Wegen der Trockenheit hat vielerorts in der Westpfalz die Waldbrandgefahr die zweithöchste Stufe erreicht. Für die Feuerwehren bedeutet das: Viele Einsätze, oft auch vermeidbare.
Ein Funke genügt und schon kann ein ganzes Feld oder Waldstück in Flammen stehen – das sollte aktuell jedem klar sein. Im Kreis Kaiserslautern haben Unbekannte jetzt durch einen Feuerwerkskörper einen Flächenbrand ausgelöst. Die Feuerwerkskörper wurden laut Polizei aus einem Auto geworfen, das in der Nacht auf Samstag zwischen Hütschenhausen und Nanzdietschweiler unterwegs war.
Kurz vor Mitternacht meldete ein anderer Autofahrer den Brand – die Feuerwehr konnte ihn schnell löschen. Videoaufnahmen aus einem nahegelegenen Wohngebiet zeigen, wie das betroffene Fahrzeug den Ort verließ. Die Polizei Landstuhl bittet dringend um Hinweise unter der Telefonnummer 0631-36914399.
Auch andernorts hatte die Feuerwehr viel zu tun. Etwa bei Niederkirchen im Kreis Kaiserslautern. Dort brannte am Sonntag oberhalb von Wörsbach eine etwa 0,5 Hektar große Ackerfläche. Starker Wind fachte die Flammen an, sodass das Feuer sogar einen Feldweg übersprang und sich in Richtung Wörsbach ausbreitete.
Die Feuerwehr erhöhte während des Einsatzes die Alarmstufe auf Stufe 3, entsprechend dem Alarmplan "Waldbrand". Insgesamt neun Feuerwehreinheiten aus der Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg sowie Tanklöschfahrzeuge aus Wolfstein, Rodenbach und Rockenhausen wurden alarmiert. "Dank des schnellen Eingreifens konnte Schlimmeres verhindert werden", so Einsatzleiter Danny Schulz.
Auf dem Freudenbergerhof in Zweibrücken sorgte ein Brand am Sonntagnachmittag für Verwirrung. Zunächst hieß es, ein Erdbeerfeld habe Feuer gefangen. Doch laut dem Besitzer handelte es sich um ein angrenzendes Weizenfeld, das in Brand geriet. Der Auslöser: Ein Mähdrescher überhitzte während der Arbeit und fing Feuer.
Das Weizenfeld sowie der Mähdrescher brannten vollständig ab. Der entstandene Schaden beläuft sich auf etwa 200.000 Euro. Das benachbarte Erdbeerfeld blieb unversehrt. Die Löscharbeiten dauerten bis in den Abend hinein. Die Feuerwehr nutzte den Hydranten des Erdbeerfeldes, um die Flammen zu bekämpfen.
Am Sonntag wurde die Feuerwehr Dellfeld wegen einer vermeintlichen Rauchentwicklung an der L477 bei Walshausen alarmiert. Vor Ort stellte sich heraus, dass eine landwirtschaftliche Maschine Staub aufgewirbelt hatte, der für Rauch gehalten wurde.
Die Feuerwehr betonte dennoch, wie wichtig solche Anrufe sind, besonders angesichts der aktuellen Trockenheit und Hitze. Denn jede Meldung könne entscheidend sein, um Brände frühzeitig zu erkennen.
Die trockene Witterung sorgt derzeit für eine erhöhte Brandgefahr in der Region. Ob durch Feuerwerkskörper, landwirtschaftliche Maschinen oder natürliche Umstände – die Einsätze der Feuerwehr zeigen, wie schnell sich Brände ausbreiten können. Bürgerinnen und Bürger werden aufgefordert, verdächtige Rauchentwicklungen sofort zu melden und achtsam mit offenen Flammen oder potenziellen Brandquellen umzugehen.