arbeiten, Malerei, Performance, Musik, Installationen und Handwerkskunst zu entdecken. (pd/miz)

16:30 UhrDienstag, 7. Juli

Heute am St.Galler Kulturfestival: Afro-Soul aus Mali

Die Musikerin Fatoumata Diawara.

Die Musikerin Fatoumata Diawara.

Bild: zvg

Zum Auftakt der zweiten Woche des Kulturfestival gibt’s heute Abend Musik aus Mali. Ab 20.15 Uhr tritt Fatoumata Diawara im Innenhof des Kulturmuseums auf. Türöffnung ist um 18.30 Uhr.

Fatoumata Diawara kommt aus Mali. Ihre Stimme ist warm, kraftvoll und unverwechselbar, wie die Festivalverantwortlichen schreiben. In ihrer Musik verschmelzen Bamako, die Hauptstadt ihres Heimatlandes, und London klanglich. Dadurch öffnet sich ein neuer Raum zwischen Tradition und Gegenwart. Ihre Lieder handeln von Herkunft, Selbstbestimmung und gesellschaftlichem Wandel. Die Texte sind persönlich und gleichzeitig universell, getragen von einer Haltung, die Stärke und Sensibilität vereint.

Internationale Aufmerksamkeit erlangte Fatoumata Diawara auch durch ihre Zusammenarbeit mit Gorillaz – der Song «Désolé» machte ihre Stimme weltweit bekannt. Grammy- und Victoires-de-la-Musique-Nominierungen sowie weitere Auszeichnungen unterstreichen ihre Bedeutung weit über Afrika hinaus. (pd/arc)

Tickets gibt es auf eventfrog.ch .

14:22 UhrDienstag, 7. Juli

Florentina Holzinger zeigt «Bodensee Étude» in Bregenz

Wo die österreichische Performancekünstlerin Florentina Holzinger auftritt, polarisiert sie.

Wo die österreichische Performancekünstlerin Florentina Holzinger auftritt, polarisiert sie.

Bild: Miro Kuzmanovic

Die österreichische Performancekünstlerin Florentina Holzinger präsentiert am Samstag, 11. Juli, ihre eigens für das Kunsthaus Bregenz und den Bodensee entwickelte Performance «Bodensee Étude» . Die einmalige Aufführung beginnt um 18 Uhr bei den Sunset Stufen am Molo in Bregenz und dauert rund 40 Minuten. Bei schlechter Witterung kann sich der Beginn bis 20 Uhr verschieben. Der Eintritt ist frei, eine Reservierung ist nicht möglich.

Die ortsspezifische Arbeit ist Teil des Begleitprogramms zur 61. Biennale in Venedig und steht im Zusammenhang mit Holzingers Beitrag «Seaworld Venice» für den Österreichischen Pavillon. Er wurde dafür in eine begehbare Wasserlandschaft verwandelt, die Installation, Performance und Theater miteinander verbindet.

Die Installation zählt zu den meistbesuchten und meistfotografierten Beiträgen der Biennale. Besonders Aufmerksamkeit erregte eine Performance, bei der eine nackte Performerin in einer riesigen Bronzeglocke hängt und mit ihrem Körper den Klöppel ersetzt.

Wie schon frühere Arbeiten Holzingers polarisiert auch «Seaworld Venice». Manche Kritiker loben die kompromisslose Verbindung von Performancekunst, Installation und politischer Aussage. Andere werfen der Künstlerin vor, vor allem auf Schockeffekte zu setzen. (pd/gen)

12:28 UhrDienstag, 7. Juli

Über 1000 historische St.Galler Drucke neu digitalisiert

Um 1600 von Georg Straub in St.Gallen hergestelltes Trachtenbuch, das neu digitalisiert wurde. Hier die Darstellung eines St.Galler Kaufmannspaars.

Um 1600 von Georg Straub in St.Gallen hergestelltes Trachtenbuch, das neu digitalisiert wurde. Hier die Darstellung eines St.Galler Kaufmannspaars.

Bild: zvg

Die Stiftsbibliothek St.Gallen und die St.Galler Kantonsbibliothek Vadiana haben mehr als 1000 historische Drucke aus der Zeit vor 1805 digitalisiert und auf der Plattform e-rara.ch frei zugänglich gemacht. Die Werke aus der Fürstabtei und dem heutigen Kantonsgebiet können online eingesehen und im Volltext durchsucht werden.

Zu den neu digitalisierten Drucken gehört beispielsweise das 1600 von Georg Straub in St.Gallen hergestellte Trachtenbuch. Es zeigt in einer Sammlung zeitgenössischer Holzschnitte Völker und Stände verschiedener Erdteile. Darin enthalten ist auch die Darstellung eines St.Galler Kaufmannspaars.

Ziel des gemeinsamen Projekts ist es, das St.Galler Büchererbe langfristig zu sichern und der Öffentlichkeit sowie der Forschung einen einfachen Zugang zu ermöglichen. Unterstützt wurde das Projekt unter anderem vom Lotteriefonds St.Gallen. (pd/gen)

17:35 UhrMontag, 6. Juli

Aachener Domorganist spielt in St.Gallen

Michael Hoppe, Organist am Hohen Dom zu Aachen

Michael Hoppe, Organist am Hohen Dom zu Aachen

Bild: Andreas Steindl

«Von Pfeifen umgeben», so beschreibt Organist Michael Hoppe augenzwinkernd seinen privilegierten Arbeitsplatz an der Grossen Orgel des Aachener Doms. In der Reihe der Internationalen Domorgelkonzerte ist Hoppe am kommenden Sonntag, 12. Juli, um 17 Uhr in der Kathedrale St.Gallen zu hören. An der Chororgel wird Hoppe eine Bearbeitung von Johann Sebastian Bachs Orchestersuite Nr. 2 h-Moll spielen - mit einem sehr bekannten Satz, der «Badinerie». Die Soloflötenstimme übernimmt in diesem Fall das passende Register der Barockorgel.

Der zweite Konzertteil an der Grossen Orgel ist französischen Komponisten gewidmet. Er wird mit dem berühmten «Carillon de Westminster» von Louis Vierne enden. Vierne liess sich für dieses Stück vom Glockenspiel des Big Ben in London inspirieren.

Der Eintritt zum Konzert ist frei, es gibt eine Kollekte. (pd/bk.)

17:15 UhrMontag, 6. Juni

Nationale Jugend Brass Band gastiert im Casino Herisau

Die B-Band der Nationalen Jugend Brass Band spielt auf ihrer Tournee auch ein Konzert in Herisau.

Die B-Band der Nationalen Jugend Brass Band spielt auf ihrer Tournee auch ein Konzert in Herisau.

Bild: zvg

Die B-Band der Nationalen Jugend Brass Band der Schweiz tritt am Freitag, 10. Juli, um 19.30 Uhr im Casino Herisau auf. Wie es in der Ankündigung heisst, präsentieren Jugendliche im Alter von 12 bis 19 Jahren das Ergebnis einer einwöchigen Probenphase.

Geleitet wird das nationale Auswahlensemble vom niederländischen Dirigenten Jaap Musschenga. Auf dem Programm stehen unter anderem Werke von Ludovic Neurohr und Gavin Higgins sowie Musik aus dem Film «Drachenzähmen leicht gemacht» und «You Raise Me Up». Das Konzert findet im Grossen Saal des Casinos statt. (pd/miz)

13:30 UhrMontag, 6. Juli

Konstanz lädt ein zum Museumsfest

Das Team des Rosgartenmuseums.

Das Team des Rosgartenmuseums.

Bild: zvg

Am Samstag, 11. Juli, ab 10 Uhr findet im historischen Innenhof des Konstanzer Rosgartenmuseums das traditionelle Museumsfest statt. Besucherinnen und Besucher erwartet ein familienfreundliches Programm mit Führungen, Mitmachangeboten, Museums- und Bücherflohmarkt sowie regionalen Spezialitäten unter dem Motto «Alemannisch geniessen – Die bürgerliche Küche am Bodensee». Auch in der Städtischen Wessenberg-Galerie, dem Hus Haus und dem Bodensee-Naturmuseum sind Führungen, Kreativangebote und Mitmachaktionen geplant. Mehr Informationen gibt es unter rosgartenmuseum.de (pd/lgr)

16:00 UhrFreitag, 3. Juli

Junges Theater Konstanz für Jugendtheaterpreis nominiert

Julius Engelbach und Tobias Amoriello als Mark und Malte in «Nice».

Julius Engelbach und Tobias Amoriello als Mark und Malte in «Nice».

Bild: Milena Schilling

Das Stück «Nice» des Jungen Theater Konstanz ist für den Deutschen Jugendtheaterpreis nominiert, das schreibt das Theater in einer Medienmitteilung. Das erste Mal wurde das Stück von Kristo Šagor im Oktober 2024 in der Spiegelhalle des Theater Konstanz aufgeführt. Darin geht es um die beiden Jugendlichen Mark und Malte, die nicht nur online spielen, sondern auch im echten Leben: mit ihren Identitäten, Gemütszuständen und ihrem Beziehungsstatus.

Gespielt werden die beiden Charaktere von Julius Engelbach und Tobias Amoriello. Regie führt Sergej Gössner. Bereits 2025 gewann «Nice» den Jugendstückepreis beim Heidelberger Stückemarkt und wurde vom Theater Heidelberg mittlerweile in den Spielplan aufgenommen.

«Nice» wurde zudem für die Longlist des «Augenblick Mal»-Festival gesetzt. Mit etwas Glück erhält die Produktion eine Einladung zu dem einzigen Festival der Darstellenden Künste für junges Publikum in Deutschland, das vom 13. bis 18. April 2027 in Berlin stattfindet. (pd/lgr)

12:00 UhrFreitag, 3.Juli

Workshop zum Thema Handsiebdruck im Werk 2 in Arbon

Die Siebdruck-Manufaktur in Arbon von Textildrucker Martin Schlegel.

Die Siebdruck-Manufaktur in Arbon von Textildrucker Martin Schlegel.

Bild: Andrea Tina Stalder

Am Samstag, 11. Juli, von 11 bis 15 Uhr findet im Werk 2 der Textildruckerei in Arbon ein Workshop in der letzten Tischsiebdruckerei im deutschsprachigen Europa statt. Der Workshop ist Teil der Sonderausstellung «Sehnsucht Mythos. Wie Geschichten unsere Welt gestalten». Unter Anleitung von Martin Schlegel, Textildrucker und Gewinner des Swiss Design Awards 2023, gestalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Textildruckerei Arbon ihren eigenen Stoff im traditionellen Handsiebdruckverfahren.

Schlegel gibt den Teilnehmenden einen Einblick in die Kunst des Siebdrucks und zeigt die Herausforderungen einer traditionellen Textildruckerei auf. Anschliessend stellt er einen Vorhang aus der Sonderausstellung in den Fokus, den er in seiner Siebdruck-Manufaktur eigens für die Ausstellung produziert hat. Danach arbeiten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer selbst mit bestehenden Designs, experimentieren mit Farben und Drucksieben und setzen Schritt für Schritt ihr eigenes Textil um.

Die Teilnahme am Workshop kostet 150 Franken pro Person. Anmelden kann man sich unter: werk2.tg.ch/veranstaltungen . Die Sonderausstellung läuft noch bis am 22. November und ist jeweils mittwochs, freitags, samstags und sonntags, von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt zur Sonderausstellung ist kostenlos. (pd/sej)

11:05 UhrFreitag, 3. juli

Konzert mit den «Schurken» in Appenzell

Goran Kovacevic ist dieses Jahr Artist in Residence des Kulturlokals Ink in Appenzell.

Goran Kovacevic ist dieses Jahr Artist in Residence des Kulturlokals Ink in Appenzell.

Bild: zvg

Am kommenden Montag lädt der Konzept- und Kulturraum ink in Appenzell von 19.30 Uhr bis 20.30 Uhr zu einem musikalischen Erlebnis ein, das weit über ein gewöhnliches Konzert hinausgeht. Das verspricht der Organisator in einer Medienmitteilung. Das Konzert beginnt um 19.30 Uhr, Türöffnung ist um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei; zur Deckung der Unkosten wird eine Kollekte erhoben.

Im Rahmen der Reihe Artist in Residence 2026 präsentiert Goran Kovacevic gemeinsam mit seinem Ensemble Die Schurken das Programm «La vita è bella» – ein Konzert voller Virtuosität, Humor, Spielfreude und berührender musikalischer Geschichten.

Die Schurken bestehen aus Stefan Dünser (Trompete), Martin Schelling (Klarinette), Martin Deuring (Kontrabass) und Goran Kovacevic (Akkordeon). Das Ensemble zählt zu den renommiertesten der Musikvermittlung im deutschsprachigen Raum. (pd/cal.)

08:10 UhrFreitag, 3. Juli

St.Galler Rock-Duo veröffentlicht neue Single

Schlagzeuger Ramon Wehrle (links) und Sänger und Gitarrist Dominic Curseri.

Schlagzeuger Ramon Wehrle (links) und Sänger und Gitarrist Dominic Curseri.

Bild: zvg

Die St.Galler Rock-Band Catalyst  hat heute ihre neue Single «Easy to say» veröffentlicht. Das Lied handelt davon, wie sich etwas, das zunächst harmlos erscheint, zur unkontrollierbaren Kettenreaktion entwickelt. «Es fühlt sich an, als würde man etwas unerträglich Scharfes essen. Mit jedem Bissen wird es schlimmer, es brennt, es schmerzt, und trotzdem gibt es kein Zurück mehr.» So beschreibt die Band das Gefühl, das sie in einen Song übersetzt hat, in der Medienmitteilung. Daraus ergeben sich «schwere Gitarrenriffs, donnernde Drums und eine stetig wachsende Spannung».

«Easy to say» ist Teil der Vier-Song-EP «Epname». Am 23. Oktober tritt «Catalyst» in der St.Galler Grabenhalle auf. Tickets unter: petzi.ch (pd/lgr)

18:15UhrDonnerstag, 2. Juli

Förderbeiträge an Thurgauer Kulturschaffende übergeben

Regierungsrätin Denise Neuweiler, Meinrad Schade (Fotografie), Neil Höhener (Tanz), David Flütsch (Musik), Lulu Cora Süss (visuelle Kunst), Jana Dünner (Tanz), Philipp Kuhn (Leiter Kulturamt) und Lina Maria Sommer (visuelle Kunst).

Regierungsrätin Denise Neuweiler, Meinrad Schade (Fotografie), Neil Höhener (Tanz), David Flütsch (Musik), Lulu Cora Süss (visuelle Kunst), Jana Dünner (Tanz), Philipp Kuhn (Leiter Kulturamt) und Lina Maria Sommer (visuelle Kunst).

Bild: zvg

Die Thurgauer Regierungsrätin Denise Neuweiler hat am Mittwochabend im Theaterhaus Thurgau in Weinfelden die diesjährigen Förderbeiträge an sechs Kulturschaffende aus dem Kanton Thurgau übergeben.

Die Fachjury hatte aus 57 Bewerbungen sechs Kunstschaffende ausgewählt: Jana Dünner (Tanz), David Flütsch (Musik), Neil Höhener (Tanz), Meinrad Schade (Fotografie), Lina Maria Sommer (visuelle Kunst) und Lulu Cora Süss (visuelle Kunst). Die Förderbeiträge sollen ihre künstlerische Weiterentwicklung ermöglichen.

Die Jury setzt sich aus Expertinnen und Experten des Kulturamtes sowie externen Fachpersonen zusammen. Sie wählte Künstlerinnen und Künstler aus verschiedenen Sparten aus. Besonders gut vertreten war dieses Mal der Tanz, was sich auch als Ergebnis der verstärkten Tanzförderung während der vergangenen Jahre lesen lässt. (red)

16:40 UhrDonnerstag, 2. Juli

St.Galler Kunsthalle erhält neues Foyer

Die Kunsthalle St.Gallen an der Davidstrasse.

Die Kunsthalle St.Gallen an der Davidstrasse.

Bild: zvg

Das Foyer der Kunsthalle St.Gallen wird erneuert. Vergangene Woche hat das St.Galler Stadtparlament dem Beitrag für die Transformation des Foyers einstimmig zugestimmt. Gemäss Mitteilung der Kunsthalle sollen die Umbauarbeiten im September beginnen und bis Ende Jahr abgeschlossen sein.

Konkret soll das Foyer barrierefrei werden und die Infrastruktur künftig eigenständig nutzbar sein. Zudem wird der Bürobereich ausgelagert. Das Budget für das Projekt beträgt rund 680'000 Franken. Neben dem Beitrag der Stadt St.Gallen erhält die Kunsthalle dafür Geld aus dem kantonalen Lotteriefonds sowie von Stiftungen und Privatpersonen. Die Spendensuche läuft weiter.

Auf der Projektwebsite heisst es: «Das Foyer der Kunst Halle Sankt Gallen soll der Institution nicht nur als Eintritts- und Empfangsbereich dienen, sondern auch als Forum, Begegnungs- und Veranstaltungsort.» (pd/lgr)

11:20 UhrDonnerstag, 2. Juli

Tattoo-Kunst in Balgacher Galerie

Die Künstler Mick Schraner, Ralf Hungerbühler und Gass Rupp haben eine gemeinsame Leidenschaft: das Tätowieren. Vom 10. Juli bis zum 2. August zeigen sie in der Galerie art dOsére in Balgach ihre Arbeit in Skizzen, Bildern und Fotografien.

Tattoos sind längst kein Phänomen einer Minderheit mehr. In der Schweiz ist etwa jede fünfte Person tätowiert. «Es ist an der Zeit, das Tätowieren nicht nur als Stiefkind der Bildenden Kunst, sondern als Bestandteil derer zu betrachten», heisst es in der Medienmitteilung zur Ausstellung. Tätowieren sei gleichermassen Handwerk wie Kunst.

Die Vernissage findet am Freitag, 10. Juli, um 19 Uhr statt. Die Ausstellung ist jeweils samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr zugänglich. (pd/lgr)

Die Galerie befindet sich an der Hauptstrasse 71, 9436 Balgach.

17:32 UhrMittwoch, 1. Juli

«Im Schatten der Bilder» im Kinok St.Gallen: eine widersprüchliche Künstlerin im Porträt

Porträtbild der Künstlerin Stephanie Hollenstein (1886-1944) aus Lustenau, Vorarlberg.

Porträtbild der Künstlerin Stephanie Hollenstein (1886-1944) aus Lustenau, Vorarlberg.

Bild: Historisches Archiv Lustenau

Malerin, offen lebende Lesbe und zugleich überzeugte Nationalsozialistin: Die Vorarlberger Künstlerin Stephanie Hollenstein (1886–1944) vereint in ihrer Biografie kaum vereinbare Widersprüche. Regisseurin Birgitta Weizenegger nähert sich dieser schillernden Persönlichkeit in ihrem filmischen Essay «Im Schatten der Bilder».

Der Film läuft am Sonntag, 5. Juli, um 11 Uhr im Programmkino Kinok in der Lokremise St.Gallen. Zur Premiere sind Regisseurin Birgitta Weizenegger und die St.Galler Schauspielerin Louisa Sophie Egger zu Gast. Das Gespräch moderiert die Journalistin Corinne Riedener.

Hollenstein, aufgewachsen in einer armen Bauern- und Stickerfamilie in Lustenau, machte sich als Malerin in der Wiener Kunstszene einen Namen und setzte sich als Vorsitzende der Vereinigung bildender Künstlerinnen Österreichs für Frauen in der Kunst ein. Für ihr Dokudrama konfrontiert Weizenegger Schauspielerin Irina Wrona direkt mit Aussagen von Zeitgenossinnen, Zeitgenossen und Fachpersonen, darunter Kunsthistorikerin Nina Schedlmayer. (pd/sej)

15:23 UhrMittwoch, 1. Juli

Appenzell: Jodel trifft auf lateinamerikanische Volksmusik

Das Luzerner Duo Wilderbluescht und das südamerikanisch-deutsche Ensemble Tammurriata konzertieren gemeinsam in Appenzell

Das Luzerner Duo Wilderbluescht und das südamerikanisch-deutsche Ensemble Tammurriata konzertieren gemeinsam in Appenzell

Bild: zvg

In der Kunsthalle Appenzell treffen am Freitag, 3. Juli, Schweizer und lateinamerikanische Volksmusik aufeinander. Gemäss Ankündigung gestalten das Luzerner Duo Wilderbluescht und das südamerikanisch-deutsche Ensemble Tammurriata das Ringofenkonzert, das um 19.30 Uhr beginnt.

Die Musiker verbinden Jodel, Ländler und Zäuerli mit venezolanischer und südamerikanischer Volksmusik. Das gemeinsame Programm entstand nach einer ersten Begegnung am «Landäbärg unplugged Festival» im Jahr 2022. Seither entwickelten die beiden Ensembles das Konzert «Jodel goes South!».

Vor dem Konzert bietet die Kunsthalle Speisen und Getränke im Bistro an. Reservationen für Konzerttickets und Essensplätze sind telefonisch unter 071 788 18 60, per E-Mail an info@kunsthalleappenzell.ch oder über die Website des Kunstmuseums und der Kunsthalle möglich. (pd/miz)

09:00 UhrMittwoch, 1. Juli

Kunst aus alten Flugzeugteilen: Michail Pirgelis stellt im Kunstraum Dornbirn aus

Michail Pirgelis bei der Installation seiner Arbeit «Memory Games» für die Ausstellung «RAW» in der DuMont Kunsthalle in Köln, 2019.

Michail Pirgelis bei der Installation seiner Arbeit «Memory Games» für die Ausstellung «RAW» in der DuMont Kunsthalle in Köln, 2019.

Bild: zvg

Der Kunstraum Dornbirn zeigt vom 3. Juli bis 8. November 2026 mit «Hyle» die erste institutionelle Einzelausstellung von Michail Pirgelis in Österreich. Seit über zwei Jahrzehnten verarbeitet der 1976 in Essen geborene, in Griechenland aufgewachsene und in Köln lebende Künstler Material von ausrangierten Passagierflugzeugen – Aussenwände, Fensterreihen, Bodenplatten.

Durch Abtragen, Schleifen und Fragmentieren löst er die Materialien von ihrer ursprünglichen Funktion und schafft daraus abstrakte Skulpturen. Der Ausstellungstitel greift auf den aristotelischen Begriff hyle (ὕλη) zurück: Materie in Relation zur Form – das Potenzial des Stoffs, Gestalt anzunehmen – und benennt damit den konzeptuellen Kern von Pirgelis’ Praxis.

Die Vernissage findet am 2. Juli um 19 Uhr statt. Am 3. Juli gibt es um 14 Uhr ein Gespräch mit dem Künstler. (pd/gen)

15:08 UhrDienstag, 30. Juni

Appenzell Innerrhoden ist neu beim Förderprogramm TaDA dabei

Marce Norbert Hörler aus Gonten während der TaDA-Atelieraufenthalts in Arbon.

Marce Norbert Hörler aus Gonten während der TaDA-Atelieraufenthalts in Arbon.

Bild: Ladina Bischof

Der Kanton Appenzell Innerrhoden beteiligt sich neu am Förderprogramm «Textile and Design Alliance» (TaDA). Das Projekt bringt Kunst- und Designschaffende aus aller Welt mit Unternehmen der Ostschweizer Textilbranche zusammen, um im Rahmen von Residenzen neue künstlerische und technologische Ansätze zu entwickeln.

Neben Appenzell Innerrhoden beteiligen sich neu auch die Kantone Glarus, Graubünden, Schaffhausen und Zürich sowie das Fürstentum Liechtenstein. Mit der Teilnahme will Appenzell Innerrhoden sein textiles Erbe in einen zeitgemässen Kontext stellen und den kreativen Austausch fördern. TaDA wurde 2020 von den Kantonen Appenzell Ausserrhoden, St.Gallen und Thurgau lanciert. (pd/gen)

10:10 UhrDienstag, 30. Juni

Sommerführung im Skulpturengarten des Forums Würth in Rorschach

Im Hintergrund sind vier Figuten von  Horst Antes zu sehen, im Vordergrund der «Nikigator» von Niki de Saint Phalle.

Im Hintergrund sind vier Figuten von  Horst Antes zu sehen, im Vordergrund der «Nikigator» von Niki de Saint Phalle.

Bild: Cyrill Schlauri

Das Forum Würth Rorschach lädt am Samstag, 11. Juli, zu einer Sommerführung durch seinen Skulpturengarten am Bodenseeufer ein. Die Teilnehmenden entdecken Werke international bekannter Künstlerinnen und Künstler wie Niki de Saint Phalle, Henry Moore oder Anthony Caro und erfahren Spannendes über deren Entstehung und Bedeutung.

Die Führung beginnt um 15 Uhr und klingt bei einer Glace gemütlich aus. Treffpunkt ist das Forum Würth Rorschach an der Churerstrasse 10 in Rorschach. Tickets kosten 10 Franken pro Person inklusive einer Portion Glace; eine Anmeldung ist bis zwei Tage vor der Veranstaltung per E-Mail an rorschach@forum-wuerth.ch möglich. (pd/gen)

16:53 UhrMontag, 29. Juni

Kinder erleben einen Tag vor 100 Jahren im Museum

Spiel oder Kinderarbeit? Im Museum können Primarschulkinder von heute einen «ganz normalen Tag vor 100 Jahren» nacherleben.

Spiel oder Kinderarbeit? Im Museum können Primarschulkinder von heute einen «ganz normalen Tag vor 100 Jahren» nacherleben.

Bild: zvg

Pünktlich zum Ferienstart nimmt das Schaudepot St. Katharinental in Diessenhofen Primarschulkinder mit in die Vergangenheit: Am Samstag, 4. Juli 2026, können die Kinder die Welt erleben, wie sie vor 100 Jahren war. Während sich der Nachwuchs auf Zeitreise befindet, haben Eltern Gelegenheit, unter fachkundiger Führung die barocke Klosterkirche zu besichtigen oder auf der Rheinterrasse zu entspannen.

«Am Morgen setzten sich die Kinder auf einen hölzernen Toilettenstuhl, zogen geflickte Kleider an und am Abend schickte der Vater sie mit der Geissel ins Bett.» Hat der Kinderalltag vor 100 Jahren wirklich so ausgesehen? Wie war das Leben, als es weder elektrisches Licht noch Smartphones gab?

Auf spielerische Weise erforschen Kinder gemeinsam mit der Kulturvermittlerin Katharina Ebneter den Tagesablauf ihrer Urgrosseltern. Dabei dürfen sie originale Museumsobjekte anfassen und hautnah testen, wie sich das Kinderleben damals anfühlte: Die jungen Gäste schlüpfen in einem Kurztheater auch in 100 Jahre alte Kleider.

Die spielerische Forschungsreise «Ein ganz normaler Tag vor 100 Jahren» von 14 bis 15.30 Uhr ist geeignet für Kinder zwischen sechs und elf Jahren. Der Eintritt kostet fünf Franken pro Kind, eine Anmeldung ist erforderlich unter: historisches-museum.tg.ch/events . Für die Besichtigung der Klosterkirche wird kein Eintritt erhoben. (pd/bk.)

10:32 UhrMontag, 29. Juni

Manor Kunstpreis 2027 geht an Amanda Camenisch

Der Manor Kunstpreis 2027 geht an die in Schaffhausen aufgewachsene Künstlerin Amanda Camenisch.

Der Manor Kunstpreis 2027 geht an die in Schaffhausen aufgewachsene Künstlerin Amanda Camenisch.

Bild: Ilyas Kassam

Amanda Camenisch (*1987) wird mit dem Manor Kunstpreis Schaffhausen 2027 ausgezeichnet. Die Künstlerin arbeitet in den Bereichen Installation, Skulptur, Klang, Film und Performance. Der mit 15’000 Franken dotierte Förderpreis ist mit einer Einzelausstellung im Museum zu Allerheiligen Schaffhausen im Herbst 2027 sowie mit einer Publikation verbunden.

Ausgehend von Heilpraktiken und partizipativen Methoden entwickelt Amanda Camenisch immersive Umgebungen. In ihrer künstlerischen Praxis untersucht sie Prozesse des Werdens, der Auflösung und der Regeneration durch verkörperte Erfahrung und materielle Transformation. Für ihre Arbeiten verwendet sie häufig organische Materialien wie Mineralien, Wachs, Pflanzen und Textilien.

Skulptural und räumlich angeordnet, fungieren ihre Werke als Resonanzkörper, in denen Energie zirkuliert und gespeichert wird. Materialien und Menschen treten in relationale Beziehungen, wodurch Prozesse der Veränderung sowie neue Formen der Wahrnehmung und des Austauschs angestossen werden. In Workshops, Performances und Klangarbeiten werden die Werke durch partizipative Momente aktiviert. Aus der skulpturalen Praxis entwickelt sich dabei eine performative.

Die Jury überzeugte die Verbindung von objekthafter, partizipativer und performativer Praxis. Soziale Aspekte bilden zentrale Ausgangspunkte und treibende Kraft im Schaffen von Amanda Camenisch. Ihr Werk zeichnet sich zudem durch ein fundiertes Materialwissen sowie vertiefte Recherchen aus. Die Künstlerin verbindet handwerkliche Präzision und ästhetische Qualität mit gesellschaftlich relevanten Fragestellungen und schafft so einen Bezug zu aktuellen Diskursen. Mit dem Förderpreis und der ersten musealen Einzelausstellung bietet die Jury Amanda Camenisch die Chance, ihr Schaffen einem breiten Publikum vorzustellen.

Amanda Camenisch ist in Schaffhausen aufgewachsen, seit 2014 lebt und arbeitet sie in London. Sie war als Fotografin für verschiedene Agenturen tätig, bevor sich ihre Praxis zunehmend partizipativ, performativ und installativ entwickelte. Camenisch studierte Fotografie in Zürich (sfgz), Sozialanthropologie am Birkbeck College London sowie Kunst- und Kulturanthropologie an der SOAS University of London.

Der Manor Kunstpreis, der 2022 sein 40-Jahre-Jubiläum gefeiert hat, ist einer der wichtigsten Preise zur Förderung zeitgenössischer Kunst in der Schweiz. Er wurde 1982 von Philippe Nordmann mit dem Ziel ins Leben gerufen, jungen Schweizer Künstler*innen eine Plattform zu bieten. Er wird jedes Jahr von einer Fachjury abwechselnd in den folgenden Städten verliehen: Aarau, Basel, Biel, Chur, Genf, Lausanne, Lugano, Luzern (für die Zentralschweiz), Schaffhausen, Sitten, St. Gallen und Winterthur. Für eine Reihe von Kunstschaffenden hat er den Startschuss für eine internationale Karriere gegeben. (pd/bk.)

09:24 UhrMontag, 29. Juni

Domorganist improvisiert über berühmte Opernausschnitte

Christoph Schönfelder, seit 2023 St. Galler Domorganist.

Christoph Schönfelder, seit 2023 St. Galler Domorganist.

Bild: zvg

Das traditionelle Orgelkonzert im Rahmen der St.Galler Festspiele am Dienstag, 30. Juni, in der Kathedrale St. Gallen übernimmt dieses Jahr Domorganist Christoph Schönfelder. Der 1992 in Landshut geborene Musiker kann auf eine stattliche Anzahl an Wettbewerbspreisen zurückblicken; kürzlich veröffentlichte er die CD «Distance & Contrasts», eingespielt auf den Orgeln der Kathedrale.

Unter dem Motto «Organ Opera» wird Schönfelder, der auch als Musiker an der Festspiel-Tanzproduktion «Grace» in der Kathedrale mitwirkt, über berühmte Opernausschnitte improvisieren. Hinzu kommen Bearbeitungen von Händel bis Verdi. Das Konzert beginnt um 19 Uhr. Tickets können auf der Website von Konzert und Theater St. Gallen  gebucht werden. (pd/bk.)

16:00 UhrFreitag, 26. Juni

Jazz-Duo auf der «Sommerbühne» vom Schloss Wartegg

Der Pianist Peter Waters und der Trompeter Michael Neff bei einem gemeinsamen Auftritt.

Der Pianist Peter Waters und der Trompeter Michael Neff bei einem gemeinsamen Auftritt.

Bild: zvg

Der australische Pianist Peter Waters und der Trompeter Michael Neff aus dem Appenzellerland treten heute, um 20 Uhr, im Schloss Wartegg in Rorschacherberg auf. Das Jazz-Duo spielt nicht zum ersten Mal gemeinsam: Laut Konzertvorschau kehrt Waters für die gemeinsamen Konzerte immer wieder aus seiner Wahlheimat Sardinien in die Schweiz zurück. Einige Jahre lebte der gebürtige Australier in Teufen. Bei der «Sommerbühne» des Kulturvereins Schloss Wartegg gibt es anstelle kostenpflichtiger Tickets eine Kollekte. (pd/lgr)

12:00 UhrFreitag, 26. Juni

Kanton St.Gallen passt Förderung im Kulturbereich an

Sabina Brunnschweiler und Christopher Rühle leiten gemeinsam das St.Galler Amt für Kultur.

Sabina Brunnschweiler und Christopher Rühle leiten gemeinsam das St.Galler Amt für Kultur.

Bild: Niklas Thalmann

Die Förderung für darstellende Künste wird neu ausgerichtet. Das schreibt das St.Galler Departement des Innern in einer Medienmitteilung. Die Änderungen betreffen die Förderbeiträge sowie die damit verbundenen Verpflichtungen.

Wegen der veränderten Rahmenbedingungen im Kulturbereich liess die Abteilung Kulturförderung die bisherige Förderpraxis extern evaluieren. Die Analyse zeigte in zwei Bereichen Handlungsbedarf: Die bisherigen Förderbeiträge decken die gestiegenen Lohn- und Sozialkosten nicht mehr ausreichend. Eine Verpflichtung zur regelmässigen Produktion lässt den Gruppen zu wenig Raum für Recherche, Entwicklung und Auswertung.

Neu erfolgt die Ausschreibung der Mehrjahresförderung alle drei Jahre. Pro Ausschreibungsrunde stehen insgesamt 840'000 Franken aus dem Lotteriefonds zur Verfügung. Unterstützt werden sowohl etablierte Gruppen als auch Nachwuchsformationen. Für etablierte Gruppen sind jährlich maximal je 120'000 Franken, für die Nachwuchsgruppen maximal je 40'000 Franken vorgesehen. Der Förderumfang für etablierte Gruppen bleibt gegenüber der bisherigen Praxis unverändert; neu hinzu kommen die Strukturbeiträge für die Nachwuchsgruppen.

Alle geförderten Gruppen erarbeiten innerhalb der dreijährigen Förderperiode zwei Produktionen und präsentieren diese im Rahmen eigener Tourneen. Die Auswahl erfolgt durch eine unabhängige Jury. Die Mitglieder der Jury werden derzeit über eine öffentliche Ausschreibung zusammengestellt. (pd/lgr)

10:00 UhrFreitag, 26. Juni

Kunstprojekt statt Abfall: Ausstellung in der Fafou Oberuzwil

Die Kunstschaffenden haben aus den fehlproduzierten MDF-Platten verschiedene Werke erstellt.

Die Kunstschaffenden haben aus den fehlproduzierten MDF-Platten verschiedene Werke erstellt.

Bild: zvg

26 Kunstschaffende stellen ab morgen Samstag in der Galerie Fafou in Oberuzwil aus. Wie es in der Medienmitteilung heisst, wurde ihnen nur eine Vorgabe gemacht: Sie mussten für die Ausstellung mindestens eine MDF-Platte künstlerisch bearbeiten. Denn «Fafou» sieht in falsch zugeschnittenen Platten kein Abfallprodukt, sondern ein ideales Projekt für ihre jährliche «Zwischenraum»-Ausstellung. Vom 27. Juni bis zum 16. August präsentieren die Kunstschaffenden ihre Werke zum Thema «40x40». Morgen, um 19 Uhr, findet die Vernissage statt. Musiker Peter Bögli wird zur Eröffnung mit Gitarre und Looper auftreten. (pd/lgr)

14:16 UhrDonnerstag, 25. Juni

Kunstschaffende mit Behinderungen stellen im St.Galler «Kabinenwechsel» aus

In der ehemaligen Telefonkabine an der Geltenwilenstrasse 2 bei der St.Galler St.Leonhardsbrücke wird Kunst ausgestellt.

In der ehemaligen Telefonkabine an der Geltenwilenstrasse 2 bei der St.Galler St.Leonhardsbrücke wird Kunst ausgestellt.

Bild: Arthur Gamsa

Die ehemalige Telefonkabine bei der St.Galler St.Leonhardsbrücke wird diesen Sommer von Ostschweizer Künstlerinnen und Künstlern mit Behinderung bespielt. Das vom 1. Juli bis 30. September dauernde Ausstellungsprojekt wird vom Verein «Kultur für alle» im Rahmen der Reihe «Kabinenwechsel» organisiert , die Kunst im Stadtalltag sichtbar machen will.

Den Auftakt macht Sonja Lippuner mit einer Vernissage am Mittwoch, 1. Juli, um 19 Uhr. Danach folgen Ausstellungen von Bryce Curtis, Bruno Knechtle und Esther Wettach. Das Projekt entsteht in Kooperation mit «Kabinenwechsel» und will Kunst mitten im Stadtalltag sichtbar machen. (pd/gen)

10:41 UhrDonnerstag, 25. Juni

Entschleunigung mit zeitgenössischer Musik im Kultbau St.Gallen

Der griechische Pianist Giorgos Konstantinou spielt am Freitag in St.Gallen.

Der griechische Pianist Giorgos Konstantinou spielt am Freitag in St.Gallen.

Bild: zvg

Mit Morton Feldmans (1926-1987) Musik steht am Freitag, 26. Juni, im Kultbau St. Gallen die Zeit selbst im Mittelpunkt. Der griechische Pianist Giorgos Konstantinou widmet sich ab 19.30 Uhr zwei späten Klavierwerken des amerikanischen Komponisten: «Palais de Mari» sowie dem rund 80-minütigen «For Bunita Marcus». Letzteres ist der US-amerikanischen Komponistin Bunita Marcus (1952*) gewidmet, mit welcher Felman bis zu seinem Tod 1987  beruflich eng zusammenarbeitete.

Die Musik entfaltet sich mit grosser Ruhe und Behutsamkeit: Einzelne Töne stehen scheinbar frei im Raum, melodische Annäherungen bleiben flüchtig und feinste klangliche Veränderungen rücken in den Mittelpunkt.

Konstantinou, der international als Solist und Kammermusiker auftritt und sich besonders der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts widmet, gilt als ausgewiesener Feldman-Interpret.

Das Konzert wird organisiert vom Verein Contrapunkt und  findet im Kultbau, Konkordiastrasse 27 in St. Gallen , statt. Türöffnung ist um 19 Uhr. Einen Vorverkauf gibt es nicht; Tickets sind ausschliesslich an der Abendkasse erhältlich, die 30 Minuten vor Konzertbeginn öffnet. (pd/gen)

15:10 UhrMittwoch, 24. Juni

Theater Konstanz sagt Veranstaltungen wegen Hitze ab

Das Festival «Let's Ally», das in der Konstanzer Spiegelhalle hätte stattfinden sollen, muss wegen der Wärmebelastung abgesagt werden.

Das Festival «Let's Ally», das in der Konstanzer Spiegelhalle hätte stattfinden sollen, muss wegen der Wärmebelastung abgesagt werden.

Bild: Kaethe deKoe

Das Theater Konstanz hat wegen der anhaltenden Hitzewelle mehrere Veranstaltungen abgesagt. Betroffen sind das Festival «Let's Ally» am 27. Juni in der Spiegelhalle sowie die letzten Vorstellungen von «Rollenwandel: Schiff der Träume» (24. Juni), «Der Kirschgarten» (26. Juni) und die beiden Aufführungen des Kids Clubs 1 «Der Feuervogel – die Reise geht weiter» (27. und 28. Juni).

Als Grund nennt das Theater die hohe Wärmebelastung in den Innenräumen. Man trage Verantwortung für Mitarbeitende und Publikum, teilte das Haus mit. Die abgesagten Programmpunkte sollen nach Möglichkeit in der kommenden Spielzeit nachgeholt werden.

Tickets können an der Theaterkasse in Verbindung mit dem Rückerstattungsformular, das unter www.theaterkonstanz.de/wetter zur Verfügung steht, im Kulturkiosk (Wessenbergstrasse 41) zurückerstattet werden. Kundinnen und Kunden, die ihre Tickets im Internet gekauft haben und eine Erstattung wünschen, bittet das Theater, sich per E-Mail an theaterkasse@konstanz.de zu wenden, unter Angabe der Kundennummer und der IBAN. (pd/gen)

12:00 UhrMittwoch, 24. Juni

Alpenhof St.Anton in Oberegg schliesst Ende 2026

Die Bibliothek Andreas Züst im Hotel Alpenhof St.Anton.

Die Bibliothek Andreas Züst im Hotel Alpenhof St.Anton.

Bild: Ralph Ribi

Nach fast fünf Jahren geben die Betreiberinnen und Betreiber des Alpenhofs auf dem St.Anton in Oberegg ihren Abschied bekannt: Der Pachtvertrag läuft im Frühjahr 2027 aus und wird nicht verlängert. Der Restaurant- und Hotelbetrieb endet am 20. Dezember 2026 , Ende Februar 2027 verlassen die Verantwortlichen den Ort endgültig.

Seit 2022 hat sich der Alpenhof als Verbindung von Gastlichkeit, Kulinarik, Kultur und der Bibliothek Andreas Züst einen Namen gemacht. Bis zur Schliessung läuft der Betrieb weiter: Das Restaurant ist von Donnerstag bis Sonntag geöffnet, das Hotel täglich, die Bibliothek jeweils samstags.

Den Abschied begleitet ein umfangreiches Kulturprogramm. Geplant sind mehrere Ausgaben der «Kurzen Nacht des langen Tisches» mit Gästen wie Gitarrist Manuel Troller, Musikerin Martina Berther, Schriftsteller Elias Menzi oder Odd Beholder, ein kulinarischer Wildkräuterspaziergang am 18. Juli sowie das zehnjährige Jubiläum der Residency der Bibliothek Andreas Züst am 14. und 15. November. Zudem werden für den Herbst und Winter erneut Künstlerinnen- und Künstler-Residencies ausgeschrieben.

Wie es mit dem Alpenhof nach Februar 2027 weitergeht, ist noch offen. Über die künftige Nutzung des Hauses und den Betrieb der Bibliothek soll im Herbst entschieden werden. (pd/ glf)

08:00 UhrMittwoch, 24. Juni

Co-Ausstellung der Schweizerischen Post und des Kunstmuseums St.Gallen über Heimat

Mit «Heimatflimmern» zeigen das Kunstmuseum St.Gallen und die Kunstsammlung der Schweizerischen Post ab diesem Samstag bis 18. Oktober eine gemeinsame Ausstellung, die den Heimatbegriff aus zeitgenössischer Perspektive beleuchtet. Anlass der Kooperation ist das rund hundertjährige Bestehen der Kunstförderung der Post.

Ishita Chakraborty (*1989), «I Recall The Forest Inside Me IV», 2025, Sammlung der Schweizerischen Post.

Ishita Chakraborty (*1989), «I Recall The Forest Inside Me IV», 2025, Sammlung der Schweizerischen Post.

Bild: zvg

Die versammelten Arbeiten Schweizer Künstlerinnen und Künstler verabschieden sich von traditionellen Heimatbildern und richten den Blick auf eine Welt, die von Migration, globaler Vernetzung, technologischen Umbrüchen und den Folgen des Klimawandels geprägt ist.

Zu sehen sind Werke aus den Sammlungen der Schweizerischen Post und des Kunstmuseums St.Gallen, darunter Arbeiten der Thurgauer Künstlerin Isabelle Krieg sowie dem Künstlerduo Studer/van den Berg. Die Ausstellung wird am Freitag um 18.30 Uhr mit einer öffentlichen Vernissage eröffnet. Begleitet wird die Schau von Führungen, Kunst-und-Zmittag-Angeboten sowie einer Familienführung mit Picknick im September. (pd/glf)

18:00 UhrDienstag, 23. Juni

Erleben mit (fast) allen Sinnen im Kulturbüro St.Gallen

Die Arbeiten in der Ausstellung «Bitte nicht essen!» können mit fast allen Sinnen erlebt werden.

Die Arbeiten in der Ausstellung «Bitte nicht essen!» können mit fast allen Sinnen erlebt werden.

Bild: zvg

Im Kulturbüro St.Gallen ist derzeit eine Ausstellung von drei St.Gallerinnen zu sehen. Tonja Merz, Hanna Schuster und Sara Vetsch haben mit Bioplastik experimentiert und laden Besucherinnen und Besucher dazu ein, ihre Arbeiten mit allen Sinnen zu erleben. Oder mit fast allen – der Titel der Ausstellung lautet «Bitte nicht essen!».

Für die Arbeiten wurden gemäss Medienmitteilung unterschiedliche Rüstabfälle und natürliche Materialien verwendet: etwa Randen, Lauch, Kaffee oder Kurkuma. Die entstandenen Elemente wurden gegossen, zusammengenäht und in Holzrahmen eingespannt. Durch das Zusammenspiel von Licht, Farbe, Struktur und den Überlagerungen der Muster entsteht ein lebendiges Farbenspiel.

Die Ausstellung ist noch bis zum 10. August zu sehen. Das Kulturbüro am Blumenbergplatz 3 ist normalerweise Montag bis Freitag jeweils von 13.30 bis 18.30 Uhr geöffnet, samstags von 12 bis 16 Uhr. Wegen der aktuell hohen Temperaturen schliesst das Kulturbüro an einzelnen Tagen allerdings bereits um 17.30 Uhr. (pd/lgr)

15:00 UhrDienstag, 23. Juni

Stück über amerikanischen Dichter im St.Galler Theater 111

Thomas Fuhrer ist Schauspieler und Gründungsmitglied des St.Galler Theaters 111.

Thomas Fuhrer ist Schauspieler und Gründungsmitglied des St.Galler Theaters 111.

Bild: Samuel Forrer

«... und deutete mir aus» heisst das neuste Theaterprojekt des Ostschweizer Schauspielers und Theater-111-Mitbegründers Thomas Fuhrer . Die Worte stammen aus dem Gedicht «Seetrieb» vom amerikanischen Dichter Walt Whitman. Ihm und seiner Poesie gilt Fuhrers Projekt, das in Zusammenarbeit mit der Schauspielerin und Tänzerin Eva Fuhrer entstanden ist.

Aufgeführt wird der Monolog am Freitag und Samstag, 3. und 4. Juli, um 20 Uhr, sowie am Sonntag, 5. Juli, um 11 Uhr, im Theater 111 an der Grossackerstrasse 3 in St.Gallen . Reservationen können unter thomasfuhrer@bluewin.ch getätigt werden.

Laut Medienmitteilung erzählt Walt Whitman in «Seetrieb» wie er als Kind «unter dem gelben, hängenden, tiefen Mond an der grünen Meeresküste von Paumanok» (Long Island) zum Dichter wurde. Whitman vertrete mit Entschiedenheit die Freiheit, die Demokratie und die Gleichberechtigung aller Menschen und Rassen. «In seiner wertfreien Betrachtung der Natur, des Menschen und seiner Umgebung lässt er uns ahnen: Es gibt eine andere Möglichkeit, zu leben.» (pd/lgr)

12:00 UhrDienstag, 23. Juni

Nachwuchsmusiker spielen Marimba-Konzert in Gonten

Die beiden Nachwuchs-Schlagzeuger Laurin Caprez und Valentin Frutiger treten in Gonten auf.

Die beiden Nachwuchs-Schlagzeuger Laurin Caprez und Valentin Frutiger treten in Gonten auf.

Bild: zvg

Die beiden Schlagzeuger Laurin Caprez und Valentin Frutiger treten am Sonntag, 28. Juni, um 17 Uhr in Gonten in der Konzertreihe des Appenzeller Forums auf. Wie es in der Ankündigung heisst, gehören die beiden Studenten der Zürcher Hochschule der Künste zu den erfolgreichsten Nachwuchs-Perkussionisten der Schweiz.

Der 18-jährige Caprez gewann 2024 den Titel des Schweizer Solo Champions Perkussion. Der 20-jährige Frutiger errang mehrere erste Preise am Schweizerischen Jugendmusikwettbewerb und an der Swiss Percussion Competition. Das Marimba-Duo machte 2024 bei einem Pre-College-Konzert in Zürich auf sich aufmerksam. Tickets gibt es unter appenzeller-forum.ch/veranstaltungen  (pd/miz)

09:57 UhrDienstag, 23. Juni

Der Anerkennungspreis der St.Gallischen Kulturstiftung geht an Christa Gebert

Christa Gebert erhält den Anerkennungspreis 2026 der St.Gallischen Kulturstiftung.

Christa Gebert erhält den Anerkennungspreis 2026 der St.Gallischen Kulturstiftung.

Bild: Boris Baldinger

Die St.Gallische Kulturstiftung verleiht ihren diesjährigen Anerkennungspreis an Christa Gebert. Mit der Gebert Stiftung für Kultur habe sie eine Institution geschaffen, die kulturelle Entwicklungen ermögliche, unterstütze und langfristig stärke, heisst es in der Pressemitteilung. Damit habe Gebert die kulturelle Entwicklung der Region über Jahrzehnte hinweg entscheidend mitgeprägt. Die öffentliche Preisverleihung findet am 29. Oktober um 19 Uhr in der Alten Fabrik in Rapperswil statt.

Das Fördermodell der Gebert Stiftung für Kultur beruht auf drei Initiativen: Ausgangspunkt bildet das ehemalige Fabrikationsgebäude und Stammhaus der Geberit in Rapperswil. Die Stiftung stellt in der Alten Fabrik Raum für kulturelle Aktivitäten zur Verfügung. Mittlerweile hat sich diese als wichtiger Begegnungs- und Produktionsort für die Kulturszene etabliert.

Darüberhinaus leitet die Stiftung das Programm «Kurator», das sich der Förderung zeitgenössischer Kunstvermittlung widmet. Junge Kuratorinnen und Kuratoren erhalten so die Möglichkeit, eigene Projekte zu entwickeln und umzusetzen.

Schliesslich vergibt die Gebert Stiftung alle zwei Jahre einen Designpreis. Dieser bietet jungen Designschaffenden aus der Schweiz die Gelegenheit, ihre aktuellen Arbeiten in einer jurierten und kuratierten Ausstellung zu präsentieren und einem breiten Publikum zugänglich zu machen. (pd/lgr)

17:30 UhrMontag, 22. Juni

Pianistin Simone Keller spielt in St.Gallen

Die Thurgauer Pianistin Simone Keller, fotografiert im Platzspitz-Park in Zürich.

Die Thurgauer Pianistin Simone Keller, fotografiert im Platzspitz-Park in Zürich.

Bild: Andrea Zahler

Für das letzte Konzert von KulturRichardButz (KuRiBu) am 28. Juni um 17 Uhr spielt die Thurgauer Pianistin Simone Keller im Centrum Diözesane Kirchenmusikschule St.Gallen (dkms). Dabei begleitet sie der Solothurner Posaunist Michael Flury. Anschliessend ans Konzert findet ein kleiner Abschiedsapéro statt. Reservierungen können über ribuku@bluewin.ch oder über die Website getätigt werden.

Simone Keller hat 2025 den Kunstpreis der Stadt Zürich erhalten. Auf ihrem aktuellen Programm «Hidden Heartache» steht Klaviermusik von Komponistinnen aus den letzten 100 Jahren. Dafür hat sie sich auf die Suche nach Frauen gemacht, die wenig bekannt oder fast unbekannt sind. Zu ihnen gehören etwa die St.Galler Komponistin und Dichterin Olga Diener, die Jazzmusikerin Lil Hardin Armstrong, die Pianistin und Songwriterin Irene Higginbotham oder die Komponistin Julia Amanda Perry.

Pianistin Simone Keller und Posaunist Michael Flury.

Pianistin Simone Keller und Posaunist Michael Flury.

Bild: zvg

Als Gast bringt Keller den Posaunisten Michael Flury mit. Er ist unter anderem am Theater St.Gallen tätig und hat etwa mit Sophie Hunger, Stephan Eicher sowie Tinu Heiniger zusammengespielt.

Ganz hört KuRiBu aber nicht auf. Weitergeführt werden die Reihen «Literatur regional», bis Mitte 2027 «Dichterinnen aus dem Appenzellerland» und «Listen & Looking» in der DenkBar St.Gallen. (pd/lgr)

14:53 UhrMontag, 22. Juni

Thurgauer Puppenspielerin packt aus: Museumstalk in Frauenfeld

Die Thurgauer Puppenspielerin Rahel Wohlgensinger.

Die Thurgauer Puppenspielerin Rahel Wohlgensinger.

Bild: zvg

Am Samstag, 27. Juni, führen die Thurgauer Puppenspielerin Rahel Wohlgensinger und Sammlungskuratorin Petra Hornung gemeinsam durch die Sonderausstellung «Leben & Lassen. Spuren des Menschseins» des Historischen Museums Thurgau . Im Museumstalk, der von 14 bis 15 Uhr im Alten Zeughaus in Frauenfeld stattfindet, erzählt Wohlgensinger, wie sie zu der Person wurde, die sie heute ist. Dafür ist eine Anmeldung erforderlich.

Laut Medienmitteilung thematisiert Rahel Wohlgensinger in ihren Puppenspielen mit Humor, Gefühl und Poesie alltägliche Situationen. Für ihr Schaffen hat sie 2024 den Thurgauer Kulturpreis erhalten. Auf dem Rundgang durch die Ausstellung bietet Wohlgensinger Einblick in ihren beruflichen Werdegang und verrät, wie unterschiedliche Lebensstationen Inspiration für ihre Bühnenstücke sind.

Die Sonderausstellung «Leben & Lassen. Spuren des Menschseins» ist noch bis zum 29. November zu sehen. (pd/lgr)

18:00 UhrFreitag, 19. Juni

Festival «Let's Ally» in Konstanz versammelt Kulturinteressierte

Eindruck aus dem Gastspiel «mir wäre so wohl wenn wir zusammenkommen könnten».

Eindruck aus dem Gastspiel «mir wäre so wohl wenn wir zusammenkommen könnten».

Bild: Silvia Rohrbach

Vom 26. bis zum 28. Juni findet in der Konstanzer Spiegelhalle das Festival «Let's Ally » statt. Das Theater Konstanz veranstaltet den Anlass bereits zum siebten Mal, dieses Jahr unter dem Motto: «Let's Ally. Let's Meet».

Begonnen wird am Freitag mit einer Vorstellung zu «der Kirschgarten», bei der für blinde und sehbehinderte Besuchende eine Audiodeskription und Tastführung angeboten werden. Samstag ist gemäss Medienmitteilung der Hauptfestivaltag: Dieser startet um 10.30 Uhr mit einem Picknick und bietet danach ein breites Angebot an Gesprächen, Workshops und Gastspielen. Darunter eine Tastbuchlesung für Kinder, bei der diese die Möglichkeit haben, Bücher mit Brailleschrift wie auch mit eingenähten Materialien und Strukturen zu erleben.

Am Abend, um 21.30 Uhr, steigt eine «Party für alle». Der letzte Festivaltag am Sonntag hält ein Gespräch über das Thema Audiodeskription im Theater bereit. Darauf folgt eine Vorstellung auf dem Münsterplatz von «Leonce und Lena» – mit Audiodeskription.

Das ganze Festivalprogramm gibt es unter theaterkonstanz.de/letsally . (pd/lgr)

15:15 UhrFreitag, 19. Juni

Vernissage im Ausstellungsraum Chambre Directe – Schubiger zur Tour de Suisse

Das Bild des Künstlers Marcel Hüppauff zeigt eine Katze auf einem gelben Velo.

Das Bild des Künstlers Marcel Hüppauff zeigt eine Katze auf einem gelben Velo.

Bild: zvg

Der Stuttgarter Künstler Marcel Hüppauff liebt Velos – oder genauer: den professionellen Radsport. Manchmal laufen die Rennen auf dem Fernseher in seinem Atelier. Das «kontemplative Hintergrundrauschen» dient ihm als Inspirationsquelle, heisst es in der Pressemitteilung. Angesichts dessen ist es wohl nur passend, dass die Eröffnung seiner Ausstellung «Girotondo 2» zeitgleich mit der Tour de Suisse stattfindet: Morgen Samstag, um 18 Uhr im Ausstellungsraum Chambre Directe – Schubiger  in St.Gallen. Danach ist sie bis zum 30. August jeweils mittwochs von 17 bis 19 Uhr zugänglich. Hüppauff zeigte «Girotondo 2» im Mai bereits in Rom. Im Herbst kommt die Ausstellung ins Bargheer Museum in Hamburg.

Die Chambre Directe – Schubiger bietet Hüppauffs zweites Künstlerbuch sowie zwei Vorzugsausgaben zum Verkauf an. Das im Lubok Verlag Leipzig erschienene Buch enthält 64 Szenen von allen Etappen des Giro d’Italia, der Tour de France und der Vuelta a España. Der Künstler setzt auf seinen Bildern nicht nur die Rennteilnehmer aufs Velo, sondern auch einige Katzen(pd/lgr)

13:00 UhrFreitag, 19. Juni

Thurgau Kultur zählt drei neue Mitglieder im Verwaltungsrat

Der neu formierte Verwaltungsrat der Thurgau Kultur AG (von links): Philipp Kuhn, Seraina Perini, Bernhard Weber, Regine Siegenthaler, Adrian Bleisch.

Der neu formierte Verwaltungsrat der Thurgau Kultur AG (von links): Philipp Kuhn, Seraina Perini, Bernhard Weber, Regine Siegenthaler, Adrian Bleisch.

Bild: Reto Martin

Der Verwaltungsrat der Thurgau Kultur AG zählt seit diesem Monat drei neue Mitglieder: Regine Siegenthaler, Seraina Perini und Adrian Bleisch unterstützen neu die bestehenden Verwaltungsratsmitglieder Philipp Kuhn, Leiter des Kulturamts Thurgau, und Bernhard Weber, Biologe. Dabei handelt es sich um ein Ehrenamt.

Gemäss Medienmitteilung ist das Ziel, die gesellschaftliche und politische Abstützung des Gremiums zu stärken, die Regionen des Kantons Thurgau ausgewogener zu vertreten und den Meinungshorizont bei strategischen Diskussionen zu erweitern.

Regine Siegenthaler ist Rechtsanwältin und Gründerin sowie Geschäftsführerin der Coworking Frauenfeld GmbH. Zudem ist sie seit 2023 Frauenfelder Stadträtin und steht dem Departement für Alter und Gesundheit vor. Seraina Perini ist seit 2019 Schulpräsidentin der Primar- und Sekundarschule Kreuzlingen. Sie ist Mitglied der Kulturkommission des Kantons Thurgau und Stiftungsrätin des Seemuseums Kreuzlingen. Adrian Bleisch ist Lehrer, Schulleiter und Kunstvermittler. Er führte 30 Jahre eine eigene Galerie in Arbon, engagiert sich in der Kunstkommission Egnach und ist Stiftungsrat in der Kulturstiftung des Kantons Thurgau. (pd/lgr)

10:45 UhrFreitag, 19. Juni

40. Open Air Frauenfeld – eine Historikerin blickt zurück

ASAP Rocky am Openair Frauenfeld 2025.

ASAP Rocky am Openair Frauenfeld 2025.

Bild: Niklas Thalmann

Unter dem Namen «Out in the Green» fand im Juli 1987 das erste Festival auf der Grossen Allmend in Frauenfeld statt – im Zentrum stand dabei Rockmusik. Im Laufe der Jahre entwickelte sich das Open Air Frauenfeld zur grössten Hip-Hop-Veranstaltung Europas. Am Donnerstag, 25. Juni, blickt Historikerin Petra Hornung auf die Höhepunkte der Festivalgeschichte zurück. Der Museumshäppli-Vortrag «Von der Wiese zur Weltbühne. Vierzig Jahre Open Air Frauenfeld» findet um 12.30 Uhr im Schloss Frauenfeld statt.

Der Ursprung der weltweiten Open-Air-Bewegung liegt im Woodstock-Festival von 1969. Davon inspiriert fanden Anfang der 1970er-Jahre die ersten Folkfestivals in der Schweiz statt. Laut Medienmitteilung des Historischen Museums Thurgau war das Festival 1987 in Frauenfeld ein finanzielles Wagnis, doch am Ende fanden sich rund 30'000 Besucherinnen und Besucher auf der Wiese ein. Den Auf- und Abbau der Infrastruktur leistete der FC Frauenfeld, während drei Motorradvereine sowie ein Boxclub für die Sicherheit sorgten.

In den Jahren darauf standen Weltstars wie David Bowie, Lenny Kravitz oder die Rolling Stones auf der Bühne. Einen Höhepunkt erreichte das Open Air Frauenfeld im Jahr 2022 mit insgesamt 200'000 Besucherinnen und Besuchern. (pd/lgr)

17:00 UhrDonnerstag, 18. Juni

Parzivals Mutter im St.Galler Theater 111

Sarah Kellogg übernimmt im Stück «Herzeloyde» Schauspiel und Gesang.

Sarah Kellogg übernimmt im Stück «Herzeloyde» Schauspiel und Gesang.

Bild: zvg

Am Samstag, 20. Juni, um 18 Uhr, und Sonntag, 21. Juni, um 11 Uhr, zeigt das Theater 111 in St.Gallen «Herzeloyde – Die Geschichte von Parzivals Mutter». Das Stück wird gespielt von Sarah Kellogg. Regie führt Jürg Schmied.

Laut Medienmitteilung steht im Werk von Lyrikerin Rose Aggeler nicht der berühmte Gralsritter Parzival im Zentrum, sondern seine Mutter Herzeloyde, die die bekannte Geschichte aus ihrer eigenen Perspektive erlebt und erzählt. Als Königstochter auf der Gralsburg scheint ihr Lebensweg zunächst vorbestimmt. Doch durch ihre Erfahrungen findet sie immer mehr zu sich selbst. Nach dem Tod ihres Gatten zieht sie sich mit ihrem Sohn Parzival in die Einsamkeit zurück. Sie versucht, ihn vor dem Schicksal seines Vaters zu bewahren – vergeblich. Als Parzival aufbricht, um Ritter zu werden, beginnt für beide ein Weg der inneren Reifung.

Damit stehen zeitlose Fragen nach Liebe, Loslassen, Selbstfindung und der Beziehung zwischen Mutter und Kind im Zentrum. (pd/lgr)

15:15 UhrDonnerstag, 18. Juni

Rorschacher Band Panda Lux veröffentlicht Musikvideo zu «Sonnenbrand»

Panda Lux, neues Album "Herz", erscheint Ende Januar 2026

Panda Lux, neues Album "Herz", erscheint Ende Januar 2026

Bild: Sina Meyer

Die Rorschacher Band Panda Lux hat diese Woche das Musikvideo zu «Sonnenbrand» veröffentlicht. Es ist die vierte Single auf dem Album «Herz», das diesen Januar nach der einjährigen Auszeit der Gruppe erschienen ist. Die Indie-Pop-Band tritt nächstes Wochenende am St.Galler Openair auf – am Samstag um 12.45 Uhr auf der Sternenbühne. (lgr)

13:37 UhrDonnerstag, 18. Juni

Buchreihe des St.Galler Vexer Verlags gehört zu den «schönsten deutschen Büchern»

Verlagsgründer Josef Felix Müller und seine Tochter Vera Ida Müller, die 2023 die Leitung übernommen hat.

Verlagsgründer Josef Felix Müller und seine Tochter Vera Ida Müller, die 2023 die Leitung übernommen hat.

Bild: Benjamin Manser

Eine Buchreihe des St.Galler Kunstbuchverlags Vexer hat Gold gewonnen: «Raub und Ruhm, Erbeutetes Erbe im Museum 1-4»  wurde von der Stiftung Buchkunst zu den schönsten deutschen Büchern 2026 gewählt. Beim Wettbewerb wählen zwei Expertinnen- und Expertenjurys in einem mehrstufigen Verfahren die 25 schönsten Bücher des Jahres aus.

Gemäss Pressemitteilung zeigt die vierbändige Reihe des Vexer Verlags exemplarisch an vier Museumsobjekten, wie und warum gewaltsam geraubte oder aufgrund religiöser Differenzen enteignete Gegenstände im Laufe der Jahrhunderte zu Kunst und zu schweizerischem Kulturerbe wurden.

Die Autorinnen und Autoren sind Kunsthistorikerinnen und -historiker. Der erste Teil , geschrieben von Beate Fricke, handelt von fünf neuartigen Geschützrohren, die 1474 für den burgundischen Herrscher Karl den Kühnen angefertigt wurden. Jakob Weber schreibt im zweiten Band über eine Stahlrüstung aus Norditalien aus dem 15. Jahrhundert. In Sasha Rossman und Andrew Sears drittem Teil geht es um ein sagenumwobenes Schmuckstück, das im Spätmittelalter den burgundischen Herzögen gehörte. Im letzten Teil  erzählt Susan Marti von einer mittelalterlichen Bildertafel aus Venedig. Gestalter der Reihe ist Kaj Lehmann, Herausgeberin ist Beate Fricke. (pd/lgr)

Die vier Bände der im Vexer-Verlag erschienenen Reihe «Raub und Ruhm».

Die vier Bände der im Vexer-Verlag erschienenen Reihe «Raub und Ruhm».

Bild: zvg

10:45 UhrDonnerstag, 18. Juni

Künstlerin lässt Euter-Ballon über Bodensee fliegen

Die österreichische Künstlerin Barbara Husar vor dem Euter-Heissluftballon.

Die österreichische Künstlerin Barbara Husar vor dem Euter-Heissluftballon.

Bild: zvg

Am Donnerstag, 25. Juni, fliegt ein Euter über den Bodensee. Der ausser­gewöhnlich geformte Heissluftballon ist Teil der Kunstaktion «Cargo & Interface» der öster­reichischen Künstlerin Barbara Husar . Laut Pressemitteilung dient der Ballon zur Reflexion über das Verhältnis des Menschen zur Natur. Wer die Aktion miterleben möchte, kann dies auf der MS Säntis tun: Um 18.30 Uhr startet das Boarding am Hafen Romanshorn .

Der Euter-Ballon ist nur ein Teil des Gesamtkonzepts: Auf einem goldenen, 27 Meter langen Schiff befindet sich ein Sextant mit einer 5,3 Meter langen Achse zum Nordstern. Sextanten sind Navigationshilfsmittel der Seefahrt, die genutzt werden, um den Abstand zwischen einem Himmelskörper und dem Horizont zu messen. Ziel von «Cargo & Interface» ist, den Euter-Ballon über dem goldenen Schiff unter dem Nordstern erfahrbar zu machen. «In Zeiten künstlicher Intelligenz gewinnen reale Bezugspunkte neue Bedeutung», schreibt Husar. «Die Sternfahrt folgt keinem digitalen System, sondern dem Nordstern. Sie versteht sich als soziale Skulptur, deren endgültige Form erst durch Wetter, Bewegung und reale Begegnung entsteht.»

Eine Illustration der Installation «Cargo & Interface» von Barbara Husar.

Eine Illustration der Installation «Cargo & Interface» von Barbara Husar.

Bild: zvg

Aus Österreich, Deutschland und der Schweiz steuern Passagierschiffe auf das goldene Schiff zu. Gemeinsam bilden sie eine temporäre Konstellation. Den Euter-Ballon hat Husar bereits 2022 über den Bodensee gleiten lassen – die Inszenierung mit dem Schiff ist allerdings neu. (pd/lgr)

Tickets für die MS Säntis unter: bodensee-schiffe.ch/erlebnisfahrten/kunstschiff . Weitere Passagierschiffe fahren ab Hard, Bregenz und Lindau.

17:05 UhrMittwoch, 17. Juni

Führung im Eisenwerk Frauenfeld

Die ostschweizer Künstlerin Claude Bühler stellt im Eisenwerk Frauenfeld aus.

Die ostschweizer Künstlerin Claude Bühler stellt im Eisenwerk Frauenfeld aus.

Bild: Benjamin Manser

Am 25. Juni, um 19 Uhr, führen die Ostschweizer Künstlerin Claude Bühler und Kuratorin Mirjam Wanner durch Bühlers Ausstellung «How Goes Tomorrow» im Eisenwerk Frauenfeld . In ihrer interdisziplinären Arbeit hat Bühler untersucht, wie Kunst dabei helfen kann, über neue Formen von Landwirtschaft und Zusammenleben sowie über soziale und wirtschaftliche Transformation nachzudenken und damit zu experimentieren. Dazu dienten ihr Fotografie, Videointerviews, ein Research Lab sowie ein partizipatives Pflanzprojekt.

In einer Welt, die zunehmend von Klimawandel, globalen Konflikten und dem Verlust der Artenvielfalt geprägt ist, gewinne diese Fragestellung an Dringlichkeit, lautet es in der Beschreibung. Ausgangspunkt der Arbeit ist Bühlers Langzeitdokumentation des Hofkollektivs Rotenbirben, in dem gemeinschaftlich, ökologisch und weitgehend hierarchiefrei gelebt und Landwirtschaft betrieben wird. (pd/lgr)

Die Ausstellung ist noch bis zum 4. Juli, jeweils donnerstags und freitags, zu sehen.

15:25 UhrMittwoch, 17. Juni

St.Galler Duo Human Human veröffentlicht neue Single

Fabio Glanzmann und Alex Gemperli.

Fabio Glanzmann und Alex Gemperli.

Bild: zvg

Das St.Galler Alternative-Duo Human Human hat heute seine dritte Single veröffentlicht. Das Musikstück, gesungen von Fabio Glanzmann und Alex Gemperli, trägt den Namen «Bitter Flowers». Es erzähle von Hoffnung, die vordergründig vielleicht naiv und unrealistisch, im Kern aber ehrlich sei, heisst es im Pressetext. Falsche Hoffnung sei ein Zeichen von Wünschen, bringe aber auch Ernüchterung und Ängste mit sich. Glanzmann schreibt: «Das Gute anzunehmen macht uns verletzlich, aber auch handlungsfähig.»

Die erste Single des jungen Duos ist im Februar dieses Jahres erschienen. Beide sind zudem in weiteren Bands aktiv: Glanzmann als Sänger und Gitarrist bei Fraine, Gemperli als Sängerin bei Tonic Vibes.

«Bitter Flowers» ist die letzte Veröffentlichung von Human Human vor der Sommerpause. Mitte September erscheint dann die EP «Fears and Confidence», darauf folgt ein Showcase-Konzert am Bahnhof Bruggen. (pd/lgr)

08:54 UhrMittwoch, 17. Juni

Das St.Galler Open Art Museum erforscht die Sprache der Kunst

Das Open Art Museum in St.Gallen widmet sich ab kommendem Mittwoch, dem 24. Juni, dem spannenden Verhältnis von Sprache und Bild. Die Sammlungsausstellung «Komm Glüückck» versammelt Werke, in denen Schrift, Wörter, Gedichte und Erzählungen ebenso wichtig sind wie Farben, Formen und Motive.

Ein Einblick in die Ausstellung: «Madame serpent-sur-la-têteest mécontente» von Carol Bailly.

Ein Einblick in die Ausstellung: «Madame serpent-sur-la-têteest mécontente» von Carol Bailly.

Bild: zvg

Zu sehen sind unter anderem Schriftgrafiken, Bildgeschichten, Künstlerpostkarten und konzeptuelle Arbeiten, die Sprache als künstlerisches Material einsetzen. Manche Werke machen Wörter selbst zum Bild, andere verbinden Text und Darstellung auf überraschende Weise oder kommentieren das Gesehene mit sprachlichen Mitteln.

Die Ausstellung geht dabei grundlegenden Fragen nach: Was kann ein Bild ausdrücken, das sich nicht in Worte fassen lässt? Und was vermag Sprache zu beschreiben, was visuell nur angedeutet werden kann? Gerade in der Art Brut und Outsider Art, der sich das Museum besonders widmet, entstehen oft sehr persönliche Formen des Ausdrucks, in denen Bild und Schrift eng miteinander verwoben sind.

Die Vernissage findet am 24. Juni um 18.30 Uhr statt, Tickets sind online erhältlich . Begleitend werden Führungen, Workshops und Lesungen angeboten. Dazu gehören ein Handlettering-Workshop, Kunstpostkarten für Familien, ein Artist Talk mit dem Künstler Armin Andreas Pangerl sowie eine Veranstaltung zu Leben und Werk von Adelheid Duvanel. Die Finissage ist für den 18. Oktober geplant. (pd/ glf)

16:30 UhrDienstag, 16. Juni

Naturjodelauftritte im Appenzellerland und Toggenburg

Die Jodelsolos finden bei jedem Wetter statt.

Die Jodelsolos finden bei jedem Wetter statt.

Bild: zvg

Das Projekt Jodel So Lo geht diesen Sommer bereits in die sechste Runde. Von Mitte Juni bis Mitte September finden 34 Solo-Jodelauftritte an besonderen Naturorten in Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden und im Toggenburg statt. Ziel des vom Roothuus Gonten initiierten Projekts ist es, den Jodel zurück in den Alltag zu holen und Menschen rund um den Alpstein miteinander zu verbinden.

Die jeweils zwei rund 15-minütigen Soloauftritte finden bei jedem Wetter statt – morgens zur Melkzeit, abends zum Alpsegen oder am Sonntagmorgen rund um den Kirchgang. Gesungen werden Rugguusseli, Zäuerli und Toggenburger Naturjodel an Orten in freier Natur.

Den Auftakt machen am Mittwoch um 19 Uhr Klemens Neff und Edi Gantenbein bei der Sonnenhalb-Kapelle in Weissbad. Die nächsten Auftritte folgen dann am Salomonstempel in Hemberg am Freitag oder beim Alten Scheibenstand in Urnäsch am kommenden Dienstag, jeweils um 20 Uhr. Den Abschluss der Reihe bildet am 18. September die öffentliche «Schlusslosi» im Roothuus Gonten. (pd/ glf)

13:00 UhrDienstag, 16. Juni

Hitchcocks erster Thriller mit Live-Musik in der Lokremise St.Gallen

Als «The Lodger» 1926 erschien, war Alfred Hitchcock 27 Jahre alt.

Als «The Lodger» 1926 erschien, war Alfred Hitchcock 27 Jahre alt.

Bild: Christof Escher

Das Ensemble Ciné Musique bringt am Samstag, 28. Juni, um 20 Uhr Alfred Hitchcocks Stummfilmklassiker «The Lodger – A Story of the London Fog» in die Lokremise St.Gallen – begleitet von live gespielter Filmmusik. Dirigent Christof Escher präsentiert das Filmkonzert bereits zum dritten Mal in St.Gallen.

«The Lodger» entstand 1926 und gilt als der erste Film, in dem Hitchcock seinen späteren Stil aus Spannung, Ungewissheit und feinem Humor entwickelte. Für den Stummfilm komponierte der britische Komponist Joby Talbot eine neue Partitur, die vom Ensemble Ciné Musique live gespielt wird. Neben klassischen Instrumenten kommen dabei auch ungewöhnliche Klangerzeuger wie Sandpapier, Steine und Luftgeräusche zum Einsatz. (pd/ glf)

11:06 UhrDienstag, 16. Juni

Frauenfelder Künstlerinnen-Duo erhält Atelierstipendium in Buenos Aires

Von links: Die Frauenfelder Künstlerinnen Salomé Käsemodel und Paula Blaser.

Von links: Die Frauenfelder Künstlerinnen Salomé Käsemodel und Paula Blaser.

Bild: zvg

Die Frauenfelder Kulturschaffenden Salomé Käsemodel und Paula Blaser werden Anfang 2027 für ein halbes Jahr in Buenos Aires leben und arbeiten. Die Kulturkommission der Stadt Frauenfeld hat das Duo für das Atelierstipendium der Städtekonferenz Kultur (SKK) ausgewählt.

Vom 1. Januar bis 30. Juni 2027 steht den beiden Künstlerinnen ein Atelier in der argentinischen Hauptstadt zur Verfügung. Während Käsemodel als Filmerin und Musikerin tätig ist, arbeitet Blaser als Fotografin und DJ. Die beiden arbeiten seit Jahren in unterschiedlichen Konstellationen zusammen und wollen die Zeit in Südamerika nutzen, um ein gemeinsames Projekt zwischen Internetkultur, Punkästhetik und elektronischer Musik zu entwickeln. Geplant ist die Entstehung einer «Digital Punk EP».

Die Stadt Frauenfeld ist Mitglied der Städtekonferenz Kultur, die in verschiedenen Metropolen – darunter Buenos Aires, Genua, Belgrad und Kairo – Ateliers für Kunstschaffende betreibt. Die Aufenthalte werden turnusmässig an Künstlerinnen und Künstler aus den beteiligten Städten vergeben. (pd/ glf)

09:44 UhrDienstag, 16. Juni

Parkplatzfest belebt den Platz zwischen Palace und Grabenhalle

Am Samstag findet das 19. Parkplatzfest in St.Gallen statt.

Am Samstag findet das 19. Parkplatzfest in St.Gallen statt.

Bild: zvg

Am Samstag verwandelt sich der Parkplatz zwischen Palace, Grabenhalle und «Schwarzem Engel» zum 19. Mal in einen Begegnungsort mit Musik, Spielen und Kulinarik. Das Parkplatzfest wird vom gleichnamigen Verein organisiert, der von Personen aus Palace, Grabenhalle und «Schwarzem Engel» getragen wird . Der Eintritt erfolgt auf Kollekte.

Los geht es um 14 Uhr. Um 15.30 Uhr steigt in der Grabenhalle mit der Kinderdisco mit DJ Lampi und einer Sirupbar dann der erste Höhepunkt für die kleinen Gäste. Auf dem Platz folgen moderierte Bingo-Runden um 18.45 und 23.15 Uhr sowie ab 19.45 Uhr Konzerte: Das Genfer Quartett Milla Pluton verbindet Rock, Pop und elektronische Einflüsse, die Band Verbrennung 3. Grades bringt energiegeladenen feministischen Post-Punk auf die Bühne, bevor der Lausanner Rapper Dibby den Konzertabend abschliesst. Die Afterparty findet in der Grabenhalle mit der Basler DJ Smashley statt, die Baile Funk, Breaks und Trap auflegt. (pd/ glf)

17:54 UhrMontag, 15. Juni

J.S. Bach-Stiftung St. Gallen wird in Leipzig mit der Bach-Medaille geehrt

Konrad Hummler, Mäzen und Stiftungspräsident der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen, nimmt am Bachfest Leipzig die Bach-Medaille 2026 entgegen.

Konrad Hummler, Mäzen und Stiftungspräsident der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen, nimmt am Bachfest Leipzig die Bach-Medaille 2026 entgegen.

Gerd Mothes

Im Rahmen des Bachfestes Leipzig wurde die J. S. Bach-Stiftung St.Gallen heute mit der Bach-Medaille der Stadt Leipzig ausgezeichnet. Die Übergabe der Medaille erfolgte im Anschluss an ein Konzert der Bach-Stiftung durch den Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung sowie den Direktor des Bach-Archivs Leipzig, Prof. Dr. Dr. h. c. Peter Wollny.
 
Die von Konrad Hummler ins Leben gerufene J. S. Bach-Stiftung versteht die Auszeichnung als bedeutende Würdigung ihres seit 2006 verfolgten Langzeitprojekts, in dessen Rahmen sie das gesamte Vokalwerk Johann Sebastian Bachs aufführt und dokumentiert. Unter der künstlerischen Leitung von Rudolf Lutz haben Chor und Orchester der Stiftung in den vergangenen zwei Jahrzehnten eine kontinuierliche Arbeit entwickelt, die historisch informierte Aufführungspraxis, inhaltliche Vermittlung und mediale Zugänglichkeit verbindet.

Rudolf Lutz und Konrad Hummler an der Verleihung der Bach-Medaille in Leipzig.

Rudolf Lutz und Konrad Hummler an der Verleihung der Bach-Medaille in Leipzig.

Bild: Gerd Mothes

«Dass unser Gesamtkunstwerk mit einer so bedeutenden Medaille gewürdigt wird, erfüllt mich mit grosser Dankbarkeit», sagte Rudolf Lutz vor der Preisverleihung. «Leipzig ist das Herz der internationalen Bach-Pflege und Aufführungspraxis – schliesslich hat Johann Sebastian Bach hier über ein Vierteljahrhundert gewirkt. Diese Anerkennung ausgerechnet an diesem Ort zu erhalten, ist für uns eine besondere Ehre.»

Die Bach-Medaille der Stadt Leipzig wird für besondere Verdienste um das Werk Johann Sebastian Bachs vergeben und gilt als eine der bedeutendsten Auszeichnungen im Umfeld der Bach-Rezeption. Die Jury setzt sich zusammen aus dem Gewandhauskapellmeister, dem Rektor der Hochschule für Musik und Theater «Felix Mendelssohn Bartholdy» Leipzig, dem Thomaskantor, dem Präsidenten und dem Direktor des Bach-Archivs.

Chor und Orchester der Bachstiftung unter der Leitung von Rudolf Lutz.

Chor und Orchester der Bachstiftung unter der Leitung von Rudolf Lutz.

Bild: Iris Müller

«Seit zwanzig Jahren setzen Chor und Orchester der Stiftung unter der Leitung von Rudolf Lutz künstlerisch höchste Massstäbe», heisst es in der Jurybegründung, und weiter: «Gefördert von Unternehmer Dr. Konrad Hummler wurde und wird das Schaffen Bachs – mit den begleitenden Werkeinführungen und Reflexionen zu Text und Musik des jeweils dargebotenen Werks und der Veröffentlichung der Konzerte in Videos und auf CD – einem grossen Publikum auf innovative und nachhaltige Weise nahegebracht

In seiner Dankesrede betonte Stiftungspräsident Konrad Hummler, dass Bachs Musik es wie keine andere verdiene, der Welt und den nächsten Generationen weitergegeben zu werden: «Mit der heutigen Medaillen-Verleihung wird all jenen Mut gemacht, die auf ihre eigene Weise und mit ihren eigenen Möglichkeiten zum grossen Ziel beitragen werden, unsere Welt dank Musik ein klein wenig erträglicher zu machen.»

Die Bach-Medaille der Stadt Leipzig, gefertigt in der traditionsreichen Meissener Porzellanmanufaktur.

Die Bach-Medaille der Stadt Leipzig, gefertigt in der traditionsreichen Meissener Porzellanmanufaktur.

Bild: zvg

Chor und Orchester der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen gastieren am Bachfest Leipzig mit mehren Kantatenkonzerten. Das nächste Konzert zu Hause in der Ostschweiz wird kommende Woche im Theater St.Gallen stattfinden. Im Rahmen der St.Galler Festspiele steht am Donnerstag, 25. Juni, die weltliche Kantate «Lasst uns sorgen, lasst uns wachen» BWV 213 auf dem Programm – eine Glückwunschkantate zum Geburtstag des Kurprinzen Friedrich Christian.

Solisten sind Miriam Feuersinger (Sopran), Alex Potter (Altus), Georg Poplutz (Tenor) und Israel Martins (Bass). Werkeinführung 17.30 Uhr mit Rudolf Lutz und Barbara Bleisch, Konzert 19 Uhr. (pd/bk.)

17:45 UhrMontag, 15. Juni

Die Kulturwanderung des Forums Würth Rorschach folgt einem Gemälde

Das Gemälde von Monica Tap (links) und ein Teil des Jakobswegs zwischen Untereggen und Goldach.

Das Gemälde von Monica Tap (links) und ein Teil des Jakobswegs zwischen Untereggen und Goldach.

Bild: zvg

Die nächste Kulturwanderung des Forums Würth Rorschach , die am 27. Juni, von 13.15 bis 17 Uhr stattfindet, lässt Teilnehmende in ein Gemälde eintauchen. Die Wanderung ist angelehnt an das Werk der kanadischen Künstlerin Monica Tap, das sich mit dem Jakobsweg auseinandersetzt. Gemeinsam begeben sich die Teilnehmenden auf eine Etappe der Via Jacobi, dem Schweizer Abschnitt des Jakobswegs, der von Untereggen bis nach Rorschach führt. Mit dabei sind zwei Kenner der Route: Josef Schönauer, der seit Jahrzehnten Pilgerreisen leitet, und Autor Richard Lehner.

Die Wanderung endet im Würth Haus Rorschach. Dort besteht die Möglichkeit, die aktuellen Ausstellungen zu besichtigen. Darunter auch das ausschlaggebende Gemälde von Monica Tap, welches in der Ausstellung «Sport und Freizeit» gezeigt wird. (pd/lgr)

Der Startpunkt der Wanderung ist die Postautohaltestelle Vorderhof in Untereggen. Interessierte können sich unter rorschach@forum-wuerth.ch  anmelden.

15:10 UhrMontag, 15. Juni

Sarah Kuratle und Thomas Bissinger treffen sich zum Werkstattgespräch

Autorin Sarah Kuratle und Autor Thomas Bissinger kommen für ein Werkstattgespräch nach Gottlieben.

Autorin Sarah Kuratle und Autor Thomas Bissinger kommen für ein Werkstattgespräch nach Gottlieben.

Bild: zvg

Am Donnerstag, 18. Juni, um 19.30 Uhr treffen sich der Autor Thomas Bissinger und die Autorin Sarah Kuratle zu einem Werkstattgespräch im Literaturhaus Thurgau in Gottlieben .

Für ihren kürzlich erschienenen Roman «Chimäre» erhielt die in Dornbirn wohnhafte Sarah Kuratle den Kreationsbeitrag von Pro Helvetia. Ausserdem war der Roman drei Monate hintereinander auf der Bestenliste des ORF vertreten. Die Geschichte folgt Gregor, der die Grenzen der Natur definieren will, und Alice, die ebendiese Grenzen durchbricht. Ein Buch, das sich inhaltlich wie sprachlich ähnlich einer Metamorphose entwickelt.

Thomas Bissinger, der in Konstanz lebt, erhielt für das Romanprojekt «Ehrenfest», das vom Leben des österreichischen Physikers Paul Ehrenfest erzählt, den Retzhof-Preis für junge Literatur. Bissinger war unter anderem Stipendiat der Bayerischen Akademie des Schreibens. (pd/lgr)

11:55 UhrMontag, 15. Juni

Schweizer Designpreise: Zwei Ostschweizer werden ausgezeichnet

Preisträger Nicolas Bernklau arbeitet als Grafik- und Schriftdesigner in St.Gallen.

Preisträger Nicolas Bernklau arbeitet als Grafik- und Schriftdesigner in St.Gallen.

Bild: zvg

Das Bundesamt für Kultur (BAK) hat die Preisträgerinnen und Preisträger der Schweizer Kunst- und Designpreise bekannt gegeben. Sie werden heute im Rahmen der Art Basel gewürdigt. Die Ausstellungen Swiss Art Awards und Swiss Design Awards, an denen die Werke der Finalistinnen und Finalisten der beiden Wettbewerbe zu sehen sind, werden ebenfalls heute, in Anwesenheit von Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider, eröffnet.

Unter den Preisträgerinnen und -trägern befinden sich zwei Designer aus der Ostschweiz:

Benedict Haener erhält einen Preis in der Kategorie «Produkte und Objekte». Nach seiner Lehre als Goldschmied vertiefte er sein Handwerk mit dem «Industrial Design»-Studium am Gewerblichen Berufs- und Weiterbildungszentrum St.Gallen (GBSSG) und der Vertiefung «XS Schmuck» an der Hochschule Luzern. Heute zeigt der Designer, der aus dem thurgauischen Horn stammt, seinen Schmuck im Atelier Garten Eben  in Luzern.

In der Kategorie «Designforschung» erhält Nicolas Bernklau eine Auszeichnung. Bernklau ist in Deutschland geboren und arbeitet mittlerweile als Grafik- und Schriftdesigner in St.Gallen. Er studierte Type Design an der École cantonale d'art de Lausanne. Heute doziert Bernklau Typografie an der GBSSG sowie an Hochschulen in Ravensburg und Nürnberg. (pd/lgr)

10:35 UhrMontag, 15. Juni

Kreuzlinger Kulturlokal Kult-X neu mit Co-Leitung

Anja Illmeier (links) und Eve Hübscher leiten seit Juni gemeinsam das Kreuzlinger Kult X.

Anja Illmeier (links) und Eve Hübscher leiten seit Juni gemeinsam das Kreuzlinger Kult X.

Bilder: zvg

Das Kult-X Kreuzlingen stellt seine Leitung breiter auf: Seit Anfang Juni hat Anja Illmaier die Co-Leitung Administration und Betrieb übernommen. Gemeinsam mit Eve Hübscher, deren Schwerpunkt nun auf Strategie, Kommunikation und Community-Arbeit liegt, bildet sie die neue Co-Leitung des Kulturzentrums. Illmaier war unter anderem bereits für das Taktlos Festival Zürich, das unerhört!-Festival Zürich und Intakt Records tätig. Zur Geschäftsstelle des Kult-X gehört weiterhin auch Jonathan King, der das Kulturzentrum seit vielen Jahren als technischer Leiter begleitet.

Mit der Co-Leitung entwickelt das Kult-X seine Struktur weiter. Das Haus ist in den letzten Jahren gewachsen – mit mehr Nutzungen, mehr beteiligten Vereinen, mehr Veranstaltungen und höheren Anforderungen. Gleichzeitig steht das Kult-X mit Umbau und Interimsbetrieb vor einer anspruchsvollen Übergangsphase. Bis Ende Juni wird das Lokal an der Hafenstrasse 8 vollständig geräumt. Anschliessend wird im Kunstraum Kreuzlingen an der Bodanstrasse 7A die provisorische Bühne für den Interimsbetrieb aufgebaut. Nach den Sommerferien, voraussichtlich ab dem 10. August, nimmt das Kult-X den Betrieb wieder auf. (pd/lgr)

12:58 UhrFreitag, 12. Juni

Patrick Kessler erhält Ausserrhoder Kulturpreis

Der Ausserrhoder Musiker, Komponist und Klangkünstler Patrick Kessler.

Der Ausserrhoder Musiker, Komponist und Klangkünstler Patrick Kessler.

Bild: Kasimir Höhener

Der Ausserrhoder Kulturpreis 2026 geht an den Musiker, Komponisten und Klangkünstler Patrick Kessler, wie der Kanton Appenzell Ausserrhoden mitteilt. Der Regierungsrat würdigt damit das Werk eines Künstlers, der seit über zwanzig Jahren die Musikszene des Kantons mit experimentellen Projekten, Kompositionen und Konzertinstallationen prägt. Der mit 25'000 Franken dotierte Preis wird am 19. September im Casino Herisau verliehen.

Der in Gais lebende Kontrabassist ist Gründer des Festivals Klang Moor Schopfe, das alle zwei Jahre stattfindet. Mit Projekten wie dem Chuchchepati Orchestra und zahlreichen interdisziplinären Arbeiten macht Kessler Räume hörbar und vernetzt Kulturschaffende weit über die Musikszene hinaus. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit unterrichtet er an verschiedenen Musikschulen der Region.

Die Ausserrhoderin Tänzerin, Tanzpädagogin und Choreografin Christine von Mentlen.

Die Ausserrhoderin Tänzerin, Tanzpädagogin und Choreografin Christine von Mentlen.

Bild: zvg

Den mit 10'000 Franken dotierten kulturellen Anerkennungspreis erhält der Tanzraum Herisau. Die von Tänzerin, Tanzpädagogin und Choreografin Christine von Mentlen 2005 gegründete Plattform hat sich zu einem wichtigen Ort für Tanz, Theater, Musik und Literatur in Appenzell Ausserrhoden entwickelt. (pd/ glf)

11:00 UhrFreitag, 12. Juni

Das neuste Literaturheft Mauerläufer widmet sich Mensch und Tier

Die Titelseite der zwölften Ausgabe des Mauerläufers.

Die Titelseite der zwölften Ausgabe des Mauerläufers.

Bild: zvg

Die zwölfte Ausgabe des literarischen Jahreshefts «Mauerläufer » setzt sich mit dem Verhältnis von Mensch und Tier auseinander. Unter dem Titel «Das Tier in mir, das Tier und wir – Wo Sprache brüllt und Sehnsucht jagt» versammelt das Heft Texte und künstlerische Arbeiten von 40 Autorinnen, Autoren und Kunstschaffenden aus der Bodenseeregion und darüber hinaus. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach tierischen Instinkten, Projektionen und der Rolle von Tieren in Literatur und Gesellschaft. Gestaltet wurde die Ausgabe vom Konstanzer Grafikdesigner Ralf Staiger.

Vorgestellt wird der neue «Mauerläufer» am Samstag, 20. Juni, um 11 Uhr in der Lesestube der Frauenfelder Lesegemeinschaft. Chris Inken Soppa, Franz Schwarzbauer und Niels Zubler lesen aus dem Heft, Gastautorin ist Alice Grünfelder. Bereits diesen Samstag um 15 Uhr wird die Ausgabe auf der Deutschen Seite des Bodensees, auf der Burg Meersburg präsentiert. Eine Anmeldung für die Veranstaltungen ist nicht nötig. (pd/ glf)

08:38 UhrFreitag, 12. Juni

Kinok St.Gallen: Barbara Gysi und eine Betroffene diskutieren nach Film über Samenspende

Die St.Galler Nationalrätin Barbara Gysi.

Die St.Galler Nationalrätin Barbara Gysi.

Bild: Anthony Anex

Mit «Solomamma» zeigt das Kinok in St.Gallen eine norwegische Tragikomödie über moderne Familienmodelle und die Frage nach Herkunft und Identität. Der Film von Janicke Askevold feierte 2025 am Locarno Film Festival Premiere und wurde dort mit dem Preis der Ökumenischen Jury ausgezeichnet.

Im Mittelpunkt steht die alleinerziehende Journalistin Edith, die den anonymen Samenspender ihres fünfjährigen Sohnes ausfindig macht. Unter dem Vorwand eines Interviews sucht sie den Kontakt – und gerät dadurch selbst in einen emotionalen Konflikt zwischen Verantwortung, Wahrheit und ihren eigenen Gefühlen.

Die Premiere findet heute Freitag um 18.30 Uhr statt. Im Anschluss diskutieren die St.Galler SP-Nationalrätin Barbara Gysi, die sich politisch für die Rechte von Spenderkindern einsetzt, sowie eine Betroffene über das Thema. Moderiert wird das Gespräch von Annegret Wigger, Kantonsrätin und ehemalige Professorin für Soziale Arbeit an der Fachhochschule OST. (pd/ glf)

16:22 UhrDonnerstag, 11. Juni

«Lebenslänglich?» kommt nach St. Gallen

Sheryn Locher bringt diesen Sonntag ihren True-Crime-Podcast «Lebenslänglich?» auf die Bühne des Kugl in St. Gallen. Der Abend beginnt um 19 Uhr, Türöffnung ist um 18 Uhr.

In ihrem Podcast beleuchtet Locher wahre Verbrechen aus der Schweiz und macht sie nachvollziehbar.

In ihrem Podcast beleuchtet Locher wahre Verbrechen aus der Schweiz und macht sie nachvollziehbar.

Bild: zvg

In ihrem Podcast beleuchtet Locher wahre Verbrechen aus der Schweiz und macht sie nachvollziehbar, ohne dabei die Ernsthaftigkeit der Geschichten aus dem Blick zu verlieren. Der Auftritt in St.Gallen ist für Locher in zweierlei Hinsicht speziell. Sie stammt aus Herisau und hat deshalb eine Art Heimspiel. Gleichzeitig markiert der Abend eine neue Phase für «Lebenslänglich?». Es ist der erste öffentlich zugängliche Solo-Liveauftritt Lochers mit regulärem Ticketverkauf.

Im Mittelpunkt des Live-Podcasts steht am Samstag ein Schweizer Fall, der von finanzieller Not über Betrug bis hin zu dramatischen Entwicklungen führt. Das Publikum wird dabei aktiv einbezogen. Die Comedian Reena Krishnaraja eröffnet den Abend als Pre-Act. (pd/ arc)

Hinweis

Tickets gibt’s auf eventfrog.ch .

13:00 UhrDonnerstag, 11. Juni

Hamburger Autorinnen präsentieren Arbeitsweisen in St.Gallen

Was inspiriert das eigene Schreiben? Wie sieht der Alltag zwischen erstem Entwurf und fertigem Buch aus? Antworten auf diese Fragen liefern diesen Samstag die Hamburger Autorinnen Sigrid Behrens und Stefanie Richter im Raum für Literatur in der Hauptpost. Das Werkstattgespräch beginnt um 19 Uhr.

Sigrid Behrens (links) und Stefanie Richter sind am Freitag in St.Gallen zu Gast.

Sigrid Behrens (links) und Stefanie Richter sind am Freitag in St.Gallen zu Gast.

Bilder: zvg

Die beiden Autorinnen werden in einem Wechselspiel aus gegenseitigen Interviews und Kurzlesungen ihre literarischen Vorbilder erkunden, ihre Schreibroutinen teilen und ihre jeweiligen Arbeitsweisen («Poetologien») greifbar machen.

Die dialogisch angelegte Veranstaltung ist Teil des übergeordneten St.Gallen-Hamburg-Projekts mit dem Titel «Transit» und ist konzeptionell als literarischer Austausch zwischen je zwei Autorinnen aus Hamburg und aus St.Gallen gedacht. Das Werkstattgespräch zwischen den Ostschweizerinnen Laura Vogt und Julia Sutter fand bereits am Freitag in Hamburg statt. Beide Veranstaltungen werden von der Gesellschaft für deutsche Sprache und Literatur (GdSL) unterstützt. (pd/arc)

Türöffnung: 18.45 Uhr; Eintritt: CHF 10 (regulär); CHF 5 (mit Kulturlegi) – nur Barzahlung möglich.

11:00 UhrDonnerstag, 11. Juni

Auf den Spuren prägender St.Galler Frauen

Über den Sommer hinweg finden Frauenstadtrundgänge durch St.Gallen statt.

Über den Sommer hinweg finden Frauenstadtrundgänge durch St.Gallen statt.

Bild: zvg

Wer waren die Frauen, die St.Gallen geprägt haben, ohne in den Geschichtsbüchern stets im Rampenlicht zu stehen? Der Stadtrundgang «Wiboradas Schwestern» macht ihre Geschichten sichtbar. Nach der erfolgreichen Premiere im Rahmen des Wiborada-Jubiläums finden die Führungen auch im Sommer und Herbst statt .

Im Zentrum stehen Frauen, die sich für Bildung, Gleichstellung und gesellschaftlichen Wandel engagierten. Dazu gehören etwa die Grafikerin Lucie Scherrer, die Lehrerin Elsa Nüesch, die erste Bundesrichterin der Schweiz, Margrith Bigler-Eggenberger, oder die Textilkünstlerin Verena Lehmann. Auch weniger bekannte Akteurinnen kommen zu Wort – etwa jene Frauen, die 1953 eine Ausstellung zur Frauenarbeit organisierten.

Die nächsten Termine finden am 20. Juni und 15. August jeweils von 15 bis 17 Uhr sowie am 10. September von 18 bis 20 Uhr statt. Treffpunkt ist der Wiborada-Brunnen bei St.Mangen, die Tickets können dort für 15 Franken erworben werden. Die Rundgänge dauern rund 90 Minuten und werden bei jeder Witterung durchgeführt. Eine Anmeldung ist nur für Gruppen ab vier Personen erforderlich . (pd/ glf)

09:07 UhrDonnerstag, 11. Juni

Hackbrettkonzert in Rorschacherberg

Das Trio Anderscht: Fredi Zuberbühler, Raffael Bietenhader und Andrea Kind (v.l.).

Das Trio Anderscht: Fredi Zuberbühler, Raffael Bietenhader und Andrea Kind (v.l.).

Bild: zvg

Der Kulturverein Schloss Wartegg lädt am Sonntag um 20 Uhr zum Konzert des Trio Anderscht . Die drei Ostschweizer Musikerinnen und Musiker zeigen, wie vielseitig das Hackbrett klingen kann – weit über die traditionelle Volksmusik hinaus.

Andrea Kind und Fredi Zuberbühler am Konzerthackbrett sowie Kontrabassist Raffael Bietenhader verbinden Appenzeller Volksmusik mit Elementen aus Klassik, Jazz und Weltmusik. Zuberbühler entwickelte eigens die fünfoktavigen Konzerthackbretter des Ensembles, während Kind als Komponistin einen grossen Teil des Repertoires beisteuert. Das Trio war bereits auf zahlreichen Bühnen in Europa, Asien und dem Nahen Osten zu Gast. (pd/ glf)

15:45 UhrMittwoch, 10. Juni

St.Galler Autor Christoph Keller kritisiert SVP-Nachhaltigkeitsinitiative im «Südkurier»

Der St.Galler Autor Christoph Keller lehnt die SVP-Nachhaltigkeitsinitiative ab.

Der St.Galler Autor Christoph Keller lehnt die SVP-Nachhaltigkeitsinitiative ab.

Bild: Niklas Thalmann

Der St.Galler Schriftsteller Christoph Keller kritisiert heute in einem Gastbeitrag in der schwäbischen Tageszeitung   «Südkurier»   die SVP-Nachhaltigkeitsinitiative, über die am 14. Juni abgestimmt wird. Unter dem Titel «Die faulen Tricks der Schweizer Populisten» wirft er der Partei vor, reale Probleme wie Wohnungsnot oder überlastete Infrastrukturen auf die Zuwanderung zu reduzieren.

«Die SVP räumt nicht auf. Sie stellt Menschen vor die Tür und nennt den kalten Luftzug Freiheit», schreibt Keller. Die Initiative schütze nicht die Schweiz, sondern vor allem die Interessen von Eigentümern und Privilegierten; zudem warnt er vor autoritären Tendenzen und einer Aushöhlung demokratischer Institutionen. Dabei sieht Keller, der 20 Jahre in New York gelebt hat, Parallelen zur politischen Strategie der US-Republikaner. (gen)

13:30 UhrMittwoch, 10. Juni

Letzte Vorstellung von «Haus Blaues Wunder» in Konstanz

Am Sonntag führt das Theater Konstanz zum letzten Mal «Haus Blaues Wunder» auf.

Am Sonntag führt das Theater Konstanz zum letzten Mal «Haus Blaues Wunder» auf.

Bild: Philipp Uricher

Diesen Sonntag um 15 Uhr findet auf der Werkstattbühne des Theater Konstanz die letzte Familienvorstellung von «Haus Blaues Wunder» statt. Tickets sind über die Website des Theaters erhältlich . Das Stück von Ingeborg von Zadow erzählt mit viel Humor von Besitz, Zusammenleben und Solidarität – und davon, was passiert, wenn zwei Menschen dasselbe Haus gekauft haben.

Herr Goldbeutel zieht mit einem Berg Möbel ein, Herr Pfefferkorn lediglich mit einem Koffer und einem Eichhörnchen. Aus dem unfreiwilligen Zusammenleben entwickelt sich eine ebenso absurde wie unterhaltsame Geschichte über Platzansprüche, Neid und Kompromisse. Regisseur Milan Gather inszeniert das Stück mit Witz und Empathie, Jana Alexia Rödiger und Sylvana Schneider übernehmen die beiden Hauptrollen. (pd/glf)

11:00 UhrMittwoch, 10. Juni

Literaturhaus St.Gallen holt «Skandalbuch» zurück ins Rampenlicht

Die Filmemacherin und Literaturkritikerin Manuela Reichart.

Die Filmemacherin und Literaturkritikerin Manuela Reichart.

Bild: zvg

Im Rahmen des Jubiläumsprogramms «40 Jahre Frauenbibliothek Wyborada» widmet sich das Literaturhaus St.Gallen am Donnerstag einem Roma n, der vor über hundert Jahren einen Skandal auslöste: «Das gefährliche Alter» der dänischen Autorin Karin Michaëlis. Die Filmemacherin und Literaturkritikerin Manuela Reichart stellt die kürzlich neu übersetzte Ausgabe vor und ordnet Werk und Autorin ein. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr im Festsaal des Stadthauses St.Gallen.

Der 1910 erschienene Roman erzählt von einer Frau, die sich mit Anfang vierzig scheiden lässt und sich den gesellschaftlichen Erwartungen an weibliches Altern widersetzt. Das Buch, das sich offen mit den Wechseljahren auseinandersetzt, löste seinerzeit heftige Debatten aus, Heute gilt es als wegweisender Text feministischer Literatur. (pd/ glf)

08:10 UhrMittwoch, 10. Juni

Delcy Morelos führt durch ihre Ausstellung in St.Gallen

Die kolumbianische Künstlerin Delcy Morelos.

Die kolumbianische Künstlerin Delcy Morelos.

Bild: Thi My Lien Nguyen

Die kolumbianische Künstlerin Delcy Morelos lädt diesen Sonntag um 12.30 Uhr zu einer öffentlichen Führung durch ihre Ausstellung «Las formas de la sombra» in der Lokremise in St.Gallen ein . Dabei gibt die international renommierte Künstlerin persönliche Einblicke in ihre Arbeitsweise und die Hintergründe ihrer Werke.

Für die Lokremise hat Morelos eine grossformatige Installation aus recycelter Erde, gebrauchtem Holz und Duftessenzen geschaffen. Mit ihrer nahezu monochromen, dunklen Farbigkeit verwandelt sie den Ausstellungsraum in ein Umfeld, das nicht nur betrachtet, sondern auch gerochen und körperlich erfahren werden kann. Im Zentrum steht ein weitläufiges Feld aus Erde und Holz, das Assoziationen an Landschaften, Ackerflächen und archäologische Spuren weckt.

Die Ausstellung verbindet Fragen von Naturverbundenheit, indigener Spiritualität und kolonialem Erbe und macht das Verhältnis des Menschen zur Umwelt auf eindringliche Weise erfahrbar. «Las formas de la sombra» ist noch bis zum 12. Juli in der Lokremise zu sehen. Der Eintritt zur Ausstellung und zur Führung ist frei, jedoch ist eine Anmeldung per Mail erforderlich (pd/ glf)

16:09 UhrDienstag, 9. Juni

Drei Tage Musik und Kunst im Schloss Werdenberg

Die Schweizer Celllistin Fatima Dunn spielt an der kleinen Ausgabe der Schlossmediale Werdenberg.

Die Schweizer Celllistin Fatima Dunn spielt an der kleinen Ausgabe der Schlossmediale Werdenberg.

Bild: Nico Contesse

Die Mini-Schlossmediale lädt vom 18. bis 20. Juni zu drei Tagen voller Musik, Kunst und kultureller Begegnungen ins Schloss Werdenberg ein. Die kleine Ausgabe der biennalen Schlossmediale findet 2026 zum ersten Mal statt und steht unter dem Motto «(Vor)Sicht».

Auf dem Programm stehen unter anderem ein Konzert der Cellistin und Singer-Songwriterin Fatima Dunn, Klangkunst des Basler Künstlers Fabrizio Di Salvo, das italienische Tanztheaterstück «L'Erba del Vicino», Live-Soundtracks zu Stummfilmen sowie der Klangparcours «Tziu Tziu» in der Bibliothek Buchs. Den Abschluss bildet der Chansonabend «Vergiss nie, dass ich dich liebe!» über die Freundschaft von Édith Piaf und Marlene Dietrich.

Die Mini-Schlossmediale versteht sich als Intermezzo zwischen den regulären Ausgaben der Schlossmediale, die 2027 wieder während zehn Tagen stattfinden wird. Programm und Tickets auf schlossmediale.ch  (pd/gen)

09:55 UhrDienstag, 9. Juni

Autismusverlag St.Gallen zum Verlag des Jahres gekürt

Der St.Galler Autismusverlag hat 2025 ein barrierefreies Brettspiel entwickelt.

Der St.Galler Autismusverlag hat 2025 ein barrierefreies Brettspiel entwickelt.

Bild: Andrea Tina Stalder

Der Schweizer Buchhandels- und Verlags-Verband (SBVV) hat den Autismusverlag St.Gallen zum Verlag des Jahres 2026 gekürt. Das hat der Verband am Dienstag bekannt gegeben.

Das Portfolio des St.Galler Verlags umfasst Bücher rund um Autismus, Materialien für die unterstützte Kommunikation und Produkte, die sich zum Arbeiten nach dem TEACCH-Ansatz gut eignen. Dabei handelt es sich um einen pädagogischen Ansatz für strukturierte, visualisierte Aufgaben. Wie der Verband schreibt, füllt der Verlag damit eine Lücke im deutschsprachigen Raum.

Der Verlag beschäftigt Neurotypische wie auch Menschen im Autismusspektrum. Er ist somit inklusiv – und zugleich vollwertiger Teilnehmer des ersten Arbeitsmarkts, ohne Unterstützung der öffentlichen Hand.

An der Generalversammlung des SBVV in Bern wurde am Montag auch der Gewinner in der Kategorie Buchhandlung des Jahres verkündet. Es handelt sich um BUK in Luzern. (pd/arc)

16:14 UhrMontag, 8. Juni

30 Jahre Architektur Forum Ostschweiz

Die Titelseite des Buchs «Die Gemeinschaft spricht Architektur».

Die Titelseite des Buchs «Die Gemeinschaft spricht Architektur».

Bild: zvg

Das Architektur Forum Ostschweiz feiert sein 30-jähriges Bestehen mit einem Jubiläumsfest am 12. Juni im Gut und Güter in St.Gallen. Im Zentrum steht die Vernissage des Buchs «Die Gemeinschaft spricht Architektur», das 32 Beiträge aus der Artikelserie «Gutes Bauen Ostschweiz» versammelt.

Die Publikation greift aktuelle Fragen der Baukultur auf – von Raumplanung, Städtebau und Architektur bis zu Klimakrise, Verdichtung und künftigen Wohnformen. Ziel der seit 2022 erscheinenden Artikelserie ist es, die Diskussion über Baukultur über die Fachwelt hinaus anzuregen. Die Beiträge erscheinen unter anderem im Ostschweizer Kulturmagazin «Saiten» und bei Swiss-Architects.

Nach der Buchvernissage folgen ein Flying Buffet und der offizielle Festakt zum Jubiläum. Anschliessend wird im Kugl mit Live-Musik, DJs und Tanz weitergefeiert. Für die Vernissage und den Festakt war eine Anmeldung per Mail bis letzten Freitag erforderlich , die Party im Kugl ist frei zugänglich. (pd/ glf)

12:00 UhrMontag, 8. Juni

Museum Appenzell stellt historische Haushaltshelfer aus

Das Handrührgerät «Gerda» erleichterte in den 70er Jahren vielen  die Hausarbeit.

Das Handrührgerät «Gerda» erleichterte in den 70er Jahren vielen die Hausarbeit.

Bild: Urs Baumann

Mit der Sonderausstellung «Gerda, Kernex, Sibir. Praktische Geräte im Haushalt» wirft das Museum Appenzell ab kommendem Sonntag einen Blick auf jene Alltagshelfer, die das Leben im 20. Jahrhundert leichter gemacht haben. Bis zum 14. Februar 2027 stehen Haushaltsgeräte im Mittelpunkt, die einst als Symbole von Fortschritt, Komfort und Modernität galten.

Ob Handrührgerät «Gerda», Kirschenentkerner «Kernex» oder Kühlschrank «Sibir» – die Ausstellung zeigt, wie technische Innovationen Einzug in Küchen, Waschküchen und Wohnzimmer hielten. Anhand von Geräten aus der Sammlung des Museums sowie historischen Plakaten, Fotografien und Filmen soll sichtbar werden, wie sich der Alltag durch Mechanisierung und Elektrifizierung wandelte. Zugleich stellt die Ausstellung die Frage, ob die versprochene Entlastung tatsächlich zu mehr Freizeit führte oder lediglich neue Erwartungen an Ordnung, Sauberkeit und Haushaltsführung schuf.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den Rollenbildern jener Zeit. Werbung und Konsumentenberatung präsentierten die moderne Hausfrau als effiziente Managerin des Haushalts – während die traditionelle Arbeitsteilung bestehen blieb. Ergänzt wird die Ausstellung durch künstlerische Arbeiten von Roman Signer und Hans Schweizer.

Auch das Begleitprogramm verspricht spannende Einblicke: So zeigen Susanne und Regula Meyer das Flechten von Halmbesen, die Künstlerin Harlis Schweizer Hadjidj lädt zum Zeichnen von Haushaltsgeräten ein, und im Rahmen der Appenzeller Filmnächte steht eine Vorführung des Films «Hello Betty» auf dem Programm. (pd/ glf)

09:15 UhrMontag, 8. jUNI

Literaturtage Arbon laden zu Lesungen und Spaziergängen

Dorothee Elmiger liest aus ihrem Roman «Die Holländerinnen». Dafür gewann sie den Schweizer Buchpreis 2025.

Dorothee Elmiger liest aus ihrem Roman «Die Holländerinnen». Dafür gewann sie den Schweizer Buchpreis 2025.

Bild: Sophie Tichonenko / Buch Basel

Vom 13. bis 20. Juni finden im und um das Haus Max Burkhardt in Arbon die Literaturtage Arbon statt. Das Programm verbindet Lesungen, Gespräche, Spaziergänge und Workshops mit Autorinnen und Autoren aus der Ostschweiz und darüber hinaus.

Den Auftakt am Samstag, 13. Juni, um 11 Uhr macht das Familienprogramm «Unterwegs mit Edgar Hund» im Theater Edthofer Engel. Um 19 Uhr folgen unter dem Titel «VERStändlich und NATÜRlich» Texte von Christoph Sutter, musikalisch begleitet von Julia Kräuchi an der Violine.

Der Sonntag steht dann ganz im Zeichen der Natur. Nach einem Spaziergang am See um 9 Uhr mit dem Schriftsteller Urs Heinz Aerni liest Jürgen Thomas Ernst um 11 Uhr aus seinem Roman «Das Wasserkomplott». Am Nachmittag um 13.30 Uhr präsentieren Karsten Redmann, Christine Fischer, Monika Schnyder und Sabine Bockmühl neue Texte zu einem Zitat der Arboner Schriftstellerin Annemarie von Matt. Den Abschluss um 15 Uhr bildet eine Lesung von Gabriela Graf. Dazwischen gibt es Suppe, Brot, Kaffee und Kuchen.

Mit Anna Ospelt und Dorothee Elmiger stehen in der folgenden Woche zwei profilierte Stimmen der Schweizer Gegenwartsliteratur auf dem Programm. Ospelt liest am 17. Juni aus «Frühe Pflanzung», Elmiger am 18. Juni um 19 Uhr aus ihrem viel beachteten Roman «Die Holländerinnen».

Zum Abschluss lädt ein Familienworkshop am 20. Juni um 11 Uhr Kinder ab neun Jahren zum gemeinsamen Schreiben, Forschen und Zeichnen ein. Die Literaturtage finden an verschiedenen Orten in Arbon statt, schwerpunktmässig im Haus Max Burkhardt an der Rebenstrasse. Veranstaltet werden sie von den Ostschweizer Autorinnen Ruth Erat und Andrea Gerster. Der Eintritt zu den Literaturtagen ist kostenlos, es gibt eine Kollekte. (pd/ glf)

16:30 UhrFreitag, 5. Juni

Kunsthalle St.Gallen zeigt erste Schweizer Ausstellung von Chalisée Naamai

Die französisch-iranische Künstlerin Chalisée Naamani.

Die französisch-iranische Künstlerin Chalisée Naamani.

Bild: Aurelien Mole

Die französisch-iranische Künstlerin Chalisée Naamani erhält erstmals eine Einzelausstellung in der Schweiz. Unter dem Titel «Octogone» zeigt die St.Galler Kunsthalle ab dem 12. Juni aktuelle Textilarbeiten, Skulpturen und ortsspezifische Installationen.

Naamani arbeitet mit Stoffen, Bildern und Textfragmenten, die sie zu vielschichtigen Objekten zusammensetzt. Viele ihrer Arbeiten erinnern an Kleidungsstücke oder stehen in direkter Beziehung zum menschlichen Körper. Dabei verbindet sie unterschiedlichste Symbole: Internationale Protestbewegungen, traditionelle Ornamentik, religiöse Bildwelten, Markenlogos, popkulturelle Referenzen und persönliche Familienarchive.

Ein Einblick in die Ausstellung «Octogone» der französisch-iranischen Künstlerin Chalisée Naamani.

Ein Einblick in die Ausstellung «Octogone» der französisch-iranischen Künstlerin Chalisée Naamani.

Bild: Aurelien Mole

Die Künstlerin versteht Mode nicht als reine Ästhetik, sondern als politisches Feld. Durch die textile Collage möchte sie individuelle Geschichten mit kollektiven Erfahrungen verknüpfen. «Octogone» wird am 12. Juni eröffnet. Bereits am Eröffnungswochenende führt Naamani gemeinsam mit Museumsdirektor Giovanni Carmine durch die Ausstellung. Begleitend sind im Sommer mehrere Führungen, Kunst-Häppchen und Veranstaltungen geplant. (pd/ glf)

13:30 UhrFreitag, 5. Juni

Thurgauer Kulturpreis für Filmemacher Beat Oswald

Der freischaffende Filmemacher Beat Oswald wird mit dem Thurgauer Kulturpreis 2026 ausgezeichnet.

Der freischaffende Filmemacher Beat Oswald wird mit dem Thurgauer Kulturpreis 2026 ausgezeichnet.

Bild: zvg

Der Kanton Thurgau zeichnet den Frauenfelder Filmemacher Beat Oswald mit dem Kulturpreis 2026 aus. Der mit 20'000 Franken dotierte Preis würdigt sowohl sein dokumentarisches Werk als auch sein langjähriges Engagement für die Filmkultur im Thurgau. Mit dem seit 1986 vergebenen Kulturpreis ehrt der Regierungsrat Persönlichkeiten und Institutionen, die das kulturelle Leben im Thurgau nachhaltig bereichern.

Oswald arbeitet seit 2010 als freischaffender Filmemacher und hat sich insbesondere mit dokumentarischen Arbeiten einen Namen gemacht. Bekannt wurde er unter anderem mit «Golden Age» (2019), einem viel beachteten Porträt einer Luxus-Seniorenresidenz in Miami, das später von Netflix übernommen wurde. Sein jüngster Film «Tamina – Wann war es immer so?» (2024) widmet sich dem Zusammenleben von Mensch und Wolf und wurde am Filmfestival «Visions du Réel» in Nyon sowie an den Solothurner Filmtagen gezeigt.

Neben seiner eigenen Filmarbeit prägt Oswald auch die regionale Filmszene. Er ist Mitinhaber mehrerer Produktionsfirmen, Mitentwickler der Online-Lernplattform Ciné Cité zur Filmgeschichte und Präsident des Vereins Frauenfelder FilmfreundInnen, der das Cinema Luna betreibt. Die öffentliche Preisverleihung findet am 9. September in Kreuzlingen statt. (pd/ glf)

11:00 UhrFreitag, 5. Juni

Stück über Menschsein im KI-Zeitalter am «Bregenzer Frühling»

Das Vorarlberger Aktionstheater Ensemble.

Das Vorarlberger Aktionstheater Ensemble.

Bild: Maximilian Lottmann

Mit «Human – Ich bin Mensch» bringt das Vorarlberger Aktionstheater Ensemble im Rahmen des Tanzfestivals Bregenzer Frühling seine neue Produktion ins Theater Kosmos. Die Produktion wurde Anfang Jahr in Wien uraufgeführt und ist nun vom 11. bis 13. Juni jeweils um 20 Uhr in Bregenz zu sehen.

Regisseur Martin Gruber widmet sich in «Human – Ich bin Mensch» den Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz, sozialen Medien und digitalem Optimierungsdruck. Im Mittelpunkt stehen fünf Menschen, die in einer zunehmend digitalisierten Welt nach Orientierung suchen. Das Stück erzählt von Isolation, Sehnsüchten und dem Wunsch nach echter Verbindung.

Das Vorarlberger Aktionstheater Ensemble führt ein Stück über die Menschheit und KI auf.

Das Vorarlberger Aktionstheater Ensemble führt ein Stück über die Menschheit und KI auf.

Bild: Maximilian Lottmann

Die Spieldauer beträgt rund 80 Minuten, die Tickets kosten regulär 33 Euro und sind auf der Website des Veranstalters erhältlich . Das Aktionstheater Ensemble zählt seit Jahrzehnten zu den prägenden Stimmen des gesellschaftspolitischen Theaters in Österreich. (pd/ glf)

07:30 UhrFreitag, 5. Juni

Backstein neu gedacht im Gewerbemuseum Winterthur

Ein Einblick in die Ausstellung «Backstein Reloaded»: Ein Kunstwerk des mexikanischen Künstlers Jorge Méndes Blake.

Ein Einblick in die Ausstellung «Backstein Reloaded»: Ein Kunstwerk des mexikanischen Künstlers Jorge Méndes Blake.

Bild: zvg

Der Backstein gehört zu den ältesten Baustoffen der Menschheit – und ist überraschend aktuell. Das zeigt die Ausstellung «Backstein Reloaded», die nächsten Donnerstag im Gewerbemuseum Winterthur eröffnet . Rund 50 Arbeiten aus Architektur, Design und Kunst beleuchten die Geschichte, Vielfalt und Zukunft eines Materials, das ganze Städte geprägt hat.

Ausgangspunkt ist die Frage, wie sich ein scheinbar banaler Baustoff immer wieder neu erfinden lässt. Die Ausstellung spannt den Bogen von antiken Mauerwerken bis zu zeitgenössischen Bauprojekten und zeigt den Backstein als Material, Gestaltungselement und kulturellen Bedeutungsträger. Thematisiert werden auch die Veränderungen in Herstellung und Nutzung – vom handgefertigten Vollstein bis zum modernen Grossblockstein.

Die Vernissage von «Backstein Reloaded» findet am Donnerstag um 18.30 Uhr statt. Parallel läuft im Gewerbemuseum weiterhin die Ausstellung «Neue Wildnis», die mit Führungen und Stadtrundgängen den Blick auf urbane Natur und verborgene Lebensräume richtet. (pd/ glf)

16:00 UhrDonnerstag, 4. Juni

Kunstausstellung über Erinnern und Vergessen in Konstanz

Ein Gemälde aus der Ausstellung «Was bleibt. Erinnern und Vergessen in der Kunst».

Ein Gemälde aus der Ausstellung «Was bleibt. Erinnern und Vergessen in der Kunst».

Bild: zvg

Die Städtische Wessenberg-Galerie in Konstanz widmet sich mit der Ausstellung «Was bleibt. Erinnern und Vergessen in der Kunst» den Spuren, Brüchen und Veränderungen des Erinnerns. Die Ausstellung dauert vom 10. Juni bis 4. Oktober und versammelt Werke des 20. und 21. Jahrhunderts. Porträts, Historienbilder, Landschaften und zeitgenössische Arbeiten fragen danach, wie Menschen, Orte und Ereignisse im Gedächtnis bleiben oder daraus verschwinden.

Eigens für die Ausstellung entstanden Arbeiten von Charlotte English, Stanislaw Heinzel, Barbara Marie Hofmann und Sarah Maria Steuer, die in Dialog mit Werken aus der Sammlung treten. Zu sehen sind ausserdem Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern wie Ruth Biller, Hans Breinlinger, Martha Sophie Burkhardt, Dor Guez, Matthias Holländer, Susanne Kiebler und Finja Sander.

Die Vernissage findet nächsten Dienstag um 19 Uhr im Wolkensteinsaal statt. Die Ausstellung lädt dazu ein, Erinnerung als aktiven Prozess zu begreifen – zwischen Bewahren, Verändern und Vergessen. (pd/ glf)

13:30 UhrDonnerstag, 4. Juni

Jüngster Rapper der Ostschweiz veröffentlicht neue Single

Der St.Galler Rapper JD the Kid wurde 2015 geboren.

Der St.Galler Rapper JD the Kid wurde 2015 geboren.

Bild: MatthiasNaef

Der St.Galler Rapper JD The Kid veröffentlicht diesen Freitag seine neue Single «Min Traum». Mit gerade einmal zehn Jahren gilt Jaden Richard Amiel, wie der Nachwuchskünstler mit bürgerlichem Namen heisst, als einer der jüngsten Rapper der Schweiz. Seinen Musikstil beschreibt er als eine Kombination aus Oldschool Hip-Hop und Newschool Afro-Pop.

Die Musik liegt ihm im Blut: Sein Vater ist Musiker und betreibt ein Tonstudio, sein Onkel arbeitet als professioneller Musikproduzent. So sass JD The Kid schon mit drei Jahren im Studio und nimmt schon seit er sechs Jahre alt ist, eigene Musik auf. Vor rund einem Jahr veröffentlichte er seinen ersten Song «Fertig Chidzgi» und erlangte damit rasch Aufmerksamkeit. Seither stand er bereits gemeinsam mit dem international erfolgreichen St.Galler Rapper Monet192 und der Basler Rapperin Starrlight auf der Bühne. (pd/ glf)

10:30 UhrDonnerstag, 4. Juni

Ausstellung zu Ostschweizer Architektinnen in St.Gallen

Die junge St.Galler Architekturhistorikerin Nina Keel.

Die junge St.Galler Architekturhistorikerin Nina Keel.

Bild: Niklas Thalmann

Mit der Ausstellung «Tiger Curls» richtet der Espace Nina Keel an der Linsebühlstrasse 25 in St.Gallen den Blick auf das architektonische Schaffen von Frauen in der Ostschweiz. Die Ausstellung wird diesen Samstag, von 11 bis 13 Uhr eröffnet und ist bis zum 27. Juni zu sehen .

Ausgangspunkt ist das kürzlich erschienene Buch «Architektinnen der Ostschweiz» von Nina Keel, das erstmals Architektinnen der Region von 1900 bis heute sichtbar macht. Die Ausstellung versammelt Filmcollagen mit Bauten von über 30 Architektinnen, ergänzt durch fotografisches Material, Texte und Collagen der Künstlerin Seraina De Martin.

Die beiden Filmarbeiten basieren auf Fotografien von Jiajia Zhang und Nina Keel und entstanden in Zusammenarbeit mit Laura Prim und Simone Barberis Organista. Sie dokumentieren Begegnungen mit Gebäuden von Architektinnen und zeichnen zugleich eine feministische Architekturgeschichte der Ostschweiz nach. Das zugrunde liegende Buch stellt Architektinnen, ihre Projekte und Netzwerke vor und beleuchtet die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, unter denen sie gearbeitet haben. Herausgegeben wurde es vom BSA Ostschweiz, erschienen ist es im Verlag Park Books. (pd/ glf)

07:30 UhrDonnerstag, 4. Juni

Ringofenkonzert in Appenzell mit Schweizer Klaviertrio und Bratschistin Ruth Killius

Das Schweizer Klaviertrio: Angela Golubeva, Martin Lucas Staub und Franz Ortner (v.l.).

Das Schweizer Klaviertrio: Angela Golubeva, Martin Lucas Staub und Franz Ortner (v.l.).

Bild: zvg

Die Reihe der Ringofenkonzerte in der Kunsthalle Appenzell wird am Freitag um 19.30 Uhr mit hochkarätiger Kammermusik fortgesetzt. Unter dem Titel «Mélodies populaires» treffen Volksmusik, Wiener Klassik und französische Klangkunst aufeinander. Tickets sind über die Website der Kunsthalle erhältlich .

Zu Gast sind das renommierte Schweizer Klaviertrio mit der Geigerin Angela Golubeva, dem Cellisten Franz Ortner und dem Pianisten Martin Lucas Staub sowie die international gefragte Bratschistin Ruth Killius. Gemeinsam präsentieren sie ein Programm, das musikalische Traditionen und nationale Klangwelten miteinander verbindet.

Den Auftakt bildet Ludwig van Beethovens Klavierquartett Es-Dur op. 16. Es folgt das 1925 in Paris entstandene «Trio sur des mélodies populaires irlandaises» von Frank Martin, in dem der Genfer Komponist irische Volksmelodien verarbeitet. Den Abschluss bildet Gabriel Faurés Klavierquartett c-Moll op. 15. (pd/ glf)

16:00 UhrMittwoch, 3. Juni

Omnivore spielt letztes Toctoc-Konzert der Saison im Perronnord in St.Gallen

Die Band Omnivore: Lua Jungck, Silvan Jege und  Vera Baumann (v.l.).

Die Band Omnivore: Lua Jungck, Silvan Jege und Vera Baumann (v.l.).

Bild: zvg

Mit Omnivore ist diesen Sonntag im Perronnord St.Gallen ein Trio zu Gast, das Stimme, Cello und Elektronik zu eigenwilligen Klanglandschaften verbindet. Das Konzert beginnt um 19 Uhr, bereits ab 17 Uhr gibt es Vinyl und Tapas.

Die drei Musikerinnen und Musiker Vera Baumann, Lua Jungck und Silvan Jeger bewegen sich zwischen zeitgenössischer Musik, Improvisation und elektronischer Klangkunst. Stimmen werden verfremdet, das Cello mit E-Bow und Effekten bearbeitet, elektronische Samples und Geräuschflächen überlagern sich mit akustischen Klängen. So entsteht ein Sound, den die Band selbst als «allesfressende Mensch-Instrument-Maschine» beschreibt.

Omnivore gründete sich 2023 und veröffentlichte Anfang 2026 das Debütalbum «Yber Hybris» beim Zürcher Label Wide Ear Records. Darin treffen analoge und digitale Klangwelten aufeinander und verschmelzen zu einer Musik zwischen Struktur und Offenheit. Das Konzert findet im Rahmen der Reihe Toctoc von Amboss & Steigbügel statt und ist zugleich die letzte Veranstaltung vor der Sommerpause. Die Tickets kosten zwischen 25 und 35 Franken. (pd/ glf)

08:33 UhrMittwoch, 3. Juni

Buntes Finale im Palace in St.Gallen

Das Palace in St.Gallen veranstaltet dieses Wochenende zwei Abschlussanlässe vor Saisonschluss.

Das Palace in St.Gallen veranstaltet dieses Wochenende zwei Abschlussanlässe vor Saisonschluss.

Bild: Hanspeter Schiess

Mit einem politischen Abend und zwei Konzerten verabschiedet sich das Palace St.Gallen an diesem Freitag und Samstag in die Sommerpause . Das Saisonschlusswochenende verbindet Musik, Diskussion und Nachtleben – und setzt dabei auch ein Zeichen gegen die «Keine 10-Millionen-Schweiz»-Initiative.

Den Auftakt macht am Freitag um 20 Uhr der Abend «10 Millionen mal nein!». Die Schriftstellerin Dorothee Elmiger, die Dramaturgin und Kolumnistin Hayat Erdoğan sowie der ehemalige St.Galler Ständerat Paul Rechsteiner sprechen über die Folgen der Initiative. Musikalisch begleitet wird der Abend vom St.Galler Musiker Rémy Sax sowie den DJs Okibaby und L-Drago. Geplant ist zudem ein gemeinsamer Spaziergang zum Rathaus, bei dem Abstimmungsunterlagen eingeworfen werden können.

Am Samstag folgt dann um 21 Uhr der musikalische Saisonabschluss mit dem dänischen Musikduo Snuggle und der Bündner Musikerin Fiona Fiasco. Während Snuggle zwischen Indie-Pop, Shoegaze und intimen Gitarrenklängen unterwegs sind, bringt Fiona Fiasco ihre fein arrangierten, folkigen Songs auf die Bühne. Dazu kommt eine Versteigerung signierter Schaufensterplakate des Palace.

Ganz vorbei ist die Saison damit allerdings noch nicht: Am 20. Juni laden Palace und Grabenhalle gemeinsam zum Parkplatzfest mit Konzerten von Milla Pluton, Verbrennung 3. Grades und Dibby. Der reguläre Saisonstart erfolgt dann am 11. September. (pd/ glf)

11:00 UhrMittwoch, 3. Juni

Erstmals externe Ausstellungsprojekte im Werk2 in Arbon

Ausstellung Heimspiel im Werk 2 in Arbon.

Ausstellung Heimspiel im Werk 2 in Arbon.

Archivbild: Anna-Tina Eberhard

Der Kanton Thurgau hat die ehemalige Webmaschinenhalle Werk2 in Arbon erstmals für Projekte von freien Kulturschaffenden und Kulturakteuren ausgeschrieben. Eine Fachjury wählte gemäss Medienmitteilung nun zwei Siegerprojekte, die im Jahr 2027 im Werk2 in Arbon umgesetzt werden.

So wird von Mai bis Juni 2027 das Projekt «Flashback» einer Gruppe Kunstschaffender um Katharina Henking und Guido R. von Stürler zu sehen sein. Im September 2027 kommt das Projekt «Arbeit. Liebe. Not.» der Kulturanthropologin Edith Werffeli zur Umsetzung. Es ist eine partizipative Ausstellung über Migration als menschliche Grundkonstante und gesellschaftliche Realität. (pd/ red)

08:00 UhrMittwoch, 3. Juni

Camerata Salonistica widmet sich italienischen Klassikern in Herisau und Rorschach

Das Sinfonieorchester Camerata Salonistica.

Das Sinfonieorchester Camerata Salonistica.

Bild: zvg

Mit «La vita è bella» präsentiert das Sinfonieorchester Camerata Salonistica ein neues Konzertprogramm rund um italienische Canzoni und berühmte Filmmusik. Zu hören ist das Programm diesen Samstag um 19.30 Uhr im Casino Herisau sowie am Sonntag um 17 Uhr im Stadtsaal Rorschach. Tickets sind auf der Website der Veranstalter erhältlich .

Das Orchester spielt dabei zum einen italienische Klassiker. Auf dem Programm stehen unter anderem «O sole mio», «Funiculì-Funiculà», «Volare» und «Azzurro» sowie Songs von Lucio Dalla, Ricchi e Poveri, Umberto Tozzi und Eros Ramazzotti. Sämtliche Stücke wurden eigens für das Orchester arrangiert.

Ergänzt wird das Programm zum anderen durch bekannte Filmmusikstücke aus Werken wie «Amarcord», «Cinema Paradiso», «Il Postino» oder «La vita è bella». Gespielt werden Kompositionen von Nino Rota, Ennio Morricone und Nicola Piovani. Mit dabei ist zudem das Gesangsduo Voice’Njoy mit Monica Piga-Abate und Antoine Nilo. Die musikalische Leitung und die Arrangements stammen von Michael Schläpfer. (pd/ glf)

14:06 UhrDienstag, 2. Juni

Lena Windisch zeigt Ausstellung im Lagerhaus in St.Gallen

Die Gestalterin Lena Windisch zeigt im Architektur Forum Ostschweiz im Lagerhaus  in St.Gallen ihre Ausstellung «Under Pressure». Die Präsentation entstand im Zusammenhang mit dem Werkbeitrag, den sie 2025 von der Stadt St.Gallen erhalten hat.

Im Zentrum stehen geprägte Metallplatten, auf denen Pfeile, Raster, Zahlenfolgen und typografische Elemente sichtbar werden. Die Arbeiten greifen Gestaltungselemente auf, wie man sie von Leitsystemen, Beschilderungen oder industriellen Kennzeichnungen kennt. Statt Informationen zu vermitteln, werden diese Zeichen selbst zum Ausstellungsobjekt. Für die Werke entwickelte Windisch eigens eine Presse, die ebenfalls in der Ausstellung zu sehen ist. So erhalten Besucherinnen und Besucher auch Einblick in den Herstellungsprozess.

Windisch entwickelte die Presse eigens für die Ausstellung.

Windisch entwickelte die Presse eigens für die Ausstellung.

Bild: zvg

Lena Windisch ist 35 und lebt in St.Gallen. Sie arbeitet im Bereich Grafikdesign und Signaletik. Sie studierte in Halle und Eindhoven und wurde mehrfach international ausgezeichnet. Die Ausstellung wird diesen Donnerstag um 18.30 Uhr eröffnet. (pd/ glf)

13:34 UhrDienstag, 2. Juni

Lesereise entlang der A13

Der Autor Linard Bardill.

Der Autor Linard Bardill.

Bild: Andreas Stettler

Für die meisten ist die A13 primär eines: Eine Transitstrecke zwischen dem St.Galler Rheintal und dem Tessin. Fast 200 Kilometer Asphalt, Beton und Fahrtwind. Doch der Bündner Geschichtenerzähler Linard Bardill und der im Tessin lebende Landschaftszeichner Lorenzo Custer haben genauer hingeschaut – und dabei eine überraschende Welt entlang der Nord-Süd-Achse entdeckt.

In ihrem neuen Buch «A13 – Geschichten vom Eilen und Verweilen», das im Juni im Rotpunktverlag erscheint, verwandelt sich die Autobahn vom vermeintlichen Unort zur «Perlenkette» aus Geschichten, Begegnungen und Landschaften, wie es auf der Website von Bardill heisst . Die beiden Autoren folgen den Spuren von Nietzsche in Splügen, besuchen einen neapolitanischen Pizzaiolo in Buffalora, entdecken den heiligen Nepomuk in Oberrealta und finden sogar das Glück in der Raststätte Rheintal.

Passend zum Erscheinen des Buches gehen Bardill und Custer auf Lesereise entlang der A13. Dabei verbinden sie Geschichten, Zeichnungen und Lieder mit jenen Orten, die sie für ihr Buch erkundet haben: Den Auftakt macht am 4. Juni eine Veranstaltung um 19.30 Uhr, bei der Mundartautorin Berta Thurnherr unter dem Nussbaum, an der Böschachstrasse 20 in Diepoldsau. Einen Tag später gastieren die beiden um 19.30 Uhr im Verrucano-Steinbruch an der Pöltisstrasse 50 in Plons bei Mels, bevor sie am 6. Juni, um 15.30 Uhr, in der Raststätte Rheintal in Sevelen Halt machen. Den Abschluss bildet am 7. Juni eine Lesung um 10 Uhr im Tiefbauamt in Thusis. (pd/ glf)

10:31 UhrDienstag, 2. Juni

Sharon Dodua Otoo präsentiert neuen Roman in St.Gallen

Die britisch-deutsche Schriftstellerin Sharon Dodua Otoo.

Die britisch-deutsche Schriftstellerin Sharon Dodua Otoo.

Bild: zvg

Die britisch-deutsche Schriftstellerin Sharon Dodua Otoo ist am Mittwoch um 19.30 Uhr im Raum für Literatur in St.Gallen zu Gast . Im Gespräch mit der aus Speicher stammenden Journalistin und Autorin Tuğba Ayaz stellt sie ihren neuen Roman «So, in etwa, ist es geschehen» vor. Otoo, die in London aufgewachsen ist, seit vielen Jahren auf Deutsch schreibt und heute in Berlin lebt, betrachtet in ihrem aktuellen Werk laut Veranstalter identitätspolitische Empfindlichkeiten der Gegenwart und menschliche Abgründe.

Im Zentrum  des Romans steht Amata Haller, die gemeinsam mit ihrem Chef auf dem Weg zu ihrer Mutter an die Ostsee ist. An diesem Tag jährt sich der Untergang der Cap Arcona, jene Katastrophe gegen Ende des Zweiten Weltkriegs, die ihr Grossvater nur knapp überlebt hat. Als die Reise eskaliert und Amatas Chef später stirbt, beginnt ein vielschichtiger Roman über Erinnerung, Verantwortung und die Frage, was ein Geständnis tatsächlich erklären kann. (pd/ glf)

08:42 UhrDienstag, 2. Juni

Phönix Theater geht mit «Pink Panther» in die Sommerpause

«The Pink Panther» ist ein Solo von und mit Javier Rodríguez Cobos.

«The Pink Panther» ist ein Solo von und mit Javier Rodríguez Cobos.

Bild: Nicha Rodboon

Das Phönix Theater in Steckborn verabschiedet sich am 5. Juni mit einem besonderen Gastspiel in die Sommerpause. In der Solo-Performance «Pink Panther» verbindet der spanische Künstler Javier Rodríguez Cobos Tanz, Video, Slapstick und Physical Theatre zu einer ebenso humorvollen wie nachdenklichen Auseinandersetzung mit dem Thema Diebstahl.

Ausgangspunkt ist die legendäre Filmreihe um den tollpatschigen Inspektor Clouseau. Cobos schlüpft in verschiedene Rollen des ersten «Pink Panther»-Films und untersucht dabei die Frage, was Originalität eigentlich bedeutet. Wo verläuft die Grenze zwischen Inspiration, Kopie und Diebstahl? Und gibt es in der Kunst überhaupt noch etwas völlig Neues? Mit Witz und Ironie nähert sich der ehemalige Ensembletänzer des Theater Basel diesen Fragen an.

Für das Phönix Theater markiert der Abend zugleich den Abschluss der Saison 2025/26. Tickets sind über die Website erhältlich und kosten regulär 45 Franken . Bis zum nächsten Spielzeitauftakt im September bleibt das Haus jedoch präsent – etwa mit der monatlichen Vollmondbar, Theaterkursen für Kinder und Jugendliche sowie einem Auftritt am Steckborner Hafenfest. (pd/ glf)

16:30 UhrMontag, 1. Juni

Stadt St.Gallen vergibt acht Werkbeiträge

Die Stadt St.Gallen vergibt dieses Jahr acht Werkbeiträge in der Höhe von je 10‘000 Franken. St.Galler Kulturschaffende sollen damit Projekte entwickeln und realisieren können. Unterstützt werden Ara (Musik), Data-Orbit (Angewandte Kunst), Asi Föcker (Bildende Kunst),  Basil Kehl (Musik), Laura Kohler (Bildende Kunst), Marianne Rinderknecht (Bildende Kunst), Stephan Sigg (Literatur) und Robert Stark (Bildende Kunst).

Maj Lisa Dörig erhielt 2025 einen Werkbeitrag und konnte ihre Zeichnungen im März nun in der städtischen Ausstellung im Lagerhaus zeigen.

Maj Lisa Dörig erhielt 2025 einen Werkbeitrag und konnte ihre Zeichnungen im März nun in der städtischen Ausstellung im Lagerhaus zeigen.

Bild: zvg

Gemäss Medienmitteilung wurden insgesamt 45 Bewerbungen für die Auswahl berücksichtigt. Davon stammten 25 aus den Bereichen Bildende und Angewandte Kunst, sieben aus dem Bereich «Musik», sechs aus dem Bereich «Literatur», zwei aus dem Bereich «Theater», vier aus dem Bereich «Geschichte und Gedächtnis» und eine aus dem Bereich «Film». Keine Eingabe richtete sich ausdrücklich an das Angebot eines Auslandaufenthalts. (sk/arc)

13:30 UhrMontag, 1. Juni

Romantische Opernklänge im Kloster Fischingen

Das Ensemble: Matthias Bruns, Sandra Rohrer Sacher, Maja Hunziker, Fraynni Rui, Daniela Roos, Barbara Bossert, Dimitri Ashkenazy (v.l.).

Das Ensemble: Matthias Bruns, Sandra Rohrer Sacher, Maja Hunziker, Fraynni Rui, Daniela Roos, Barbara Bossert, Dimitri Ashkenazy (v.l.).

Bild: zvg

Am Sonntag, 7. Juni, um 16:15 Uhr gastiert das Ensemble Salut d’Amour in der Bibliothek des Klosters Fischingen. Unter dem Titel «Sommernachtsträume – Lied an den Mond» präsentiert das Ensemble ein romantisches Programm mit Werken von Dvořák, Rossini, Weber, Elgar, Puccini, Orff und Verdi.

Im Zentrum stehen Opernarien und Kammermusikstücke für Streichquartett und Sextett, ergänzt durch Querflöte und Klarinette. Mit dabei sind die Sopranistin Sandra Rohrer Sacher sowie die Musikerinnen und Musiker Matthias Bruns, Fraynni Rui, Maja Hunziker, Daniela Roos, Barbara Bossert und Dimitri Ashkenazy. Die Mitglieder des Ensembles spielen in renommierten Berufsorchestern und treten regelmässig international auf.

Das rund einstündige Konzert verspricht bekannte Opernmelodien ebenso wie weniger oft gespielte musikalische Entdeckungen. Vor dem Konzert findet um 14.30 Uhr zudem eine kostenlose Führung durch das Kloster statt. Angeboten werden neben regulären Tickets auch kombinierte Konzert-, Kulinarik- und Übernachtungspakete. Diese sind über die Website des Klosters erhältlich . (pd/ glf)

10:26 UhrMontag, 1. Juni

Kinok St.Gallen zeigt Coming-of-Age-Drama «Wolves»

Der Polnische Schauspieler Bartosz Bielenia und die Schweizer Schauspielerin Selma Kopp (v.l.).

Der Polnische Schauspieler Bartosz Bielenia und die Schweizer Schauspielerin Selma Kopp (v.l.).

Bild: zvg

Mit «Wolves» präsentiert der Schweizer Regisseur Jonas Ulrich im Kinok in St.Gallen ein ungewöhnliches Coming-of-Age-Drama, das tief in die Welt der Black-Metal-Szene eintaucht. Der Film wird am 2. Juni um 20 Uhr in Anwesenheit des Regisseurs sowie des Schauspielers Fabian Künzli gezeigt.

Im Zentrum steht Luana, eine junge Kindergärtnerin und leidenschaftlicher Metal-Fan, die noch bei ihrer Mutter lebt. Als sie die Band WLVS kennenlernt, verfällt sie vor allem deren charismatischem Frontmann Wiktor. Um ihm nahe zu sein, gibt sie ihren Beruf auf und begleitet die Band auf Tour. Was zunächst wie die Erfüllung eines Traums wirkt, entwickelt sich zunehmend zu einer Reise in eine düstere und ideologisch aufgeladene Parallelwelt.

Getragen wird der Film von der Schweizer Newcomerin Selma Kopp und dem polnischen Schauspieler Bartosz Bielenia, der mit dem oscarnominierten Film Corpus Christi international bekannt wurde. Die eigens für den Film zusammengestellte Band und die authentisch eingefangenen Konzertaufnahmen verleihen der Geschichte zusätzliche Intensität. Neben dem Einblick in eine Subkultur erzählt «Wolves» von Anziehungskraft, Selbstverlust und der Frage, weshalb Menschen bereit sind, problematische Ideologien auszublenden, wenn sie sich nach Zugehörigkeit sehnen. (pd/ glf)

08:51 UhrMontag, 1. Juni

Stiftung Sitterwerk widmet sich der Kunst des Schwarzfärbens

Die Stiftung Sitterwerk präsentiert eine Ausstellung darüber, dass nicht jedes Schwarz gleich ist.

Die Stiftung Sitterwerk präsentiert eine Ausstellung darüber, dass nicht jedes Schwarz gleich ist.

Bild: Katalin Deér

Zum 20-jährigen Bestehen blickt die Stiftung Sitterwerk  in St.Gallen auf die industrielle Vergangenheit ihres Standorts zurück. Die Ausstellung «Schwarz ≠ Schwarz. Schwarzfärben im Wandel» widmet sich vom 4. Juni bis 20. September einer Technik, die einst das Sittertal prägte: Dort, wo heute Kunstbibliothek und Werkstoffarchiv angesiedelt sind, befand sich früher eine Schwarzfärberei.

Die von Wayne Switzer und Claudine Brignot kuratierte Ausstellung untersucht Schwarzfärben als kulturelle, technische und materielle Praxis. Historische Verfahren treffen dabei auf aktuelle Fragen zu Nachhaltigkeit, globalen Lieferketten und den ökologischen Folgen moderner Textilproduktion. Im Zentrum steht die Erkenntnis, dass Schwarz nicht gleich Schwarz ist: Je nach Material, Technik und Herkunft entstehen unterschiedlichste Nuancen und Qualitäten.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der künstlerischen Forschung von Pauline Agustoni. Für die Ausstellung experimentierte sie mit lokalen Ressourcen wie Galläpfeln, Zwiebelschalen, Eichenrinde und sogar Schlamm aus der Sitter. Die daraus gewonnenen Farbtöne machen den Färbeprozess unmittelbar erfahrbar und verbinden die Textilien direkt mit ihrer Umgebung. Die entstandenen Materialproben werden nach Ausstellungsende dauerhaft ins Werkstoffarchiv aufgenommen.

Eröffnet wird die Ausstellung am 4. Juni mit einer Podiumsdiskussion über textile Produktionsweisen und nachhaltiges Design. Anfang Juli folgen zwei Workshops, in denen Teilnehmende selbst Stoffe mit regionalen Ressourcen färben können. Den Abschluss bildet am 20. September die Performance «Schichten – Rauschen» von Kappenthuler/Federer und Martin Gschwend. (pd/ glf)

17:00 UhrFreitag, 29. Mai

Lesung mit Autor Sagal Maj Čomafai in Berg SG

Der Autor Sagal Maj Čomafai liest in Berg aus seinem neuen Roman.

Der Autor Sagal Maj Čomafai liest in Berg aus seinem neuen Roman.

Bild: zvg

Der junge Autor Sagal Maj Čomafai liest am Sonntag, 31. Mai, um 17 Uhr in Berg SG aus seinem Debütroman «Fast nichts all inclusive». Die Veranstaltung findet an der Rappenstrasse 146 statt und wird von Karsten Redmann moderiert.

Im Zentrum des Romans steht ein junger Mann mit ungeliebtem Marketingjob, der verzweifelt versucht, seinen Platz in einer Welt voller Selbstoptimierung, Konsumversprechen und digitaler Selbstdarstellung zu finden. Čomafai erzählt schnell, präzise und mit trockenem Humor von brüchigen Existenzen, Unsicherheiten und der Absurdität des Alltags zwischen Zoom-Calls und Selbstzweifeln.

Der 1995 in Stans geborene Autor studierte Philosophie, Indologie und Literarisches Schreiben in Zürich und Biel. Neben eigenen literarischen Texten verfasste er lange Produktbeschreibungen für Marketingabteilungen – eine Erfahrung, die auch in seinen Debütroman eingeflossen ist. Heute arbeitet er für ein Schweizer Bergbahnunternehmen und lebt in Biel/Bienne. Der Eintritt erfolgt nach dem Prinzip «Bezahl, was du magst». Bezahlt werden kann bar oder per Twint. (pd/ glf)

13:00 UhrFreitag, 29. Mai

Chopin wahrhaft verstehen: Gastspiel in der Kellerbühne St.Gallen

Sie stehen am Sonntag auf der Kellerbühne: Graziella Rossi, Eleonora Em und Alexandre Pelichet (v.l.).

Sie stehen am Sonntag auf der Kellerbühne: Graziella Rossi, Eleonora Em und Alexandre Pelichet (v.l.).

Bild: zvg

Mit «Madame Pylinska und das Geheimnis von Chopin» gastiert am Sonntag, 31. Mai, eine musikalisch-literarische Inszenierung in der Kellerbühne St.Gallen . Grundlage ist der autobiografisch gefärbte Roman des französischen Schriftstellers Eric-Emmanuel Schmitt, der darin von seiner prägenden Begegnung mit einer exzentrischen Klavierlehrerin erzählt.

Im Zentrum steht der junge Eric, der seit seiner Kindheit davon träumt, die Musik Frédéric Chopins wirklich zu verstehen. Technisches Üben allein führt jedoch nicht weiter. Erst die eigenwillige Madame Pylinska bringt ihn auf andere Wege: Blumen pflücken, ohne die Tautropfen zu verlieren, Wasserbewegungen beobachten oder sich beim Sex in die Augen schauen – hinter den rätselhaften Übungen steckt die Suche nach Sensibilität, Hingabe und künstlerischer Wahrhaftigkeit.

Die Inszenierung verbindet Schauspiel und Live-Musik. Auf der Bühne stehen Graziella Rossi und Alexandre Pelichet, begleitet von der Pianistin Eleonora Em, die auch für die musikalische Bearbeitung verantwortlich zeichnet. Regie führt Martha Zürcher. Das Stück beginnt um 17 Uhr, Tickets sind auf der Website der Kellerbühne erhältlich und kosten regulär 38 Franken. Für Studierende, Auszubildende oder mit der Kulturlegi beträgt der Eintritt 23 Franken. (pd/ glf)

10:00 UhrFreitag, 29. Mai

Urs Eberle bespielt die Klause St.Gallen

Urs Eberle, Architekt und Künstler.

Urs Eberle, Architekt und Künstler.

Bild: Hanspeter Schiess

Mit einer «sozialen Skulptur» bespielt der Künstler Urs Eberle 2026 das Podest der Klause für zeitgenössische Kunst in St.Gallen . Die Vernissage findet am Samstag, 30. Mai, um 16 Uhr statt. Auftakt des Programms sind eine Tanzperformance von State/Shift mit Mascha Danen und Lorena Vellone sowie eine Theatersequenz mit Pet Hilti und Stefan Graf unter dem Titel «Living in an off-grid cabin – step 1: Choose the right location».

Im Zentrum des Jahresprogramms steht der von Joseph Beuys geprägte Begriff der «sozialen Skulptur»: Die Kunst wird dabei nicht als abgeschlossenes Werk verstanden, sondern als gesellschaftlicher Prozess. Die Klause soll so zu einem offenen Labor werden, in dem Performance, Tanz, Theater, Musik und Literatur ineinandergreifen.

Geplant sind über den Sommer hinweg weitere Veranstaltungen mit unterschiedlichen Beteiligten. Am 4. Juli folgt ein Sommertheater mit Christian Hettkamp und Peter Egli. Am 22. August stehen feministische Performance, Tanz und politische Lyrik mit Andrea Hornstein & Co., State/Shift sowie Ralph Hug auf dem Programm. Den Abschluss bildet am 12. September ein weiterer Nachmittag mit Julia Kubik, Wassili Widmer und Tänzerinnen von State/Shift. (pd/ glf)

08:00 UhrFreitag, 29. Mai

Kulturlandsgemeinde zeigt Kunst entlang der Bahnlinie

Der Vorstand der Ausserrhoder Kulturlandsgemeinde: Kilian Moesli, Kendra Alder, Wassili Widmer und Fridolin Schoch (v.l.)

Der Vorstand der Ausserrhoder Kulturlandsgemeinde: Kilian Moesli, Kendra Alder, Wassili Widmer und Fridolin Schoch (v.l.)

Bild: Michel Canonica

Die Kulturlandsgemeinde verwandelt am 30. und 31. Mai die Bahnlinie zwischen Gossau und Wasserauen in eine mobile Kulturroute. Unter dem Titel «Haltestellenschwärmerei» werden entlang der Strecke Performances, Konzerte, Workshops und Kunstprojekte gezeigt. Auch die Ausserrhodische Kulturstiftung beteiligt sich mit einem eigenen Programmpunkt in Herisau.

Am Samstag, 30. Mai, um 16 Uhr präsentiert die Filmemacherin Geena Gasser direkt neben dem Gleis der Appenzeller Bahnen zwei Kurzfilme. «Labouyi Bannann» verbindet poetische Bilder mit einer kritischen Auseinandersetzung über Konsum und globalen Bananenhandel. In «Her Cookie» widmet sich Gasser experimentell Themen wie Frausein, Fruchtbarkeit und gesellschaftlichen Rollenbildern.

Begleitet wird der Anlass von einem Apéro auf Kollekte. Wer danach weiterziehen möchte, kann ab 18 Uhr an der Prozession «Alpauftrieb» teilnehmen. Die Performance von Hagen Keller und Domingo Chaves führt vom Bahnhof Herisau ins Alte Zeughaus und bildet den Abschluss des Herisauer Programms der Kulturlandsgemeinde. (pd/ glf)

14:21 UhrMittwoch, 27. Mai

Figurentheater lädt zur Märchenstunde für Erwachsene

Eine Märchenstunde für Erwachsene steht diesen Freitag im Bistro des St.Galler Figurentheaters auf dem Programm. Yvonne Leist erzählt Geschichten zum Jahresmotto «Verzauberte Orte». Beginn ist um 20 Uhr, Baröffnung um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei, es wird eine Kollekte erhoben.

Der Anlass findet im Bistro des Figurentheaters statt.

Der Anlass findet im Bistro des Figurentheaters statt.

Bild: Arthur Gamsa

Märchen werden bereits seit uralter Zeit erzählt und haben bis heute nichts von ihrem Zauber verloren, schreibt das Figurentheater. Auch öffneten sie Türen und Horizonte. Märchen sind zudem unterhaltsam, vermitteln Werte und können mit einem Augenzwinkern auch schwierige Themen ansprechen. Vor allem aber wirken sie entspannend. Der Alltag rückt etwas in den Hintergrund. Und im gemeinsamen Lauschen werden die Zuhörerinnen und Zuhörer vereint.

Yvonne Leist will Märchen zum Vergnügen der Zuhörerinnen erzählen, wie sie auf ihrer Webseite schreibt. Sie betont, dass sie bewusst nicht nicht als therapeutische Erzählerin verstanden werden möchte und Freude ihre Ziel sei. (pd/arc)

11:02 UhrDonnerstag, 28. Mai

Frauenbibliothek St.Gallen feiert 40 Jahre mit grossem Fest

Die Frauenbibliothek Wyborada in St.Gallen.

Die Frauenbibliothek Wyborada in St.Gallen.

Bild: Trix Niederau

Die Frauenbibliothek Wyborada und das Literaturhaus St.Gallen feiern ihr 40-jähriges Bestehen mit einem grossen Jubiläumsfest in der Grabenhalle. Am Samstag, 30. Mai, erwartet die Besucherinnen und Besucher ein Abend mit Lesungen, Performances, Musik und künstlerischen Beiträgen zur Geschichte feministischer Kulturarbeit in St.Gallen.

Die Wyborada wurde 1986 gegründet, ein Jahr später eröffnete die Bibliothek, 1998 kam die Fonothek hinzu, 2019 schliesslich das Literaturhaus. Das Jubiläum soll nun nicht nur zurückblicken, sondern auch aktuelle feministische Stimmen und Perspektiven sichtbar machen.

Zum Auftakt wird der legendäre feministische Roman «Häutungen» von Verena Stefan neu inszeniert. Unter dem Titel «brüten wir die Welt neu aus» bringen Maja Bagat, Mariann Bühler, Anouk Gyssler, Tabea Steiner und Dinah Wernli den Text gemeinsam auf die Bühne.

Später folgt ein Video-Essay der Medienkünstlerinnen Sibylla Giger und Morena Barra, die sich mit feministischer Erinnerungskultur auseinandersetzen und dafür historische VHS-Aufnahmen aus dem Archiv der Wyborada neu bearbeiten. Dazu kommen Redebeiträge ehemaliger Mitstreiterinnen sowie eine Live-Performance von Alice Köppel. Musikalisch klingt der Abend mit dem DJ-Duo DJ Scusi con Amore aus. Beginn ist um 18 Uhr, der Eintritt ist frei, es gibt eine Kollekte. (pd/ glf)

09:51 UhrDonnerstag, 28. Mai

Riana veröffentlicht neue Single «Kafi Crème»

Die Innerrhoder Musikerin Riana stand vergangenen Sommer auch auf der Sternenbühne am Open Air St.Gallen.

Die Innerrhoder Musikerin Riana stand vergangenen Sommer auch auf der Sternenbühne am Open Air St.Gallen.

Bild: Ralph Ribi

Nach dem Abschluss ihrer «Mi sölbe seh»-Tour meldet sich die Appenzeller Mundartmusikerin Riana mit neuer Musik zurück. Am Freitag, 29. Mai, erscheint ihre neue Single «Kafi Crème» – ein Sommersong über Liebe im Alltag.

«‹Kafi Crème› erzählt von der Liebe, die entsteht, sobald die rosarote Brille verschwindet und der Alltag einkehrt», schreibt Riana in ihrem Newsletter. Der Song sei bewusst etwas anders angelegt als ihre bisherigen Veröffentlichungen: «Pünktlich auf den Sommer schicke ich euch einen leichten, warmen Song.»

Die Musikerin blickt zugleich auf eine erfolgreiche Tournee zurück. Zwischen Oktober 2025 und April 2026 spielte sie mit ihrer Band 14 Konzerte in 13 Städten. «Für mich persönlich war die Tour ein voller Erfolg», so Riana. Anfangs habe sie gezweifelt, ob sich eine so grosse Konzertreihe überhaupt tragen würde: «Gross war die Angst, dass zu wenig Tickets gekauft werden. Dank euch ist diese Angst aber schnell verflogen.» Besonders berührt habe sie die Unterstützung ihres Publikums: «Mit meinem Debut-Album und dieser Tour durfte ich einen grossen Traum von mir erfüllen.»

Eine längere Pause gönnt sich die Innerrhoder Sängerin trotz Tourende nicht. Bereits ab Juni stehen neue Konzerte und Festivalauftritte an, unter anderem am Kulturfestival St.Gallen am 11. und 12. Juli, am 15. August beim Sommerkonzert im Park in Weissbad sowie am 29. August am Summerdays Festival in Arbon. (pd/ glf)

08:45 UhrDonnerstag, 28. Mai

Das Frauenfelder Bücherfest startet

Das Organisationskomitee des Bücherfests (von links): Christina Thalmann, Judith Zwick, Bernhard Bertelmann, Nadia Guddelmoni, Marianne Sax, Lukas Hefti, Claudia Hefti.

Das Organisationskomitee des Bücherfests (von links): Christina Thalmann, Judith Zwick, Bernhard Bertelmann, Nadia Guddelmoni, Marianne Sax, Lukas Hefti, Claudia Hefti.

Bild: zvg

Von Donnerstag bis Sonntag verwandelt das Bücherfest Frauenfeld die Stadt erneut in einen Treffpunkt für Literaturfans. Das verlängerte Literaturwochenende bietet Lesungen, Gespräche und Spezialformate an verschiedenen Orten in der Stadt.

Zu den angekündigten Gästen gehört der österreichische Autor Marko Dinić, der am Samstag, 30. Mai, bei der Buchhandlung Saxbooks aus seinem Roman «Buch der Gesichter» liest. Das Buch erzählt von einem jüdischen Jungen im Belgrad der NS-Zeit und verbindet persönliche Spurensuche mit Fragen von Erinnerung und Identität. Ebenfalls am Samstag stellt die Zürcher Autorin Seraina Kobler in der Kantonsbibliothek ihren aktuellen Roman vor. Die frühere Journalistin verbindet darin Krimi-Elemente mit Science-Fiction und Folklore.

Ein ungewöhnliches Format bietet die «Saxbooks Übernachtungsparty»: Nach einer Lesung der Kinderbuchautorin Eva Roth dürfen Kinder und Erwachsene mit Schlafsack direkt in der Buchhandlung übernachten. Bereits am Nachmittag liest der Zürcher Schriftsteller Thomas Meyer mit Live-Illustration für ein junges Publikum.

Für Vielbesucherinnen und Vielbesucher gibt es für 100 Franken erneut den sogenannten «Koboldpass», der den Eintritt zu sämtlichen Veranstaltungen ermöglicht. Das vollständige Programm und Tickets sind online erhältlich . (pd/ glf)

16:42 UhrMittwoch, 27. MAi

Naturmuseum Thurgau zeigt Ausstellung zu Peter Bichsel

Die Pop-up-Ausstellung «Demokratie weiter denken mit Peter Bichsel».

Die Pop-up-Ausstellung «Demokratie weiter denken mit Peter Bichsel».

Bild: Simon von Gunten

Im Rahmen des Bücherfests Frauenfeld zeigt das Naturmuseum Thurgau vom 28. Mai bis 14. Juni die Pop-up-Ausstellung «Demokratie weiter denken mit Peter Bichsel». Ausgangspunkt ist das Werk und Wirken des Schriftstellers Peter Bichsel (1935–2025), der sich zeitlebens intensiv mit der Staatsform Demokratie auseinandersetzte.

Bichsel, der auch als Bundesratsberater tätig war, entwickelte in seinem literarischen und essayistischen Schaffen eine präzise, oft pointierte Reflexion über politische Prozesse, gesellschaftliche Teilhabe sowie die Stärken und Schwächen demokratischer Systeme. Die Ausstellung, konzipiert vom in Solothurn ansässigen Büro Bichsel, greift zentrale Gedanken aus seinem Werk auf und führt sie in sieben Themenfeldern zusammen.

Ergänzt wird die Präsentation durch einen Blick auf die Rolle von Gedächtnisinstitutionen wie Bibliotheken und Museen, die in demokratischen Gesellschaften eine wichtige Funktion für kulturelles Bewusstsein und Erinnerungskultur übernehmen. Die Ausstellung versteht sich damit nicht nur als Rückblick, sondern als Einladung zum Weiterdenken. Die Ausstellung ist während der Laufzeit jeweils von Dienstag bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr, im Naturmuseum Thurgau in Frauenfeld zu sehen. (pd/ glf)

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