Apple plant, sein komplexes Pencil-Angebot erneut zu überholen. Das hat offenbar auch mit der Europäischen Union zu tun.
Spätestens im kommenden Jahr steht ein neues Modell des Apple Pencil an – oder sogar deren mehrere. Das hat der bekannte Bloomberg-Journalist Mark Gurman aus Insider-Kreisen erfahren. Wie er in seinem jüngsten Newsletter vom Sonntag schreibt, sollen die Stifte zusammen mit neuen iPad-Pro-Modellen eingeführt werden, vermutlich in der ersten Jahreshälfte 2027.
Zuletzt hatte Apple seinen Stylus im Mai 2024 verändert, damals erschien der Apple Pencil Pro. Die Neuerungen im kommenden Jahr betreffen offenbar zwei Varianten des Stifts. Dabei beugt sich Apple womöglich auch dem Druck der Europäischen Kommission, die den Einbau von ersetzbaren Akkus in Elektronikgeräten einfordert.
Bislang gelten Produkte wie der Apple Pencil oder auch Apples AirPods-Stöpsel als Wegwerfprodukte – zumindest wenn man keinen großen Aufwand betreibt. Gurman schätzt, dass die neuen Apple Pencils weniger Klebstoff enthalten und mit einem neuen Batteriesystem kommen. Apple-intern machen zwei Codenamen die Runde: B582 und B632. Dabei handelt es sich um eine neue Low-End-Variante des Apple Pencil mit USB-C-Ladefunktion sowie eine überarbeitete Version des Pencil Pro. Die Stifte werden üblicherweise zusammen mit neuen iPads ausgeliefert.
Wie genau Apple austauschbare Batterien umsetzen will, bleibt unklar – insbesondere, wenn der Formfaktor nicht wachsen soll. Der Konzern arbeite intern stark an dem Thema. Die EU-Vorgaben bedeuten, das auch Endkunden an die jeweilige Batterie gelangen müssen, um diese zu ersetzen. Bei Kopfhörern wie dem neuen Sennheiser Momentum 5 heißt das beispielsweise, dass man diese aufschrauben können muss, um die nachbestellbaren Akkus zu tauschen. Bei neuen Pencil-Modellen könnte Apple auf eine Schraubmechanik setzen, doch ob es so kommt, ist noch unklar.
Derzeit verkauft Apple insgesamt vier verschiedene Stifte. Das ist zum einen der Pencil Pro für 149 Euro, der Günstig-Pencil mit USB-C (89 Euro) sowie einen Apple Pencil der 1. und der 2. Generation für ebenfalls je 149 Euro. Einen Überblick, welcher Pencil zu welchem Gerät gehört, lesen Sie in einem eigenen Artikel.
Apple plant im Herbst angeblich erstmals MacBooks mit Touchscreen („MacBook Ultra“) . Ob diese auch Pencil-fähig sein werden, ist bislang noch nicht durchgedrungen. Gurman erwähnt die Funktion in seinem Bericht nicht.
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(bsc)
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