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Kölner Wirte am Ende wegen Bettlern – OB lehnt Verbot ab

Дата публикации: 11-07-2026 17:45:00

Die Bettler-Lage in Köln spaltet: Gastronomen fordern ein Verbot. Oberbürgermeister Torsten Burmester spricht sich für eine andere Lösung aus.

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Die Bettler-Lage in Köln spaltet: Gastronomen fordern ein Verbot. Oberbürgermeister Torsten Burmester spricht sich für eine andere Lösung aus.

Viele Gastronomen in Köln sind verzweifelt wegen der Bettler-Situation. Sie fordern ein Verbot wie in Dortmund. Doch Oberbürgermeister Torsten Burmester hat eine andere Lösung im Kopf.

„Untragbare Bedingungen“: Kölner Wirte klagen über aggressive Bettler

„War es früher so, dass zweimal am Abend gebettelt wurde, passiert das mittlerweile 20, 30 Mal an einem Abend, dass unsere Gäste angesprochen werden: Das sind stark alkoholisierte Menschen, kranke Menschen, die sehr dreckig sind und sehr penetrant.“

„Sie gehen nicht nur vorbei und fragen kurz, sondern bleiben lange stehen, ziehen den Gästen ein Schnitzel vom Teller.“

Organisationen wie die IG Gastro sprechen von untragbaren Bedingungen, da die Kundschaft auf den Außenflächen permanent behelligt wird.

In Dortmund wurde deshalb bereits gehandelt. Der dortige Stadtrat hat eine drastische Maßnahme ergriffen: Ein Verbot des Bettelns im Umkreis von fünf Metern um die Außengastronomie. Diese neue Vorschrift ist vorerst auf ein Jahr befristet, danach wird die Lage neu bewertet.

Köln-OB spricht sich gegen Bettel-Verbot aus

Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD) meldet sich nun in der aufgeheizten Diskussion zu Wort. Gegenüber unserer Redaktion räumt er ein, die Nöte der Restaurantbetreiber zu verstehen. Er teilt ihre Ansicht mit den Worten: „Ich habe Verständnis für die Sorgen der Gastronominnen und Gastronomen. Dass Gäste beim Essen bedrängt werden, ist ein Zustand, den wir in unseren Städten nicht akzeptieren können.“

Eine Regelung wie in Dortmund wird es in der Domstadt aber zunächst nicht geben. Burmester sieht keinen Bedarf für eine neue Verordnung, obwohl sich aus der Kölner Politik die FDP/KSG deutlich für einen solchen Weg starkmachte. Er begründet seine Haltung so: „Wir haben eine eindeutige Regelung in der Kölner Stadtordnung: Aggressives Betteln und aufdringliches Ansprechen sind untersagt.“

Nicht das leise Bitten um eine Gabe sei die Herausforderung, sondern das forsche Auftreten, das häufig von suchtkranken Personen ausgeht. Der Stadtchef kündigte an, hier hart vorzugehen: „Wir werden weiterhin konsequent gegen aggressives und ordnungswidriges Verhalten einschreiten.“

Burmester unterstrich jedoch, dass auch die Not der Betroffenen gesehen werden müsse. Das Stadtoberhaupt kündigte an: „Gleichzeitig werden wir unsere niedrigschwelligen Hilfsangebote für wohnungslose und suchtkranke Menschen stärken.“ (red)

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