Ein vermeintliches Schreiben vom Finanzministerium fordert Sie zu einer Zahlung auf, um eine Kontosperrung aufzuheben? Zahlen Sie auf keinen Fall! Das ist ein Betrugsversuch!
Das Bundesfinanzministerium warnt aktuell vor einem gefälschten Schreiben, das auf den ersten Blick sehr offiziell wirkt.
Foto: COMPUTER BILD (KI generiert)
Ein vermeintliches Schreiben vom Finanzministerium fordert Sie zu einer Zahlung auf, um eine Kontosperrung aufzuheben? Zahlen Sie auf keinen Fall! Das ist ein Betrugsversuch!
Wenn ein Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) im Postfach landet, in dem eine Zahlung von mehreren Hundert Euro gefordert wird, dürfte der eine oder andere ins Schwitzen geraten. Doch keine Panik: Bei dem Brief handelt es sich um einen Betrugsversuch, wie das Ministerium aktuell selbst warnt.
Das gefälschte Schreiben mit dem Titel "Formal Notice of Final Statutory Tax Clearance Requirement and Reinstatement Assurance" ist in einem seriösen Stil verfasst, enthält das Logo des Finanzministeriums – und wirkt somit sehr offiziell. Wie das BMF auf seiner
Webseiteschreibt, handelt es sich bei solchen Schreiben grundsätzlich um Fälschungen. Mit der aktuellen Masche versuchen die Betrüger, ihre Opfer zu einer Zahlung von 550 Euro zu bewegen, um eine angebliche Sperrung des
Bankkontosaufzuheben.
Gleichzeitig warnt das Ministerium vor Werbenachrichten, in denen angeblich Bundesfinanzminister Lars Klingbeil für Anlagemöglichkeiten wirbt. Dabei handelt es sich um Betrugsversuche – ebenso wie bei Schreiben, die Bürgerinnen und Bürger im Zusammenhang mit Trading-Aktivitäten dazu auffordern, Zahlungen zugunsten der Bundeskasse zu leisten. E-Mails, die im Namen des Bundeszentralamts für Steuern (BZSt) angeblich Verspätungszuschläge, Bearbeitungsgebühren oder Kostenbescheide verschicken, sind ebenfalls gefälscht.
Wenn Sie ein derartiges Schreiben erhalten, geben Sie unter keinen Umständen
persönliche Daten oder Bankinformationenweiter. Überweisen Sie kein Geld und reagieren Sie nicht auf die Forderungen der Täter. Prüfen Sie im Zweifel direkt über die offiziellen Kontaktwege des Ministeriums, ob tatsächlich ein Vorgang existiert. Wenn Sie bereits Daten weitergegeben haben, handeln Sie schnell und informieren Sie Ihre Bank. Je schneller Sie reagieren, desto besser lassen sich mögliche Schäden begrenzen.
Laut Polizei fordern Behörden und Institutionen wie der Internationale Währungsfonds (IWF/IMF), die Europäische Zentralbank oder die Anti-Money-Laundering-Authority (AMLA) niemals Gebühren von Bürgerinnen und Bürgern. Nur Finanzämter sind zur Erhebung von Steuern berechtigt. Außerdem versenden sie niemals unaufgefordert SMS,
WhatsApp-Nachrichtenund E-Mails. Offizielle Schreiben kommen in der Regel immer auf dem Postweg.
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