Ein Bauer verschenkt fünf Tonnen Kartoffeln statt sie zu entsorgen. Dahinter steckt eine weltweite Krise auf dem Kartoffelmarkt, die weiter anhält.
Ein Bauer verschenkt fünf Tonnen Kartoffeln statt sie zu entsorgen. Dahinter steckt eine weltweite Krise auf dem Kartoffelmarkt, die weiter anhält.
Der belgische Landwirt Gauthier Harpegnies verteilt fünf Tonnen Kartoffeln kostenlos an Privatpersonen, Vereine und Hobbyköche. Die Lebensmittel können direkt auf seinem Hof in Waudrez im Westen des Landes abgeholt werden.
Wie die belgische Zeitung „La Nouvelle Gazette“ berichtet, will Gauthier Harpegnies verhindern, dass die Kartoffeln vernichtet werden. „Der Transport zur Verarbeitungsanlage wäre zu teuer, deshalb möchte ich, dass die Menschen davon profitieren“, erklärt Harpegnies sein Geschenk an die Bevölkerung.
,regionOfInterest=(2951,2074)&hash=ab481229426b42f1652659ea8fc97a2304c6a556a07ffa7491687ad4714c723c)
Nach Angaben von „La Nouvelle Gazette“ sieht der Verband Junger Landwirte (FJA) die Ursache in einem Einbruch des weltweiten Kartoffelmarktes. „Die Verarbeitungsbetriebe wollten keine Kartoffeln mehr abnehmen“, sagt Vizepräsident Arnaud Reynens der Zeitung. Kartoffeln außerhalb bestehender Lieferverträge seien teilweise nur noch für „10 oder 15 Euro pro Tonne“ verkauft worden. Auch eine Einlagerung in Kühlhäusern ist nicht rentabel. „Energie ist heute teuer, während Kartoffeln praktisch wertlos sind“, erklärt Reynens.
Wie niedrig diese Summen sind, zeigt zum Vergleich ein Blick auf die Daten des Bayerischen Bauernverbands. Laut deren aktuellem Marktbericht liegen die üblichen Erzeugerpreise für Speisekartoffeln in normalen Marktphasen bei etwa 200 bis 450 Euro pro Tonne, je nach Sorte, Qualität und Saison. Für Verarbeitungskartoffeln, etwa für Pommes oder Chips, werden etwas niedrigere Preise gezahlt, die häufig zwischen 100 und 250 Euro pro Tonne liegen.
Allerdings herrscht in vielen Ländern schon seit Längerem eine Krise auf dem Kartoffelmarkt. Sie ist die Folge eines weltweiten Überangebots. Viele Landwirte hatten laut einem Bericht der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung nach guten Preisen mehr Kartoffeln angebaut. Gleichzeitig gingen jedoch Exporte zurück und die Nachfrage schwächte sich ab. Dadurch sind die Preise eingebrochen und überschüssige Kartoffeln finden kaum noch Käufer.
| # | Наименование новости | Тональность | Информативность | Дата публикации |
|---|---|---|---|---|
| 1 | „Eine Tüte pro Person”: Obstbauer Cesar verschenkt 56 Tonnen Nektarinen wegen Rechtsstreit mit Konzern | 0 | 7 | 03-07-2026 |
| 2 | Совет ЕЭК предоставил тарифную льготу РФ и Казахстану на ввоз картофеля | 0 | 0 | 23-05-2025 |
| 3 | Через Челябинскую область провезли полторы тысячи тонн импортных овощей | 0 | 5 | 13-05-2026 |
| 4 | «Мы рискуем потерять до 30% урожая». Фермер назвал главные последствия топливного кризиса | -5 | 7 | 07-07-2026 |
| 5 | Огурцы в РФ в марте подешевели на 26,3% | 0 | 0 | 11-04-2025 |
| 6 | Grain market review: Coarse grains | 0 | 5 | 22-06-2026 |
| 7 | 10 тонн китайских фруктов не пустили в Россию из-за спрятанных казахстанских дынь | 0 | 5 | 19-05-2026 |
| 8 | Лукашенко заверил, что белорусы не останутся без картофеля | 0 | 0 | 08-05-2025 |
| 9 | Минсельхоз Белоруссии заявил о возможности продавать картофель в России | 0 | 0 | 30-05-2025 |
| 10 | La ola de calor mata «cientos de miles» de gallinas en Francia | -2 | 6 | 07-07-2026 |